Erfahrungsbericht von Dialya
Kampf auf Leben und Tod
Pro:
relativ spannend, guter Einstieg in die Fantasy-Literatur
Kontra:
frauenlastend, männerfeindlich
Empfehlung:
Nein
Was macht man, wenn man Ferien hat, es die ganze Zeit regnet und alle anderen müssen arbeiten? Na ja, in meinem Falle ist das Lesen, Schlafen und Ausgehen. Deshalb folgt jetzt auch schon mein nächster Bericht über ein Buch und zwar über „Das Schwert der Amazone“ von Marion Zimmer Bradley.
Inhalt:
*****
Eine junge Frau hat ihr Gedächtnis verloren. Das einzige, woran sie sich erinnern kann, ist ein weisses Feuer und an eine Reise durch die Wüste, auf der sie dauernd vergewaltigt wurde.
Sie wird nun als Sklavin an die Schicksalshallen verkauft. Die Schicksalshallen sind der Aufenthaltsort der Gladiatoren. Dort soll sie als Hure für die Gladiatoren dienen. Doch als sie einer der Gladiatoren fortführen will, greift sie instinktiv zu einem Schwert und spaltet diesem Gladiator den Kopf, wodurch sie selber zur Gladiatorin wird.
Da sie sich nicht einmal an ihren Namen erinnert, wird sie von nun an Zadya die Schreckliche genannt. Es entwickelt sich nun eine Freundschaft zwischen ihr und Hassim, doch weiss sie, dass sie nicht mit ihm schlafen darf.
Als sie ihren ersten Kampf mit Schwert und Schild in der Arena hervorragend übersteht, macht sie einige Patrizier auf sich aufmerksam. Sie bekommt nun einige Geschenke, vor allem von Ifania, die ein Tammarin aus 14 Gladiatorinnen gründen will. (Ein Tammarin besteht aus 14 Gladiatoren und praktisch jeder Patrizier in dieser Stadt besass ein solches. Man konnte die Gladiatoren durch Versteigerung der Neuen, die ihren ersten Kampf überstanden haben, erwerben).
Inzwischen kommt aber Beizun in die Schicksalshallen. Sie hat Spielschulden und hatte die Wahl eine Hure oder Gladiatorin zu werden. Beizun und Zadya befreunden sich schnell und lieben einander. Zusammen fassen sie einen Plan, um aus den Schicksalshallen wegzukommen...
Der Plan besteht vorerst einmal darin, sich von Ifania kaufen zu lassen, was dann auch klappt. Diese hat immer noch den Ehrgeiz ein Tammarin zu gründen, dass nur aus Gladiatorinnen besteht, so dass sich Beizun und Zadya in die Wüste aufmachen, um nach anderen Gladiatorinnen zu suchen.
Während der Reise durch die Wüste kommt Zadyas Erinnerung langsam wieder zurück. So erinnert sie sich plötzlich an einzelne Episoden aus ihrem Leben, kann diese jedoch noch nicht in einen Zusammenhang bringen.
So, ich hoffe, dass ich jetzt nicht allzu viel verraten habe...
Die Autorin:
**********
Marion Zimmer Bradley ist vor allem durch die „Nebel von Avalon“ (wurde auch verfilmt) und den Darkover-Zyklus berühmt geworden. MZB lebt heute in New York.
Fazit:
******
Das Buch ist, wie auch die Nebel von Avalon, sehr frauenspezifisch. So wird sich zum Beispiel kaum ein Mann für die lesbischen Beziehungen interessieren, die in diesem Buch vorkommen. Auch kommen die Männer mehrmals sehr schlecht weg. Sie werden als Vergewaltiger oder rohe Typen beschrieben, die in einer Frau nur eine Hure sehen können.... Also, was mich betrifft ist dies schon ein wenig zu sehr Schwarzmalerei...
Auch ist dies eher ein einfaches Buch, so sind die Sätze sehr kurz und ohne irgendwelche schwierige Wörter, wir auch die Figuren sehr einfach sind. Jede Figur repräsentiert einen bestimmten Typ Mensch und weicht auch nicht davon ab. Auch verläuft die Story sehr linear. Die einzigen Rückblendungen sind die kurzen Momente, in denen sich Zadya wieder an ihre Vergangenheit erinnert.
Auch gefiel mir das Ende nicht so besonders gut. Aber dazu schreib’ ich jetzt nicht mehr, da ich Euch ja die Spannung nicht nehmen will.
Meine Meinung:
*************
Trotz den oben genannten Mängeln, gefiel mir das Buch sehr gut. Ich mag einfach Fantasy-Romane und auch die Bücher von MZB.
Allerdings gibt es bei weitem bessere Fantasy-Romane als dieser. Und auch MZB hat schon viel bessere Bücher geschrieben. Das Buch eignet sich allerdings gut als Einstieg in die Fantasy-Literatur, da es wirklich sehr einfach geschrieben ist. Ich würde sagen, das Buch entspricht etwa dem Niveau von „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, was ja als Jugendbuch bekannt ist.
Wer allerdings richtig gute Fantasy-Literatur lesen will, dem kann ich vor allem Tolkien, aber auch MZB empfehlen. Von MZB würde ich aber eher ein Buch aus dem Darkover-Zyklus wählen...
Allerdings eignet sich das Buch auch sehr gut als Urlaubslektüre für Fantasy-Liebhaber, da es wirklich sehr einfach geschrieben ist und auch relativ kurz...
Infos zum Buch:
*************
Titel: Das Schwert der Amazone
Autorin: Marion Zimmer Bradley
Originaltitel: Warrior Woman
Übersetzerin: Waltraud Götting
Seiten: 203
Verlag: Gustav Lübbe
ISBN: 3-7857-0428-3
Preis: EUR 4,95 oder EUR 6,45 (zwei Taschenbuchausgaben); EUR 12,40 (gebundene Ausgabe)
Inhalt:
*****
Eine junge Frau hat ihr Gedächtnis verloren. Das einzige, woran sie sich erinnern kann, ist ein weisses Feuer und an eine Reise durch die Wüste, auf der sie dauernd vergewaltigt wurde.
Sie wird nun als Sklavin an die Schicksalshallen verkauft. Die Schicksalshallen sind der Aufenthaltsort der Gladiatoren. Dort soll sie als Hure für die Gladiatoren dienen. Doch als sie einer der Gladiatoren fortführen will, greift sie instinktiv zu einem Schwert und spaltet diesem Gladiator den Kopf, wodurch sie selber zur Gladiatorin wird.
Da sie sich nicht einmal an ihren Namen erinnert, wird sie von nun an Zadya die Schreckliche genannt. Es entwickelt sich nun eine Freundschaft zwischen ihr und Hassim, doch weiss sie, dass sie nicht mit ihm schlafen darf.
Als sie ihren ersten Kampf mit Schwert und Schild in der Arena hervorragend übersteht, macht sie einige Patrizier auf sich aufmerksam. Sie bekommt nun einige Geschenke, vor allem von Ifania, die ein Tammarin aus 14 Gladiatorinnen gründen will. (Ein Tammarin besteht aus 14 Gladiatoren und praktisch jeder Patrizier in dieser Stadt besass ein solches. Man konnte die Gladiatoren durch Versteigerung der Neuen, die ihren ersten Kampf überstanden haben, erwerben).
Inzwischen kommt aber Beizun in die Schicksalshallen. Sie hat Spielschulden und hatte die Wahl eine Hure oder Gladiatorin zu werden. Beizun und Zadya befreunden sich schnell und lieben einander. Zusammen fassen sie einen Plan, um aus den Schicksalshallen wegzukommen...
Der Plan besteht vorerst einmal darin, sich von Ifania kaufen zu lassen, was dann auch klappt. Diese hat immer noch den Ehrgeiz ein Tammarin zu gründen, dass nur aus Gladiatorinnen besteht, so dass sich Beizun und Zadya in die Wüste aufmachen, um nach anderen Gladiatorinnen zu suchen.
Während der Reise durch die Wüste kommt Zadyas Erinnerung langsam wieder zurück. So erinnert sie sich plötzlich an einzelne Episoden aus ihrem Leben, kann diese jedoch noch nicht in einen Zusammenhang bringen.
So, ich hoffe, dass ich jetzt nicht allzu viel verraten habe...
Die Autorin:
**********
Marion Zimmer Bradley ist vor allem durch die „Nebel von Avalon“ (wurde auch verfilmt) und den Darkover-Zyklus berühmt geworden. MZB lebt heute in New York.
Fazit:
******
Das Buch ist, wie auch die Nebel von Avalon, sehr frauenspezifisch. So wird sich zum Beispiel kaum ein Mann für die lesbischen Beziehungen interessieren, die in diesem Buch vorkommen. Auch kommen die Männer mehrmals sehr schlecht weg. Sie werden als Vergewaltiger oder rohe Typen beschrieben, die in einer Frau nur eine Hure sehen können.... Also, was mich betrifft ist dies schon ein wenig zu sehr Schwarzmalerei...
Auch ist dies eher ein einfaches Buch, so sind die Sätze sehr kurz und ohne irgendwelche schwierige Wörter, wir auch die Figuren sehr einfach sind. Jede Figur repräsentiert einen bestimmten Typ Mensch und weicht auch nicht davon ab. Auch verläuft die Story sehr linear. Die einzigen Rückblendungen sind die kurzen Momente, in denen sich Zadya wieder an ihre Vergangenheit erinnert.
Auch gefiel mir das Ende nicht so besonders gut. Aber dazu schreib’ ich jetzt nicht mehr, da ich Euch ja die Spannung nicht nehmen will.
Meine Meinung:
*************
Trotz den oben genannten Mängeln, gefiel mir das Buch sehr gut. Ich mag einfach Fantasy-Romane und auch die Bücher von MZB.
Allerdings gibt es bei weitem bessere Fantasy-Romane als dieser. Und auch MZB hat schon viel bessere Bücher geschrieben. Das Buch eignet sich allerdings gut als Einstieg in die Fantasy-Literatur, da es wirklich sehr einfach geschrieben ist. Ich würde sagen, das Buch entspricht etwa dem Niveau von „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, was ja als Jugendbuch bekannt ist.
Wer allerdings richtig gute Fantasy-Literatur lesen will, dem kann ich vor allem Tolkien, aber auch MZB empfehlen. Von MZB würde ich aber eher ein Buch aus dem Darkover-Zyklus wählen...
Allerdings eignet sich das Buch auch sehr gut als Urlaubslektüre für Fantasy-Liebhaber, da es wirklich sehr einfach geschrieben ist und auch relativ kurz...
Infos zum Buch:
*************
Titel: Das Schwert der Amazone
Autorin: Marion Zimmer Bradley
Originaltitel: Warrior Woman
Übersetzerin: Waltraud Götting
Seiten: 203
Verlag: Gustav Lübbe
ISBN: 3-7857-0428-3
Preis: EUR 4,95 oder EUR 6,45 (zwei Taschenbuchausgaben); EUR 12,40 (gebundene Ausgabe)
26 Bewertungen, 1 Kommentar
-
30.06.2003, 12:14 Uhr von Wurzelchen2
Bewertung: sehr hilfreichJa, ich liebe MZB auch. Allerdings lese ich gerade an dem Darkover-Zyklus. Das dauert nur etwas, da ich mir die Bücher erst hier auf Yopi verdienen muss.
Bewerten / Kommentar schreiben