Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann
Mary Higgins Clark - Wenn wir uns wiedersehen: Spannender Roman mit Überraschungseffekt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Winterzeit – Lesezeit. Was gibt es bei dieser doch mittlerweile schon recht kühlen Jahreszeit schöneres, als es sich mit einer Tasse Kaffee auf der Couch bequem zu machen, die Füße hoch zu legen (Duffy der rote Faden ist wieder da *gg*) und ein spannendes Buch zu lesen – immer vorausgesetzt, die Kinder lassen einem den nötigen Frieden und Junior unterbricht die wohltuende Stille nicht mit seinem sirenenartigen Geheule.
Mein zuletzt verschlungenes Objekt (die Rede ist immer noch von Büchern) ist der Roman „Wenn wir uns wiedersehen“ von Mary Higgins Clark, welcher mich durch seine Schreibweise von der ersten bis zur letzten Seite so gefesselt hat, dass ich ihn binnen weniger Tage ausgelesen hatte.
Nach 6 Jahren wird Molly Lasch auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Sie soll ihren Ehemann – den angesehenen Arzt Dr. Gary Lasch – im Affekt getötet haben. Getötet aus Eifersucht, weil sie hinter die Affäre ihres Mannes mit einer Krankenschwester kam, die zudem ein Kind von ihm erwartete. Alle Indizien sprachen dafür, dass nur Molly als Täterin in Frage kam, doch sie selbst leidet was die Tatnacht angeht an Gedächtnisausfall. Wieder in Freiheit will sie den Dingen der damaligen Nacht auf den Grund gehen, ist sie sich doch sicher, ihren Mann entgegen aller Annahmen nicht getötet zu haben.
„Inzwischen ist mir ein kleiner Teil dessen eingefallen, was sich an jenem Abend ereignet hat. Ich erinnere mich, daß ich Gary sterbend in seinem Arbeitszimmer entdeckte. Und seit kurzem weiß ich noch etwas: Ich bin absolut sicher, daß sich bei meiner Ankunft eine dritte Person im Haus aufhielt; und ich glaube, daß dieser Unbekannte meinen Mann getötet hat. Ich bin überzeugt, daß dieser Mensch nicht nur ein Produkt meiner Phantasie ist, sondern daß es ihn wirklich gibt. Ich werde ihn aufspüren, denn er muß dafür bezahlen, daß er Gary ermordet und mein Leben zerstört hat.“ Mit diesen Worten richtet Molly sich an die Journalisten, die sich anläßlich ihrer Entlassung vor dem Gefängnis eingefunden hatten und bringt eine Lawine zum rollen. Einzig ihre damalige Schulfreundin und heutige Journalistin Fran Simmons glaubt ihr und will ihr helfen Licht in die Sache zu bringen, alle anderen halten sie für eine psychisch gestörte Frau, die nicht wahrhaben will, dass sie ihren Mann getötet hat. Bei ihren Ermittlungen stößt Fran Simmons auf unglaubliche Verschwörungen und Machenschaften und es scheint, als habe man Molly Lasch wirklich zu unrecht verurteilt, bis ein weiterer Mord geschieht – und wieder weisen alle Indizien auf Molly als Mörderin...
Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Mary Higgins Clark vermochte es mit diesem Buch, mich wirklich von der ersten Seite an zu fesseln. Obwohl im Laufe der Zeit viele Personen auftreten, war der Roman an keiner Stelle verwirrend geschrieben. Schnell ist man sich als Leser mit Fran Simmons einig, dass es sich hier um eine Verschwörung gegen die arme Molly handeln muß, doch immer wieder gerät man selbst auch in Zweifel – hat sie ihren armen Mann am Ende doch aus einer Verzweiflungstat heraus getötet? Die Autorin hat es hier meiner Meinung nach geschafft von Anfang bis Ende eine gewisse Spannung zu zaubern – eine Spannung, die während des Lesens immer wieder von kleinen Zweifeln bezüglich der Schuld oder Unschuld Molly Laschs unterbrochen wird, wohl auch durch die zwischendurch immer wieder beschriebene Gemütslage von Molly. Ich selbst hatte während des Lesens immer wieder kleine „Aha-Momente“, nach dem Motto „hab ich mir doch fast so gedacht“ und trotzdem war der Schluß absolut überraschend für mich, wirkte jedoch keinesfalls an den Haaren herbeigezogen.
Was ich beim Lesen als sehr positiv empfand, war die Einteilung des Romans in viele kleine Kapitel. So ist der insgesamt 374 Seiten lange Roman (ich habe die gebundene Fassung des Buches) insgesamt in 94 Kapitel eingeteilt. Positiv empfinde ich diese Einteilung deshalb, weil es mir das Lesen an sich leichter machte und die Spannung dadurch ebenso gehalten wurde. Da ich meist erst spät abends und dann bereits im Bett liegend Zeit zum Lesen finde, wirkte das ganze nicht so langatmig, da man nicht erst 20 oder 30 Seiten lesen muß, um ein Kapitel beendet zu haben, sondern lediglich zwischen 3 bis 5 Seiten. Dadurch verliert man – meiner Meinung nach zumindest – auch nicht so schnell den roten Faden der Handlung.
Alles in allem ein vorzüglich geschriebenes Buch, welches ununterbrochen eine gewisse Spannung zu halten weiß und an keiner Stelle langweilig wird. Wer gerne einen spannenden Roman liest, sollte dieses Buch auf jeden Fall im Repertoire aufnehmen. Ich selbst kann es nur jedem empfehlen und vergebe auch die volle Punktzahl.
Über die Autorin, Mary Higgins Clark, vermag ich selbst nicht allzu viel zu sagen. Geboren in New York lebt sie heute in Saddle River, New Jersey und gehört mit ihren 19 Bestseller-Romanen und drei Erzählbänden zu einer der erfolgreichsten und meistgelesenen Spannungsautorinnen der Welt. Weitere von ihr erschienene Romane sind u.a. „Nimm dich in acht“, „Vergiß die Toten nicht“ und „Du entkommst mir nicht“ (letzteres habe ich gerade angefangen zu lesen.
Der Roman „Wenn wir uns wiedersehen“ ist im Heyne Verlag unter der ISBN-Nr. 3-453-15995-0 erschienen. Das Buch gibt es z.B. als Taschenbuchausgabe für 9,95 € bei bol.de. Den Preis des gebundenen Buches kann ich leider nicht sagen, ich persönlich habe es geschenkt bekommen, denke aber, dass er wohl so um die 15 € liegen wird.
© by Claudia Südkamp-Retzmann 2002
Mein zuletzt verschlungenes Objekt (die Rede ist immer noch von Büchern) ist der Roman „Wenn wir uns wiedersehen“ von Mary Higgins Clark, welcher mich durch seine Schreibweise von der ersten bis zur letzten Seite so gefesselt hat, dass ich ihn binnen weniger Tage ausgelesen hatte.
Nach 6 Jahren wird Molly Lasch auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen. Sie soll ihren Ehemann – den angesehenen Arzt Dr. Gary Lasch – im Affekt getötet haben. Getötet aus Eifersucht, weil sie hinter die Affäre ihres Mannes mit einer Krankenschwester kam, die zudem ein Kind von ihm erwartete. Alle Indizien sprachen dafür, dass nur Molly als Täterin in Frage kam, doch sie selbst leidet was die Tatnacht angeht an Gedächtnisausfall. Wieder in Freiheit will sie den Dingen der damaligen Nacht auf den Grund gehen, ist sie sich doch sicher, ihren Mann entgegen aller Annahmen nicht getötet zu haben.
„Inzwischen ist mir ein kleiner Teil dessen eingefallen, was sich an jenem Abend ereignet hat. Ich erinnere mich, daß ich Gary sterbend in seinem Arbeitszimmer entdeckte. Und seit kurzem weiß ich noch etwas: Ich bin absolut sicher, daß sich bei meiner Ankunft eine dritte Person im Haus aufhielt; und ich glaube, daß dieser Unbekannte meinen Mann getötet hat. Ich bin überzeugt, daß dieser Mensch nicht nur ein Produkt meiner Phantasie ist, sondern daß es ihn wirklich gibt. Ich werde ihn aufspüren, denn er muß dafür bezahlen, daß er Gary ermordet und mein Leben zerstört hat.“ Mit diesen Worten richtet Molly sich an die Journalisten, die sich anläßlich ihrer Entlassung vor dem Gefängnis eingefunden hatten und bringt eine Lawine zum rollen. Einzig ihre damalige Schulfreundin und heutige Journalistin Fran Simmons glaubt ihr und will ihr helfen Licht in die Sache zu bringen, alle anderen halten sie für eine psychisch gestörte Frau, die nicht wahrhaben will, dass sie ihren Mann getötet hat. Bei ihren Ermittlungen stößt Fran Simmons auf unglaubliche Verschwörungen und Machenschaften und es scheint, als habe man Molly Lasch wirklich zu unrecht verurteilt, bis ein weiterer Mord geschieht – und wieder weisen alle Indizien auf Molly als Mörderin...
Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Mary Higgins Clark vermochte es mit diesem Buch, mich wirklich von der ersten Seite an zu fesseln. Obwohl im Laufe der Zeit viele Personen auftreten, war der Roman an keiner Stelle verwirrend geschrieben. Schnell ist man sich als Leser mit Fran Simmons einig, dass es sich hier um eine Verschwörung gegen die arme Molly handeln muß, doch immer wieder gerät man selbst auch in Zweifel – hat sie ihren armen Mann am Ende doch aus einer Verzweiflungstat heraus getötet? Die Autorin hat es hier meiner Meinung nach geschafft von Anfang bis Ende eine gewisse Spannung zu zaubern – eine Spannung, die während des Lesens immer wieder von kleinen Zweifeln bezüglich der Schuld oder Unschuld Molly Laschs unterbrochen wird, wohl auch durch die zwischendurch immer wieder beschriebene Gemütslage von Molly. Ich selbst hatte während des Lesens immer wieder kleine „Aha-Momente“, nach dem Motto „hab ich mir doch fast so gedacht“ und trotzdem war der Schluß absolut überraschend für mich, wirkte jedoch keinesfalls an den Haaren herbeigezogen.
Was ich beim Lesen als sehr positiv empfand, war die Einteilung des Romans in viele kleine Kapitel. So ist der insgesamt 374 Seiten lange Roman (ich habe die gebundene Fassung des Buches) insgesamt in 94 Kapitel eingeteilt. Positiv empfinde ich diese Einteilung deshalb, weil es mir das Lesen an sich leichter machte und die Spannung dadurch ebenso gehalten wurde. Da ich meist erst spät abends und dann bereits im Bett liegend Zeit zum Lesen finde, wirkte das ganze nicht so langatmig, da man nicht erst 20 oder 30 Seiten lesen muß, um ein Kapitel beendet zu haben, sondern lediglich zwischen 3 bis 5 Seiten. Dadurch verliert man – meiner Meinung nach zumindest – auch nicht so schnell den roten Faden der Handlung.
Alles in allem ein vorzüglich geschriebenes Buch, welches ununterbrochen eine gewisse Spannung zu halten weiß und an keiner Stelle langweilig wird. Wer gerne einen spannenden Roman liest, sollte dieses Buch auf jeden Fall im Repertoire aufnehmen. Ich selbst kann es nur jedem empfehlen und vergebe auch die volle Punktzahl.
Über die Autorin, Mary Higgins Clark, vermag ich selbst nicht allzu viel zu sagen. Geboren in New York lebt sie heute in Saddle River, New Jersey und gehört mit ihren 19 Bestseller-Romanen und drei Erzählbänden zu einer der erfolgreichsten und meistgelesenen Spannungsautorinnen der Welt. Weitere von ihr erschienene Romane sind u.a. „Nimm dich in acht“, „Vergiß die Toten nicht“ und „Du entkommst mir nicht“ (letzteres habe ich gerade angefangen zu lesen.
Der Roman „Wenn wir uns wiedersehen“ ist im Heyne Verlag unter der ISBN-Nr. 3-453-15995-0 erschienen. Das Buch gibt es z.B. als Taschenbuchausgabe für 9,95 € bei bol.de. Den Preis des gebundenen Buches kann ich leider nicht sagen, ich persönlich habe es geschenkt bekommen, denke aber, dass er wohl so um die 15 € liegen wird.
© by Claudia Südkamp-Retzmann 2002

Bewerten / Kommentar schreiben