Mexiko Testbericht
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Erfahrungsbericht von Stefanie1
Das Land Mexiko
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Land Mexiko
Mexiko liegt auf der Nordhalbkugel, auf dem Kontinent Amerika (Mittelamerika), zwischen 15o - 32o nördlicher Breite und 87o – 115o westlicher Länge.
Mexiko grenzt im
Norden an die Vereinigten Staaten
Osten an die Vereinigten Staaten, den Golf von Mexiko und das Karibische Meer
Süden an Belize und Guatemala
Westen an den Pazifik
Flora und Fauna:
Durch die unterschiedliche Oberflächengestalt Mexikos, bei der große Küstengebiete und zahlreiche Gebirgszüge eine große Rolle spielen, kann man die größte Vielfalt an Ökosystemen und Lebensräumen vorfinden. Nur Indonesien, Brasilien und Kolumbien haben eine größere Artenvielfalt und übertreffen Mexiko. Die Vielseitigkeit der Pflanzenwelt hängt außerdem von vielen unterschiedlichen Temperaturbereichen innerhalb Mexikos ab. Vorherrschende Vegetationsformen sind Steppen, Dornstrauch- und Sukkulentenvegetation. Im Süden gedeiht an feuchten Berghängen tropischer Regenwald. Im Norden des Landes wachsen Kakteen, Palmlilien, Agaven und Mesquiten.
Das „heiße Land“ Mexikos, liegt küstennah und ist mit einer großen Pflanzenvielfalt dicht bewachsen. Es gibt wertvolle Harthölzer, sowie Kokospalmen, Gummibäume aber auch Mandel- , Feigen – und Olivenbäume. An den Hängen der Berge wachsen Eichen, Kiefern und Tannen. In der „Schneeregion“ (4700 m; 10o C Jahresdurchschnittstemperatur) Mexikos findet sich arktische Vegetation. Der tropische Regenwald nahm einst 6 % der Fläche ein und wurde bis jetzt auf die Hälfte reduziert. Er wurde zum Teil neuen Agrarflächen geopfert. So werden auch andere Waldflächen immer kleiner. Die meist gefährdetsten Lebensräume sind unter anderem, Mangrovensümpfe, die Feuchtgebiete der Küsten, der Trockenwald und die ariden Zonen.
Durch die verschiedenen Klimazonen unterscheidet sich auch die Tierwelt stark. Im Norden sind Wölfe und Kojoten anzutreffen. An den Berghängen der Wälder findet man Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und Affen. In Küstennähe leben Robben. Durch das Leben von Schildkröten, Schlangen, Leguanen und anderen Echsen besitzt Mexiko die artenreichste Reptilfauna der Welt. Es gibt eine große Artenvielfalt an Vögeln, darunter viele Seevögel. In den Küstengewässern Mexikos leben 14 % aller Fischarten der Welt.
Flüsse und Seen:
Es gibt nicht viele große Flüsse in Mexiko, die meisten von ihnen sind nicht zur Schifffahrt geeignet. Der längste Fluss in Mexiko ist der Rio Grande ( Rio Bravo del Norte ), der sich mit einer Länge von über 3000 Kilometern entlang der Grenze zu den Vereinigten Staaten erstreckt. Jedoch verläuft er davon nur 1800 Kilometer in Mexiko. Andere Flüsse in Mexiko sind Balsas Pánuco, Grijalva und Usumacinta im Süden des Landes und Conchos im Norden. Der Río Grande de Santiago liegt im Landesinneren und ist dort bedeutend, er entspringt in Toluca als Río Lerma speist den Chapalasee und fließt als Río Grande de Santiago weiter. Das größte Binnengewässer liegt im Westen Mexikos, der Chapalasee.
Bodenschätze:
Mexiko besitzt fast alle der weltbekannten Bodenschätze, wie Eisenerz, Phosphate, Uran, Silber, Gold, Kupfer, Schwefel, Quecksilber, Kohle, Blei, Minerale, Mineralerze und Zink. Außerdem liegt in der Bucht von Campeche eine der größten nachgewiesenen Erdöl- und Erdgasstätten der Welt. Doch in der letzten Zeit ist der Handel mit dem dominierenden Erdöl vom Handel mit Kraftfahrzeugen, Industrieprodukten und Elektronikteilen sehr weit zurückgedrängt wurden. Außerdem ist Mexiko weltweit der größte Silberlieferant. In Mexiko werden beträchtliche Mengen von Antimon, Baryt, Graphit, Mangan, Schwefel und Wolfram gefördert.
Wirtschaft:
Mexiko ist ein Schwellenland, das bedeutet dass Mexiko zwar ein Entwicklungsland ist, aber trotzdem Merkmale von Industrieländern aufweist. An Mexiko zeigt sich ein Beispiel, des Übergangs, von einer rohstofforientierten Wirtschaft, die auf Bergbau und Landwirtschaft aufbaut, zu einem halbindustrialisierten Land. Ein schnelles Wirtschaftswachstum ist voranging, das beweist der starke Anstieg der Einfuhren. Selbst das Ausfuhrgeschäft hat sich stark gewandelt. Das erst dominierende Erdöl wurde nun von Industrieprodukten, wie zum Beispiel Kraftfahrzeugen und Elektronikteilen verdrängt. Trotz des gegenwärtigen Ölbooms und dem Wirtschaftswachstum Mexikos, ist es eines der am stärksten verschuldeten Länder der Erde, was der Senkung der Inflationsrate (Geldentwertung) gegenübersteht. Am Beispiel der hohen Auslandsverschuldung, kann man beweisen das Mexiko ein Entwicklungsland ist. Anfangs der 90er Jahre entwickelte sich der Tourismus in Mexiko zu einer wichtigen Einnahmequelle. Mexiko ist ein beliebtes Touristenziel, durch Kultur, Geschichte usw., aber auch dadurch das, dass Land trotz seines Standes als Entwicklungsland eine gute infrastrukturelle Erschließung besitzt. Über einen langen Zeitraum bildete der Bergbau die Hauptgrundlage der Wirtschaft Mexikos, auch jetzt noch ist er sehr bedeutend. Nach wie vor ist Mexiko der größte Silberproduzent der Welt. In der Schwefelproduktion ist Mexiko das viert größte und bei anderen Bergbauproduktionen einer der wichtigsten Erzeugungsländer. Seit der letzten Zeit befindet sich Mexiko auf der siebten Position der Erdölförderung. Die ersten Lagerstätten des Erdöls wurden schon 1907 an der Golfküste ausgebeutet und Mexiko stand dadurch an zweiter Stelle der Weltproduktion. Vier Fünftel des gesamten Exportes wickelt Mexiko mit der USA ab, somit sind die USA Mexikos wichtigster Handelspartner. Andere nicht unwesentliche Handelspartner sind Japan, Deutschland, Brasilien, Kanada, Frankreich, Spanien und Großbritannien.
Zu wichtigen Ausfuhrgütern gehören zum Beispiel Rohöl, Erdgas, Baumwolle, Zucker, Tomaten, Kaffe, Garnelen, Rinder, Zink, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Transportmittel und Maschinen.
Landwirtschaft:
Die Hälfte Mexikos Landes unterliegt der landwirtschaftlichen Nutzung. Ca. 20% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft betätigt. Eine große Zahl dieser Landarbeiter sind auf genossenschaftlichen Bauernhöfen angestellt, die nach der Landreform (1917) entstanden sind. Vor dem Jahr 1910 gehörten 98% dieses Landes den Großgrundbesitzern und der Kirche. Obwohl die Agrarpolitik der Industrialisierung untergeordnet wurde, ist Mexiko ein Agrarland geblieben. Die Landwirtschaft bildet, für die Hälfte der Bevölkerung, die Lebensgrundlage. Trotz der Nutzung von 50% des Landes, die landwirtschaftlich nutzbar ist, ist nicht einmal die Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Mais, Weizen und Bohnen gewährleistet. Um die Innlandsversorgung des Landes sicherzustellen muss Mexiko Milliarden von US$ aufbringen um den Nahrungsmittelimport zu finanzieren. Ursachen für die geringen Ernten sind zum Beispiel die Anwendung veralteter Bewirtschaftungsmethoden und Technologien, Verunreinigung der Wasserwege, die meist schlechte Bodenqualität, die Böden sind steinig, nährstoffarm und von Erosion bedroht, unzureichende Bewässerung, durch ausbleibende Regenfälle, Lagerung, Versalzung, mangelnde Infrastruktur, sowie die große Landflucht der Bevölkerung. Die Kleinbauern (Campesinos) bearbeiten ihre Felder mit traditionellen Geräten, die Großgrundbesitzer dagegen bearbeiten ihre Felder kapitalintensiv und rationell mit moderneren Maschinen auf Flächen, die planmäßig bewässert werden. Um die Erträge zu erhöhen wurden Bewässerungsprojekte ins Leben gerufen, dadurch wurde die Nutzfläche für Agrarprodukte erhöht. Außerdem wurden Bodenpflegemaßnahmen verbessert. Während also der Süden Mexikos noch traditionell landwirtschaftlich orientiert ist, erstreckt sich ein Industrialisierungsgürtel von den Hafenstädten der Golfküste über Puebla und Mexiko-Stadt bis nach Guadalajara. Sie produzieren 80% von bestimmten Agrarprodukten wie Kaffee, Baumwolle, Zucker, Tomaten, Obst, Gemüse und Tabak, nur für den Export. Im Viehbestand kommen vor allem Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe, Maultiere, Esel und Hühner vor. Die Hauptanbaugebiete für landwirtschaftliche Produkte liegen in der südlichen Hochebene, an den südlichen Randgebirgen des Hochlands und an den Küstengebieten des Pazifiks und am Golf von Mexiko. Insgesamt konnte die Landwirtschaft durch Düngemittel und neue Techniken, Neuzüchtungen erheblich gesteigert werden, das geschah fast nur durch moderne Agrarunternehmer.
Industrie:
Mexiko besitzt die am weitesten fortgeschrittene Industrie Lateinamerikas. Etwa 23 % der Erwerbstätigen sind in der Industrie tätig. Die Industrie hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Um das zu ermöglichen hat die Regierung eine Politik der Importsubstitution verfolgt. Importsubstitution bedeutet, das kein Erzeugnis, welches im Land und in vergleichbarer Qualität hergestellt werden kann, importiert werden darf. Auf diese Weise werden heute Bekleidung, Lebensmittel, Haushaltsartikel, Bau- und Installationsmaterial sowie Kraftfahrzeuge in Mexiko produziert und teilweise exportiert. Industrielle Schwerpunkte sind zum Beispiel Maschinenbau und Autoproduktion. Einige der größten Autofirmen sind „Volkswagen“, „Ford“, „Nissan Mexicana“, und „General Motors“. Über die Hälfte dieser Autoproduktionen geht in den Export. Weitere verbreitete Industriebranchen sind Textil-, Nahrungs-, Elektro- und Chemieindustrie. Zur Produktion von Maschinen und Elektronikausrüstung, werden Fabriken als wichtige Industrieanlagen genutzt.
Einer der wichtigsten Industriestandorte ist Monterrey im Norden Mexikos. Im Raum von Mexiko-Stadt konzentrieren sich 60 % der Industrie des Landes. Das führt zu erheblicher Umweltverschmutzung der Luft in diesem Raum.
Im Grunde ist Mexiko industriell relativ hoch entwickelt. Was auch darauf hinweist, dass Mexiko ein Schwellenland ist, also auch Merkmale eines Industrielandes aufweist. Ein Grund für die Entwicklung des Landes ist sicherlich die Importsubstitution Somit musste sich die Industrie innerhalb des Landes stärker entwickeln um mit der Qualität der Importprodukte mithalten zu können.
Bevölkerung:
Mexiko ist das Land mit der höchsten Bevölkerungszahl innerhalb Mittelamerikas und das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl innerhalb Lateinamerikas. Außerdem gehört es zu den Ländern Lateinamerikas, in denen seit den 1940er Jahren eine sogenannte Bevölkerungsexplosion ausbrach. Das lässt sich darauf zurückführen, dass zu dieser Zeit verstärkt das Insektenvernichtungsmittel DDT eingesetzt wurde und damit Seuchen wie Malaria und Pocken verhindert wurden. In den vierzig Jahren von 1940 bis 1980 sank deshalb die Sterberate auf ein Drittel ihres ursprünglichen Wertes.
Eine nicht sinnvolle Familienplanung hat dabei auch ihren Anteil, da in den ärmeren Bevölkerungsschichten der Glauben der Familie vorherrscht, ihre Altersvorsorge nur durch möglichst viele Kinder sichern zu können. Außerdem wird das Wachstum durch die destruktive Beteiligung der Kirche, die jede Unterstützung zur sinnvollen Familienplanung und Geburtenkontrolle verweigert, unterstützt. Ein weiterer Grund liegt im Mangel an der Kenntnis und der Bereitschaft zum Thema Verhütung. Seither gibt es einen Geburtenüberschuss, der eine Verdopplung der Bevölkerung, in immer kürzerer Zeit, hervorruft. Waren also für die erste Bevölkerungsverdopplung noch fast 70 Jahre nötig, geschieht dies heute in kaum 20 Jahren. So nimmt der Anteil an Jugendlichen immer mehr zu und damit auch die Probleme von Unterbringung, Ernährung, Kleidung und Arbeitsplätzen.
Mexiko- Stadt:
Mexiko- Stadt ist die Hauptstadt Mexikos und außerdem die Stadt mit der höchsten Einwohnerzahl, 18 100 000 Einwohner, des Landes. In der größten Stadt Mexikos ist das Bevölkerungswachstum das am schnellsten wachsende auf der Erde, diese Tatsache lässt sich erhöhte Einwanderung und Geburtenüberschuss und auf eine geringe Sterberate zurückführen. Die Stadt ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. Mehr als die Hälfte aller Industrieprodukte, wie Textilien, Chemikalien, Arzneimittel, Elektronikartikel, Stahl, Transportausrüstung, Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter der Leichtindustrie, werden in Mexiko- Stadt bzw. in der näheren Umgebung hergestellt. Die Hauptstadt ist der Mittelpunkt des Industriegürtels, der sich in letzter Zeit immer mehr herausbildet. Er erstreckt sich von Guadalajara, im Westen, bis Veracruz, an der Küste des Golf von Mexiko. Die größten Autobahnen und Zugverbindungen führen durch Mexiko- Stadt bis in alle Richtungen des Landes. Zusätzlich liegt ein internationaler Flughafen im Osten der Stadt.
Trotz allem ist Mexiko ein lohnenswertes Urlaubsland. Einmal dort sollte man sich auh die berühmten Mayastätten anschauen.
Schönen Urlaub!
Mexiko liegt auf der Nordhalbkugel, auf dem Kontinent Amerika (Mittelamerika), zwischen 15o - 32o nördlicher Breite und 87o – 115o westlicher Länge.
Mexiko grenzt im
Norden an die Vereinigten Staaten
Osten an die Vereinigten Staaten, den Golf von Mexiko und das Karibische Meer
Süden an Belize und Guatemala
Westen an den Pazifik
Flora und Fauna:
Durch die unterschiedliche Oberflächengestalt Mexikos, bei der große Küstengebiete und zahlreiche Gebirgszüge eine große Rolle spielen, kann man die größte Vielfalt an Ökosystemen und Lebensräumen vorfinden. Nur Indonesien, Brasilien und Kolumbien haben eine größere Artenvielfalt und übertreffen Mexiko. Die Vielseitigkeit der Pflanzenwelt hängt außerdem von vielen unterschiedlichen Temperaturbereichen innerhalb Mexikos ab. Vorherrschende Vegetationsformen sind Steppen, Dornstrauch- und Sukkulentenvegetation. Im Süden gedeiht an feuchten Berghängen tropischer Regenwald. Im Norden des Landes wachsen Kakteen, Palmlilien, Agaven und Mesquiten.
Das „heiße Land“ Mexikos, liegt küstennah und ist mit einer großen Pflanzenvielfalt dicht bewachsen. Es gibt wertvolle Harthölzer, sowie Kokospalmen, Gummibäume aber auch Mandel- , Feigen – und Olivenbäume. An den Hängen der Berge wachsen Eichen, Kiefern und Tannen. In der „Schneeregion“ (4700 m; 10o C Jahresdurchschnittstemperatur) Mexikos findet sich arktische Vegetation. Der tropische Regenwald nahm einst 6 % der Fläche ein und wurde bis jetzt auf die Hälfte reduziert. Er wurde zum Teil neuen Agrarflächen geopfert. So werden auch andere Waldflächen immer kleiner. Die meist gefährdetsten Lebensräume sind unter anderem, Mangrovensümpfe, die Feuchtgebiete der Küsten, der Trockenwald und die ariden Zonen.
Durch die verschiedenen Klimazonen unterscheidet sich auch die Tierwelt stark. Im Norden sind Wölfe und Kojoten anzutreffen. An den Berghängen der Wälder findet man Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und Affen. In Küstennähe leben Robben. Durch das Leben von Schildkröten, Schlangen, Leguanen und anderen Echsen besitzt Mexiko die artenreichste Reptilfauna der Welt. Es gibt eine große Artenvielfalt an Vögeln, darunter viele Seevögel. In den Küstengewässern Mexikos leben 14 % aller Fischarten der Welt.
Flüsse und Seen:
Es gibt nicht viele große Flüsse in Mexiko, die meisten von ihnen sind nicht zur Schifffahrt geeignet. Der längste Fluss in Mexiko ist der Rio Grande ( Rio Bravo del Norte ), der sich mit einer Länge von über 3000 Kilometern entlang der Grenze zu den Vereinigten Staaten erstreckt. Jedoch verläuft er davon nur 1800 Kilometer in Mexiko. Andere Flüsse in Mexiko sind Balsas Pánuco, Grijalva und Usumacinta im Süden des Landes und Conchos im Norden. Der Río Grande de Santiago liegt im Landesinneren und ist dort bedeutend, er entspringt in Toluca als Río Lerma speist den Chapalasee und fließt als Río Grande de Santiago weiter. Das größte Binnengewässer liegt im Westen Mexikos, der Chapalasee.
Bodenschätze:
Mexiko besitzt fast alle der weltbekannten Bodenschätze, wie Eisenerz, Phosphate, Uran, Silber, Gold, Kupfer, Schwefel, Quecksilber, Kohle, Blei, Minerale, Mineralerze und Zink. Außerdem liegt in der Bucht von Campeche eine der größten nachgewiesenen Erdöl- und Erdgasstätten der Welt. Doch in der letzten Zeit ist der Handel mit dem dominierenden Erdöl vom Handel mit Kraftfahrzeugen, Industrieprodukten und Elektronikteilen sehr weit zurückgedrängt wurden. Außerdem ist Mexiko weltweit der größte Silberlieferant. In Mexiko werden beträchtliche Mengen von Antimon, Baryt, Graphit, Mangan, Schwefel und Wolfram gefördert.
Wirtschaft:
Mexiko ist ein Schwellenland, das bedeutet dass Mexiko zwar ein Entwicklungsland ist, aber trotzdem Merkmale von Industrieländern aufweist. An Mexiko zeigt sich ein Beispiel, des Übergangs, von einer rohstofforientierten Wirtschaft, die auf Bergbau und Landwirtschaft aufbaut, zu einem halbindustrialisierten Land. Ein schnelles Wirtschaftswachstum ist voranging, das beweist der starke Anstieg der Einfuhren. Selbst das Ausfuhrgeschäft hat sich stark gewandelt. Das erst dominierende Erdöl wurde nun von Industrieprodukten, wie zum Beispiel Kraftfahrzeugen und Elektronikteilen verdrängt. Trotz des gegenwärtigen Ölbooms und dem Wirtschaftswachstum Mexikos, ist es eines der am stärksten verschuldeten Länder der Erde, was der Senkung der Inflationsrate (Geldentwertung) gegenübersteht. Am Beispiel der hohen Auslandsverschuldung, kann man beweisen das Mexiko ein Entwicklungsland ist. Anfangs der 90er Jahre entwickelte sich der Tourismus in Mexiko zu einer wichtigen Einnahmequelle. Mexiko ist ein beliebtes Touristenziel, durch Kultur, Geschichte usw., aber auch dadurch das, dass Land trotz seines Standes als Entwicklungsland eine gute infrastrukturelle Erschließung besitzt. Über einen langen Zeitraum bildete der Bergbau die Hauptgrundlage der Wirtschaft Mexikos, auch jetzt noch ist er sehr bedeutend. Nach wie vor ist Mexiko der größte Silberproduzent der Welt. In der Schwefelproduktion ist Mexiko das viert größte und bei anderen Bergbauproduktionen einer der wichtigsten Erzeugungsländer. Seit der letzten Zeit befindet sich Mexiko auf der siebten Position der Erdölförderung. Die ersten Lagerstätten des Erdöls wurden schon 1907 an der Golfküste ausgebeutet und Mexiko stand dadurch an zweiter Stelle der Weltproduktion. Vier Fünftel des gesamten Exportes wickelt Mexiko mit der USA ab, somit sind die USA Mexikos wichtigster Handelspartner. Andere nicht unwesentliche Handelspartner sind Japan, Deutschland, Brasilien, Kanada, Frankreich, Spanien und Großbritannien.
Zu wichtigen Ausfuhrgütern gehören zum Beispiel Rohöl, Erdgas, Baumwolle, Zucker, Tomaten, Kaffe, Garnelen, Rinder, Zink, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Transportmittel und Maschinen.
Landwirtschaft:
Die Hälfte Mexikos Landes unterliegt der landwirtschaftlichen Nutzung. Ca. 20% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft betätigt. Eine große Zahl dieser Landarbeiter sind auf genossenschaftlichen Bauernhöfen angestellt, die nach der Landreform (1917) entstanden sind. Vor dem Jahr 1910 gehörten 98% dieses Landes den Großgrundbesitzern und der Kirche. Obwohl die Agrarpolitik der Industrialisierung untergeordnet wurde, ist Mexiko ein Agrarland geblieben. Die Landwirtschaft bildet, für die Hälfte der Bevölkerung, die Lebensgrundlage. Trotz der Nutzung von 50% des Landes, die landwirtschaftlich nutzbar ist, ist nicht einmal die Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Mais, Weizen und Bohnen gewährleistet. Um die Innlandsversorgung des Landes sicherzustellen muss Mexiko Milliarden von US$ aufbringen um den Nahrungsmittelimport zu finanzieren. Ursachen für die geringen Ernten sind zum Beispiel die Anwendung veralteter Bewirtschaftungsmethoden und Technologien, Verunreinigung der Wasserwege, die meist schlechte Bodenqualität, die Böden sind steinig, nährstoffarm und von Erosion bedroht, unzureichende Bewässerung, durch ausbleibende Regenfälle, Lagerung, Versalzung, mangelnde Infrastruktur, sowie die große Landflucht der Bevölkerung. Die Kleinbauern (Campesinos) bearbeiten ihre Felder mit traditionellen Geräten, die Großgrundbesitzer dagegen bearbeiten ihre Felder kapitalintensiv und rationell mit moderneren Maschinen auf Flächen, die planmäßig bewässert werden. Um die Erträge zu erhöhen wurden Bewässerungsprojekte ins Leben gerufen, dadurch wurde die Nutzfläche für Agrarprodukte erhöht. Außerdem wurden Bodenpflegemaßnahmen verbessert. Während also der Süden Mexikos noch traditionell landwirtschaftlich orientiert ist, erstreckt sich ein Industrialisierungsgürtel von den Hafenstädten der Golfküste über Puebla und Mexiko-Stadt bis nach Guadalajara. Sie produzieren 80% von bestimmten Agrarprodukten wie Kaffee, Baumwolle, Zucker, Tomaten, Obst, Gemüse und Tabak, nur für den Export. Im Viehbestand kommen vor allem Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe, Maultiere, Esel und Hühner vor. Die Hauptanbaugebiete für landwirtschaftliche Produkte liegen in der südlichen Hochebene, an den südlichen Randgebirgen des Hochlands und an den Küstengebieten des Pazifiks und am Golf von Mexiko. Insgesamt konnte die Landwirtschaft durch Düngemittel und neue Techniken, Neuzüchtungen erheblich gesteigert werden, das geschah fast nur durch moderne Agrarunternehmer.
Industrie:
Mexiko besitzt die am weitesten fortgeschrittene Industrie Lateinamerikas. Etwa 23 % der Erwerbstätigen sind in der Industrie tätig. Die Industrie hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Um das zu ermöglichen hat die Regierung eine Politik der Importsubstitution verfolgt. Importsubstitution bedeutet, das kein Erzeugnis, welches im Land und in vergleichbarer Qualität hergestellt werden kann, importiert werden darf. Auf diese Weise werden heute Bekleidung, Lebensmittel, Haushaltsartikel, Bau- und Installationsmaterial sowie Kraftfahrzeuge in Mexiko produziert und teilweise exportiert. Industrielle Schwerpunkte sind zum Beispiel Maschinenbau und Autoproduktion. Einige der größten Autofirmen sind „Volkswagen“, „Ford“, „Nissan Mexicana“, und „General Motors“. Über die Hälfte dieser Autoproduktionen geht in den Export. Weitere verbreitete Industriebranchen sind Textil-, Nahrungs-, Elektro- und Chemieindustrie. Zur Produktion von Maschinen und Elektronikausrüstung, werden Fabriken als wichtige Industrieanlagen genutzt.
Einer der wichtigsten Industriestandorte ist Monterrey im Norden Mexikos. Im Raum von Mexiko-Stadt konzentrieren sich 60 % der Industrie des Landes. Das führt zu erheblicher Umweltverschmutzung der Luft in diesem Raum.
Im Grunde ist Mexiko industriell relativ hoch entwickelt. Was auch darauf hinweist, dass Mexiko ein Schwellenland ist, also auch Merkmale eines Industrielandes aufweist. Ein Grund für die Entwicklung des Landes ist sicherlich die Importsubstitution Somit musste sich die Industrie innerhalb des Landes stärker entwickeln um mit der Qualität der Importprodukte mithalten zu können.
Bevölkerung:
Mexiko ist das Land mit der höchsten Bevölkerungszahl innerhalb Mittelamerikas und das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl innerhalb Lateinamerikas. Außerdem gehört es zu den Ländern Lateinamerikas, in denen seit den 1940er Jahren eine sogenannte Bevölkerungsexplosion ausbrach. Das lässt sich darauf zurückführen, dass zu dieser Zeit verstärkt das Insektenvernichtungsmittel DDT eingesetzt wurde und damit Seuchen wie Malaria und Pocken verhindert wurden. In den vierzig Jahren von 1940 bis 1980 sank deshalb die Sterberate auf ein Drittel ihres ursprünglichen Wertes.
Eine nicht sinnvolle Familienplanung hat dabei auch ihren Anteil, da in den ärmeren Bevölkerungsschichten der Glauben der Familie vorherrscht, ihre Altersvorsorge nur durch möglichst viele Kinder sichern zu können. Außerdem wird das Wachstum durch die destruktive Beteiligung der Kirche, die jede Unterstützung zur sinnvollen Familienplanung und Geburtenkontrolle verweigert, unterstützt. Ein weiterer Grund liegt im Mangel an der Kenntnis und der Bereitschaft zum Thema Verhütung. Seither gibt es einen Geburtenüberschuss, der eine Verdopplung der Bevölkerung, in immer kürzerer Zeit, hervorruft. Waren also für die erste Bevölkerungsverdopplung noch fast 70 Jahre nötig, geschieht dies heute in kaum 20 Jahren. So nimmt der Anteil an Jugendlichen immer mehr zu und damit auch die Probleme von Unterbringung, Ernährung, Kleidung und Arbeitsplätzen.
Mexiko- Stadt:
Mexiko- Stadt ist die Hauptstadt Mexikos und außerdem die Stadt mit der höchsten Einwohnerzahl, 18 100 000 Einwohner, des Landes. In der größten Stadt Mexikos ist das Bevölkerungswachstum das am schnellsten wachsende auf der Erde, diese Tatsache lässt sich erhöhte Einwanderung und Geburtenüberschuss und auf eine geringe Sterberate zurückführen. Die Stadt ist das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes. Mehr als die Hälfte aller Industrieprodukte, wie Textilien, Chemikalien, Arzneimittel, Elektronikartikel, Stahl, Transportausrüstung, Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter der Leichtindustrie, werden in Mexiko- Stadt bzw. in der näheren Umgebung hergestellt. Die Hauptstadt ist der Mittelpunkt des Industriegürtels, der sich in letzter Zeit immer mehr herausbildet. Er erstreckt sich von Guadalajara, im Westen, bis Veracruz, an der Küste des Golf von Mexiko. Die größten Autobahnen und Zugverbindungen führen durch Mexiko- Stadt bis in alle Richtungen des Landes. Zusätzlich liegt ein internationaler Flughafen im Osten der Stadt.
Trotz allem ist Mexiko ein lohnenswertes Urlaubsland. Einmal dort sollte man sich auh die berühmten Mayastätten anschauen.
Schönen Urlaub!
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