Erfahrungsbericht von marathoni
Gefangen von der Krankheit
Pro:
bekannteste Sage der Liebesgeschichte
Kontra:
?
Empfehlung:
Nein
Hört mich denn niemand/Judy und Sean Barron
Viele Jahre ist es her, seit ich dieses Buch gelesen hatte. Meine Erinnerungen waren schon etwas verblasst, so habe ich sie durch ein neuerliches Lesen wieder aufgefrischt, um euch davon zu berichten.
Dieses Buch handelt von einem autistisch kranken Jungen, der es Dank der Liebe seiner Eltern und seiner Schwester geschafft hat nach über 17 Jahren aus dieser Krankheit auszubrechen und am Leben teilnehmen konnte.
Judy war 21, Ron war 22 Jahre alt, als Judy mit drei Wochen Verspätung ihren Sohn Sean zur Welt brachte. Sean war gesund und kräftig. Nichts deutete auf eine Krankheit hin. Erst mit 14 Monaten lernte er Gehen. Er lief blitzschnell in der Wohnung umher. Sean war ständig am Weinen und er kuschelte nie mit seiner Mutter. Die ersten Bauklötze die Sean bekam, stapelte er nicht übereinander zu einem Turm, sondern er legte sie auf den Tisch und fegte sie mit der Hand herunter. Er hob sie auf, legte sie wieder auf den Tisch und fegte sie wieder herunter. Wieder und immer wieder. Murmeln kullerte er in ein Loch, holte sie heraus und rollte sie wieder ins Loch. Seine Begeisterung in seinem Tun fand kein Ende. Vergnügen hatte er auch am Lichtschalter, in dem er stundenlang das Licht immer wieder an- und ausknipste. Er ließ sich nicht davon abbringen. Den Blicken seiner Mutter wich er aus. Andere Spiele spielte er nur, in dem er sie auf den Tisch legte und hinunterstieß, darunter gehörten auch zerbrechliche Gegenstände
Schimpfen und Zurechtweisungen halfen nicht. Manchmal ließ Judy ihn gewähren, doch er wurde immer hektischer, besessener, wie ein Spielzeug, das man aufzog und das außer Kontrolle geriet. Ab und zu verlor Judy ihre Kontrolle und schlug ihren Sohn, was ihr aber sogleich wieder leid tat. Doch auch die Schläge fruchteten nicht.
Sean lief hundertmal durch das Zimmer ohne auch nur müde zu werden. Sean liebte Wiederholungen. Er liebte Wiederkehrendes, Gleiches. Veränderungen hasste er.
Judy und Ron meinten, dass das sicher nur eine Entwicklungsphase sei, in die ihr Sohn steckt.
Sean war fast zwei Jahre alt, als er noch ein Schwesterchen bekam, die er aber nicht wahrnahm.
Mit seinen zwei Jahren konnte Sean noch nicht reden, aber er konnte mitteilen auf was die Zeiger der Uhr standen und mit Messer und Gabel legte er die Uhrzeit auf den Tisch.
Wenn Sean krank war akzeptierte er die Zuwendung seiner Eltern, ansonsten ließ er sich nicht umarmen.
Nach mehr als vier Jahren suchten Judy und Ron einen Arzt auf, der aber Seans Krankheit nicht erkannte.
Bei Arztbesuchen haben die Ärzte nicht ein einziges Mal Mitgefühl, Mitleid oder Wärme
gezeigt.
Ein anderer Arzt gab der Krankheit ihres Sohnes einen Namen. "Autismus". Nun hatte die Krankheit einen Namen. Was konnte man jetzt dagegen tun? Wie sollte man damit umgehen.
Ein Arzt gab Judy zu verstehen, dass es keine Heilung geben werde und ihr Sohn nie ein eigenständiges Leben führen könnte. Sollten sie ihren Sohn aufgeben? Gefangen und isoliert in seiner Krankheit.
Judy und Ron besorgten sich Bücher und schlugen nach um sich zu informieren. Erst jetzt begriffen sie das Verhalten ihres Sohnes. Sean war also nicht trotzig, wenn er trotz Schläge und Strafen sein Vorgehen nicht änderte, sondern er konnte es nicht registrieren. Er konnte das eine mit dem anderen nicht in Verbindung bringen. Wenn er bestraft wurde, wusste er nicht warum. Sean war nicht fähig Zusammenhänge herzustellen, oder Konsequenzen zu erkennen .Seine Eltern konnten nicht zu ihm durchdringen. Er wurde beherrscht von seinem Verhalten. Mit viel Geduld und täglichen Übungen stellte sich ein Erfolg ein, der sich aber am anderen Tag nicht wiederholte.
Trotz seiner Krankheit wurde er eingeschult und er schaffte es sogar zu studieren. Mit 17 Jahren hatte er das erste Mal in seinem Leben ein "richtiges Gespräch" mit seiner Mutter. Erst nach und nach versteht er das Verhalten seiner Eltern ihm gegenüber und zum ersten mal kann er seine Gefühle mitteilen.
Und erst jetzt kann er seinen Eltern erzählen, warum er Spass daran hatte ständig das Licht an- und auszuknipsen. Denn er wußte, wenn er den Schalter drückt geht das Licht an. Er liebte es zu wissen das dieses oder jenes passiert, wenn.... Aber wehe es war nicht so, nichts voraussehbares, das hasste er. Dann wurde er aggressiv. Er hasste Veränderungen. Alles musste so bleiben wie es war.
Heute führt Sean ein eigenständiges Leben, doch Besitzgegenstände aus seinem "früheren" Leben hat er nicht mehr, weil er die Gefahr fürchtet wieder in alte Verhaltensformen zurückzufallen, wie ein Alkoholiker, der nach Entzug kein Tropfen Alkohol mehr haben darf.
-----------------------------------------------
Das Buch hat 252 Seiten und wurde von Judy und Sean geschrieben, nachdem Sean seinen Eltern sein Verhalten zu bestimmten Situationen erklären konnte.
Judy beschreibt Seans Verhalten und Sean gibt seine Erklärungen dazu, warum er dieses oder jenes gemacht hat und warum er sich so verhalten hat. In dem Buch kann man die Erklärungen Seans genau erkennen, weil diese Textstellen etwas kleiner geschrieben sind.
Judy war mehr als ihr Mann Ron, der ja tagsüber beruflich außer Haus war, so beansprucht durch das Verhalten ihres Sohnes, dass sie sich einsam, isoliert und ständig erschöpft fühlte.
Wenn man ein autistisch krankes Kind hat, gerät die Familie oft ins "Abseits". Damit meine ich, dass die Familienangehörigen den Kontakt mit Freunden und Verwandten immer mehr meiden, weil sie Angst haben, andere könnten das Verhalten dieser Kranken nicht verstehen.
Ron und Judy waren liebevolle Eltern, die sich aufopferungsvoll um ihren autistisch kranken Sohn gekümmert haben, obwohl die Ärzte ihn aufgegeben, und den Eltern keine Hoffnung auf Besserung gegeben haben. Doch Judy konnte und wollte ihren Sohn nicht aufgeben und mit viel Geduld und Liebe und gesellschaftlichen Entbehrungen hat sie es geschafft, dass er heute ein eigenständiges Leben führen kann.
Ich werde dieses Buch nie vergessen und ich bin überzeugt, dass auch ihr lange darüber grübeln werdet.
Wer näheres über Autismus erfahren möchte, der siehe bitte nach unter www.autismus.de
eure marathoni
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-16 19:04:17 mit dem Titel Die wohl bekannteste deutsche Sage
Tristan und Isolde von Günter de Bruyn
Neuerdings gehe ich in die Bücherei um mir Bücher zu holen. Anregungen zum Lesen hole ich mir oft bei \"yopi\" oder \"ciao\", indem ich die von \"euch\" für lesenswert und spannend und weiter empfohlenen Bücher notiere und auf eine Liste setze. Mit so einer Liste, auf der ich sieben Bücher notiert hatte bin ich dann in die Bücherei gegangen, in der Hoffnung, mit einem Buch nach Hause gehen zu können, denn ich brauchte unbedingt was zum Lesen.
Doch leider waren zwei Bücher verborgt, (eines ließ ich mir gleich reservieren) zwei Bücher waren gar nicht bekannt und drei weitere Bücher waren nicht oder noch nicht im Angebot. Ich könnte aber ruhig mal dort und dort durchstöbern. Aber im Moment viel mir nichts weiter ein, was ich gerne lesen würde. So suchte ich dann zwischen etlichen Büchern. Ich wollte aber kein allzu dickes Buch, denn ich wollte dieses so schnell fertig gelesen haben, bis ich das \"reservierte\" Buch abholen konnte. Ich stöberte und stöberte. Nichts sagte mir so richtig zu. Bis ich dieses Buch in die Hand bekam. \"Tristan und Isolde\". Ein Taschenbuch mit 172 Seiten.
\"Tristan und Isolde\" ist wohl eine der bekanntesten, sagenhaftesten Liebesgeschichte der Welt, die aus dem 13. Jahrhundert erzählt wird. Aber ist euch die Vorgeschichte auch bekannt? Ich wusste eigentlich nur, dass die beiden ein Liebespaar waren, deren Liebe ein trauriges Ende nahm. Aber warum? Wie kam es dazu? Ich wollte es also wissen und möchte euch einen kleinen Einblick in diese Liebesgeschichte geben.
Ein Fürst namens Riwalin, der einst im Land Permanien, der heutigen Bretagne lebte, war jung, schön, reich, freigebig, höflich, treu und tapfer und war allen Reitern ein Vorbild. Er hatte höfische Tugenden, die er noch verfeinern wollte. So brach er eines Tages mit einigen Rittern auf, und schiffte sich nach England ein wo im Cornwall der König Marke herrschte.
Der empfing ihn ehrenvoll und hieß ihn und seine Ritter willkommen. \"Alles was mir gehört, soll auch euch gehören\" sagte er.
Riwalin war gern gesehen. Jeder mochte ihn, und auch er war zu jedermann freundlich, egal ob arm oder reich.
Eines Tages sollte ein Turnier stattfinden. Jeder genoss dieses Fest, wie er wollte. Der andere beteiligte sich an den Kampfspielen, einer schaute nur zu oder tanzte, oder.
Die Frauen verfolgten Riwalin, den schönen Jüngling mit ihren Blicken und dachten bei sich, wie glücklich die Frau sein muss, die seine Liebe besitzt. Auch Blanscheflur, die schöne Schwester des Königs Marke war von seiner Schönheit und Anmut erfreut. Blanscheflur selbst war die schönste Frau Englands und jeder Ritter der mit ihrem Blick gestreift wurde, spornte sich bei dem Turnier zu besonderen Kühnheiten an.
Nach und nach gestanden Blanscheflur und Riwalin sich ihre Liebe, doch bevor ihr Glück richtig begann, verteidigte Riwalin mit seinen Rittern und König Marke England gegen den Eindringling Morbold aus Irland. In diesem Krieg wurde Riwalin durch eine Speerspitze verletzt und lag tagelang besinnungslos darnieder. Blanscheflur konnte es kaum ertragen, besuchte ihn, bedeckte ihn wohl tausenmal mit Küssen, so dass er durch ihre Küsse und innige Liebe erwachte und ihm Kraft zum Leben und zur Liebe gab.
Sie liebten sich und Riwalin genas. Die beiden hatten eine glückliche Zeit, die aber nicht lange anhielt, denn Riwalin erhielt Nachricht, dass ein Feind in sein Land eingedrungen sei und Riwalin es verteidigen müsse. Blanscheflur trug unwissentlich Riwalins Kind im Bauch und wollte auch nicht mehr ohne ihn sein, so floh sie mit ihm nach Parmenien.
Blanscheflur starb bei der Geburt ihres Sohnes und Riwalin wurde in der Trauer um seine Frau und bei der Verteidigung seines Landes getötet.
Riwalins treuer Marschall Rual nahm den Knaben zu sich und verbarg ihn vor dem Zugriff des Feindes Marschalls \"Morgan\". Rual hatte selber schon Söhne und nahm diesen Jungen mit nach Hause. Da das Leben des Jungen mit Trauer(Triste) anfing nannte er ihn Tristan.
Tristan wurde wohlbehütet aufgezogen. Er lernte viel, er lernte schnell, er war begabt und er war überall beliebt und gern gesehen. Er war ein schöner Jüngling und durch sein Wissen und seine Begabtheit viel geliebt und so wurde er von Seeleuten auf einem Schiff festgehalten und entführt.
Ein Gott schien aber die Seeleute wegen dieser Entführung durch Unwetter auf See zu bestrafen. So wurde Tristan ausgesetzt und gelangte nach England, nach Cornwall zu König Marke, dessen Volk und er selber von diesem schönen, begabten Jüngling angetan war.
Das Tristan des Königs Neffe war konnten beide nicht ahnen.
Tristan blieb am Hof des Königs Marke und verblieb dort einige Zeit in der er dem König half gegen \"Morbold\" dem König Irlands zu kämpfen und später die Tochter des Königs von Irland \"Isolde\" für den König \"Marke\" als Braut zu gewinnen. Isolde nahm eine ihrer engsten Vertrauten mit nach England, die den Auftrag hatte in der Liebesnacht des Königs Marke und Isolde, den beiden unwissentlich einen Liebestrank zu überreichen, von dessen Genuss die beiden in ewiger Liebe entflammen würden und nie voneinander ablassen könnten. Doch leider kam alles anders.
Hier möchte ich meine Erzählung beenden, denn ihr sollt selber lesen, wie es weiter geht...
Diese Liebesgeschichte spielt im 13. Jahrhundert und wird von Günter de Bruyn erzählt.
Die Geschichte ist gut verständlich geschrieben. Die vielen Namen am Anfang der Geschichte irritieren den Leser zuerst, aber nach und nach kann man die Namen ohne weiteres zuordnen.
Die Geschichte spielt außerdem in einer Zeit, in der kriegerische Auseinandersetzungen fast alltäglich waren.
Einem Freund hat man alles geboten. Hab und Gut. Was einem selbst gehörte, sollte auch dem Freund gehören. Aber genauso schnell konnte einem die Freundschaft, die Ehre entsagt und man mit dem Tod bestraft werden.
In der Bücherei hatte ich also einen guten Griff getan. Diese Lektüre war schon lange mal fällig. Ich habe das Buch \"verschlungen\". Endlich weiß ich wie es um die Liebe Tristans und Isoldes stand. Eigentlich waren sie gar nicht für einander vorgesehen.
Dieses Taschenbuch ist von der Fischer Verlags Gmbh und kostet € 7,90. Ihr könnt auch mal nachsehen unter www.fischer-tb.de
Viel Spaß beim Lesen wünscht euch Eure marathoni
Viele Jahre ist es her, seit ich dieses Buch gelesen hatte. Meine Erinnerungen waren schon etwas verblasst, so habe ich sie durch ein neuerliches Lesen wieder aufgefrischt, um euch davon zu berichten.
Dieses Buch handelt von einem autistisch kranken Jungen, der es Dank der Liebe seiner Eltern und seiner Schwester geschafft hat nach über 17 Jahren aus dieser Krankheit auszubrechen und am Leben teilnehmen konnte.
Judy war 21, Ron war 22 Jahre alt, als Judy mit drei Wochen Verspätung ihren Sohn Sean zur Welt brachte. Sean war gesund und kräftig. Nichts deutete auf eine Krankheit hin. Erst mit 14 Monaten lernte er Gehen. Er lief blitzschnell in der Wohnung umher. Sean war ständig am Weinen und er kuschelte nie mit seiner Mutter. Die ersten Bauklötze die Sean bekam, stapelte er nicht übereinander zu einem Turm, sondern er legte sie auf den Tisch und fegte sie mit der Hand herunter. Er hob sie auf, legte sie wieder auf den Tisch und fegte sie wieder herunter. Wieder und immer wieder. Murmeln kullerte er in ein Loch, holte sie heraus und rollte sie wieder ins Loch. Seine Begeisterung in seinem Tun fand kein Ende. Vergnügen hatte er auch am Lichtschalter, in dem er stundenlang das Licht immer wieder an- und ausknipste. Er ließ sich nicht davon abbringen. Den Blicken seiner Mutter wich er aus. Andere Spiele spielte er nur, in dem er sie auf den Tisch legte und hinunterstieß, darunter gehörten auch zerbrechliche Gegenstände
Schimpfen und Zurechtweisungen halfen nicht. Manchmal ließ Judy ihn gewähren, doch er wurde immer hektischer, besessener, wie ein Spielzeug, das man aufzog und das außer Kontrolle geriet. Ab und zu verlor Judy ihre Kontrolle und schlug ihren Sohn, was ihr aber sogleich wieder leid tat. Doch auch die Schläge fruchteten nicht.
Sean lief hundertmal durch das Zimmer ohne auch nur müde zu werden. Sean liebte Wiederholungen. Er liebte Wiederkehrendes, Gleiches. Veränderungen hasste er.
Judy und Ron meinten, dass das sicher nur eine Entwicklungsphase sei, in die ihr Sohn steckt.
Sean war fast zwei Jahre alt, als er noch ein Schwesterchen bekam, die er aber nicht wahrnahm.
Mit seinen zwei Jahren konnte Sean noch nicht reden, aber er konnte mitteilen auf was die Zeiger der Uhr standen und mit Messer und Gabel legte er die Uhrzeit auf den Tisch.
Wenn Sean krank war akzeptierte er die Zuwendung seiner Eltern, ansonsten ließ er sich nicht umarmen.
Nach mehr als vier Jahren suchten Judy und Ron einen Arzt auf, der aber Seans Krankheit nicht erkannte.
Bei Arztbesuchen haben die Ärzte nicht ein einziges Mal Mitgefühl, Mitleid oder Wärme
gezeigt.
Ein anderer Arzt gab der Krankheit ihres Sohnes einen Namen. "Autismus". Nun hatte die Krankheit einen Namen. Was konnte man jetzt dagegen tun? Wie sollte man damit umgehen.
Ein Arzt gab Judy zu verstehen, dass es keine Heilung geben werde und ihr Sohn nie ein eigenständiges Leben führen könnte. Sollten sie ihren Sohn aufgeben? Gefangen und isoliert in seiner Krankheit.
Judy und Ron besorgten sich Bücher und schlugen nach um sich zu informieren. Erst jetzt begriffen sie das Verhalten ihres Sohnes. Sean war also nicht trotzig, wenn er trotz Schläge und Strafen sein Vorgehen nicht änderte, sondern er konnte es nicht registrieren. Er konnte das eine mit dem anderen nicht in Verbindung bringen. Wenn er bestraft wurde, wusste er nicht warum. Sean war nicht fähig Zusammenhänge herzustellen, oder Konsequenzen zu erkennen .Seine Eltern konnten nicht zu ihm durchdringen. Er wurde beherrscht von seinem Verhalten. Mit viel Geduld und täglichen Übungen stellte sich ein Erfolg ein, der sich aber am anderen Tag nicht wiederholte.
Trotz seiner Krankheit wurde er eingeschult und er schaffte es sogar zu studieren. Mit 17 Jahren hatte er das erste Mal in seinem Leben ein "richtiges Gespräch" mit seiner Mutter. Erst nach und nach versteht er das Verhalten seiner Eltern ihm gegenüber und zum ersten mal kann er seine Gefühle mitteilen.
Und erst jetzt kann er seinen Eltern erzählen, warum er Spass daran hatte ständig das Licht an- und auszuknipsen. Denn er wußte, wenn er den Schalter drückt geht das Licht an. Er liebte es zu wissen das dieses oder jenes passiert, wenn.... Aber wehe es war nicht so, nichts voraussehbares, das hasste er. Dann wurde er aggressiv. Er hasste Veränderungen. Alles musste so bleiben wie es war.
Heute führt Sean ein eigenständiges Leben, doch Besitzgegenstände aus seinem "früheren" Leben hat er nicht mehr, weil er die Gefahr fürchtet wieder in alte Verhaltensformen zurückzufallen, wie ein Alkoholiker, der nach Entzug kein Tropfen Alkohol mehr haben darf.
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Das Buch hat 252 Seiten und wurde von Judy und Sean geschrieben, nachdem Sean seinen Eltern sein Verhalten zu bestimmten Situationen erklären konnte.
Judy beschreibt Seans Verhalten und Sean gibt seine Erklärungen dazu, warum er dieses oder jenes gemacht hat und warum er sich so verhalten hat. In dem Buch kann man die Erklärungen Seans genau erkennen, weil diese Textstellen etwas kleiner geschrieben sind.
Judy war mehr als ihr Mann Ron, der ja tagsüber beruflich außer Haus war, so beansprucht durch das Verhalten ihres Sohnes, dass sie sich einsam, isoliert und ständig erschöpft fühlte.
Wenn man ein autistisch krankes Kind hat, gerät die Familie oft ins "Abseits". Damit meine ich, dass die Familienangehörigen den Kontakt mit Freunden und Verwandten immer mehr meiden, weil sie Angst haben, andere könnten das Verhalten dieser Kranken nicht verstehen.
Ron und Judy waren liebevolle Eltern, die sich aufopferungsvoll um ihren autistisch kranken Sohn gekümmert haben, obwohl die Ärzte ihn aufgegeben, und den Eltern keine Hoffnung auf Besserung gegeben haben. Doch Judy konnte und wollte ihren Sohn nicht aufgeben und mit viel Geduld und Liebe und gesellschaftlichen Entbehrungen hat sie es geschafft, dass er heute ein eigenständiges Leben führen kann.
Ich werde dieses Buch nie vergessen und ich bin überzeugt, dass auch ihr lange darüber grübeln werdet.
Wer näheres über Autismus erfahren möchte, der siehe bitte nach unter www.autismus.de
eure marathoni
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-16 19:04:17 mit dem Titel Die wohl bekannteste deutsche Sage
Tristan und Isolde von Günter de Bruyn
Neuerdings gehe ich in die Bücherei um mir Bücher zu holen. Anregungen zum Lesen hole ich mir oft bei \"yopi\" oder \"ciao\", indem ich die von \"euch\" für lesenswert und spannend und weiter empfohlenen Bücher notiere und auf eine Liste setze. Mit so einer Liste, auf der ich sieben Bücher notiert hatte bin ich dann in die Bücherei gegangen, in der Hoffnung, mit einem Buch nach Hause gehen zu können, denn ich brauchte unbedingt was zum Lesen.
Doch leider waren zwei Bücher verborgt, (eines ließ ich mir gleich reservieren) zwei Bücher waren gar nicht bekannt und drei weitere Bücher waren nicht oder noch nicht im Angebot. Ich könnte aber ruhig mal dort und dort durchstöbern. Aber im Moment viel mir nichts weiter ein, was ich gerne lesen würde. So suchte ich dann zwischen etlichen Büchern. Ich wollte aber kein allzu dickes Buch, denn ich wollte dieses so schnell fertig gelesen haben, bis ich das \"reservierte\" Buch abholen konnte. Ich stöberte und stöberte. Nichts sagte mir so richtig zu. Bis ich dieses Buch in die Hand bekam. \"Tristan und Isolde\". Ein Taschenbuch mit 172 Seiten.
\"Tristan und Isolde\" ist wohl eine der bekanntesten, sagenhaftesten Liebesgeschichte der Welt, die aus dem 13. Jahrhundert erzählt wird. Aber ist euch die Vorgeschichte auch bekannt? Ich wusste eigentlich nur, dass die beiden ein Liebespaar waren, deren Liebe ein trauriges Ende nahm. Aber warum? Wie kam es dazu? Ich wollte es also wissen und möchte euch einen kleinen Einblick in diese Liebesgeschichte geben.
Ein Fürst namens Riwalin, der einst im Land Permanien, der heutigen Bretagne lebte, war jung, schön, reich, freigebig, höflich, treu und tapfer und war allen Reitern ein Vorbild. Er hatte höfische Tugenden, die er noch verfeinern wollte. So brach er eines Tages mit einigen Rittern auf, und schiffte sich nach England ein wo im Cornwall der König Marke herrschte.
Der empfing ihn ehrenvoll und hieß ihn und seine Ritter willkommen. \"Alles was mir gehört, soll auch euch gehören\" sagte er.
Riwalin war gern gesehen. Jeder mochte ihn, und auch er war zu jedermann freundlich, egal ob arm oder reich.
Eines Tages sollte ein Turnier stattfinden. Jeder genoss dieses Fest, wie er wollte. Der andere beteiligte sich an den Kampfspielen, einer schaute nur zu oder tanzte, oder.
Die Frauen verfolgten Riwalin, den schönen Jüngling mit ihren Blicken und dachten bei sich, wie glücklich die Frau sein muss, die seine Liebe besitzt. Auch Blanscheflur, die schöne Schwester des Königs Marke war von seiner Schönheit und Anmut erfreut. Blanscheflur selbst war die schönste Frau Englands und jeder Ritter der mit ihrem Blick gestreift wurde, spornte sich bei dem Turnier zu besonderen Kühnheiten an.
Nach und nach gestanden Blanscheflur und Riwalin sich ihre Liebe, doch bevor ihr Glück richtig begann, verteidigte Riwalin mit seinen Rittern und König Marke England gegen den Eindringling Morbold aus Irland. In diesem Krieg wurde Riwalin durch eine Speerspitze verletzt und lag tagelang besinnungslos darnieder. Blanscheflur konnte es kaum ertragen, besuchte ihn, bedeckte ihn wohl tausenmal mit Küssen, so dass er durch ihre Küsse und innige Liebe erwachte und ihm Kraft zum Leben und zur Liebe gab.
Sie liebten sich und Riwalin genas. Die beiden hatten eine glückliche Zeit, die aber nicht lange anhielt, denn Riwalin erhielt Nachricht, dass ein Feind in sein Land eingedrungen sei und Riwalin es verteidigen müsse. Blanscheflur trug unwissentlich Riwalins Kind im Bauch und wollte auch nicht mehr ohne ihn sein, so floh sie mit ihm nach Parmenien.
Blanscheflur starb bei der Geburt ihres Sohnes und Riwalin wurde in der Trauer um seine Frau und bei der Verteidigung seines Landes getötet.
Riwalins treuer Marschall Rual nahm den Knaben zu sich und verbarg ihn vor dem Zugriff des Feindes Marschalls \"Morgan\". Rual hatte selber schon Söhne und nahm diesen Jungen mit nach Hause. Da das Leben des Jungen mit Trauer(Triste) anfing nannte er ihn Tristan.
Tristan wurde wohlbehütet aufgezogen. Er lernte viel, er lernte schnell, er war begabt und er war überall beliebt und gern gesehen. Er war ein schöner Jüngling und durch sein Wissen und seine Begabtheit viel geliebt und so wurde er von Seeleuten auf einem Schiff festgehalten und entführt.
Ein Gott schien aber die Seeleute wegen dieser Entführung durch Unwetter auf See zu bestrafen. So wurde Tristan ausgesetzt und gelangte nach England, nach Cornwall zu König Marke, dessen Volk und er selber von diesem schönen, begabten Jüngling angetan war.
Das Tristan des Königs Neffe war konnten beide nicht ahnen.
Tristan blieb am Hof des Königs Marke und verblieb dort einige Zeit in der er dem König half gegen \"Morbold\" dem König Irlands zu kämpfen und später die Tochter des Königs von Irland \"Isolde\" für den König \"Marke\" als Braut zu gewinnen. Isolde nahm eine ihrer engsten Vertrauten mit nach England, die den Auftrag hatte in der Liebesnacht des Königs Marke und Isolde, den beiden unwissentlich einen Liebestrank zu überreichen, von dessen Genuss die beiden in ewiger Liebe entflammen würden und nie voneinander ablassen könnten. Doch leider kam alles anders.
Hier möchte ich meine Erzählung beenden, denn ihr sollt selber lesen, wie es weiter geht...
Diese Liebesgeschichte spielt im 13. Jahrhundert und wird von Günter de Bruyn erzählt.
Die Geschichte ist gut verständlich geschrieben. Die vielen Namen am Anfang der Geschichte irritieren den Leser zuerst, aber nach und nach kann man die Namen ohne weiteres zuordnen.
Die Geschichte spielt außerdem in einer Zeit, in der kriegerische Auseinandersetzungen fast alltäglich waren.
Einem Freund hat man alles geboten. Hab und Gut. Was einem selbst gehörte, sollte auch dem Freund gehören. Aber genauso schnell konnte einem die Freundschaft, die Ehre entsagt und man mit dem Tod bestraft werden.
In der Bücherei hatte ich also einen guten Griff getan. Diese Lektüre war schon lange mal fällig. Ich habe das Buch \"verschlungen\". Endlich weiß ich wie es um die Liebe Tristans und Isoldes stand. Eigentlich waren sie gar nicht für einander vorgesehen.
Dieses Taschenbuch ist von der Fischer Verlags Gmbh und kostet € 7,90. Ihr könnt auch mal nachsehen unter www.fischer-tb.de
Viel Spaß beim Lesen wünscht euch Eure marathoni
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