Erfahrungsbericht von 25188
Hitler 1889 - 1945 (von Bullock, Alan)
Pro:
geschrieben kurz nach dem Krieg, hautnah
Kontra:
teilweise etwas verworren, kompliziert
Empfehlung:
Nein
Ich möchte eigentlich die Frage stellen: Nicht wer war er; warum war er??
Was steckt dahinter, wenn jemand nach Jahrzehnten noch nicht in Vergessenheit geraten ist?
Was hat dieser Mensch getan, bewirkt, geleistet, verbrochen?
Ich finde es spannend, mir über solche Dinge Gedanken zu machen. Darum musste ich auch früher oder später auf Adolf Hitler stossen.
Natürlich, jeder – oder beinahe jeder - kennt ihn und verbindet einen ganz speziellen Konnex zu seiner Person.
Nach meiner Meinung gibt es da auch nichts zu rütteln und es ist für mich glasklar: er war das Schlimmste, was uns im vorigen Jahrhundert passieren konnte.
Trotzdem weckte sich in mir das Interesse an dem Menschen. Ich wollte eigentlich nichts über den Krieg wissen, wollte nicht wissen, was alles passiert ist. Das kennen wir zur Genüge, sofern man das jemals zur Genüge kennen kann!
Vielmehr wollte ich etwas über die Zeit und Umstände erfahren, in denen er geboren und aufgewachsen ist. Ich wollte ergründen, was in ihm vorgegangen ist und wie er zu dem würde, was er letztendlich war.
Ich wollte herausfinden, wie die Stimmung vor und während des ersten Weltkrieges war um mir ein Bild machen zu können, was in dem Menschen warum ausgelöst wurde. Ich wollte wissen, wie er schlussendlich zu der Macht gelangt ist, die er über alle ausgebreitet hat.
Und da hatte ich mit diesem Buch wirklich Glück. Genau das, was ich wissen wollte, wird hier sehr ausführlich behandelt. Seine Kindheit, seine Jugend, seine Ausbildung, die wirtschaftlichen Probleme dieser Zeit und seine ganz speziell sowie seine Gründe, gegen verschiedene Menschen zunehmend Hass aufzubauen.
Was mich in Folge interessierte war, wie es möglich sein konnte, dass ein eher einfacher Mann alle anderen in die Tasche stecken konnte.
Hier wird sehr eindringlich gezeichnet, dass man diesen Mann einfach unterschätzt hat. Und zwar alle!
Ich haben den Eindruck gewonnen, dass Hitler wirklich nicht besonders viel drauf hatte, aber alle haben ihn belächelt, ihm nichts zugetraut. Und bei jedem Step, den er unternommen hat, war man der Meinung, jetzt ist es aber dann aus, jetzt fällt er auf die Schnautze, jetzt stutzt man ihn zurück. Nur, jeder hat sich auf den anderen verlassen, niemand ist im entgegengetreten. Das hat sich bis Mitte der dreissiger Jahre, bis zu Churchill und wie die damals wichtigen Politiker dieser Zeit alle hiessen, fortgesetzt: jeder wusste, jetzt muss bald Ende der Vorstellung sein, aber keiner hat’s umgesetzt.
Es steht mir eigentlich nicht zu, aber meine Meinung während dem Lesen war: Hitler war dumm, aber – kaum zu glauben – alle anderen waren noch dümmer!
Als man sich entschloss zu handeln, waren Polen und Österreich längst überrannt und Hitler in Richtung Frankreich unterwegs. Wie er Mussolini und Stalin in die Tasche gesteckt hat, zeugt eigentlich wieder nur vom Unvermögen dieser Staatsmänner.
Das Ende dieses Mannes wird eigentlich recht kurz behandelt. Wahrscheinlich auch, weil man über diese Vorgänge nicht wirklich absolut Bescheid weiss. Aber das war ja auch nicht, was mich interessiert hat.
Man erfährt einiges über seine Zeit im Gefängnis, über seine Kontakte zu den Reichen und Schönen seiner Zeit und deren Unterstützung für ihn, seine Mitarbeiter und Handlanger, aber nur wenig über sein Privatleben.
Für jeden, der sich ein Bild von A. Hitler in der Zeit zwischen ca. 1900 und 1943 machen möchte, ist dieses Werk sehr geeignet, wenngleich die Erklärungen der Verstrickungen der Wirren der Zwischenkriegszeit und deren Beteiligten oft mühsam zu verfolgen sind.
Was steckt dahinter, wenn jemand nach Jahrzehnten noch nicht in Vergessenheit geraten ist?
Was hat dieser Mensch getan, bewirkt, geleistet, verbrochen?
Ich finde es spannend, mir über solche Dinge Gedanken zu machen. Darum musste ich auch früher oder später auf Adolf Hitler stossen.
Natürlich, jeder – oder beinahe jeder - kennt ihn und verbindet einen ganz speziellen Konnex zu seiner Person.
Nach meiner Meinung gibt es da auch nichts zu rütteln und es ist für mich glasklar: er war das Schlimmste, was uns im vorigen Jahrhundert passieren konnte.
Trotzdem weckte sich in mir das Interesse an dem Menschen. Ich wollte eigentlich nichts über den Krieg wissen, wollte nicht wissen, was alles passiert ist. Das kennen wir zur Genüge, sofern man das jemals zur Genüge kennen kann!
Vielmehr wollte ich etwas über die Zeit und Umstände erfahren, in denen er geboren und aufgewachsen ist. Ich wollte ergründen, was in ihm vorgegangen ist und wie er zu dem würde, was er letztendlich war.
Ich wollte herausfinden, wie die Stimmung vor und während des ersten Weltkrieges war um mir ein Bild machen zu können, was in dem Menschen warum ausgelöst wurde. Ich wollte wissen, wie er schlussendlich zu der Macht gelangt ist, die er über alle ausgebreitet hat.
Und da hatte ich mit diesem Buch wirklich Glück. Genau das, was ich wissen wollte, wird hier sehr ausführlich behandelt. Seine Kindheit, seine Jugend, seine Ausbildung, die wirtschaftlichen Probleme dieser Zeit und seine ganz speziell sowie seine Gründe, gegen verschiedene Menschen zunehmend Hass aufzubauen.
Was mich in Folge interessierte war, wie es möglich sein konnte, dass ein eher einfacher Mann alle anderen in die Tasche stecken konnte.
Hier wird sehr eindringlich gezeichnet, dass man diesen Mann einfach unterschätzt hat. Und zwar alle!
Ich haben den Eindruck gewonnen, dass Hitler wirklich nicht besonders viel drauf hatte, aber alle haben ihn belächelt, ihm nichts zugetraut. Und bei jedem Step, den er unternommen hat, war man der Meinung, jetzt ist es aber dann aus, jetzt fällt er auf die Schnautze, jetzt stutzt man ihn zurück. Nur, jeder hat sich auf den anderen verlassen, niemand ist im entgegengetreten. Das hat sich bis Mitte der dreissiger Jahre, bis zu Churchill und wie die damals wichtigen Politiker dieser Zeit alle hiessen, fortgesetzt: jeder wusste, jetzt muss bald Ende der Vorstellung sein, aber keiner hat’s umgesetzt.
Es steht mir eigentlich nicht zu, aber meine Meinung während dem Lesen war: Hitler war dumm, aber – kaum zu glauben – alle anderen waren noch dümmer!
Als man sich entschloss zu handeln, waren Polen und Österreich längst überrannt und Hitler in Richtung Frankreich unterwegs. Wie er Mussolini und Stalin in die Tasche gesteckt hat, zeugt eigentlich wieder nur vom Unvermögen dieser Staatsmänner.
Das Ende dieses Mannes wird eigentlich recht kurz behandelt. Wahrscheinlich auch, weil man über diese Vorgänge nicht wirklich absolut Bescheid weiss. Aber das war ja auch nicht, was mich interessiert hat.
Man erfährt einiges über seine Zeit im Gefängnis, über seine Kontakte zu den Reichen und Schönen seiner Zeit und deren Unterstützung für ihn, seine Mitarbeiter und Handlanger, aber nur wenig über sein Privatleben.
Für jeden, der sich ein Bild von A. Hitler in der Zeit zwischen ca. 1900 und 1943 machen möchte, ist dieses Werk sehr geeignet, wenngleich die Erklärungen der Verstrickungen der Wirren der Zwischenkriegszeit und deren Beteiligten oft mühsam zu verfolgen sind.
Bewerten / Kommentar schreiben