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Erfahrungsbericht von silke-silke

David Baldacci: Das Labyrinth (Total Control)

Pro:

Spannung im Labyrinth der Firmenspionage und Finanzwelt

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Nein

Da mich ein lieber Kollege mal wieder mit einer Ladung Bücher versorgt hat, möchte ich mich nun dem Thriller "Das Labyrith", Originaltitel "Total Control", von David Baldacci, widmen.

Es ist auf dem ersten Blick mit über 600 Seiten ein richtiger Wälzer, bei dem man zunächst befürchtet, dass es endlos dauern dürfte, ihn durchzulesen. Dem ist nicht so. Baldacci versteht es, den Spannungsbogen im ganzen Buch aufrechtzuerhalten, indem er mehrere Fäden zunächst parallel und letztendlich zusammenlaufen lässt. Erstaunt ist man über den endgültigen Ausgang des Thrillers - ein Ausgang, den man nicht schon nach 100 Seiten voraussagen kann. Aber lasst euch überraschen!

Doch worum geht es eigentlich?

Kurz gefasst geht es um MACHT:
Die Macht und Verstrickungen von Hightech-Unternehmen, die Macht der amerikanischen Zentralbank und um die Macht von Wirtschaftsjuristen. Man werfe diese drei Aspekte zusammen und erhalte ein richtig spannendes Buch mit der Thematik der Korruption unserer Zeit.

Sidney Archer, eine Wirtschaftsanwältin in einer Top-Kanzlei, die gerade mit der Abwicklung einer Firmenübernahme in der Computerbranche beschäftigt ist, erfährt in einer Konferenz, dass ihr Mann Jason, der als Computerexperte im mittleren Management eben dieser kaufenden Firma arbeitet, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sei - um letztlich zu erfahren, dass ihr Mann angeblich gar nicht an Bord dieser Maschine gewesen, sondern untergetaucht sei. Das ist an sich sicher tragisch, doch wird das Ganze komplizierter, da sich an Bord der Präsident des amerikanischen Zentralbankrates ebenfalls befand - also ein Mann, der quasi der Präsident der amerikanischen und weltweiten Wirtschaft war. Damit beginnen die komplizierten Ermittlungen.
Diese werden vom FBI-Agenten Lee-Sawyer geführt, der zunächst einmal eine Verstrickung Sidney Archers in die korrupten Machenschaften ihres untergetauchten Ehemannes sieht, letztlich jedoch, da er Gefühle für sie entwickelt, ihre Unschuld beweisen will.

Doch wie ist es Sidney möglich, ihre Unschuld zu beweisen, während ihr Mann Jason weiterhin nicht zurückkehrt?

Es stellen sich regelmäßig Fragen, die beantwortet werden müssen:

Warum bestieg ein anderer getarnt als Jason Archer die Unglücksmaschine?
Sabotierte Jason Archer als Computerexperte die Maschine?
Warum erzählte Jason seiner Frau von einem nicht existierenden Bewerbungsgespräch bei einer Konkurrenzfirma?
Was hat er einem Mitarbeiter des Konkurrenzunternehmens in einem geheimen Treffen übergeben, welches auf Videoband aufgezeichnet worden ist?
Wie kommt Sidney an ein verflixtes Passwort um eine bestimmte Mail bei AOL zu öffnen?

Dies ist nur eine der Fragen nach dem "wie und warum". Letztendlich führen die Handlungsstränge immer dichter zusammen, um schließlich ineinander zu laufen. Doch während der gesamten Ermittlungszeit, in der Sidney beileibe nicht untätig auf dem Sofa sitzt, sondern teils allein teils mit dem FBI - Agenten zusammen die Lösung des Falles zu finden bzw. auch ihre eigene Unschuld zu bezeugen versucht, gerät sie nicht nur einmal in äußert brenzlige Situation, die geradewegs in tödliche Schusslinien zu führen.

Die Verknüpfung der Machenschaften in der Wirtschaft und Hochfinanz sowie der Themenbereich der Computertechnologie sind stets gut erklärt, ohne dabei zu tief in die Materie einzudringen. Sie bilden den Rahmen eines äußert spannenden Thrillers, der für mehrere Überraschungen sorgt.

Es ist jedoch so, dass man möglichst das Buch ohne zeitlich größere Unterbrechung lesen sollte, da man sonst die Zusammenhänge bzw. Verknüpfungen aus den Augen verliert. So ist es jedenfalls mir ergangen, die zeitlich bedingt, das Buch einige Zeit beiseite legen musste, und dann doch 1-2 Kapitel zurückblättern musste, um den Punkt zu finden.
Aber eigentlich spricht nichts dagegen, das Buch so herunter zu lesen, da immer für Abwechslung gesorgt ist. Der Leser leidet mit Sidney Archer, deren Leben aus allen Fugen gerät, mit. Doch am Ende finden sich der Ermittler und Sidney Archer in dem Labyrinth zurecht.

Ich grüße alle Leseratten und die, die es noch werden wollen,

eure Silke

24 Bewertungen, 2 Kommentare

  • cnighthawk88

    19.07.2002, 23:11 Uhr von cnighthawk88
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sag mal bekommst du prämie vom Autor, gut geschrieben und mich zum lesen animiert. Bis dann

  • marathoni

    28.04.2002, 21:55 Uhr von marathoni
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hört sich spannend an. Ich werde es auch mal lesen.