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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
Komplott im Vatikan
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bei einem meiner letzten Besuche in einer Dürener Buchhandlung entdeckte ich wiedereinmal ein Buch, dessen Titel und vor allem dessen Inhaltsangabe auf der Rückseite meine Neugier weckte und das ich mir dann auch kaufte.
Bei diesem Buch handelt es sich um den Roman PURPUR SCHATTEN von PHILIPP VANDENBERG
INHALT
°°°°°°°°°°
Alexander Brodka arbeitet als Fotograf, als er die Nachricht über den Tod seiner in Deutschland lebenden Mutter erhält, zu der er ein eher schlechtes Verhältnis hatte.
Zur Regelung des Nachlasses reist er umgehend nach Deutschland, wo er feststellt, dass ihm seine Mutter nicht nur ein Mietshaus und eine höhere Summe Bargeld hinterlassen hat, sondern auch einen Schlüssel zu einem Bankschließfach. In diesem Bankschließfach findet er allerdings lediglich ein sehr altes Foto, das seine Mutter, ihn als Kind und einen Mann, der mutmaßlich sein Vater ist (Alexander Brodka wuchs in einem Internat auf und kennt seinen Vater nicht) zeigt, von dem er sich aber auch nicht erklären kann, warum dieses Foto in einem Bankschließfach aufbewahrt wurde.
Am Grab seiner Mutter wird Alexander Brodka plötzlich von einem Sargträger angesprochen, der ihm mitteilt, er habe den Eindruck gehabt, der Sarg wäre leer gewesen und nur kurze Zeit später wird auf ihn geschossen.
So stellt Alexander Brodka weitere Nachforschungen an, bei denen er auch herausfindet, dass seine Mutter vor langer Zeit ein Mietshaus von einem Immobilienmakler des Vatikans, der nicht gerade für Großzügigkeit bekannt ist, zum Symbolischen Preis von 1,00 DM gekauft hat und auch weitere Spuren deuten zum Vatikan.
Auch die Lebensgefährtin von Alexander Brodka, die Galeristin Juliette bekommt plötzlich Probleme, als sich von ihr verkaufte Bilder, die sie selbst von dem italienischen Kunsthändler Fasolino, dessen Frau Kontakte zu einem Kardinal hat, gekauft hatte, als Fälschungen herausstellen und so reisen die beiden nach Rom.
Dort erfahren die beiden, dass es im Vatikan eine Gruppe von Verschwörern gibt, die unter anderem Kunstschätze des Vatikan fälschen lässt und die Originale verkauft um eine Aktion zu finanzieren, in der der Papst getötet und durch einen der Rädelsführer, den Kardinal Smolenski ersetzt werden soll.
Zur Verwirklichung dieser Pläne geht die Verschwörergruppe, deren Erkennungszeichen eine purpurne Schleife ist, äußerst rücksichtslos vor.
An dieser Stelle breche ich (wie gewohnt) meine Kurzdarstellung des Inhalts ab, um potentiellen Lesern nicht zu viel der Story oder gar den Ausgang der Geschichte zu verraten. Ich denke aber, als kurzer Überblick über die Thematik des Romans ist meine Inhaltsdarstellung hier durchaus dienlich und ausreichend.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
PHILIPP VANDENBERG wechselt in diesem Roman mehrfach zwischen der Grundhandlung um den Hauptakteur Alexander Brodka und den Geschehnissen im Vatikan. Dazu kommt noch eine Vielzahl beteiligter Personen und auch die Beziehung von Alexander Brodka und Juliette wird näher betrachtet, aber dennoch schafft es PHILIPP VENDENBERG, den sehr vielschichtigen Inhalt seines Romans PURPUR SCHATTEN so zu erzählen, dass es jedem jederzeit möglich sein sollte, der Story zu folgen, wobei sein sehr angenehm zu lesender und präziser Stil sicher einen erheblichen Anteil hat.
Dabei beschreibt der Autor die Geschehnisse ebenso detailliert wie die Akteure und Orte der Geschichte.
Von der ersten Seite an ist der Roman spannend geschrieben und diese Spannung verbraucht sich auch bis zur letzten der etwa 540 Seiten nicht.
Trotz der vielschichtigen Handlungsstränge wirkt die Story des Romans dabei auch in ihrer Gesamtheit immer weitestgehend glaubwürdig.
Die etwa 540 Seiten des Romans sind in 17 Kapitel unterteilt, wobei die Unterteilung meines Erachtens geschickt ausgeführt wurde und ausreichen Möglichkeiten bietet, zwischen den Szenarios zu wechseln.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Nach Romanen wie DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG, DAS FÜNFTE EVANGELIUM und anderen, schrieb PHILIPP VENDENBERG mit PURPUR SCHATTEN einen weiteren Thriller aus dem Bereich der Kirchen/Religion, der als Taschenbuch im Jahr 2002 (das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe datiert aus dem Jahr 1999) im Bastei Lübbe Verlag veröffentlicht wurde.
Entsprechend dem Titel des Romans ist auch der Einband des Buchs in rot gehalten und zeigt die Abbildung eines kirchlichen Würdenträgers (ohne Kopf) vor eine schweren Holztür.
Der Preis für das Taschenbuch (ISBN 3-404-14771-5) beträgt zur Zeit 8,90 €.
SCHLUSSWORTE
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Mit PURPUR SCHATTEN schrieb PHILIPP VENDENBERG einen meines Erachtens ebenso spannenden wie kurzweiligen Roman um eine Verschwörung innerhalb der Führung der katholischen Kirche, den ich hier uneingeschränkt empfehlen kann und mit SEHR GUT beurteile.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-20 05:09:50 mit dem Titel MICHELANGELO VERSUS VATIKAN
Mit Büchern, die sich mit Verschwörungen/Intrigen innerhalb der katholischen Kirche befassen habe ich bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht (zum Beispiel mit den Romanen PURPUR SCHATTEN und DER STILLE GOTT DER WÖLFE) und so zögerte ich keine Sekunde, als ich in einer hiesigen Buchhandlung den Roman DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG von PHILIP VANDENBERG entdeckte und kaufte mir die Taschenbuchausgabe dieses Buches.
INHALT
°°°°°°°°°°
Papst Julius II zwang zu Beginn des 16. Jahrhunderts den Bildhauer Michelangelo zur Ausmalung der sixtinischen Kapelle in Rom und das Ergebnis zählte zu den bedeutendsten Kunstwerken der damaligen Zeit.
Zu Zeiten des Papstes Johannes Paul II (also in der jüngeren Vergangenheit) werden nun bei Restaurationsarbeiten an den Deckengemälden Michelangelos die Buchstabenkombination ABULAFIA entdeckt und da Michelangelos Konflikt mit der katholischen Kirche bekannt ist, wird sofort der Kardinal Jellinek beauftragt, herauszufinden, was es mit dieser Buchstabenfolge auf sich hat.
Kardinal Jellinek beginnt Nachforschungen anzustellen, bei denen er nicht nur entdeckt, dass der Vatikan ehemaligen SS-Angehörigen nach dem 2. Weltkrieg zur Flucht verholfen hat, sondern auch einige Ungereimtheiten bezüglich des Todes des Papstes Johannes Paul I.
Obwohl Kardinal Jellinek nun auch bedroht wird forscht er weiter und stellt dabei einen möglichen Zusammenhang zwischen der Buchstabenkombination an der Decke der sixtinischen Kapelle und einem jüdischen Kabbalisten fest, der, so der Kabbalist den mit seinen aussagen recht hat, die katholische Kirche in ihrer Existenz massiv bedrohen könnte.
Wie gewohnt, so beschränke ich auch hier meine Inhaltsdarstellung auf die Grundzüge der Handlung, um Interesse zu wecken, ohne interessierten Lesern durch Offenlegung zu vieler Einzelheiten (oder gar des Ausgangs) der Story die Spannung beim Lesen zu nehmen.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
PHILIP VANDENBERG vermischt auch in seinem Roman DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG geschickt historische Fakten mit Fiktion und nicht zuletzt auch aufgrund seiner Ausbildung als Kunstgeschichtler (und Germanisten) wirken seine Ausführungen dabei nachvollziehbar und glaubwürdig und teilweise ist es nicht ganz einfach, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.
Dabei beschreibt PHILIP VANDENBERG (wie übrigens auch in PURPUR SCHATTEN) den Vatikan als ein professionelles Unternehmen, in dem Intrigen an der Tagesordnung sind und der Papst mehr eine Marionette machthungriger Kardinäle ist, als ein tatsächliches Oberhaupt der katholischen Kirche.
Anhänger der katholischen Kirche mögen beanstanden, dass PHILIP VANDENBERG diese nicht besonders gut aussehen lässt (so ist beispielsweise die (erpresste) Unterstützung der ehemaligen SS-Angehörigen durch den Vatikan für den Handlungsverlauf beispielsweise ebenso verzichtbar wie die Darstellung (bzw. Erwähnung) der Geldwäsche durch die Bank des Vatikans) und Historiker und andere könnten die recht sorglose Vermischung von Realität und Fiktion beanstanden, mich hat beides jedoch in keinster Weise gestört – ganz im Gegenteil.
Ein geschicktes stilistisches Mittel war es auch, dass Buch mit einer Einleitung zu beginnen, in der er beschreibt, wie ein Geistlicher ihm die Geschichte erzählt und er sie nun wiedergibt.
Insgesamt schafft es PHILIP VANDENBERG, den Roman in einer verständlichen und vor allem spannenden Form zu schreiben, die den Leser (jedenfalls mich) von Beginn an fesselt und dies Spannung bleibt bis zum Ausgang der Geschichte nach rund 250 Seiten erhalten. Einzig die häufigen Zitate in Latein sowie italienische Namen und Fachbegriffe aus dem Bereich der Kirche (Übersetzungen und Erläuterungen finden sich m Anhang des Buches) erschweren das Lesen gelegentlich, was mir aufgrund der Spannung (die völlig ohne „Action“ aufgebaut wird) allerdings nicht wirklich störend erschien (eher sogar konzentrationsfördernd).
In einem anderen Roman zu einem vergleichbaren Thema wurde die Frage gestellt, in wie weit eine Entdeckung, die in der Lage ist, die Grundlagen des Glaubens in Frage zu stellen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte und auch diese Frage stellt sich hier erneut. Berücksichtigt man, wie wichtig der Glauben für viele Menschen ist, so werden viele der beschriebenen Intrigen und Handlungen der Kardinäle durchaus verständlich.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
PHILIP VANDENBERG wurde im Jahre 1941 geboren. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte und arbeitete längere Zeit als Journalist, bevor er 1976 seinen ersten Roman veröffentlichte. Zu seinen wohl bekanntesten Büchern zählen DAS FÜNFTE EVANGELIUM, PURPURSCHATTEN, DER VERGESSENE PHARAO und einige mehr.
DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG erschien im Jahre 1988 und ist zur Zeit als Taschenbuch im Verlag Bastei Lübbe (ISBN 3-404-11686-0) zum Preis von 7,90 € erhältlich. Im selben Verlag ist auch ein „Double-Feature“ aus den Romanen DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG und DAS PHARAOKOMPLOTT (ISBN 3-404-12264-X) erhältlich, das lediglich 7,00 € kostet und somit die wohl bessere Wahl darstellt.
SCHLUSSWORTE
°°°°°°°°°°°°°
Ich habe den Roman DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG von PHILIP VANDENBERG mit Begeisterung gelesen und so kann ich dieses Buch hier auch guten Gewissens empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
Bei diesem Buch handelt es sich um den Roman PURPUR SCHATTEN von PHILIPP VANDENBERG
INHALT
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Alexander Brodka arbeitet als Fotograf, als er die Nachricht über den Tod seiner in Deutschland lebenden Mutter erhält, zu der er ein eher schlechtes Verhältnis hatte.
Zur Regelung des Nachlasses reist er umgehend nach Deutschland, wo er feststellt, dass ihm seine Mutter nicht nur ein Mietshaus und eine höhere Summe Bargeld hinterlassen hat, sondern auch einen Schlüssel zu einem Bankschließfach. In diesem Bankschließfach findet er allerdings lediglich ein sehr altes Foto, das seine Mutter, ihn als Kind und einen Mann, der mutmaßlich sein Vater ist (Alexander Brodka wuchs in einem Internat auf und kennt seinen Vater nicht) zeigt, von dem er sich aber auch nicht erklären kann, warum dieses Foto in einem Bankschließfach aufbewahrt wurde.
Am Grab seiner Mutter wird Alexander Brodka plötzlich von einem Sargträger angesprochen, der ihm mitteilt, er habe den Eindruck gehabt, der Sarg wäre leer gewesen und nur kurze Zeit später wird auf ihn geschossen.
So stellt Alexander Brodka weitere Nachforschungen an, bei denen er auch herausfindet, dass seine Mutter vor langer Zeit ein Mietshaus von einem Immobilienmakler des Vatikans, der nicht gerade für Großzügigkeit bekannt ist, zum Symbolischen Preis von 1,00 DM gekauft hat und auch weitere Spuren deuten zum Vatikan.
Auch die Lebensgefährtin von Alexander Brodka, die Galeristin Juliette bekommt plötzlich Probleme, als sich von ihr verkaufte Bilder, die sie selbst von dem italienischen Kunsthändler Fasolino, dessen Frau Kontakte zu einem Kardinal hat, gekauft hatte, als Fälschungen herausstellen und so reisen die beiden nach Rom.
Dort erfahren die beiden, dass es im Vatikan eine Gruppe von Verschwörern gibt, die unter anderem Kunstschätze des Vatikan fälschen lässt und die Originale verkauft um eine Aktion zu finanzieren, in der der Papst getötet und durch einen der Rädelsführer, den Kardinal Smolenski ersetzt werden soll.
Zur Verwirklichung dieser Pläne geht die Verschwörergruppe, deren Erkennungszeichen eine purpurne Schleife ist, äußerst rücksichtslos vor.
An dieser Stelle breche ich (wie gewohnt) meine Kurzdarstellung des Inhalts ab, um potentiellen Lesern nicht zu viel der Story oder gar den Ausgang der Geschichte zu verraten. Ich denke aber, als kurzer Überblick über die Thematik des Romans ist meine Inhaltsdarstellung hier durchaus dienlich und ausreichend.
ANMERKUNGEN
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PHILIPP VANDENBERG wechselt in diesem Roman mehrfach zwischen der Grundhandlung um den Hauptakteur Alexander Brodka und den Geschehnissen im Vatikan. Dazu kommt noch eine Vielzahl beteiligter Personen und auch die Beziehung von Alexander Brodka und Juliette wird näher betrachtet, aber dennoch schafft es PHILIPP VENDENBERG, den sehr vielschichtigen Inhalt seines Romans PURPUR SCHATTEN so zu erzählen, dass es jedem jederzeit möglich sein sollte, der Story zu folgen, wobei sein sehr angenehm zu lesender und präziser Stil sicher einen erheblichen Anteil hat.
Dabei beschreibt der Autor die Geschehnisse ebenso detailliert wie die Akteure und Orte der Geschichte.
Von der ersten Seite an ist der Roman spannend geschrieben und diese Spannung verbraucht sich auch bis zur letzten der etwa 540 Seiten nicht.
Trotz der vielschichtigen Handlungsstränge wirkt die Story des Romans dabei auch in ihrer Gesamtheit immer weitestgehend glaubwürdig.
Die etwa 540 Seiten des Romans sind in 17 Kapitel unterteilt, wobei die Unterteilung meines Erachtens geschickt ausgeführt wurde und ausreichen Möglichkeiten bietet, zwischen den Szenarios zu wechseln.
ALLGEMEINES
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Nach Romanen wie DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG, DAS FÜNFTE EVANGELIUM und anderen, schrieb PHILIPP VENDENBERG mit PURPUR SCHATTEN einen weiteren Thriller aus dem Bereich der Kirchen/Religion, der als Taschenbuch im Jahr 2002 (das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe datiert aus dem Jahr 1999) im Bastei Lübbe Verlag veröffentlicht wurde.
Entsprechend dem Titel des Romans ist auch der Einband des Buchs in rot gehalten und zeigt die Abbildung eines kirchlichen Würdenträgers (ohne Kopf) vor eine schweren Holztür.
Der Preis für das Taschenbuch (ISBN 3-404-14771-5) beträgt zur Zeit 8,90 €.
SCHLUSSWORTE
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Mit PURPUR SCHATTEN schrieb PHILIPP VENDENBERG einen meines Erachtens ebenso spannenden wie kurzweiligen Roman um eine Verschwörung innerhalb der Führung der katholischen Kirche, den ich hier uneingeschränkt empfehlen kann und mit SEHR GUT beurteile.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-20 05:09:50 mit dem Titel MICHELANGELO VERSUS VATIKAN
Mit Büchern, die sich mit Verschwörungen/Intrigen innerhalb der katholischen Kirche befassen habe ich bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht (zum Beispiel mit den Romanen PURPUR SCHATTEN und DER STILLE GOTT DER WÖLFE) und so zögerte ich keine Sekunde, als ich in einer hiesigen Buchhandlung den Roman DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG von PHILIP VANDENBERG entdeckte und kaufte mir die Taschenbuchausgabe dieses Buches.
INHALT
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Papst Julius II zwang zu Beginn des 16. Jahrhunderts den Bildhauer Michelangelo zur Ausmalung der sixtinischen Kapelle in Rom und das Ergebnis zählte zu den bedeutendsten Kunstwerken der damaligen Zeit.
Zu Zeiten des Papstes Johannes Paul II (also in der jüngeren Vergangenheit) werden nun bei Restaurationsarbeiten an den Deckengemälden Michelangelos die Buchstabenkombination ABULAFIA entdeckt und da Michelangelos Konflikt mit der katholischen Kirche bekannt ist, wird sofort der Kardinal Jellinek beauftragt, herauszufinden, was es mit dieser Buchstabenfolge auf sich hat.
Kardinal Jellinek beginnt Nachforschungen anzustellen, bei denen er nicht nur entdeckt, dass der Vatikan ehemaligen SS-Angehörigen nach dem 2. Weltkrieg zur Flucht verholfen hat, sondern auch einige Ungereimtheiten bezüglich des Todes des Papstes Johannes Paul I.
Obwohl Kardinal Jellinek nun auch bedroht wird forscht er weiter und stellt dabei einen möglichen Zusammenhang zwischen der Buchstabenkombination an der Decke der sixtinischen Kapelle und einem jüdischen Kabbalisten fest, der, so der Kabbalist den mit seinen aussagen recht hat, die katholische Kirche in ihrer Existenz massiv bedrohen könnte.
Wie gewohnt, so beschränke ich auch hier meine Inhaltsdarstellung auf die Grundzüge der Handlung, um Interesse zu wecken, ohne interessierten Lesern durch Offenlegung zu vieler Einzelheiten (oder gar des Ausgangs) der Story die Spannung beim Lesen zu nehmen.
ANMERKUNGEN
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PHILIP VANDENBERG vermischt auch in seinem Roman DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG geschickt historische Fakten mit Fiktion und nicht zuletzt auch aufgrund seiner Ausbildung als Kunstgeschichtler (und Germanisten) wirken seine Ausführungen dabei nachvollziehbar und glaubwürdig und teilweise ist es nicht ganz einfach, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.
Dabei beschreibt PHILIP VANDENBERG (wie übrigens auch in PURPUR SCHATTEN) den Vatikan als ein professionelles Unternehmen, in dem Intrigen an der Tagesordnung sind und der Papst mehr eine Marionette machthungriger Kardinäle ist, als ein tatsächliches Oberhaupt der katholischen Kirche.
Anhänger der katholischen Kirche mögen beanstanden, dass PHILIP VANDENBERG diese nicht besonders gut aussehen lässt (so ist beispielsweise die (erpresste) Unterstützung der ehemaligen SS-Angehörigen durch den Vatikan für den Handlungsverlauf beispielsweise ebenso verzichtbar wie die Darstellung (bzw. Erwähnung) der Geldwäsche durch die Bank des Vatikans) und Historiker und andere könnten die recht sorglose Vermischung von Realität und Fiktion beanstanden, mich hat beides jedoch in keinster Weise gestört – ganz im Gegenteil.
Ein geschicktes stilistisches Mittel war es auch, dass Buch mit einer Einleitung zu beginnen, in der er beschreibt, wie ein Geistlicher ihm die Geschichte erzählt und er sie nun wiedergibt.
Insgesamt schafft es PHILIP VANDENBERG, den Roman in einer verständlichen und vor allem spannenden Form zu schreiben, die den Leser (jedenfalls mich) von Beginn an fesselt und dies Spannung bleibt bis zum Ausgang der Geschichte nach rund 250 Seiten erhalten. Einzig die häufigen Zitate in Latein sowie italienische Namen und Fachbegriffe aus dem Bereich der Kirche (Übersetzungen und Erläuterungen finden sich m Anhang des Buches) erschweren das Lesen gelegentlich, was mir aufgrund der Spannung (die völlig ohne „Action“ aufgebaut wird) allerdings nicht wirklich störend erschien (eher sogar konzentrationsfördernd).
In einem anderen Roman zu einem vergleichbaren Thema wurde die Frage gestellt, in wie weit eine Entdeckung, die in der Lage ist, die Grundlagen des Glaubens in Frage zu stellen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte und auch diese Frage stellt sich hier erneut. Berücksichtigt man, wie wichtig der Glauben für viele Menschen ist, so werden viele der beschriebenen Intrigen und Handlungen der Kardinäle durchaus verständlich.
ALLGEMEINES
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PHILIP VANDENBERG wurde im Jahre 1941 geboren. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte und arbeitete längere Zeit als Journalist, bevor er 1976 seinen ersten Roman veröffentlichte. Zu seinen wohl bekanntesten Büchern zählen DAS FÜNFTE EVANGELIUM, PURPURSCHATTEN, DER VERGESSENE PHARAO und einige mehr.
DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG erschien im Jahre 1988 und ist zur Zeit als Taschenbuch im Verlag Bastei Lübbe (ISBN 3-404-11686-0) zum Preis von 7,90 € erhältlich. Im selben Verlag ist auch ein „Double-Feature“ aus den Romanen DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG und DAS PHARAOKOMPLOTT (ISBN 3-404-12264-X) erhältlich, das lediglich 7,00 € kostet und somit die wohl bessere Wahl darstellt.
SCHLUSSWORTE
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Ich habe den Roman DIE SIXTINISCHE VERSCHWÖRUNG von PHILIP VANDENBERG mit Begeisterung gelesen und so kann ich dieses Buch hier auch guten Gewissens empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
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