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Erfahrungsbericht von nikosternchen

Wolfgang Holbein / Die Saga von Garth und Torian

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich so viele positives über Bücher von Wolfgang Holbein gehört und gelesen hab konnte ich es mir bei meiner letzten Bücherstüberaktion nicht verkneifen mir auch mal eins zu kaufen! Aber da stand ich nun und hatte die Qual der Wahl ,denn der gute Wolle hat bereits über 200 Romane verfasst!

Also entschied ich mich entschied ich mich per Zufallsprinzip für


____DIE SAGA VON GARTH & TORIAN____

Dieses ist 1995 im Goldmann Verlag als Taschenbuch erschienen und ich habe es für 9 € erstanden !
Behauptet wird das es sich um 3 Romane in einem Band handelt, doch für mich war es eine fortlaufende Geschichte die keinen break benötigte.

Unterteilt ist das Buch in

- Die Stadt der Schwarzen Krieger
- Die Tochter des Magiers
- Die Katakomben der letzten Nacht

Da dies mein erstes Werk von Wolfgang Holbein war, war ich doch sehr gespannt was mich erwartet.


___DIE STORY___

Bei einer Schlacht gegen die Tremonen schafft es Torian ,ein Söldner aus Scrooth einen der schwarzen Magier zu vernichten und überlebt einzig und allein mit dem gegnerischen Söldner Garth das darauffolgende Inferno.
Die beiden schließen sich zusammen , denn zu zweit reitet es sich sicherer durch die Wüste als allein. Garth führt sie in die Ruinenstadt Rador wo er und seine Leute angeblich Lebensmittel gelagert hatten. In Rador machen sie erneut Bekanntshaft mit einem schwarzen Magier und wissen auch nun das Diese Torian jagen werden. Sie überstehen das Abendteuer und gelangen auf einem vereinsamten Hof wo sie auf einen weiteren Magier stoßen dessen Tochter Shyleen Tempelpriesterin aus dem Todestempel die ebenfalls von den schwarzen Magiern gesucht wird weil sie aus dem Tempel geflohen ist. Auch dieses Abendteuer wird überstanden , und so geht es weiter bis es am ende der 420 Seiten zu einem riesigem Showdown kommt.


Hört sich jetzt alles ziemlich dramatisch und spannend an , ist es aber nicht.....



___MEINE GEDANKEN___

Zu Beginn des Buches hat mich sicher die sehr ausschmückende Art des Autors in den Bann gezogen ,er schafft es auch sehr viel Spannung aufzubauen ( zunächst) was dann allerdings durch sehr platte Storyelemente wieder zunichte gemacht wird. Innerlich merkt man dem Schreiber die „Quantität statt Qualität“ extrem an. Jedes Abendteuer läuft nach Schema F ab und du bist eigentlich froh wenn man das Buch dann endlich durch hat.



___UNGEREIMTHEITEN___

Etwas was mich geärgert und beschäftigt hat war ein Teil im Buch der mir absolut unerklärlich ist :

Gegen Ende des zweiten Buches rettet Torian Shyleen aus einem lebenden Berg der irgendwann verbrennt . Er trägt Garth auf der Schulter hinaus da dieser mittlerweile bewusstlos wurde.

Als sie weit genug von dem Inferno wegwaren erklärte Shyleen ihm das Garth tot sei, zumindest seine Seele da er diese viele Magie einfach nicht so gut verkraftet. ( Aslo auf gut deutsch : Er ist irre geworden!!)...
Das Zweite Buch endet mit einer Disskussion zwischen Torian und Shyleen , er würde sie gerne hassen weil sie nicht den Begriff „Freundschaft“ versteht.


Buch 3 :
Es beginnt damit das Torian , Gath und Shyleen fröhlich über die Wiesen reiten und ein Sturm herraufzieht....

Hääää? Frag ich da nur ! Hab ich was verpasst.

Anscheinend, oder unserem lieben Wolle ist einfach keine zündende Idee gekommen wie er Garth sinnvoll wieder auferstehen lassen könnte, aber SO , das war Mist.


___DER SCHREIBSTIL___

Er hat einen sehr sehr ausschmückenden Schreibstil so dass sich wahrscheinlich auch der fantasieloseste Leser die Kämpfe, Dämonen und Landschaften herrlich vorstellen kann. Er schriebt nicht kompliziert und hält sich uach nicht zu lange an Dingen auf , schafft es sogar eine gewisse Spannung aufzubauen , lässt diese aber dann durch die platte Story platzen.


____FAZIT____

Eigentlich eine pure Enttäuschung. Ich mag eigentlich auch mal gerne seichte Unterhaltung. Fantasie und Märchen liebe ich sowieso, aber leider scheint Mr.Holbein echt mehr auf Masse als auf Klasse zu machen. Sicher mag dies in anderen Büchern von ihm anders sein ( sonst kann ich mir die Euphorie vieler gar nicht erklären), aber dieses Buch ist und bleibt platt und vorhersehbar.

Wer hat denn mal eine anständige Empfehlung von Wolle für mich ????

In diesem Sinne widme ich mich jetzt zwar wieder leichtem aber überaus vergnüglichem und intelligentem Lesestoff.

Nikolina




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-04 07:24:57 mit dem Titel Schlaflos....

Guten Morgen,

heute früh möchte ich einen Bericht schreiben über ein Buch welches mich in der letzten nacht vollends gefesselt und nicht mehr losgelassen hat.

Ich hatte zuvor einige Berichte über dieses Buch gelesen und mich somit entschlossen es selber mal zu kaufen.

DER STILLE HERR GENARDY von PERTRA HAMMERSFAHR

Erschienen bei rororo als Taschenbuchausgabe für 8,50 DM.


°°°DIE AUTORIN°°°

Mir (trotz Vielleserin) nicht wirklich ein Begriff. Sie ist 1951 in Kerpen bei Köln geboren und ihr Roman „ Der stille Herr Genardy“ ist in mehrere Sprachen übersetzt worden und sogar verfilmt worden. Bekannt sollen weiterhin sein „ Die Sünderin“, „ Der Puppengräber“ und „Die Mutter“ . Für letzteren Roman erhielt sie sogar den Frauenkrimipreis von Wiesbaden. Wie gesagt mir insgesamt unbekannt, aber anscheinend in der Frauenliteraturwelt kein unbeschriebenes Blatt ;o)


°°° DIE STORY°°°

Keine einfache aber sehr aktuelle Thematik, denn es geht um einen Kinderschänder. In dem Buch gibt es zwei Protagonisten , zum einen

Sigrid Pelzer, die als Kind ungeliebt mit 16 ihren zukünftigen Ehemann Franz kennen lernt. Franz ist 12 Jahre älter und verhält sich ehr wie der Vater gegenüber „seinem kleinem Mädchen“ Sigrid. Unterschwellig bekommt man mit das Franz großen Gefallen und sexuelle Lust bei kleinen Mädchen verspürt. Dies allerdings nicht ausleben muss denn er hat ja „seine kleine Sigrid“. Als Sigrid ihre Tochter Nicole bekommt ist Franz glücklich denn nun hat er zwei kleine Mädchen.

Einen wichtigen Teil der Story macht aus das Sigrid in Träumen vorhersieht. Den Tod geliebter Menschen.

Die zweite Hauptfigur ist Josef Genardy, ende 50, geschieden. Ehemals Postbeamter. Sehr intenseiv und detailgetreu wird geschildert wie sich sein Leben verändert als ihm von seiner Dienststelle nahegelegt wird zu kündigen weil er sich an kleinen Mädchen sexuell vergangen hat. Nun jobbt er als Lagerarbeiter und verkauft nach und nach all seine Sachen und sein Lebensmittelpunkt ist die Planung von Zusammentreffen mit Kindern. Es werden Süßigkeiten gekauft, Schlafmittel, und vor allem ein Auto mit dem er Touren zu Kinderspielplätzen macht.

Natürlich stehen beide Hauptfiguren irgendwann im Verlauf der Geschichte in einem Verhältnis zu einander, allerdings möchte ich hier nicht die Spannung nehmen.


°°°SCHREIBWEISE & STIL°°°

Zunächst mal spielt die Geschichte in der heutigen Zeit und an Recht bekannten Orten , nämlich in und um Köln. Das macht eine Geschichte meiner Meinung nach wesentlich glaubhafter und man hat den Eindruck das Herr Genardy eigentlich wirklich neben an wohnen könnte.

Petra Hammersfahr erzählt nüchtern und emotionslos aus der Ich-Perspektive die Gedanken von Herrn Genardy, umso gefühlvoller ist sie wenn sie aus der Sicht von Sigrid schreibt. Das macht die Geschichte insgesamt spannender ,denn umso mehr Sigrid sich innerlich auflädt umso cooler und trockener bleibt Herr Genardy.

Sehr gut schafft sie es ohne zu urteilen uns in die Gedankenwelt eines Kinderschänders zu frühren wie sie sie sich vorstellt. Natürlich ist dies nicht repräsentativ , denn man muss immer im Hinterstübchen haben das auch dies nur ein Roman ist und keine fiktive Geschichte.


°°° F A Z I T °°°

Wie schon erwähnt habe ich diese knappen 330 Seiten heute nacht verschlungen, was natürlich hauptsächlich an der sehr emotionalen, fesselnden und spannenden Geschichte lag als an meinem fiesen Heuschnupfen ;o). Insgesamt ist die Story sicher nichts für zartbesaitete Mütter von kleinen Mädchen da die Autorin schon sehr detailliert die Wünsche und Gedanken und dann natürlich auch die taten beschreibt. Sie hat hier allerdings sehr spannend ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und dies durch dieses Buch sehr bewusst gemacht. Ich vergebe deswegen hier 5 von 5 Sternchen und empfehle uneingeschränkt.

Einen schönen tag wünscht euch Niko die sich jetzt erst mal wieder leichterer fröhlicher Kost zuwendet ;o)


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-26 13:35:15 mit dem Titel Von Rippern , Mördern und Sadisten..

Oft genug werden wir in den Nachrichten geschockt, aktuelles Beispiel ist der Kannibale von Kassel. Ich glaube jeder normaldenkende Mensch kann sich keinerlei wirkliche Vorstellung von dem machen was in so einem kranken Hirn vorgeht. Daher besteht eine gewisse Faszination solchen „Unbekannten“ gegenüber. Vor einiger Zeit hab ich bereits schon ein Buch über einen Serienkiller gelesen, was mich damals ziemlich bewegt hat ( siehe Bericht). Damals ging es um Jeffrey Dahmer der in Milwaukey sein Unwesen trieb. Das ist natürlich weit, weit weg denkt man sich , aber natürlich gab es auch in Europa bestialische Morde.
Mir ist ein Buch unter die Finger geraten, wo ich im Moment noch nicht genau weiß ob ich es zu dieser Thematik weiterempfehlen sollte und kann.

SERIENMÖRDER IM EUROPA DES 20.JAHRHUNDERTS

recherchiert und geschrieben von JENS HABERLAND


AUTOR
Über den Autoren wird im Buch quasi nichts gesagt. Name und Alter verraten aber wohl das es sich um einen recht jungen und deutschen handelt der dies Buch so ende der 90er rausgebracht hat, denn auch darüber wird nichts erwähnt. ISBN: 3-930057-38-7 und gekostet hat es damals wohl mal 9,80 DM.


BUCH – STORYS
In einzelne Kapitel unterteil werden die Taten der „großen“ Serienmörder in Europa erläutert. Einige sind – zumindest vom Namen her- bekannt , andere habe ich wiederum noch nie gehört.

Da ist zum Beispiel die Geschichte von Peter Kürten, der in den 30ger Jahren eine Serie an Morden beging, völlig willkürlich und kaltblütig. Haberland beschreibt seine und die anderen taten sehr trocken und emotionslos. Ab und an hat er Interviews mit Tatzeugen, Anwohnern oder aber dem Täter selber eingefügt. Viele Fotos, ebenfalls von Tatorten, Angehörigen oder dem Täter selber machen die Story sehr transparent. Von jedem Mörder werden zunächst die einzelnen Taten sehr trocken beschrieben, danach jeweils wie sie ertappt wurden und welche Strafe sie bekamen. Insgesamt sind 21 Mörder samt Taten beschrieben. Die Reihe geht bis hin zum , als aktuell beschriebenen Fall Dutroux und Andras Pandy, die 1997 in Belgien für Aufruhr sorgten.


FAKTEN FAKTEN FAKTEN
Das ist wohl der größte Kritikpunkt meinerseits zu diesem Buch . Nicht das ich gerade bei solchen Geschichten etwas gegen pure Fakten hätte , aber das ist im Prinzip alles was dieses Buch zu bieten hat. Wenn jetzt jemand glaubt er könne hier eventuell wirklich Hintergründe erfahren der hat sich geschnitten. Jede Story wird nach Schema F abgeliefert. Täter-Tathergang, Fotos , Strafe.
Vielleicht hätten ein paar Interviews mit Psychologen, Gespräche mit Fachleuten ein wenig Pepp in diesen Buch gebracht.


TROTZDEM...
Tja, die Frage ist wann bewerte ich ein Buch als Gut und Lesenswert? Wenn ich dieses Buch verschlinge und ich gar nicht merke das ich es plötzlich schon ausgelesen habe? Ja, ich glaube daran könnte man dies festmachen. Und genau so war es mit diesem knapp 200 Seiten Starken Taschenbuch. Trotz der stupiden Fakten faszinieren die einzelnen Geschichten und Taten doch so sehr das ich es kaum beiseite legen konnte. Ich behaupte aber mal ganz frech das dies sicher NICHT am Autoren lag sondern an dem Inhalt.


ZUSAMMENGEFASST...
Würde ich die Thematik insgesamt als sehr spannend und interessant Bezeichnen , die Umsetzung allerdings als mager und schlecht. Ich denke es gibt in diesem Genre sicherlich wesentlich bessere Bücher deswegen würde ich dieses Buch jetzt nicht unbedingt weiterempfehlen und auch 2 Sternchen abziehen. Die verbleibenden Sterne beziehen sich darauf das ich das Buch ja dennoch verschlungen habe.

Viele Grüße Von Nikolina

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