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Erfahrungsbericht von Thalaia

Ein Märchen auch für Erwachsene - Das Letzte Einhorn (Peter S. Beagle)

Pro:

Wunderschöne bildhafte Sprache in die man sich gut hineinversetzen kann.

Kontra:

-Wirklich nur für Leute geeignet die die Geschichte des Films mochten oder gerne Märchen lesen. - Der neue Einband gefällt mir nicht

Empfehlung:

Nein

Inhalt:

Es ist die Geschichte eines Einhorn, das frei und unbehelligt in seinem Wald lebt und eigentlich nichts weiter tut als sein Leben im Wald mit den Tieren zu genießen. Einhörner sind unsterblich, wie wir ganz zu Anfang erfahren, scheu und ein wenig eitel, da sie um ihre Schönheit wissen. Doch vor allem sind sie rechte Einzelgänger die von ihrem Artgenossen meist getrennt Leben.
Eines Tages durchqueren Jäger den Wald des Einhorns, der Ältere von beiden erklärt dem Jüngeren, das sie dieser Wald wohl der eines Einhorns wäre, denn in einem Einhornwald, lernten die Tiere mit der Zeit sich unsichtbar zu machen und somit könnten sie die Jagd vergessen. Der Jüngere glaubt zuerst nicht an das Gerde des Älteren, denn Einhörner gebe es schließlich schon lange nicht mehr auf der Welt. Doch der Ältere widerspricht ihm und sagt das es noch ein Einhorn in gäbe und zwar in diesem Wald. Nach einigem Reden beschließen die zwei den Wald zu verlassen und bemerkten dabei nicht, das ihnen das Einhorn die ganze Zeit gelauscht hatte. Zu letzt ruft der Alte Jäger ihm noch zu es solle in seinem Wald bleiben und seine Bäume grün und seine Freunde lang am leben halten.
Doch das Einhorn ist durch die Worte die er gesprochen hat neugierig geworden. Es kann nicht glauben das es das letzte sein soll und begibt sich auf die Suche nach den anderen die vielleicht auf es warten.
Doch die Welt draußen außerhalb des Waldes hat sich verändert, die Menschen glauben nur noch an das was sie sehen und erkennen nur eine kleine zierliche weiße Stute in ihm und nicht ein Einhorn. Das Einhorn wird dem erst gewahr, nachdem ein alter Mann es versucht zu fangen und es als Stute bezeichnet.
Kurz darauf begegnet es einem Schmetterling, es bittet den Schmetterling nur seinen Namen zu sagen, damit es weiß das es ihn erkannt hat, doch der Schmetterling plappert nur wirre Geschichten die er aufgeschnappt hat, so dass das Einhorn sich schon abwenden will. Doch plötzlich beginnt der Schmetterling altmeisterlich die lateinische Bezeichnung des Einhorns aufzuzählen, worauf dieses wieder Hoffnung schöpft und ihn nach den anderen Einhörnern fragt. Der Schmetterling beginnt erst wirr zu plappern ehe er wieder ernst wird: "Nein, nein, hör zu, hör nicht auf mich , hörst du! Du kannst deine Gefährten finden, wenn du tapfer bist. Sie sind vor langer Zeit vom Roten Stier davon getrieben worden, er rannte dicht hinter ihnen her und verwischte mit seinen Hufen ihre Spuren." Ehe er wieder wirr redet und davon flattert.
Nun weiß das Einhorn zumindest wonach es suchen muss, doch seiner Reise und Suche werden stetig neue Steine in den Weg gelegt. So trifft es auf den Zauberer Schmendrick der ihm hilft aus der Gefangenschaft von Mommy Fortuna zu entkommen, die es als Einhorn erkannt hat und mit Hilfe eines Flaschen Horns ausstellt damit es auch erkannt wird, um mit ihm Geld zu verdienen. Und auf Molly Grue, die ebenfalls dem Einhorn helfen will seine Gefährten zu finden.
So begeben sie sich auf der Suche nach dem Roten Stier in das Land des König Haggard, bei dem die Bestie Unterschlupf gefunden hat. Ein verfluchtes Land, das nur auf seien Erlösung zu warten scheint....

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Die Geschichte ist so geschrieben, wie man es auch aus Märchen kennt. Die Beschreibungen sind sehr Bildhaft und anschaulich und leitet eine gewisse Atmosphäre ein, der man sich nicht entziehen kann, wie man schon bei der Beschreibung des Einhorns gut erkennen kann. "Sein Hals war lang und schlank, wodurch sein Kopf kleiner aussah, als er in Wirklichkeit wahr, und die Mähne war so weich wie Löwenzahnflaum und so fein wie Federwolken." (S. 7)
Die Sprache an sich ist sehr leicht zu verstehen und die Sätze nicht übermäßig lang so das es auch von Kindern gut zu lesen ist, allerdings würde ich es nur älteren Kindern empfehlen, da die Geschichte den jüngeren vielleicht Angst machen könnte.

Der erste Eindruck wenn man die ersten paar Seiten gelesen hat ist der von einem Märchen oder einer Kindergeschichten, Doch dazu ist es oftmals zu direkt und teilweise auch ein wenig grausam, wie man es aus den alten Märchen gut kennt. Besonders wenn es in der Menagerie der Mommy Fortuna mit den Auseinandersetzungen der Harpyie geht. Allerdings sieht man im Fernsehen grausamere Bilder als die Umschreibung der Sprache deuten mag.

Es ist kein Buch für jedermann, denn man muss schon ein gewissen Bezug zu Phantasie, Märchen und Fabelwesen haben. Es ist spannend geschrieben, aber nicht so, wie man es von den heutigen Romanen a la Grisham, Hohlbein oder King kennt.

Wem die Geschichte des Films gefallen hat, kann sich das Buch bedenkenlos holen. Der Film hat sich sehr Nahe an das Buch gehalten und nur der Umstand, warum Haggards Land verflucht ist, ergibt eine Neuerung. Wer von der Geschichte allerdings nicht angetan war, sollte das buch besser im Laden liegen lassen, da der wesentliche Inhalt keinen Unterschied bringt und selbst die Dialoge oftmals wörtlich übereinstimmen.



Details zum Buch:

Wiedereinmal haben ich nur eine alte Ausgabe von 1996, wohlgemerkt die erste Auflage dieser Ausgabe. Erschienen ist es bei der Hobbit Presse von Klett-Cotta, die nur Fantasy oder phantastische Bücher herausbringt.

Der Einband ist in vier kleine Bilder unterteilt, von denen drei den Kopf des Roten Stiers, das Bild rechts oben in der Ecke den des Einhorns zeigen. In der Mitte ist ein orangenfarbener Kasten in dem der Titel des Buches, sowie der Autor stehen, also "Das letzte Einhorn; Peter S. Beagle".

Auf dem Einband ist der Teil eines Greifes abgebildet, der zusammen mit den anderen Büchern der Reihe ein vollständiges bild ergeben würde. Aber da diese mich nicht interessierten, steht nur ein fünftel Greif in meinem Regal.

Das Buch kostete damals 19,80 DM, was bei nur 260 Seiten Taschenbuch recht viel ist, allerdings ist der Einband aus sehr dicker Pappe und auch die Seiten sind recht dick.
Die Schrift ist recht groß und gut leserlich, so das ich am Preis nichts auszusetzen hatte, vor allem da ich das Buch, schon seit einer halben Ewigkeit verzweifelt gesucht hatte dun froh war es endlich in den Fingern zu haben.

Die neue Ausgabe (also die aktuelle vierte Auflage) hat ein oragenes Cover mit Schneeglöckchen darauf, anscheinen gibt es auch die Hobbit Presse nicht mehr sondern nur noch Klett-Cotta. Der alte Einband, also den ich habe, gefiel mir um Meilen besser. Aber den Inhalt kann man zum Glück nicht verschandeln.
Es kostet 11,50 ? und ist unter ISBN: 3608952047 zu bestellen.

Für mich selbst hat sich die Investition allemal gelohnt, ich finde die Erzählung faszinierend aufgebaut. Da es sich obwohl 1968 erschienen, von der Erzählart an den alten Märchen orientiert, zudem gehört die Geschichte des Einhorns zu meinen Lieblingsgeschichten. Wer, wie oben bereits erwähnt, nicht an solchen Geschichten interessiert ist, sollte das Geld im Portmonee belassen. Nur um es so zu lesen ist der Preis zu hoch bei 260 Seiten und um es in der Ecke stehen zu lassen finde ich es zu schade.

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