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Erfahrungsbericht von zerocool

Kevin Smith Part I- "Clerks"

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

So, jetzt will ich es endlich mal in Angriff nehmen und über die Filme meines Lieblingsregisseurs und Comicautors Kevin Smith zu schreiben.
Viele werden den Namen Kevin Smith gar nicht kennen, aber für die welche ihn kennen ist er Kult.
Nach diesem Bericht hier über „Clerks“ wird noch folgen „Mallrats“, „Chasing Amy“, „Dogma“ und ( wenn ich ihn bis dahin endlich sehen konnte ) „Jay and Silent Bob strikes Again“.

Aber erst mal zu „Clerks“.

Dieses Regiedebüt von Kevin Smith ist ein absoluter Geheimtip.
Eine Low-Budget Produktion ( grade mal 27.000 Dollar ) wurde auf dem Sundance Filmfestival 94 für die beste Regie ausgezeichnet und gewann 1994 beim Filmfest in Cannes den Preis der Internationalen Filmpresse.
Denoch ist „Clerks“ ( zu Deutsch: Die Ladenhüter ) gewiss kein Film für jedermann.
Was viele schon abschrecken wird, ist das es denn Film nicht synchronisiert wurde, es gibt also nur eine schwarz-weiße, englischsprachige Version mit deutschen Untertiteln.
Mich stört das weniger, ich schaue Filme oft in englischer Sprache und jede Synchronisation hätte sich mMn auch negativ ausgewirkt, da der Streifen hauptsächlich von den genialen Dialogen lebt.
Doch auch wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, sollte sich dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen.
Die recht schnell ablaufenden Untertitel sind zwar anstrengend zu lesen, doch das ist es auf jeden Fall wert.

Aber worum geht es überhaupt:

Die Story:

Der Film handelt von den beiden Freunden Dante und Randall.
Dante arbeitet in einem „Quick Stop Markt“ ( Smith band hier seine eigenen Erfahrungen mit ein ) und sein Kumpel Randall im Videoladen gegenüber.
Im Prinzip spielt der ganze Film in dem „Quick Stop“, mehr noch, Kevin Smith kommt mit nur sehr wenigen Kameraeinstellungen aus, fast alle Szenen spielen am Tresen des Markts.
Aber wie kann man einen Film drehen, der nur von einem einzigen Tag in einem Einkaufsmarkt handelt?
Wenn man Kevin Smith heißt, nimmt man einfach einen Haufen skurriler Typen und eine abgedrehte Story, würzt das ganze mit abgedrehten Dialogen und fertig ist das filmische Meisterwerk.
Die Story selbst ist schwer zu beschreiben, da es eigentlich eine Abfolge von komischen Situationen ist.
Deswegen beschreibe ich hier lieber ein paar der Darsteller und ihren Part im Film.

Da wäre also zum einen Dante, der durch eine Zeitungsannonce erfährt das seine Ex- Freundin Caitlyn heiraten will und in tiefe Depressionen verfällt.
Dann wäre da Randall, dem sein Job im Videoshop ja gefallen würde, wären da nicht immer diese lästigen Kunden.

Im Laufe des Filmes stürmen allerlei verrückte gestalten den Quick- Shop, wie der Mann der Dante beschuldigt, Menschen zu töten, da er ja Zigaretten verkauft und im Laden erst mal einen Aufstand anzettelt.
Oder der Mann der nur mal kurz die Toilette benutzen will, sich dafür erst mal alle Porno-Magazine des Ladens ausleiht, über die Beschaffenheit des Klopapiers philosophiert und dann auch noch auf der Toilette bei der Selbstbefriedigung einen Herzinfarkt bekommt.

Dann taucht auch noch Caitlyn auf und gesteht Dante das sie schon mit 37 Männern Oralverkehr hatte ( Dante: „You did 37 Blowjobs?!“ ) ,hat dann noch Sex mit dem Toten auf dem Klo, welchen sie für Dante hält und landet dadurch schließlich in der Irrenanstalt.

Zwischendurch gibt es noch ein Hockeyspiel auf dem Dach des Quick-Stops, Dante und Randall zerstören eine Beerdigung, ein russischer Metaller gibt ein „Konzert“ und nicht zuletzt haben auch noch die Kultfiguren Jay und Silent Bob ( Kevin Smith Himself! ) ihren ersten Auftritt.


Jay and Silent Bob

Jedem Kevin Smith Fan sind diese beiden Figuren ein Begriff.
Die beiden durchgeknallten Kiffer haben in jedem Film von Smith eine wichtige Nebenrolle, sozusagen ein Runnig Gag, der sich durch alle seine Filme zieht, obwohl die Streifen untereinander eigentlich nichts miteinander zu tun haben.
Der schweigsame Bob und sein ständig plappernder Kumpel Jay sind mittlerweile wahre Kult-Figuren geworden, nicht Smith- Fans dürften sie auch aus dem „Cause I get High“- Video kennen.

Fazit:

Wie ihr seht ist dieser Film nicht so einfach zu beschreiben, es ist halt kein Mainstream- Streifen mit glatter Story.
Grade das macht diesen Film aber besonders wertvoll, was Smith hier mit diesem Low-Budget geschaffen hat ist wirklich beeindruckend.
Auch die unbekannten Darsteller wissen zu überzeugen.
Leider ist“Clerks“ in deutschen Videotheken nur noch sehr schwer zu empfinden, die Kaufkassette kann man aber relativ günstig zum Beispiel bei Amazon bekommen.
Ich kann nur jedem der auf außergewöhnliche Filme steht, diesen Independent- Movie wärmstens empfehlen.
Und wenn er euch genauso begeistert wie ich, sehen wir uns ja vielleicht demnächst hier wieder bei meinem Bericht über „Mallrats“.

Bis dann, viel Spaß!

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • PrinceofLies

    05.04.2002, 16:27 Uhr von PrinceofLies
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da fällt mir ein,es wird Zeit für nen Gastauftritt von Jay&Silent Bob in G.A.oder?