Mehr zu AutorInnen mit H Testbericht

ab 14,15
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Gering

Handfester Thriller - kein Überflieger

Pro:

fast alles

Kontra:

siehe oben

Empfehlung:

Nein

Am Ufer der Themse in einem Londoner Vorort wird von klebstoffschnüffelnden Jugendlichen eine vergrabene Frauenleiche entdeckt. Die hinzugerufenen Streifenpolizisten entdecken neben der Frauenleiche vier weitere, tiefer im Boden vergraben.
Sofort werden die Ermittlungsexperten des Area Major Investigation Pool, kurz AMIP, hinzugezogen, um die Leitung der Ermittlungen zu übernehmen. Detectiv Inspector Jack Caffrey ist Mitglied des Teams B des AMIP, das federführend sein soll. Caffrey ist noch nicht lange beim AIMP, doch eilt ihm schon der Ruf eines tüchtigen Polizisten voraus.
Die Polizeiführung ist zunächst vor allem darauf bedacht zu vermeiden, dass irgendwelche Klischees in der Ermittlungsarbeit entstehen. So sollen die Polizisten in alle Richtungen ermitteln. Denn scheinbar scheint in der Öffentlichkeit die Meinung verbreitet zu sein, dass zunächst nur Schwarze zu solchen Taten fähig wären.
Die Untersuchung der Leichen stellt heraus, dass alle Frauen vermutlich Prostituierte gewesen waren, die bis auf eine Ausnahme auch drogenabhängig gewesen sind. In den Leichen finden sich Konzentrationen von Heroin, die Frauen selbst sind puppenhaft geschminkt. Alle Leichen weißen merkwürdige Punktverletzungen an der Stirn, die sich kreisförmig über die Stirn ziehen.
Die Leichen weißen auch, das zeigen die Untersuchungen, dass den Leichen nach Eintritt des Todes Verletzungen vor allem im Brustraum zugeführt worden sind. Die genaueren Ergebnisse zeigen, dass die Verletzungen frühestens sogar erst drei Tage nach Eintritt des Todes verursacht wurden.
Schnell wird dem Ermittlungsteam klar, dass es sich hier um einen Fall eines negrophilen Serienmörders handeln muss.
Das Team des AMIP finden ebenfalls schnell heraus, dass der Schnittpunkt der Morde in einem schäbigen Lokal in der Mitte Londons zu suchen ist, in denen die Frauen auf ihre Freier gewartet haben, in dem sie aber auch ihre Drogen bezeihen konnten.
Freilich, die Ermittlungen laufen schnell in eine Richtung, die der Polizeiführung nicht ganz gefällt. Ein einziges, am Tatort gefundenes haar eines Afroafrikaners lässt den latenten Fremdenhass im Team schnell die Federführung übernehmen, doch nur Caffrey hält immer noch an einem weißen Täter fest.
Zudem muss der Täter rudimentäre medizinische Kenntnisse besitzen, was die Verstümmelungen und die Tatsache verraten, dass der Täter den Leichen jeweils einen noch lebenden Vogel in den Brustraum implantierte.
Bei seinen Ermittlungen abseits vom Team stößt Jack Caffrey auf Prostituierte Joni und deren Freundin Rebecca, die ihn auf eine heiße Spur führen.
Allerdings beginnt damit das Problem: Denn nach weiteren Morden kann Caffrey den Täter identifizieren. Dieser entgeht der Verhaftung durch Selbstmord, womit der Fall eigentlich abgeschlossen sein müsste.
Und während die Ermittler ihren Erfolg gebührlich feiern, wird die Leiche einer Prostituierten mit identischen Verstümmelungen in einer Mülltonne aufgefunden.
Stammt die Leiche noch vom Täter, hat er diese vor seinem Selbstmord dort abgelegt? Erst eine erneute Tat, bei der eine Frau entführt, ähnlich verstümmelt und schwer verletzt in einer Mülltonne abgelegt wird, macht den Ermittlern klar, dass ein zweiter Täter am Werk ist, der vermutlich mit dem ersten täter gemeinsam die taten durchgeführt hat.....



°°°°°°°°°°°
Meinung
°°°°°°°°°°°
Derzeit rangiert das Buch auch rang 8 der Verkaufszahlen für Taschenbücher, ist also relativ erfolgreich.
„Der Vogelmann“ von Mo Hayder ist ein klassischer Thriller, der mit Jack Caffrey eine signifikante Identifikationsfigur aufweist. Caffrey leidet noch immer unter dem Tod seines Bruders, der nie aufgeklärt wurde, und so ist er ein Einzelgänger, der Bindungen nur für kurze Zeit eingehen kann.
Allerdings lebt das Buch auch vor allem durch den Wechsel der Erzählperspektive wischen Caffrey und den beiden Tätern, wobei die Sicht des zweiten Täters erst nach dem Tod des ersten auftaucht. Damit wird der Leser in die Irre geleitet, denn zunächst schein die Lösung des Falles dadurch, dass der Leser die Identität des ersten Täters bereits kennt, recht einfach. Insofern ist das Auftauchen eines zweiten Täters Auch überraschend, wenn dem gewitzten Leser an nur einem Satz zuvor das Vorhandensein eben dieses zweiten Täters angedeutet wird.

Durch das geschickte Arrangement entsteht so eine spannende Handlung die den Leser zweifelsohne fesseln kann.

Hayder skizziert in seinem Buch auch die latent vorhandene Fremdenfeindlichkeit in der britischen Polizei, die scheinbar ebenso massiv ist, wie in den USA . Insofern ist das Buch auch systemkritisch, auch wenn es sich dabei nur um eine Problematik am Rande handelt, die nicht Handlungszentrum des Buches ist.


Insgesamt ist „Der Vogelmann ein gelungener Thriller, wenn auch der Verkaufsrang des Buches derzeit vielleicht die Klasse ein wenig zu überzeichnen scheint – m. M. nach. Denn zu üblich ist das Täterprofil, zu durchsichtig die Motivation und die Anlage des Täters.
Deswegen erhält das Buch von mir vier Sterne.


Michael


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 11:17:38 mit dem Titel WALLANDER VERSCHNITT ODER EIGENSTÄNDIG?

Zwei Tote, auf erdenklich merkwürdige Art und Weise gewaltsam aus dem Kreis der Lebenden geschlagen, das ist die Situation, die Kommissar Van Veeteren in Kaalbringen vorfindet, nachdem er von seinem Vorgesetzten zur Unterstützung der örtlichen Polizei unter Leitung des sympathi-schen Polizeichefs Bausen vorfindet.
Merkwürdig ist nicht die Todesart: Beiden Toten wurde mit einem einzigen Hieb, von hinten ge-führt, fast der gesamte Kopf vom Korpus getrennt. Freilich nur fast, wobei vor allem die Frage nicht zu beantworten ist, was genau als Tatwaffe benutzt wurde. Für die örtliche Presse wird der Mörder bald zum Henker bzw. Axtmörder, was aber nur zum Teil stimmt, denn eine Axt ist die Tatwaffe mit Sicherheit nicht.

Verwirrend ist auch die Tatsache, dass beide Opfer scheinbar nichts miteinander zu tun haben. bei dem einen handelt es sich um einen Immobilenhändler von zweifelhaften Ruf, der erst zu Beginn des Jahres seine langjährige Bleibe in Spanien aufgegeben hat und zurück ins heimische Städtchen gekommen ist. Ereignet hat sich die tat in einem öffentlichen Park, nachdem das Opfer , scheinbar auf der Suche nach netter Bekanntschaft, durch die Stadt spazieren gegangen ist.
Bei dem zweiten Opfer handelt es sich um einen Mann, der einige Wochen zuvor hinter einem Platz des örtlichen Bahnhofes gefunden worden war. Auch bei ihm eine ähnliche Verletzung im Halsbereich. Dieser Mann war den Behörden zwar hinlänglich bekannt, aber im Vergleich zu ande-ren ein kleines Licht. Hier und da Schwarzhandel und Hehlerei, leichte Drogen, nicht mehr und nicht weniger. Auch dieser Mann ist erst zu Beginn des Jahres in die Stadt gezogen.

Bei den Ermittlungen treten die Polizisten auf der Stelle, nichts will zueinander passen, sämtliche Ermittlungen führen ins Nichts.

Auch ein dritter Toter bringt das zunächst nichts neues, bis auf die Tatsache, dass der Täter – scheinbar bewusst- die Tatwaffe in der Leichen stecken ließ.


So richtig ins Rollen aber kommen die Ermittlungen erst, als Beate Moerk, eine Polizisten des Er-mittlungsteams, alleinstehend, scheinbar von betörenden äußerlichen Attributen gesegnet, während eines Waldlaufes spurlos verschwindet. Zuvor hatte sie noch einen Kollegen angerufen, damit man sich am Abend noch treffen könne, den sie habe eine wichtige Entdeckung gemacht.

Was aber steckt hinter dem Verschwinden? Fast scheint sicher, dass der Henker wieder seine Finger im Spiel hat. Allerdings’: Wo, wenn es der Henker war, ist dann die Leiche??


_________________________

Die Ähnlichkeiten zumindest im Handlungsaufbau zu Kurt Wallander Krimis liegen auf der Hand (da denke ich an einen, wo mir der Titel jetzt nicht einfällt!): Drei tote Männer, zwischen denen es keine Verbindungen gibt, kein wirklich plausibles Motiv, keine Kenntnis vom jeweiligen Tather-gang, nichts. Vor einer ähnlichen Situation stand auch Wallander und so ist es auch hier.

Was da recht frappierend in der Handlungsanalogie wirkt, wird freilich entlastet durch den Verlauf und den Aufbau der Handlung.
Anders als bei den Mankell – Krimis ist es eine Gruppe von Personen, auf denen das Fortschreiten der Handlung baut. Von dem eigentlichen Hauptprotagonisten kann in diesem Buch so nicht die Rede sein. Auch wird allein Personen Raum gegeben, Innenwelten aufzubauen und den Leser in die Gedankenwelt des Teams eintauchen zu lassen.

Der Krimi von Hakan Nesser arbeite auch nicht so sehr mit Effekthascherei oder aber durch rasante und plötzliche Handlungssprünge, sondern eher durch ein auf die geistigen Kräfte der Teammitglie-der (Denken usw.,) aufbauendes allmähliches Lösen des Falles.


Ob diese Form des Krimis jedermanns Geschmack ist? Nun, ein wenig mehr Aktion täte dem Buch nicht schlecht, mehr Spannung und nicht seichtes, wenn auch gedankenschweres dahinfließen.

Vier Steren bekommt das Buch von mir, wobei in den Sätzen vorher dafür schon die Gründe ange-geben sind. Wer aber gerade das bevorzugt, was ich bemängele, der möge dem Buch eine Fünf Sterne Wertung gaben.

Michael


Hakan Nesser
Das vierte Opfer
9 €
ISBN 3-442-72719-7


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-04-16 11:02:02 mit dem Titel Serienspannung auf höchstem Niveau!

Sonora Blair ist Polizeibeamtin, allein erziehende Mutter zweier Kinder, davon der älteste mitten in der Pubertät, verbandelt mit einem Arbeitskollegen, gehetzt von den VISA – Abrechnungen – und eine der besten Ermittlerinnen der Mordkommission.
Der neue Fall scheint zunächst wenig spektakulär: Eine junge Frau, Mutter zweier Kinder und mit einem Snob verheiratet, der gegen ihren Willen ein Restaurant eröffnet hat, das wiederum keinen Gewinn abwerfen will, verschwindet nach einem Kongress in Cincinnati spurlos. Natürlich macht sich der Mann Sorgen und schaltet die Polizei ein.
Erste Ermittlungen ergeben schnell, dass die Frau vielleicht freiwillig abgetaucht ist, denn nachweislich hatte Sie neben der zu ihrem Ehemann eine Beziehung zu einem weiteren Mann aufgebaut, den sie in Cincinnati getroffen hat.
Bis dahin scheint der Fall eher etwas in Richtung „frustrierte Ehefrau brennt mit Geliebten durch“ zu gehen.
Kurze Zeit später freilich tauchen Leichenteile auf, die eindeutig den „frustrierte Ehefrau brennt mit Geliebten durch“ – Fall zu einem richtigen Mordfall werden lassen.
Bei ihren Ermittlungen findet Sonora Blair heraus, dass die Ermordete noch in ihren Studentenzeiten Zeugin in einem Mordfall geworden ist, bei dem eine schwangere Frau in einer Toilette der örtlichen Universität ertränkt worden ist. Das Frau hatte den Täter gesehen und – so die Ermittlungen – bei dem Kongress in Cincinnati auf einem Zeitungsfoto eindeutig wieder erkannt.
Brisant daran ist, dass es sich dabei um den leitenden Staatsanwalt handelt. Und zu diesem, so die Ermittlungen, hat die Frau Kontakt aufgenommen – warum? Diese Frage kann niemand beantworten. Alle Indizien weisen auf den Staatsanwalt und schnell wird klar, dass der Mord, der beobachtet wurde, tatsächlich mit dem Staatsanwalt in Zusammenhang stehen muss: Bei der Toten handelte es sich um die Frau des damals jungen Juristen. Es ist aber nie zu einer Anklage gekommen, aus welchen Gründen auch immer.
Nachdem Sonora Blair dem Anwalt mitgeteilt hat, dass man gegen ihn wegen des Verschwindens einer Zeugin ermittele, verändert sich der liebe, nette und karrierebewusste Staatsanwalt: Plötzlich werden den ermittelnden Beamten alle nur möglichen bürokratischen Hürden in den Weg gelegt, ihre Ermittlungsarbeit scheinbar von ganz oben torpediert.
Sonora wäre aber kaum eine profisionelle Ermittlerin, wenn sie sich von diesen Aktionen aus der Ruhe bringen würde.
Denn vor allem eine Tatsache lässt sie noch intensiver ermitteln: Der derzeitige Frau des Staatsanwaltes ist jung – und schwanger……

MEINUNG
Lynn S. Hightower hat mit der Agentin Sonora Blair eine Ermittlerfigur geschaffen, die nicht so abgehoben ist wie die anderer Krimiserien, sondern scheinbar tatsächlich im leben steht – mit alle Folgen. Übergewicht, ungesunde Ernährung, ein partout nicht hören wollender Hund, sexistische Kollegen, einen pubertierenden Sohn …..
Und gerade das verleiht zunächst der Figur der Sonora Blair eine hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit, was ein Fundament für den Erfolg der Reihe ist.
Aber vor allem die geschickte Architektur der Fälle zeichnen diese Bücher aus. In DER BLINDE FLECK muss nicht ein unbekannter Täter zu Strecke gebracht werden, sondern ein bekannter durch Ermittlungsarbeit seiner Taten überführt werden – und das nebst allen Sorgen des Alltages, die andere Ermittler scheinbar so nicht haben.
Damit verbunden ist aber auch Kritik an dem Rechtssystem der USA, in dem die Starken, die Einflussreichen durchaus ungeschoren davonkommen können, die Leiter hochfallen, oft genug aber die Schwachen auf der Strecke belieben…..
Sicherlich können es die Bücher der Reihe, wenn es um die kriminalistische Tiefe in wissenschaftlicher Sicht geht, nicht mit denen Kathy Reichs aufnehmen, um nur eine andere Autorin zu nennen. Nichts desto Trotz aber bietet das Buch einen hohen Unterhaltungswert und mehr als nur durchschnittliche kost für den Krimifan.

Michael

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-03 19:21:16 mit dem Titel Hervorragendes Einsteigerbuch in Flash MX

Stefan Helms und Oliver Böhm: Das Praxishandbuch Flash MX aus der Reihe Best Friend von Data Becker.


Flash MX aus dem Hause Makromedia ist das wuchtigste Tool, um Animationen jeglicher Art auf den Bildschirm zu zaubern: Flash – Animationen auf der Webpage, animierte Banner, Screensaver, Effekte etc. etc.
Unter den Profis ist diese Software zur Erstellung eben jener Animationen das verbreitetste Werkzeug, für Laien freilich ist der Dschungel der Möglichkeiten des Programms zunächst verwirrend bzw. auch abschreckend. So wird das Arbeiten mit der Bühne, diversen Ebenen, Schlüsselbildern etc. zunächst den wenigsten Flash Neulingen ein Begriff sein.

Den Schrecken zu mindest ein wenig nehmen kann das Einsteigerbuch zu Flash MX von Stefan Helms und Oliver Böhm: Das Praxishandbuch Flash MX aus der Reihe Best Friend von Data Becker.

____________________________
DER AUFBAU DES BUCHES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Buch arbeitet grundsätzlich mit praktischen Beispielen, die der Leser des Buches nach und nach bearbeiten sollte, um die Grundlagen von Flash MX zu erarbeiten und alle Möglichkeiten des Programms kennen zu lernen. Dabei sind die Beispielaufgaben interessant gewählt, Langeweile kommt so nicht auf.

Die drei Grundaufgaben wären zum Beispiel: Eine Textanimation erstellen, in der der text durch das Flashfenster läuft oder aber als nächste ebene, den text laufend vergrößern oder verkleinern zu lassen.
Danach werden Pfotenabdrücke animiert, die nach und nach entstehen und wieder vom Schnee verdeckt werden. Die dritte Grundübung besteht aus dem animieren eines Ufos mit realistischen Hintergrund.

Damit ihr einen Einblick in die Bereiche erhaltet, in die die Autoren einführen möchten, hier ein kurzer Überblick der Kapitel:

1. Quickstart-Beeindruckende Flashs in wenigen Minuten
2. Basis Techniques – Schritt für Schritt
3. Tolle Tricks mit Bitmap – Bildern
4. So kombinieren sie Bild und Sound
5. Filme und andere animierte Quellen nutzen
6.Mit Sieben Mausklicks zum eigenen Flash Screensaver
7.Effekte, Effekte, Effekte
8. Flash und 3D
9. Vom einfachen Schalter zur Navigation
10. Eine ganze Webseite in Flash
11. Interaktivität: Mausverfolger und mehr ..

Diese Übersicht wird sicherlich das eine oder andere nennen, dass viele von euch schon immer auf ihrer Webpage haben wollten, oder nicht?!?

Allen „Kurseinheiten“ vorangestellt ist ein gelber Textkorpus, der sich Quickstep nennt. Hier werden die Schritte des Kurse, die auf den folgenden Seiten behandelt werden, in Kurzfassung genannt. Diese Quicksteps – Rubrik richtet sich dabei freilich nicht an den absoluten Programmneuling, sondern vor allem an fortgeschrittene Nutzer, die Änderungen zu Flash 5 nachschlagen wollen oder aber die in der Arbeit des Programms schon zu eingefuchst sind, dass sie eine längere Einleitung und Einführung nicht brauchen.
Andererseits dienen diese Rubriken dann auch für den Anfänger die Möglichkeit, nochmals ganz schnell nachzuschlagen, was man schon gemacht hat, wie noch mal dieser Befehl lautete, den man dann schon wieder vergessen hat usw.

Grundsätzlich ist das Buch aber verständlich beschrieben und geht Schritt für Schritt mit dem Leser die Übungen durch. Klar, denjenigen, der Flash schon kennt, spricht das Buch nicht an. Wichtig vor allem aber ist, dass das Buch durchgehend farbig und sehr ausführlich bebildert ist. Infokästen und Hilfekästen erleichtern es, sich immer wieder zu vergewissern.

Insofern handelt es sich um eines der gelungensten Bücher auf dem Markt, was die Einführung für Laien in ein recht komplexes Programm betrifft.


___________
NEGATIVES
°°°°°°°°°°°°°°
Dass man Flash gerne auf seiner Webpage haben möchte, wird der Grund sein, sich damit auseinander zu setzen. Klar. Nur: Für alle jene, die kein Html beherrschen, wird’s ärgerlich, denn wie man das entworfene Flash in einem Webseiten-Editor wie Frontpage in seine Seiten bekommt, steht leider nicht drin.
Da muss man sich via Netz Rat holen.
Na ja: Tipp dazu: Beim veröffentlichen eures Flash (so nennt man den Arbeitsgang, in dem das Programm aus dem Entwurf einen fertigen Flash macht), entstehen eine swf-Datei, eine HTML-Datei und eine Bilddatei. Öffnet die HTML –Seite mit einem Texteditor und kopiert alles von OBJEKT bis OBJEKT. Öffnet die Seite, auf der das Flash eingebaut werden soll mit eurem Webeditor und aktiviert die HTML – Ansicht. Fügt die Kopie aus der Zwischenablage in das Seiten Html ein – fertig. Jetzt nur noch die swf- Datei und die Bilddatei (FLA. Datei) in den entsprechenden Ordner der Web Seite via Explorer kopieren. Fertig!


___________________
TIPPS und HINWEISE
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Ab und an ist auch dieses Einsteigerbuch ein wenig verwirrend. Da half mir immer wieder ein Blick in das Flash 5 Bändchen aus der Reihe des knowware – Verlages (www.knowware.de bzw. www.bilke.de (Autorin)). Das liegt auch daran, dass leider Gottes auch diesem Software – Buch eine Legende der wichtigsten Begrifflichkeiten fehlt. Und da das Stichwortverzeichnis eigentlich sehr knapp und dürftig ausfällt, kann man trotz des grundsätzlich sehr guten Aufbaues und der klaren Strukturierung ein wenig ins Straucheln kommen.

_________
FAZIT
°°°°°°°°°°°°

Für 17,95€ erhält man ein sehr gut aufgebautes und gut durchdachtes Einsteigerbuch in FLASH MX. Dieses wiegt einige Ärgerlichkeiten auf, wie der Tatsache, dass die Autoren davon ausgehen, dass jeder Flash Nutzer auch gleichzeitig HTML – Kenntnisse höherer Weihen besitzt. Das Veröffentlichen selbst erstellter FLASH Animationen via Webeditor fehlt nämlich völlig, wobei das im Grunde auf zwei bis drei Seiten zu machen wäre und auch nicht all zu schwer ist, wenn man erst einmal weiß, wie es geht.
Auch die fehlende Legende und das etwas knapp ausfallende Register können den grundsätzlich sehr guten Eindruck des Buches nur ein wenig schmälern.

Für mich eines der besten Einsteigerbücher.


Michael

15 Bewertungen