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Erfahrungsbericht von sandwarrior

Robin Hobb Adept des Assasienen

Pro:

siehe text

Kontra:

siehe text

Empfehlung:

Nein

Als großer Fan von Fantasyliteratur, ich lese fast ausschließlich Fantasy, schreibe ich mal über ein gerade frisch ausgelesenes Buch.

Die Legende vom Weitseher, Band 1
Der Adept des Assasinen
Von Robin Hobb

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Zur Story:

Der kleine Fitz wird mit 6 Jahren von seinem Großvater mütterlicherseits zu seinem wahren Vater, Prinz Chilvalric gebracht. Fitz ist ein Bastard, daher der Name, welches aus dem Englischen kommt und in so beliebten Namen wie Fitzpatrik oder Fitzgerald vorkommt und schlicht Bastard ( uneheliches Kind) bedeutet.
Das wäre ja kein Problem, wenn Philia die Frau des Prinzen nicht unfruchtbar wäre.
Seiner Frau zuliebe dankt der Prinz ab. Klein Fitz kommt in die Hände von Burrich und fristet sein Leben als Stallbursche. Burrich ist ein etwas knorriger doch ganz lieber Typ der sein Leben Prinz Chilvaric verschrieben hatte und durch einen Unfall, wo er dem Prinzen das Leben gerettet hat, gehändikapt ist.
Eines Tages wird König Listenreich der Vater von Chilvaric, Veritas und Prinz Edel auf den Bastard aufmerksam und bildet ihn zu seinem Werkzeug aus, er darf auf der Burg leben, muss aber em König Treue schwören.
Fitz muss jetzt neben seinen Aufgaben im Stall, Fechten und schreiben lernen.
Insgeheim gibt ihm die ganze Burg Schuld an der Abdankung des Prinzen und er ist nicht sehr beliebt.
Nebenbei bemerkt er, daß er sich mit Tieren gedanklich unterhalten kann. Als Burrich das mitbekommt ist er sehr wütend, denn diese magischen Fähigkeiten führen untrainiert in den Wahnsinn.
Da meldet sich der geheimnisvolle Chade auf Geheiß des Königs bei ihm und unterbreitet Fitz das Angebot eine Lehre als Meuchelmörder anzunehmen und so seine Dankbarkeit zu beweisen.
Fitz ist skeptisch, ausgerechnet er soll zum Mörder werden. Chade bietet ihm an erst mal die Ausbildung zu machen und dann selbst zu entscheiden, ob er morden will und kann.

Da er königlichen Geblüt ist hat er die „Gabe" geerbt.
Die Gabe erlaubt es in anderer Menschen Gedanken einzudringen und diese zu manipulieren, was aber an der Kraft zehrt.
So kommt unser Held zu Galen dem Gabenmeister von Bocksburg.
Galen ist ein gemeiner und sehr brutaler Zeitgenosse, welcher einen ungemeinen Hass auf Fitz hat und ihn das spüren lässt.
Das Königreich steht vor seiner größten Herausforderung als auch noch Prinz Chilvaric umgebracht wurde. Alles droht zu zerbrechen und König Listenreich muss seinem Namen alle Ehre machen. Veritas wird „ König zur Rechten" und hat alle Hände voll zu tun das Reich zusammenzuhalten und die Korsaren zu bekämpfen.
Als die roten Korsaren die 6 Provinzen heimsuchen, wird es verzwickt.
Bei einem Überfall werden Geiseln genommen und Lösegeld gefordert.
Nur lautet die Forderung „ Geld oder wir schicken die Geiseln zurück".
Was es damit auf sich hat und ob Fitz zum Mörder wird, ob er seine erste Liebe bekommt verrate ich an dieser Stelle nicht. Am Ende lastet das Schiksal des Landes auf unserem Helden.

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Einschätzung:
Am Anfang wird eigentlich die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, welcher sich in der völlig fremden Umgebung einer großen Burg zurechtfinden muss.
Mit der Entdeckung seiner magischen Fähigkeiten, welche im Blut der königlichen Familie der Weitseher vererbt werden, kommt langsam Spannung in das Buch.
Auch muss unser Held bemerken, daß er nicht nur Freunde hat, sonder auch Feinde und Neider, welche ihm am liebsten das Licht ausblasen würden.
Langsam entwickelt sich eine spannungsgeladene Story, mit Liebe, Verrat, Intrigen, Giftmischerei und allerlei Verwicklungen.
Dazu kommt die detailreiche Schilderung der Örtlichkeiten.

Leseprobe:
Das Innere des Palastes kam mir so fremdartig vor wie ganz Jhaampe. Ein mächtiger Mittelpfeiler stützte das Hauptgebäude und entpuppte sich bei genauerem hinsehen als gewaltiger Stamm eines Baumes, dessen Wurzelwerk sich unter den Pflastersteinen wölbte, mit denen der Boden ausgelegt war. Die Stützen der anmutig gebogenen Wände waren ebenfalls Bäume, und nach einigen Tagen Aufenthalt fand ich heraus, daß das „Wachsen" des Palstes nahezu einhundert Jahre in Anspruch genommen hat.

Gerade diese detailierte Erklärung der Örtlichkeiten, macht das Buch zu einem Lesevergnügen. Man hat den Eindruck als ob die Örtlichkeiten real existieren und nicht blos eine Fantasywelt darstellen.
Teilweise hat das Buch einige brutale Stellen, gerade die Stellen in denen Galen seine Zöglinge quält sind ganz schön heftig, aber ich liebe sowas.

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Fazit:

Robin Hobb hat einen schönen spannungsgeladenen Schreibstil mit einem Hang zur detaillierten Ortsbeschreibung. Die Spannung steigt zum Ende rasant an, so das man sich auf den zweiten Teil schon freut.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen, weil ein Buch erst 5 Sterne bekommt, wenn es so spannend ist, wenn es überall mit hingenommen wird.
Oberste Würden erlangt ein Buch bei mir, wenn es den Weg aufs Klo schafft, weil ich ein ausgedehnter Kloleser bin. Leider hat „ Der Adept des Assassienen" es nicht geschafft.
Darum einen Punkt Abzug. Ansonsten aber sehr vergnüglich zu lesen und absolut empfehlenswert. Wer sich noch nie mit Fantasy beschäftigt hat, bekommt hier eine gute Gelegenheit des Einstieges.

Urteil: Kaufen

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Die Autorin:
Robin Hobb ist das Pseudonym der bekannten Autorin Megan Lindholm ( bekannt durch Windsänger-Zyklus) .
Geboren 1952, lebt mit Mann und vier Kindern in Tacoma.

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Das Buch:
Erschienen 1995 im Orginal unter Assassin's Apprentile
Ich besitze die erste Auflage von Januar 1999, in der Übersetzung von Eva Bauche-Eppers.
ISBN 3-404-20350-X Bastei Lübbe Taschenbuch.
511 Seiten

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Bisher erschienene Bücher von Robin Hobb.
Die Legende vom Weitseher:
1. Der Adept des Assassinen
2. Des Königs Meuchelmörder
3. Die Magie des Assassinen

Die Zauberschiffe:
1. Der Ring der Händler
2. Viviaces Erwachen
3. Der blinde Krieger
4. Die Stunde des Piraten
5. Die vergessene Stadt
6. Herrscher der drei Reiche


Ich hoffe, daß Buch ein wenig näher gebracht zu haben.

Viele Grüße vom Sandwarrior

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-25 18:44:59 mit dem Titel Bastard 2

Bastard 2

Achtung!! Ich empfehle dringlichst, zuerst den 1. Teil zu lesen, weil man sonst die Zusammenhänge nicht versteht. Oder meinen Bericht darüber.

Hier und heute, geht es um den 2.Teil der Weitseherlegende
„Des Königs Meuchelmörder"
Von Robin Hobb.
Ins Deutsche übertragen von Eva Bauche-Eppers.
862 Seiten, erschienen Original 1996, deutsche Ausgabe als Bastei-Lübbe Taschenbuch 1999.
ISBN3-404-20360-7

Kleine Zusammenfassung des ersten Teils, für diejenigen die auf meine Warnung nicht hören wollen.

Der kleine Fitz kommt nach Bocksburg und erfährt, das er des Prinzen Bastard ist.
In den Händen von Burrich wird er Stallbursche, bis er von Chade zum Meuchelmörder ausgebildet wurde und ein Werkzeug des Königs wurde.
Der Weg, vom kleinen Jungen zum Mörder endet am Schluss mit dem Versuch von Prinz Edel ihn zu ermorden.

Story:
Da es einen zweiten Teil gibt, kann man wohl annehmen daß unser Held überlebt hat.
Vom Gift gekennzeichnet und gebrechlich wie ein Greis kehrt er nach Bocksburg zurück.
Langsam kehren seine Kräfte zurück und er führt erste Aufträge für Prinz Veritas aus.
Er verzehrt sich nach seiner Jugendliebe Molly, die er mittels seiner „GABE ‚gesehen hat, wo sie mitten in einem Piratenüberfall war.
Schließlich entdeckt er sie auf Bocksburg, wo sie als Dienstmagd arbeitet.
Darf er, wo er doch königlichen Geblüts ist, eine Dienstmagd lieben? Würde er sie in Gefahr bringen?
Gleichzeitig mit dem erblühen seiner Liebe, macht er sie Bekanntschaft mit einem Wolf, den er aus der Gefangenschaft befreit und der mittels der Gabe mit ihm kommunizieren kann.
Nachtauge, so ward er fortan genannt, begleitet unseren Helden und steht ihm bei seinen Kämpfen hilfreich zur Seite. In einem längeren Lernprozess wird aus dem Wolf und Fitz ein verschwistertes Paar, welche sich blind verstehen und auch voneinander lernen.
Veritas ist ständig im Kampf mit den Piraten und versucht sie mittels Gabe zu vertreiben, bis er irgendwann nur noch die Möglichkeit sieht die verschollenen Uralten zu suchen, von denen niemand weis ob es sie überhaupt gibt und ob sie helfen werden.
Seine Frau Kettricken macht sich derweilen einen Namen durch ihre Unerschrockenheit selbst gegen die Piraten zu kämpfen. Sie macht dies obwohl sie ein Kind von Veritas unter dem Herzen trägt.
Prinz Edel versucht derweilen die Macht an sich zu reißen.
Leider wird der alte König Listenreich immer schwächer und zum Tattergreis und kann nicht einschreiten. Das Reich droht immer mehr zu zerfallen. Prinz Edel kümmert sich nur noch um die Innlandsprovinzen und überlässt die Küstenländer ihrem Schicksal.
Er plündert immer unverschämter und sieht sich schon als neuer König, der das Recht hat alles was er braucht in sein neues Königsquartier zu schleppen.
Unser Held versucht zu retten was, zu retten ist auch wenn er von Gewissenskonflikten gequält wird.
Als Fitz der Wahrheit auf die Spur kommt, wird es dramatisch.
Er wird verhaftet und fällt den Folterknechten von Prinz Edel in die Hände, welche sehr brutal mit unserem Helden umgehen.

Am Ende stirbt unser Held qualvoll.

Wie es weitergeht, im dritten Teil.

Leseprobe:
Hier möchte ich mal ein wenig die Brutalität schildern, welche doch ab und an vorkommt.

Drei Männer, zerlumpt, bärtig, stinkend. Um etwas in Streit geraten, knurrten und blafften sich an. Mit der Macht konnte ich sie nicht wahrnehmen, doch ich erkannte in ihnen die Entfremdeten, die Nachtauge mir gezeigt hatte.
Sie war ein kleines Mädchen, vielleicht drei Jahre alt, und sie trug einen gelben Kittel, liebevoll von den Händen der Mutter genäht.
Die Bestien zerrten an ihr, als wäre sie ein in der Schlinge gefangenes Kaninchen, ohne Rücksicht auf das Restchen Leben, das noch in ihr flackerte.
Ich brüllte meine Wut hinaus und zog mein Schwert, gerade als der heftige Ruck eines der Entfremdeten ihr das zarte Genick zerbrach und der Funke erlosch.
Bei meinem Gebrüll hob einer der Männer den Kopf und drehte sich zu mir herum, sein Bart war rot von dem Blut.
Er hatte nicht erst ihren Tod abgewartet, bevor er seine Mahlzeit begann.

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Beurteilung:
Im zweiten Teil wird die Geschichte nahtlos weitererzählt, die Schreibweise ist immer noch sehr stilvoll und es wird alles weitreichend beschrieben. Man kann sich in die Gegebenheiten sehr gut reinversetzen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen.
Kritisierend muß ich anmerken, das das Buch einige Längen hat, die durchaus unbedingt zur Story gehören. Eine Straffung, wäre an manchen Stellen sinnvoll erschienen. Es sind auch 862 Seiten, was eine gehörige Portion Lesefreude voraussetzt.
Die Spannung leidet ein wenig darunter. Für mich stellt der zweite Teil, im Vergleich mit dem ersten, nicht unbedingt eine Steigerung dar, ich hätte mir ein wenig mehr versprochen.
Es wird einiges viel zu sehr umschrieben, ist zwar schön zu lesen, aber manchmal wäre eine wenig umständliche Umschreibung aus meiner Sicht besser gewesen.
Gerade die Verschwisterung mit Nachtauge, wird sehr detailliert beschrieben und macht einen großen Teil des Buches aus.
Die Geschichte wird aber nicht langweilig und man ist auch interessiert wie es weitergeht.
Wie im ersten Teil wird es auch hier am Ende spannend.

So das ich gezwungen bin auch noch den 3.Teil zu lesen. Es sind noch so viele Fragen ungeklärt. Kommt es zum Bürgerkrieg? Wird er seine Molly bekommen? Helfen die Uralten?
Werden die dreisten Piraten besiegt?

Hier mal etwas zur Schreibweise der Schriftstellerin.
Robin Hobb hat einer sehr detaillierte Art ihre Bücher zu schreiben, die Schauplätze werden so dargestellt, das man sie sich ohne weiteres vorstellen kann.
Das von ihr erfundenen Fantasyreich ist so erläutert, das man glaubt es könnte real sein.
Die mittelalterliche Welt, ist auch nicht durch exotische Wesen überfrachtet, so das auch ein Fantasyunerfahrener Leser durchaus einen guten Einstieg in dieses spannende Genre schafft.
Man merkt die Schreibfreude und fiebert mit den Helden mit, aber manchmal geht es vom hunderste ins tausendse, ein wenig Detailverliebtheit wäre manchmal angebracht.
Die Bücher von Robin Hobb sind durchweg leicht zu lesen ohne verschnörkelte Namen.


Fazit:
Da ich im Augenblick den 3.Teil lese, welcher an Spannung wieder steigt, empfehle ich sich den hier vorliegenden Band zu lesen um in der Geschichte mitzukommen. Die Geschichte ist eigentlich sehr spannend, aber für mich bildet das Buch einen Lückenfüller zwischen Band 1 und 3, die Schriftstellerin versucht hier ihre Charaktere ein wenig besser und ausführlicher darzustellen. Ich schwanke bei der Vergabe von Punkten und würde eine 3,75 geben, zwischen 1 und 5.
Aus Zeitgründen konnte ich auch in letzter Zeit nicht soviel lesen, nur mal abends im Bett und da dauert es natürlich bei der Seitenzahl.
Die Qualifikation als Klolektüre hat das Buch nicht geschafft.

Viele Grüße vom Fantasywarrior

17 Bewertungen