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Erfahrungsbericht von Beikilein

IRIS -> Ein authentisches Drama!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wer sich schon einmal mit dem Thema Alzheimer beschäftigt hat, oder sogar Alzheimerbetroffene Menschen kennt, wird schnell bemerken wie authentisch der Film \"Iris\" dargestellt ist.

Ich selbst habe ein wenig Erfahrung mit der Alzheimerschen Krankheit, da vor einen Jahr mein Großvater an dieser Krankheit starb. Als ich mir den Film \"Iris\" anschaute fand ich in dem Verlauf der Krankheit viele Ähnlichkeiten zu dem Verlauf der Alzheimerschen Krankheit bei meinem Großvater. An einer Stelle in dem Film wiederholt \"Iris\" immer und immer wieder was ihr Ehemann ihr zuvor erzählt hat, nachdem es an der Tür geklingelt hatte und zwar: \"Das war nur der Postbote!\". \"Iris\" scheint dabei gar nicht zu merken, das sie den selben Satz vor ein paar Sekunden schon einmal gesagt hat. Bei meinem Großvater war es ähnlich, wenn man ihm vorlas wiederholte auch er immer und immer wieder die ihm vorgelesenen Sätze.

Story:

Früher einmal hat Iris mit und in Wörtern gelebt. Die Wörter sind aus ihr herausgeflossen, sie ist in sie hineingetaucht. Sie hat geschrieben und gelesen wie sie atmete oder aß oder eintauchte in die Flüsse, die sie auch sehr liebte.
Dann verschwanden diese Wörter Stück für Stück. Am Anfang konnte sie ihnen noch dabei zusehen. \"Wieso habe ich das jetzt zweimal gesagt?\", fragte sie sich und schüttelte verwundert den Kopf. Irgendwann wanden sich die Sätze, die andere an sie richteten, nur noch schwerfällig durch ihr Bewusstsein. Blieben hängen. Und wurden vergessen. Iris Murdoch ist an Alzheimer erkrankt.
Als man die Krankheit bei ihr diagnostiziert, hat sie schon vergessen, für welches Buch sie den Booker-Preis bekommen hat. Und auch die Veröffentlichung ihres letzten Romans \"Jackson\'s Dilemma\" nimmt sie nicht mehr wahr.
Iris schaut sich nun die \"Teletubbies\" im Fernsehen an und spielt am Strand mit den leeren Blättern ihres Notizbuches. Wie ein Kind mit Kieselsteinen. Von Tag zu Tag verwahrlosen Iris und mit ihr Ehemann John immer mehr. Wir sehen Dreck, die Dichterhöhle wird zur Müllhalde. Aber John Bayley bleibt trotz seiner Verzweiflung und Hilflosigkeit bis zum Schluss bei seiner Iris. Und so fällt auf Iris bitteres Ende doch noch ein wenig das Licht einer großen Liebe voll wahrer Gefühle.

Fazit:

\"Iris\" ist ein wahnsinng interessanter aber sehr bedrückender Film über ein Leben mit Alzheimer. Judy Dench sowie Kate Winslet habe in diesem Film herausragende Schauspielerische Leistungen bewiesen!

Ich empfehle diesen Film zwar wärmstens weiter, allerdings muss man sich darüber im klaren sein, dass es keine Komödie sondern ein sehr bedrückender Film ist.

12 Bewertungen