Erfahrungsbericht von evastoeckl
Antoine de Saint-Exupery: Der kleine Prinz
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery
1. BUCHINHALT
Anfangs erzählt der Autor, wie er als Kind begonnen hatte, Bilder zu zeichnen, und wie diese Bilder von den Erwachsenen nicht verstanden wurden. Zu sehen ist das Bild der Riesenschlange, die einen Elefanten verschlungen hat.
In der nächsten Szene ist der Autor erwachsen und Pilot geworden. Er berichtet, wie er den kleinen Prinzen kennen lernte, als er mit einem Motorschaden notlanden musste – in der Wüste Sahara. Der kleine Prinz ist ganz unvermittelt da und bitte: „Zeichne mir ein Schaf..“ Es gelingt ihm und der kleine Prinz ist zufrieden.
Der Autor stellt dem Prinz viele Fragen, auf die meistens die Antworten ausblieben. Er weiß nur, dass er von einem andren Planeten kommt
Einzige Zeit später berichtet der kleine Prinz von seiner Heimat, seinem kleinen Planeten. Wir erfahren von Affenbrotbäumen, Samen und Wurzeln und, dass er auf seinem Planeten alle Hände voll zu tun hatte, um die Affenbrotbäume klein zu halten und seinen Planeten zu retten. Er erzählt auch, dass auf seinem Planeten eine Blume steht, es ist eine Rose. Diese war sehr eingebildet und deshalb verließ der kleine Prinz den Planeten.
Die folgenden Kapitel beschreiben seine Reise von Planet zu Planet und auf jedem wohnt eine seltsame Gestalt.
Auf dem ersten Planeten wohnt ein König, der über alles herrschte. Er nennt das gesamte Weltall sein Königreich, aber Untertanen hat er keine. In dem kleinen Prinzen hat er endlich einen Untertanen gefunden, doch diesem wird das bald zu dumm und er reist weiter.
Auf dem zweiten Planeten wohnt ein Eitler. Dieser freut sich, dass ein Bewunderer kommt. Für ihn sind nämlich alle Besucher auch gleich Bewunderer. Schnell ist der kleine Prinz wieder weg und er sagt, dass ihm die großen Leute zu verwunderlich sind.
Auf dem dritten Planeten wohnt ein Säufer. Dieser Besuch ist der kürzeste. Der Säufer erklärt, dass er saufe, weil er vergesse wollte, dass er sich schäme, dass er säuft. Der kleine Prinz ist sehr bestürzt.
Auf dem nächsten Planeten wohnt ein Geschäftsmann. Während der König die Sterne regierte, will der Geschäftsmann die Sterne kaufen und besitzen. Trotzdem versteht der kleine Prinz nicht, wozu der vermeintliche Besitz gut sein soll. Er findet die großen Leute sehr ungewöhnlich.
Auf dem fünften Planet wohnt ein Laternenanzünder. Der kleine Prinz glaubt, zum ersten Male eine sinnvolle Beschäftigung zu erleben. Der Laternenanzünder klagt jedoch, denn der Planet dreht sich immer schneller und er muss immer öfters die Laterne auslöschen und anzünden. Er tut dem kleinen Prinzen sehr leid, weil er seine Aufgabe nicht abgeben kann.
Auf dem nächsten Planet wohnt ein Geograf. Dieser hält den kleinen Prinzen für einen Forscher und begrüßt ihn freudig. Der Geograph erklärt ihm lang und breit sein Handwerk und dass vergängliche Dinge wie seine Blume keine Beachtung finden. Darauf hin ist der kleine Prinz sehr enttäuscht und reist auf die Erde.
Bei seiner Ankunft trifft er eine Schlange. Sie macht dem kleinen Prinzen deutlich, über welche Macht sie verfügt, weil sie Menschen sterben lassen kann. Der kleine Prinz fragt nach den Menschen, denn er ist einsam in der Wüste. Die Schlange antwortet, dass man auch bei den Menschen einsam ist.
Der kleine Prinz gelangt schließlich in ein kleines Dorf, wo es einen blühenden Rosegarten gibt. Er erschrickt, denn er dachte, seine Rose wäre die einzige auf der Welt. Er weint daraufhin.
In diesem Augenblick erscheint der Fuchs. Der kleine Prinz will mit ihm spielen, um seine Trauer zu vergessen, aber der Fuchs weist ihn darauf in, dass er zuerst gezähmt werden muss. Im weiteren Gespräch erkennt der kleine Prinz, dass die Einzigartigkeit seiner Rose nicht körperlich ist, sondern allein in der Bedeutung, die sie für ihn hat, weil er mit ihr vertraut ist. Nach Anleitung des Fuchses macht sich der kleine Prinz schließlich mit ihm vertraut. Als die Stunde des Abschieds kommt, kommt auch der Schmerz. Der Fuchs offenbart ihm ein Geheimnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“
Nun geht die Geschichte mit dem Piloten weiter. Die beiden machen sich auf die Suche nach einem Brunnen. Sie finden einen. Doch am nächsten Tag hört der Autor den kleinen Prinzen mit der Schlange sprechen, ob er bei ihrem Gift nicht lange leiden müsse. Es ist nämlich der Jahrestag seiner Ankunft auf der Erde. Der Pilot versucht mit Liebe und Verzweiflung, den kleinen Prinzen von seiner Heimreise abzuhalten, doch es hilft nichts. Der kleine Prinz erklärt ihm, dass er nur zum Himmel schauen müsse und er würde seinen Planeten leuchten sehn und es würde jetzt aussehen, als wäre er tot, aber das ist nicht wahr.
Nach sechs Jahren erzählt der Pilot noch einmal von dem kleinen Prinzen. Er ist noch immer traurig, aber auch froh, weil er weiß, dass es ihm gut geht.
Am Ende des Buches ist das Bild von zwei Sanddünen in der Wüste und der Autor schreibt: „Das ist für mich die schönste und traurigste Landschaft der Welt... Hier ist der kleine Prinz auf der Erde erschienen und wieder verschwunden.“ Und am Ende bleibt der Wunsch, dass der kleine Prinz eines Tages wieder da sein wird und dann wendet sich der Autor an die Kinder und sagt „Schreibt mir schnell, wenn er wieder da ist...“
2. EIGENE MEINUNG
Der kleine Prinz ist nicht nur ein Märchen, sondern es steckt sehr viel mehr dahinter. Es geht viel mehr um die wahre Freundschaft. Er wurde von seiner Rose sehr enttäuscht und auch auf seiner Reise zu den Planeten lernt er nur unglückliche Menschen kennen, die alle sehr einsam sind. ER hat die Hoffnung auf Freundschaft schon aufgegeben, als er den Fuchs kennerlernt. Die Weisheit, die er ihm mit auf den Weg gibt, haben die Menschen schon längst verloren, doch der kleine Prinz gibt dem Autor wieder ein Stück davon wieder. Er erkennt auch, dass die Rose auf seinem Planeten immer seine Rose bleiben wird, egal, wie sehr sie ihn enttäuscht hat. Dies soll zeigen, dass Freunde Fehler haben und trotzdem immer für einen da sind.
Ich möchte noch sagen, dass mir das Buch eigentlich sehr gut gefallen hat und es auch einfach zum Lesen war und man so in einer Stunde fertig war. Auch wenn man anfangs denkt, dass es nicht gut ist und auch ein wenig eigenartig geschrieben ist, ist es im weiteren Verlauf total gut geschrieben und interessant. Ich würde es wirklich jedem weiterempfehlen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-30 00:03:37 mit dem Titel Robert Schneider: Die Unberührten
Die Unberührten
Robert Schneider
INHATLSANGABE
Die Geschichte erzählt das Schicksal des rheintalischen Mädchen Antonia Sahler und ihres späteren Gefährten Balthasar.
Das Mädchen träumt schon in den ersten Seiten des Buches in groben Umrissen sein Schicksal.
In dem Traum hatte sich Antonia in einer ihr unbekannten Landschaft vorgefunden, einer Landschaft, der das Gesicht fehlte, die Falten, die Kanten - das Lachen. Die heimatlichen Berge waren vergangen: Die Grate und Gipfel, die breiten endlosen Kämme und die gewölbten, bewaldeten Rücken. Der Pilatuskopf war verschwunden, der mit seiner gefurchten Stirn St. Damian im Norden überragte. Die glattwandigen Felsnadeln im Osten, genannt Martinswand und Hohes Licht, ebenso. Weit und breit war kein Wald mehr zu sehen, wiewohl sich Antonia auf die Zehenspitzen stellte und lang machte. Anstelle der Fluren und Wiesen herrschte graues Einerlei, als habe sie ein himmlischer Gerichtsvollzieher eingerollt und davongetragen wie damals den Stubenteppich. Nur der volle runde Mond stand im Horizont. Das Unheimlichste aber in dieser Landschaft: sie tönte nicht mehr, hatte ihren Klang verloren. Die Vögel sangen nicht, die Tiere waren verstummt und der Bach auch. Ja, der Herrgott hatte gar noch den Wind weggesperrt. Kein Laut oder Geräusch war mehr zu vernehmen. ALLES TOT.
Die 7-jährige Antonia wächst in einer heilen Welt mit ihren drei Schwestern im kleine Vorarlberger Dorf St. Damian auf. Der Vater Rupert Sahler vergöttert seine fünf Frauen. Er fördert vor allem auch Antonias deutliche. Er lebt weit über seine Verhältnisse und überhäuft seine Frau, die er über alles liebt - und seine vier Töchter mit Geschenken und Überraschungen.
Einige Jahre später macht er bankrott und verschwindet spurlos. Keiner weiß, wo er ist und schließlich muss der Hof versteigert werden.
Kurz darauf stirbt die Mutter an der Geburt ihres fünften Kindes.
Antonia nimmt nun Abschied von St. Damian, denn sie weiß, dass für sie der Zeitpunkt des Abschieds gekommen war. Sie wird vom Menschenhändler Narrody nach Amerika verkauft.
Die Geschichte beschreibt nun die lange Schiffspassage, bei der sie auch den Jungen kannengelernt, der ihr durch ihre Träume so vertraut war. Da er nichts sprach, gab sie ihm den Namen Balthasar. Antonia - die mit anderen Kindern und Narrody getarnt als jüdische Familie reiste - erfüllte die anderen Passagiere oft mit Hoffnung durch ihren wunderschönen Gesang.
Nach dem 1. Weltkrieg wanderten immer mehr Menschen augrund der großen Not in Europa nach Amerika aus. Sie versuchten dort einen neuen Anfang zu machen und zu großem Reichtum zu kommen. Die Vereinigten Staaten waren die großen Gewinner des 1. Weltkrieges gewesen. Die Wirtschaft nahm in den Nachkriegsjahren einen großartigen Aufstieg. Die Goldenen Zwanziger Jahre waren gekennzeichnet durch unverwüstlichen Optimismus. Der Grundsatz „Freie Bahn dem Tüchtigen“ gab vielen die Chance, sich hochzuarbeiten. Die neuen Einwanderer reihten sich meist jedoch in das Heer der sozial Unterprivilegierten ein.
Angekommen in Amerika, kann Antonia mit Hilfe von Balthasar, vor dem Menschenhändler flüchten. Vorerst finden sie Unterschlupf bei Balthasars Onkel, einem Metzger. Dort erlernt Balthasar die Kunst des Schlachtens.
Nachdem der Onkel gestorben war, lebten beide auf roheste Weise im Hohlraum eines Brückenpfeilers der Brooklyn - Bridge. Sie stehlen sich das Lebensnotwendigste zusammen, verwahrlosten immer mehr. Kurz gesagt - sie lebten wie die Tiere. Doch die beiden leben fast sieben Jahre unzertrennlich.
Doch mit Balthasar hat Antonia - die jetzt den Namen Tony trägt - keinen angenehmen Weggefährten. Er wirkte sehr gefühllos und in sich gekehrt.
Bald findet sie jedoch einen guten Freund - einen älteren Mann - der General genannt werden wollte. Er versuchte - wie Tony - wenigstens den Anschein eines heilen Lebens aufrecht zu erhalten.
Trotz allem empfindet Tony in der Zwischenzeit schon eine unerträgliche Liebe für Balthasar. Sie versucht immer wieder Zärtlichkeiten mit ihm auszutauschen. Doch der verstörte und gefühlskalte und anscheinend auch leicht autistische Junge, lässt Antonia nicht an sich heran. Seine Verstörtheit und seine Kälte ist sicher auf seine Kindheit zurückzuführen. In dieser hatte es schlimme Vorfälle mit seinem Vater gegeben. Es ist zu lesen, dass er wie ein Hund gehalten wurde.
Zur Weihnachtszeit bekam Tony vom General ein Kleid geschenkt. Als er sie beim Umziehen beobachtete, überkam ihm die Lust und er fiel über das Mädchen her. Bald darauf machte der General das Mädchen zur Prostituierten.
Tony flüchtete immer wieder zum Pier 16. Ein Ort, an dem das Mädchen das Grauen des Alltags vergaß und von ihrer Heimat St. Damian träumte. Oft singt sie dort bis spät in die Nacht.
Und tatsächlich hört sie eines Tages Aron Fleisig, Korrepetitor der „Metropoliten Opera“ von der Ferne singen. Er ist ganz hin- und hergerissen von ihrer einmaligen Stimme und macht sie schließlich ausfindig. Er holt sie aus dem Elend in das vornehme Haus ihrer Eltern.
Balthasar, der schon seit längerem bei einem miesen Fischhändler arbeitete, hatte inzwischen auch seine Liebe zu Antonia entdeckt und erkennt, dass er auch Gefühle wie Eifersucht oder Wut empfindet. Er, der schon ein Leben lang nach dem Sitz der menschlichen Seele gesucht hat, wird aus eben diesem Grunde zum Mörder: Er tötet und zerlegt fachmännisch seinen Arbeitgeber, der ihn lange gequält hatte.
Leseprobe:
Mit unverfrorenem Mut und kalter Geschicklichkeit begann er die Leiche zu enthäuten, zog zuerst den Kopf aus, trennt ihn ab, denn er dünkte ihn Abfall, schnitt die Beine auf und den Rumpf, zog die Haut ebenfalls ab, solange, bis der gesamte Körper gehäutet war. Dann griff er nach den Innereien, löste sie vorsichtig heraus, um sie nicht zu verletzen. Überall vermutete er die Seele: in der Lunge, in der Leber, im Herzen und im Magen, den er mit einer Scherbe mühselig vom Bauchfell trennt, aufschnitt und ausstülpte. Selbst noch im Inhalt des Darms fingerte er nach einer Art leuchtender Stofflichkeit, die ihm die Seele hätte darstellen können.
Schließlich heiratet Tony Aron Fleisig und er bringt sie an die Oper. Als sie erstmals eine kleine Nebenrolle in Mozarts Zauberflöte bekommt, versagt, o Wunder, der Sängerin der Königin der Nacht während der Aufführung die Stimme und Antonia springt spontan für sie ein.
Und singt ihren Part wie selbstverständlich. Das Publikum kürt sie auch zur ungekrönten Königin mit 38 Vorhängen und einstündiger „Standing Ovations“.
Am Ende verliert sich Balthasar in der „herrlichen Musik“ eines Blizzards und im Schneegestöber und endet schließlich auf einem Polizeirevier.
Ungewöhnlich ist auch der Schluss des Romans: Antonia fährt im Taxi durch die Strassen New Yorks. Nur die Wolkenkratzer ragen noch in den Himmel.
------------------------------------------------------------------
ROBERT SCHNEIDER
Kurzbiografie
• Geboren am 16. Juni 1961 in Bregenz / Vorarlberg.
• Wird im Alter von zwei Jahren vom Bergbauernehepaar Schneider adoptiert
• Aufgewachsen in Meschach.
• 1981-86 Studium der Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien.
• Arbeitet als Fremdenführer und Organist.
• Seit 1984 literarisch tätig.
• Veröffentlicht 1992 nach vorhergehender Ablehnung durch 23 Verlage seinen ersten Roman.
• Lebt in Götzis / Vorarlberg.
Preise, Auszeichnungen
• 1988, 1989 und 1992 - Dramatikerstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
• 1990 - Preis des Landes Baden-Württemberg für Volkstheaterstücke
• 1993-96 Robert-Musil-Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, etc.
Werke
• Schlafes Bruder
• Die Luftgängerin
• Robert Schneider schrieb auch unzählige Theaterstücke.
• Schlafes Bruder wurde – obwohl es damals von 23 Verlagen – abgelehnt wurde – verfilmt
1. BUCHINHALT
Anfangs erzählt der Autor, wie er als Kind begonnen hatte, Bilder zu zeichnen, und wie diese Bilder von den Erwachsenen nicht verstanden wurden. Zu sehen ist das Bild der Riesenschlange, die einen Elefanten verschlungen hat.
In der nächsten Szene ist der Autor erwachsen und Pilot geworden. Er berichtet, wie er den kleinen Prinzen kennen lernte, als er mit einem Motorschaden notlanden musste – in der Wüste Sahara. Der kleine Prinz ist ganz unvermittelt da und bitte: „Zeichne mir ein Schaf..“ Es gelingt ihm und der kleine Prinz ist zufrieden.
Der Autor stellt dem Prinz viele Fragen, auf die meistens die Antworten ausblieben. Er weiß nur, dass er von einem andren Planeten kommt
Einzige Zeit später berichtet der kleine Prinz von seiner Heimat, seinem kleinen Planeten. Wir erfahren von Affenbrotbäumen, Samen und Wurzeln und, dass er auf seinem Planeten alle Hände voll zu tun hatte, um die Affenbrotbäume klein zu halten und seinen Planeten zu retten. Er erzählt auch, dass auf seinem Planeten eine Blume steht, es ist eine Rose. Diese war sehr eingebildet und deshalb verließ der kleine Prinz den Planeten.
Die folgenden Kapitel beschreiben seine Reise von Planet zu Planet und auf jedem wohnt eine seltsame Gestalt.
Auf dem ersten Planeten wohnt ein König, der über alles herrschte. Er nennt das gesamte Weltall sein Königreich, aber Untertanen hat er keine. In dem kleinen Prinzen hat er endlich einen Untertanen gefunden, doch diesem wird das bald zu dumm und er reist weiter.
Auf dem zweiten Planeten wohnt ein Eitler. Dieser freut sich, dass ein Bewunderer kommt. Für ihn sind nämlich alle Besucher auch gleich Bewunderer. Schnell ist der kleine Prinz wieder weg und er sagt, dass ihm die großen Leute zu verwunderlich sind.
Auf dem dritten Planeten wohnt ein Säufer. Dieser Besuch ist der kürzeste. Der Säufer erklärt, dass er saufe, weil er vergesse wollte, dass er sich schäme, dass er säuft. Der kleine Prinz ist sehr bestürzt.
Auf dem nächsten Planeten wohnt ein Geschäftsmann. Während der König die Sterne regierte, will der Geschäftsmann die Sterne kaufen und besitzen. Trotzdem versteht der kleine Prinz nicht, wozu der vermeintliche Besitz gut sein soll. Er findet die großen Leute sehr ungewöhnlich.
Auf dem fünften Planet wohnt ein Laternenanzünder. Der kleine Prinz glaubt, zum ersten Male eine sinnvolle Beschäftigung zu erleben. Der Laternenanzünder klagt jedoch, denn der Planet dreht sich immer schneller und er muss immer öfters die Laterne auslöschen und anzünden. Er tut dem kleinen Prinzen sehr leid, weil er seine Aufgabe nicht abgeben kann.
Auf dem nächsten Planet wohnt ein Geograf. Dieser hält den kleinen Prinzen für einen Forscher und begrüßt ihn freudig. Der Geograph erklärt ihm lang und breit sein Handwerk und dass vergängliche Dinge wie seine Blume keine Beachtung finden. Darauf hin ist der kleine Prinz sehr enttäuscht und reist auf die Erde.
Bei seiner Ankunft trifft er eine Schlange. Sie macht dem kleinen Prinzen deutlich, über welche Macht sie verfügt, weil sie Menschen sterben lassen kann. Der kleine Prinz fragt nach den Menschen, denn er ist einsam in der Wüste. Die Schlange antwortet, dass man auch bei den Menschen einsam ist.
Der kleine Prinz gelangt schließlich in ein kleines Dorf, wo es einen blühenden Rosegarten gibt. Er erschrickt, denn er dachte, seine Rose wäre die einzige auf der Welt. Er weint daraufhin.
In diesem Augenblick erscheint der Fuchs. Der kleine Prinz will mit ihm spielen, um seine Trauer zu vergessen, aber der Fuchs weist ihn darauf in, dass er zuerst gezähmt werden muss. Im weiteren Gespräch erkennt der kleine Prinz, dass die Einzigartigkeit seiner Rose nicht körperlich ist, sondern allein in der Bedeutung, die sie für ihn hat, weil er mit ihr vertraut ist. Nach Anleitung des Fuchses macht sich der kleine Prinz schließlich mit ihm vertraut. Als die Stunde des Abschieds kommt, kommt auch der Schmerz. Der Fuchs offenbart ihm ein Geheimnis: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“
Nun geht die Geschichte mit dem Piloten weiter. Die beiden machen sich auf die Suche nach einem Brunnen. Sie finden einen. Doch am nächsten Tag hört der Autor den kleinen Prinzen mit der Schlange sprechen, ob er bei ihrem Gift nicht lange leiden müsse. Es ist nämlich der Jahrestag seiner Ankunft auf der Erde. Der Pilot versucht mit Liebe und Verzweiflung, den kleinen Prinzen von seiner Heimreise abzuhalten, doch es hilft nichts. Der kleine Prinz erklärt ihm, dass er nur zum Himmel schauen müsse und er würde seinen Planeten leuchten sehn und es würde jetzt aussehen, als wäre er tot, aber das ist nicht wahr.
Nach sechs Jahren erzählt der Pilot noch einmal von dem kleinen Prinzen. Er ist noch immer traurig, aber auch froh, weil er weiß, dass es ihm gut geht.
Am Ende des Buches ist das Bild von zwei Sanddünen in der Wüste und der Autor schreibt: „Das ist für mich die schönste und traurigste Landschaft der Welt... Hier ist der kleine Prinz auf der Erde erschienen und wieder verschwunden.“ Und am Ende bleibt der Wunsch, dass der kleine Prinz eines Tages wieder da sein wird und dann wendet sich der Autor an die Kinder und sagt „Schreibt mir schnell, wenn er wieder da ist...“
2. EIGENE MEINUNG
Der kleine Prinz ist nicht nur ein Märchen, sondern es steckt sehr viel mehr dahinter. Es geht viel mehr um die wahre Freundschaft. Er wurde von seiner Rose sehr enttäuscht und auch auf seiner Reise zu den Planeten lernt er nur unglückliche Menschen kennen, die alle sehr einsam sind. ER hat die Hoffnung auf Freundschaft schon aufgegeben, als er den Fuchs kennerlernt. Die Weisheit, die er ihm mit auf den Weg gibt, haben die Menschen schon längst verloren, doch der kleine Prinz gibt dem Autor wieder ein Stück davon wieder. Er erkennt auch, dass die Rose auf seinem Planeten immer seine Rose bleiben wird, egal, wie sehr sie ihn enttäuscht hat. Dies soll zeigen, dass Freunde Fehler haben und trotzdem immer für einen da sind.
Ich möchte noch sagen, dass mir das Buch eigentlich sehr gut gefallen hat und es auch einfach zum Lesen war und man so in einer Stunde fertig war. Auch wenn man anfangs denkt, dass es nicht gut ist und auch ein wenig eigenartig geschrieben ist, ist es im weiteren Verlauf total gut geschrieben und interessant. Ich würde es wirklich jedem weiterempfehlen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-30 00:03:37 mit dem Titel Robert Schneider: Die Unberührten
Die Unberührten
Robert Schneider
INHATLSANGABE
Die Geschichte erzählt das Schicksal des rheintalischen Mädchen Antonia Sahler und ihres späteren Gefährten Balthasar.
Das Mädchen träumt schon in den ersten Seiten des Buches in groben Umrissen sein Schicksal.
In dem Traum hatte sich Antonia in einer ihr unbekannten Landschaft vorgefunden, einer Landschaft, der das Gesicht fehlte, die Falten, die Kanten - das Lachen. Die heimatlichen Berge waren vergangen: Die Grate und Gipfel, die breiten endlosen Kämme und die gewölbten, bewaldeten Rücken. Der Pilatuskopf war verschwunden, der mit seiner gefurchten Stirn St. Damian im Norden überragte. Die glattwandigen Felsnadeln im Osten, genannt Martinswand und Hohes Licht, ebenso. Weit und breit war kein Wald mehr zu sehen, wiewohl sich Antonia auf die Zehenspitzen stellte und lang machte. Anstelle der Fluren und Wiesen herrschte graues Einerlei, als habe sie ein himmlischer Gerichtsvollzieher eingerollt und davongetragen wie damals den Stubenteppich. Nur der volle runde Mond stand im Horizont. Das Unheimlichste aber in dieser Landschaft: sie tönte nicht mehr, hatte ihren Klang verloren. Die Vögel sangen nicht, die Tiere waren verstummt und der Bach auch. Ja, der Herrgott hatte gar noch den Wind weggesperrt. Kein Laut oder Geräusch war mehr zu vernehmen. ALLES TOT.
Die 7-jährige Antonia wächst in einer heilen Welt mit ihren drei Schwestern im kleine Vorarlberger Dorf St. Damian auf. Der Vater Rupert Sahler vergöttert seine fünf Frauen. Er fördert vor allem auch Antonias deutliche. Er lebt weit über seine Verhältnisse und überhäuft seine Frau, die er über alles liebt - und seine vier Töchter mit Geschenken und Überraschungen.
Einige Jahre später macht er bankrott und verschwindet spurlos. Keiner weiß, wo er ist und schließlich muss der Hof versteigert werden.
Kurz darauf stirbt die Mutter an der Geburt ihres fünften Kindes.
Antonia nimmt nun Abschied von St. Damian, denn sie weiß, dass für sie der Zeitpunkt des Abschieds gekommen war. Sie wird vom Menschenhändler Narrody nach Amerika verkauft.
Die Geschichte beschreibt nun die lange Schiffspassage, bei der sie auch den Jungen kannengelernt, der ihr durch ihre Träume so vertraut war. Da er nichts sprach, gab sie ihm den Namen Balthasar. Antonia - die mit anderen Kindern und Narrody getarnt als jüdische Familie reiste - erfüllte die anderen Passagiere oft mit Hoffnung durch ihren wunderschönen Gesang.
Nach dem 1. Weltkrieg wanderten immer mehr Menschen augrund der großen Not in Europa nach Amerika aus. Sie versuchten dort einen neuen Anfang zu machen und zu großem Reichtum zu kommen. Die Vereinigten Staaten waren die großen Gewinner des 1. Weltkrieges gewesen. Die Wirtschaft nahm in den Nachkriegsjahren einen großartigen Aufstieg. Die Goldenen Zwanziger Jahre waren gekennzeichnet durch unverwüstlichen Optimismus. Der Grundsatz „Freie Bahn dem Tüchtigen“ gab vielen die Chance, sich hochzuarbeiten. Die neuen Einwanderer reihten sich meist jedoch in das Heer der sozial Unterprivilegierten ein.
Angekommen in Amerika, kann Antonia mit Hilfe von Balthasar, vor dem Menschenhändler flüchten. Vorerst finden sie Unterschlupf bei Balthasars Onkel, einem Metzger. Dort erlernt Balthasar die Kunst des Schlachtens.
Nachdem der Onkel gestorben war, lebten beide auf roheste Weise im Hohlraum eines Brückenpfeilers der Brooklyn - Bridge. Sie stehlen sich das Lebensnotwendigste zusammen, verwahrlosten immer mehr. Kurz gesagt - sie lebten wie die Tiere. Doch die beiden leben fast sieben Jahre unzertrennlich.
Doch mit Balthasar hat Antonia - die jetzt den Namen Tony trägt - keinen angenehmen Weggefährten. Er wirkte sehr gefühllos und in sich gekehrt.
Bald findet sie jedoch einen guten Freund - einen älteren Mann - der General genannt werden wollte. Er versuchte - wie Tony - wenigstens den Anschein eines heilen Lebens aufrecht zu erhalten.
Trotz allem empfindet Tony in der Zwischenzeit schon eine unerträgliche Liebe für Balthasar. Sie versucht immer wieder Zärtlichkeiten mit ihm auszutauschen. Doch der verstörte und gefühlskalte und anscheinend auch leicht autistische Junge, lässt Antonia nicht an sich heran. Seine Verstörtheit und seine Kälte ist sicher auf seine Kindheit zurückzuführen. In dieser hatte es schlimme Vorfälle mit seinem Vater gegeben. Es ist zu lesen, dass er wie ein Hund gehalten wurde.
Zur Weihnachtszeit bekam Tony vom General ein Kleid geschenkt. Als er sie beim Umziehen beobachtete, überkam ihm die Lust und er fiel über das Mädchen her. Bald darauf machte der General das Mädchen zur Prostituierten.
Tony flüchtete immer wieder zum Pier 16. Ein Ort, an dem das Mädchen das Grauen des Alltags vergaß und von ihrer Heimat St. Damian träumte. Oft singt sie dort bis spät in die Nacht.
Und tatsächlich hört sie eines Tages Aron Fleisig, Korrepetitor der „Metropoliten Opera“ von der Ferne singen. Er ist ganz hin- und hergerissen von ihrer einmaligen Stimme und macht sie schließlich ausfindig. Er holt sie aus dem Elend in das vornehme Haus ihrer Eltern.
Balthasar, der schon seit längerem bei einem miesen Fischhändler arbeitete, hatte inzwischen auch seine Liebe zu Antonia entdeckt und erkennt, dass er auch Gefühle wie Eifersucht oder Wut empfindet. Er, der schon ein Leben lang nach dem Sitz der menschlichen Seele gesucht hat, wird aus eben diesem Grunde zum Mörder: Er tötet und zerlegt fachmännisch seinen Arbeitgeber, der ihn lange gequält hatte.
Leseprobe:
Mit unverfrorenem Mut und kalter Geschicklichkeit begann er die Leiche zu enthäuten, zog zuerst den Kopf aus, trennt ihn ab, denn er dünkte ihn Abfall, schnitt die Beine auf und den Rumpf, zog die Haut ebenfalls ab, solange, bis der gesamte Körper gehäutet war. Dann griff er nach den Innereien, löste sie vorsichtig heraus, um sie nicht zu verletzen. Überall vermutete er die Seele: in der Lunge, in der Leber, im Herzen und im Magen, den er mit einer Scherbe mühselig vom Bauchfell trennt, aufschnitt und ausstülpte. Selbst noch im Inhalt des Darms fingerte er nach einer Art leuchtender Stofflichkeit, die ihm die Seele hätte darstellen können.
Schließlich heiratet Tony Aron Fleisig und er bringt sie an die Oper. Als sie erstmals eine kleine Nebenrolle in Mozarts Zauberflöte bekommt, versagt, o Wunder, der Sängerin der Königin der Nacht während der Aufführung die Stimme und Antonia springt spontan für sie ein.
Und singt ihren Part wie selbstverständlich. Das Publikum kürt sie auch zur ungekrönten Königin mit 38 Vorhängen und einstündiger „Standing Ovations“.
Am Ende verliert sich Balthasar in der „herrlichen Musik“ eines Blizzards und im Schneegestöber und endet schließlich auf einem Polizeirevier.
Ungewöhnlich ist auch der Schluss des Romans: Antonia fährt im Taxi durch die Strassen New Yorks. Nur die Wolkenkratzer ragen noch in den Himmel.
------------------------------------------------------------------
ROBERT SCHNEIDER
Kurzbiografie
• Geboren am 16. Juni 1961 in Bregenz / Vorarlberg.
• Wird im Alter von zwei Jahren vom Bergbauernehepaar Schneider adoptiert
• Aufgewachsen in Meschach.
• 1981-86 Studium der Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien.
• Arbeitet als Fremdenführer und Organist.
• Seit 1984 literarisch tätig.
• Veröffentlicht 1992 nach vorhergehender Ablehnung durch 23 Verlage seinen ersten Roman.
• Lebt in Götzis / Vorarlberg.
Preise, Auszeichnungen
• 1988, 1989 und 1992 - Dramatikerstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
• 1990 - Preis des Landes Baden-Württemberg für Volkstheaterstücke
• 1993-96 Robert-Musil-Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, etc.
Werke
• Schlafes Bruder
• Die Luftgängerin
• Robert Schneider schrieb auch unzählige Theaterstücke.
• Schlafes Bruder wurde – obwohl es damals von 23 Verlagen – abgelehnt wurde – verfilmt
Bewerten / Kommentar schreiben