Erfahrungsbericht von RainWoman
Wenn man nachts wachliegt und nachdenkt ...: Beta, Katharina "Katharsis"
Pro:
eine ergreifende, wahre Geschichte
Kontra:
streckenweise schwer zu lesen
Empfehlung:
Nein
... wie es ist, mitten im Leben ins Nichts geboren zu werden und sich nie wieder an etwas erinnern zu können.
Liebe Leser,
meinem Lese-Hobby bin ich bis jetzt bei Yopi noch nicht gerecht geworden; daher möchte ich Euch mit diesem Bericht ein Buch vorstellen, dass ich gerade ausgelesen habe.
Es handelt sich um die Autobiographie „Katharsis – Aus dem Wasser geboren“.
~ Die Autorin ~
Katharina Beta – ihr „neuer“ Name – erzählt in diesem Buch ihre Lebensgeschichte: ein Leben, dass im Alter von 32 Jahren begann.
In ihrem „ersten“ Leben geboren in Berlin, Medizinstudentin und Mutter von drei Söhnen, erlitt sie 1970 einen schweren Autounfall und mußte ihr Leben wie von Geburt an neu beginnen.
Sie lebt nun als freie Schriftstellerin in Österreich und publiziert hauptsächlich zur Geschichte des Ostens.
~ Der Inhalt ~
Um zukünftigen Lesern nicht die Freude an diesem Buch zu nehmen, möchte ich an dieser Stelle nicht die Geschichte zusammengefasst wiedergeben, sondern nur grob umreißen. Haltet Euch bitte immer eins vor Augen: es ist eine wahre, wirklich erlebte Geschichte.
Katharina hört, dass sie gerufen wird, immer wieder ... und endlich erwacht sie aus dem Koma in einer fremden Welt. Sie ist umgeben von ‚Gestalten‘, die auch eigenartigen ‚Schlitzen‘ verschiedene Töne formen, die mit ‚Kugeln‘ auf sie herabblicken und an ihren Körpern seltsame lange ‚Dinge‘ bewegen. Sie beobachtet Helligkeiten und Dunkelheiten, die sich abwechseln. Furchtbare Schmerzen quälen sie. Oft fällt sie in ein seliges Nichts.
Die 32jährige erleidet bei dem schweren Autounfall ein Trauma; fortan ist ihr Vergangenheit ausgelöscht. Wie ein Neugeborenes „kommt sie auf die Welt“ und muss, wie ein Baby, von Grunde auf alle erlernen. Keine Begriffe, keine Worte oder Zusammenhänge sind in ihrem Gedächtnis erhalten.
Langsam beginnt sie, ihre Umwelt wahrzunehmen, Menschen anhand von ‚Tönen‘ zu unterscheiden, sich selbst zu begreifen. Aufopferungsvoll kümmert sich eine Krankenschwester um sie; bringt ihr bei zu essen, zu laufen, später auch zu sprechen und zu schreiben. Ein langsamer, mühevoller Lernprozess beginnt,.
Doch der eigentliche Leidensweg steht der jungen Frau noch bevor. Sie wird aus dem Krankenhaus entlassen in ihr früheres Leben – ein Leben, das ihr völlig fremd ist. Mutter und Schwester erwarten von ihr, dass sie ihre Rolle wieder aufnimmt, sich um ihre Söhne kümmert, eine Wohnung sucht und Arbeit. Die völlig hilflose, orientierungslose Frau nimmt aufgrund ihrer alten Zeugnisse eine Stelle im Krankenhaus an, obwohl sie nicht mal in der Lage ist, einfache Zusammenhänge zu begreifen, geschweige denn ein selbständiges Leben zu führen. Mit dem Verständnis eines Kleinkindes versucht sie, das Leben eines Erwachsenen zu führen.
Die Autobiographie erzählt von einem mühevollen Weg zurück ins Leben, von einer Suche nach einem Platz in der Welt. Es ist eine fesselnde Geschichte von einem unfassbaren Schicksal.
~ Die Erzählweise ~
„Katharsis“ ist in der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt so die Welt aus der Sicht der Autorin. Dieser Stil hat bei der Geschichte einen unglaublich eindrucksvollen Effekt: Als Leser fühlt man sich ebenso gefangen, hilflos, ohne Orientierung. Gerade zu Beginn des Buches ist es oft schwer zu begreifen, was sie sieht, hört, erlebt, da alles in kindlich beschreibenden Worten wiedergegeben ist.
Man liest, und möchte um Hilfe schreien, möchte begreifen, Zusammenhänge sehen.
Später macht das Buch fast wütend – auf die Umwelt der jungen Frau, die unmögliches von ihr erwartet, die sie wie einen erwachsenen Mensch behandelt, obwohl sie gerade erst zu leben lernte. Es macht auch hilflos – so viele Fragen stürmen von der Autorin auf den Leser ein ... was bedeutet dieses Wort oder jenes, warum tauscht man ‚bunte Scheine‘ gegen Waren.
Der Schreibstil ist es, der uns tatsächlich in die Lage von Katharina versetzt. Wir sehen das Leben aus ihren Augen, und damit aus den Augen eines Kindes. Wir spüren ihre Entfremdung von der Welt. Nie redet sie von „meinen Söhnen“, immer sind es „die Söhne“, „die Schwester“, „die Mutter“.
Als Leser fühlen wir uns mit ihr fremd und allein gelassen.
Später verfolgen wir die Autorin bei ihrem Ausbruch aus diesem Leben, bei ihren Versuchen, ein neues Ich zu finden. Wir begleiten sie bei vielen Umzügen, immer neuen Wegen, neuen Begegnungen; und wir erleben ihre immer komplexer werdenden Gedanken.
In diesem – zweiten – Teil des Buches wird das Lesen mitunter recht kompliziert. Verwirrende Gedanken wollen verfolgt werden; abrupte Sprünge und das völlige Fehlen wörtlicher Rede gestalten dies recht schwierig; Realität mischt sich mit Träumen, Ideen und Fantasien.
Doch gleichzeitig trägt all das dazu bei, „Katharsis“ zu einem authentischen Werk zu formen.
Und so erleben wir schließlich den Beginn eines neuen Lebens, die Formung einer starken Persönlichkeit.
~ Für wen würde ich dieses Buch empfehlen? ~
Empfehlungen auszusprechen ist natürlich gerade bei Literatur sehr schwierig; trotzdem möchte ich kurz darstellen, wem dieses Buch meiner Meinung nach gefallen könnte.
Besonders für Leser, die sich gern in komplizierten Gedankengänge hineinversetzen und in einem Buch vielleicht eine „Herausforderung“ zum Denken suchen, finde ich „Katharsis“ sehr geeignet. Darüber hinaus ist es ein interessantes Erlebnis für alle, die sich für das Thema Amnesie interessieren, oder generell für die (Persönlichkeits)entwicklung eines Menschen, da die Autorin diesen Prozess ja im Prinzip noch mal vollständig durchlaufen muss.
Freunde von Büchern über die östliche Kirchengeschichte finden im zweiten Teil des Buches sehr viel wissenswertes. Darüber hinaus werden zahlreiche Themen aus den unterschiedlichsten Bereichen angeschnitten, wie zum Beispiel politische Gedanken, Erfahrungen als Schriftstellerin sowie sehr viele Fragen zum zwischenmenschlichen Umgang und des Wertes des Einzelnen.
Es ist in meinen Augen kein Buch für anspruchslose Unterhaltung (sowas lese ich ja auch gern mal ...), auch weniger zum „Abschalten“, da es sehr fesselt und zum Nachdenken anregt. Teilweise muss man sich wirklich bemühen, den Gedankenstrom nachzuvollziehen ... also in erster Linie eher aktives Lesen. Außerdem sollte man ein wenig Geduld bzw. Ausdauer mitbringen, um auch dann weiter zu lesen, wenn die Geschichte an einigen Stellen etwas langatmig wird.
Ich denke, das Buch sollte Kindern nicht geschenkt werden, da es nicht nur sehr aufwühlend sein kann (besonders im ersten Teil der Geschichte), sondern auch stellenweise recht kompliziert geschrieben ist.
~ Ein paar Infos ~
Diese Autobiographie ist im Jahre 2001 im Ullstein-Verlag erschienen und kostet € 9.95.
Daneben ist auch eine gekürzte Hörfassung erhältlich.
Das Buch umfaßt knapp 500 Seiten
Zum leichteren Auffinden im Buchladen: Der Buchrücken ist knallorange mit weißer und grüner Schrift. Die Vorderseite zeigt eine – meiner Meinung nach beunruhigend wirkende – Zeichnung: ein Umriß eines Frauenkopf in blau, mit einem Spalt in der Mitte.
Die ISBN-Nummer lautet 3-548-36281-8.
~ Mein Fazit ~
Die Bewertung fällt mir bei diesem Buch besonders schwer, da meine Stimmung beim Lesen extrem schwankte. Bis ungefähr zur Hälfte ist es zweifellos ein fesselndes, faszinierendes und sehr bewegendes Werk. Danach empfand ich es streckenweise jedoch als sehr langatmig, teilweise auch wirklich uninteressant; ebenso störte mich der „weise Zeigefinger“ der Autorin ein wenig.
Letztendlich möchte ich trotz diesem negativen Punkt jedoch Note 2 geben, in erster Linie deshalb, weil es eine wahre, wirklich gelebte Geschichte ist, die hier erzählt wird. Besonders hoch möchte ich anrechnen, dass die Entwicklung und die inneren Gedanken der Autorin im gesamten Buch nachzuvollziehen sind. Der Leser bleibt nicht außen vor, sondern „lebt“ beim Lesen mit.
Obwohl einige Abschnitte nicht meinen Vorstellungen und meinem persönlichen Interesse entsprachen, bin ich sehr froh, dass ich „Katharsis“ gelesen habe und ich habe das Buch als große Bereicherung empfunden.
Abschließen möchte ich mit ein paar sehr schönen Worten aus diesem Buch:
„Seit ich reden gelernt habe, kann ich nicht mehr schweigen. Seit ich schreiben gelernt habe, kann ich nicht mehr aufhören zu schreiben.“
Ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Bericht einen kleinen Einblick verschaffen und Euch bei der Entscheidung helfen, dieses Buch eventuell selbst zu lesen oder zu verschenken.
~ Schlussbemerkung ~
Da ich noch wenig Erfahrung mit dem Berichte-Schreiben über Bücher habe, bin ich hier besonders dankbar für Kommentare und Anregungen. Habe ich vielleicht zu viel verraten? Oder könnt ihr Euch noch gar keine Vorstellung vom Inhalt des Buches machen? Darüber hinaus interessiert mich natürlich auch die Meinung derer, die das Werk schon gelesen haben: wie hat Euch das Buch gefallen?
Ich danke für Euer Interesse – besonders denen, die den ganzen Bericht lesen und nicht nach der Hälfte auf „sehr nützlich“ klicken. :-)
Eure RainWoman
Liebe Leser,
meinem Lese-Hobby bin ich bis jetzt bei Yopi noch nicht gerecht geworden; daher möchte ich Euch mit diesem Bericht ein Buch vorstellen, dass ich gerade ausgelesen habe.
Es handelt sich um die Autobiographie „Katharsis – Aus dem Wasser geboren“.
~ Die Autorin ~
Katharina Beta – ihr „neuer“ Name – erzählt in diesem Buch ihre Lebensgeschichte: ein Leben, dass im Alter von 32 Jahren begann.
In ihrem „ersten“ Leben geboren in Berlin, Medizinstudentin und Mutter von drei Söhnen, erlitt sie 1970 einen schweren Autounfall und mußte ihr Leben wie von Geburt an neu beginnen.
Sie lebt nun als freie Schriftstellerin in Österreich und publiziert hauptsächlich zur Geschichte des Ostens.
~ Der Inhalt ~
Um zukünftigen Lesern nicht die Freude an diesem Buch zu nehmen, möchte ich an dieser Stelle nicht die Geschichte zusammengefasst wiedergeben, sondern nur grob umreißen. Haltet Euch bitte immer eins vor Augen: es ist eine wahre, wirklich erlebte Geschichte.
Katharina hört, dass sie gerufen wird, immer wieder ... und endlich erwacht sie aus dem Koma in einer fremden Welt. Sie ist umgeben von ‚Gestalten‘, die auch eigenartigen ‚Schlitzen‘ verschiedene Töne formen, die mit ‚Kugeln‘ auf sie herabblicken und an ihren Körpern seltsame lange ‚Dinge‘ bewegen. Sie beobachtet Helligkeiten und Dunkelheiten, die sich abwechseln. Furchtbare Schmerzen quälen sie. Oft fällt sie in ein seliges Nichts.
Die 32jährige erleidet bei dem schweren Autounfall ein Trauma; fortan ist ihr Vergangenheit ausgelöscht. Wie ein Neugeborenes „kommt sie auf die Welt“ und muss, wie ein Baby, von Grunde auf alle erlernen. Keine Begriffe, keine Worte oder Zusammenhänge sind in ihrem Gedächtnis erhalten.
Langsam beginnt sie, ihre Umwelt wahrzunehmen, Menschen anhand von ‚Tönen‘ zu unterscheiden, sich selbst zu begreifen. Aufopferungsvoll kümmert sich eine Krankenschwester um sie; bringt ihr bei zu essen, zu laufen, später auch zu sprechen und zu schreiben. Ein langsamer, mühevoller Lernprozess beginnt,.
Doch der eigentliche Leidensweg steht der jungen Frau noch bevor. Sie wird aus dem Krankenhaus entlassen in ihr früheres Leben – ein Leben, das ihr völlig fremd ist. Mutter und Schwester erwarten von ihr, dass sie ihre Rolle wieder aufnimmt, sich um ihre Söhne kümmert, eine Wohnung sucht und Arbeit. Die völlig hilflose, orientierungslose Frau nimmt aufgrund ihrer alten Zeugnisse eine Stelle im Krankenhaus an, obwohl sie nicht mal in der Lage ist, einfache Zusammenhänge zu begreifen, geschweige denn ein selbständiges Leben zu führen. Mit dem Verständnis eines Kleinkindes versucht sie, das Leben eines Erwachsenen zu führen.
Die Autobiographie erzählt von einem mühevollen Weg zurück ins Leben, von einer Suche nach einem Platz in der Welt. Es ist eine fesselnde Geschichte von einem unfassbaren Schicksal.
~ Die Erzählweise ~
„Katharsis“ ist in der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt so die Welt aus der Sicht der Autorin. Dieser Stil hat bei der Geschichte einen unglaublich eindrucksvollen Effekt: Als Leser fühlt man sich ebenso gefangen, hilflos, ohne Orientierung. Gerade zu Beginn des Buches ist es oft schwer zu begreifen, was sie sieht, hört, erlebt, da alles in kindlich beschreibenden Worten wiedergegeben ist.
Man liest, und möchte um Hilfe schreien, möchte begreifen, Zusammenhänge sehen.
Später macht das Buch fast wütend – auf die Umwelt der jungen Frau, die unmögliches von ihr erwartet, die sie wie einen erwachsenen Mensch behandelt, obwohl sie gerade erst zu leben lernte. Es macht auch hilflos – so viele Fragen stürmen von der Autorin auf den Leser ein ... was bedeutet dieses Wort oder jenes, warum tauscht man ‚bunte Scheine‘ gegen Waren.
Der Schreibstil ist es, der uns tatsächlich in die Lage von Katharina versetzt. Wir sehen das Leben aus ihren Augen, und damit aus den Augen eines Kindes. Wir spüren ihre Entfremdung von der Welt. Nie redet sie von „meinen Söhnen“, immer sind es „die Söhne“, „die Schwester“, „die Mutter“.
Als Leser fühlen wir uns mit ihr fremd und allein gelassen.
Später verfolgen wir die Autorin bei ihrem Ausbruch aus diesem Leben, bei ihren Versuchen, ein neues Ich zu finden. Wir begleiten sie bei vielen Umzügen, immer neuen Wegen, neuen Begegnungen; und wir erleben ihre immer komplexer werdenden Gedanken.
In diesem – zweiten – Teil des Buches wird das Lesen mitunter recht kompliziert. Verwirrende Gedanken wollen verfolgt werden; abrupte Sprünge und das völlige Fehlen wörtlicher Rede gestalten dies recht schwierig; Realität mischt sich mit Träumen, Ideen und Fantasien.
Doch gleichzeitig trägt all das dazu bei, „Katharsis“ zu einem authentischen Werk zu formen.
Und so erleben wir schließlich den Beginn eines neuen Lebens, die Formung einer starken Persönlichkeit.
~ Für wen würde ich dieses Buch empfehlen? ~
Empfehlungen auszusprechen ist natürlich gerade bei Literatur sehr schwierig; trotzdem möchte ich kurz darstellen, wem dieses Buch meiner Meinung nach gefallen könnte.
Besonders für Leser, die sich gern in komplizierten Gedankengänge hineinversetzen und in einem Buch vielleicht eine „Herausforderung“ zum Denken suchen, finde ich „Katharsis“ sehr geeignet. Darüber hinaus ist es ein interessantes Erlebnis für alle, die sich für das Thema Amnesie interessieren, oder generell für die (Persönlichkeits)entwicklung eines Menschen, da die Autorin diesen Prozess ja im Prinzip noch mal vollständig durchlaufen muss.
Freunde von Büchern über die östliche Kirchengeschichte finden im zweiten Teil des Buches sehr viel wissenswertes. Darüber hinaus werden zahlreiche Themen aus den unterschiedlichsten Bereichen angeschnitten, wie zum Beispiel politische Gedanken, Erfahrungen als Schriftstellerin sowie sehr viele Fragen zum zwischenmenschlichen Umgang und des Wertes des Einzelnen.
Es ist in meinen Augen kein Buch für anspruchslose Unterhaltung (sowas lese ich ja auch gern mal ...), auch weniger zum „Abschalten“, da es sehr fesselt und zum Nachdenken anregt. Teilweise muss man sich wirklich bemühen, den Gedankenstrom nachzuvollziehen ... also in erster Linie eher aktives Lesen. Außerdem sollte man ein wenig Geduld bzw. Ausdauer mitbringen, um auch dann weiter zu lesen, wenn die Geschichte an einigen Stellen etwas langatmig wird.
Ich denke, das Buch sollte Kindern nicht geschenkt werden, da es nicht nur sehr aufwühlend sein kann (besonders im ersten Teil der Geschichte), sondern auch stellenweise recht kompliziert geschrieben ist.
~ Ein paar Infos ~
Diese Autobiographie ist im Jahre 2001 im Ullstein-Verlag erschienen und kostet € 9.95.
Daneben ist auch eine gekürzte Hörfassung erhältlich.
Das Buch umfaßt knapp 500 Seiten
Zum leichteren Auffinden im Buchladen: Der Buchrücken ist knallorange mit weißer und grüner Schrift. Die Vorderseite zeigt eine – meiner Meinung nach beunruhigend wirkende – Zeichnung: ein Umriß eines Frauenkopf in blau, mit einem Spalt in der Mitte.
Die ISBN-Nummer lautet 3-548-36281-8.
~ Mein Fazit ~
Die Bewertung fällt mir bei diesem Buch besonders schwer, da meine Stimmung beim Lesen extrem schwankte. Bis ungefähr zur Hälfte ist es zweifellos ein fesselndes, faszinierendes und sehr bewegendes Werk. Danach empfand ich es streckenweise jedoch als sehr langatmig, teilweise auch wirklich uninteressant; ebenso störte mich der „weise Zeigefinger“ der Autorin ein wenig.
Letztendlich möchte ich trotz diesem negativen Punkt jedoch Note 2 geben, in erster Linie deshalb, weil es eine wahre, wirklich gelebte Geschichte ist, die hier erzählt wird. Besonders hoch möchte ich anrechnen, dass die Entwicklung und die inneren Gedanken der Autorin im gesamten Buch nachzuvollziehen sind. Der Leser bleibt nicht außen vor, sondern „lebt“ beim Lesen mit.
Obwohl einige Abschnitte nicht meinen Vorstellungen und meinem persönlichen Interesse entsprachen, bin ich sehr froh, dass ich „Katharsis“ gelesen habe und ich habe das Buch als große Bereicherung empfunden.
Abschließen möchte ich mit ein paar sehr schönen Worten aus diesem Buch:
„Seit ich reden gelernt habe, kann ich nicht mehr schweigen. Seit ich schreiben gelernt habe, kann ich nicht mehr aufhören zu schreiben.“
Ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Bericht einen kleinen Einblick verschaffen und Euch bei der Entscheidung helfen, dieses Buch eventuell selbst zu lesen oder zu verschenken.
~ Schlussbemerkung ~
Da ich noch wenig Erfahrung mit dem Berichte-Schreiben über Bücher habe, bin ich hier besonders dankbar für Kommentare und Anregungen. Habe ich vielleicht zu viel verraten? Oder könnt ihr Euch noch gar keine Vorstellung vom Inhalt des Buches machen? Darüber hinaus interessiert mich natürlich auch die Meinung derer, die das Werk schon gelesen haben: wie hat Euch das Buch gefallen?
Ich danke für Euer Interesse – besonders denen, die den ganzen Bericht lesen und nicht nach der Hälfte auf „sehr nützlich“ klicken. :-)
Eure RainWoman
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