Microsoft Windows XP Professional Testbericht

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ab 176,45
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Summe aller Bewertungen
  • Installation:  sehr schwierig
  • Übersichtlichkeit:  sehr gut
  • Funktionsvielfalt:  sehr groß
  • Benutzerfreundlichkeit:  sehr gut
  • Geschwindigkeit:  sehr schnell
  • Hardware-Unterstützung:  sehr gut
  • Updatemöglichkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von hirni

Mein tägliches Leiden in der abgespeckten Version

Pro:

Schönes neues Design, viele gute neue Funktionen

Kontra:

Relativ teuer gerade für mehrer PCs, zu abgespeckt im Vergleich zur Pro-Edition

Empfehlung:

Ja

Einleitung:
Seit April 2003 habe ich meinen neuen Computer unter meinem Schreibtisch stehen, hab für den auch gleich Windows XP Home Edition in der OEM-Version ausgewählt, da ich einiges gutes über das System gehört habe und vor allem, weil ich nicht ewig mein altes Windows 98 behalten wollte. Nach 3 Monaten ausführlichsten testen, hier meine Meinung ;)


Design:
Da ich nur Windows 98 (SE) davor wirklich kannte, fällt einem beim ersten Benutzen von WinXP sofort das neue Design ins Auge. Alles ist viel fröhlicher gehalten. Die Taskleiste und das Startmenü sind Blau/Grün, alle Standard-Buttons sind in 3D gerendert, und Fensterkanten sind jetzt nicht mehr eckig sondern abgerundet. Es sind einige nette Details, die wirklich gut aussehen. So macht das Arbeiten gleich viel mehr Spaß, da man nun nicht mehr dabei von den tristen Farben deprimiert wird.
Auch die mitgelieferten Wallpaper sind viel schöner und vor allem auch nützlich. Die meisten sind Fotos, z.B. von einer Insel, von einer Düne oder einer grünen Wiese. Leider sind die alle nicht ganz hochauflösend und nur für 800x600 optimiert, wo doch die meisten Leute mittlerweile ihre Auflösung um mindestens einen Schritt höher gestellt haben (sollten).
Und wem dieses bunte Farbengemisch nicht gefällt, der kann immer noch auf das alte Design zurückschalten.


Funktionen:
Das Design ist zwar ganz nett, aber wirklich interessant und auch kauf entscheidend sind immer noch die Funktionen. Denn keiner kauft sich das Betriebssystem um sich den Desktop anzuschauen, da wäre ein Gemälde oder Foto besser.
Allerdings kann auch das WinXP bieten. Am besten find ich hier die Unterstützung für Heimnetzwerke. Microsoft hat den Trend erkannt und so kann man nun zwei oder mehrere PCs kinderleicht im lokalen Netzwerk (LAN) miteinander verbinden, um so einfach Daten zu tauschen und dieselbe externe Hardware (Drucker, Scanner, Modem etc.) zu nutzen. Unter der Systemsteuerung in die Netzwerkumgebung gehen und auf Heim- oder Firmennetzwerk einrichten gehen, den Rest sollte jeder schaffen. Allerdings funktioniert das auch nicht immer so ganz einfach und es kann Probleme beim Computer-Erkennen geben, so dass Anfänger doch kein Netzwerk einrichten können. Kann aber auch sein, dass dies bei der Professional-Edition anders ist. Dennoch eine sehr gute Änderung, vor allem wenn man öfters mal kleine LAN-Sessions macht oder halt mehrere Computer zuhause hat und diese untereinander verbinden will.
Schön geworden sind auch die Ordneroptionen. So kann man Musikdatein in einen Ordner nach Interpreten, Datum, Album oder einfach nur noch Datei-Stück sortieren, kann aber gleichzeitig die andren Daten der MP3-Datei mit einem Blick herausfinden. Auch gibt es zwei neue Ansichten: Filmstreifen und Miniaturansicht. Mit diesen kann man noch schneller das richtige Bild oder Video finden.
Die Taskleiste wurde nicht nur im Design überarbeitet, sondern auch kompakter gestaltet. Das System erkennt automatisch, wenn zwei oder mehr Anwendungen zur selben Gruppe (Ordner, Word-Dokumente etc.) gehören und fast diese zusammen, wenn wenig Platz auf der Taskleiste ist. Sollte sie dennoch mal voll werden, kann man nun mit zwei Pfeilen am Rand zwischen den Anwendungen wechseln.
Natürlich gibt es noch mehr neue Funktionen, allerdings wäre es doch etwas übertrieben, sie alle aufzulisten.


Performance:
Darüber kann ich eigentlich weniger sagen, da mein bisher WinXP nur auf meinem neuen Computer lief, der ja auch viel schneller ist als der alte, von daher weiß ich nicht, wie viel schneller WinXP im Gegensatz zu Win98 läuft.
Auffällig sind aber auf jeden Fall die kurzen Boot-Zeiten (Hochfahren). Während man beim alten OS noch mitunter mal über eine Minute beim Windows-Bildschirm fest hing, sieht man den neuen jetzt nur noch wenige Sekunden, das finde ich sehr gut von Microsoft gemacht.
Ansonsten frisst WinXP auf jeden Fall auch sehr viel Performance, da es eine Menge grafischer, kleiner Effekte gibt, wie z.B. Mausschatten. In der Summe ist das schon etwas, aber da die meisten PCs heutzutage mehr Leistung haben, als noch zu Win98-Zeiten, konnte man sich das getrost erlauben. Außerdem kann man diese Effekte auch wieder ausschalten.


Hardwareerkennung:
Ich bin eigentlich weniger der Bastler an meinem PC, aber so wie das aussieht, nachdem was ich bisher damit erlebt habe, ist das wohl auch besser so. Als ich mir in meinen PC den alten Brenner aus dem alten Rechner einbauen wollte, hat das auch erstmal alles mehr oder weniger gut geklappt. Aber nach einer Zeit konnte WinXP nicht mehr booten. PC zum Fachhandel gebracht, Diagnose: Boot.ini beschädigt, Neuinstallation erfoderlich (ohne, dass ich meine Daten auf C vorher hätte speichern können). Ursache: Der Brenner. Da WinXP Home nur sehr schwer mit neuer Hardware auskommt, kann es gut sein, dass selbst bei so einer Kleinigkeit wie ein interner Brenner, das ganze System neu draufgemacht werden muss.
Das finde ich sehr schlecht von Microsoft gemacht, weil ich eigentlich vorhatte, öfters mal meinen Rechner aufzurüsten, ich aber keinen Bock hab, ständig alles neu draufzumachen. Gott sei Dank war bei meiner Grafikkarte Norton Ghost als Bundel dabei, mit dem das alles etwas besser gehen könnte.


Image:
Jeder kennt das Image von Microsoft-Produkten: Unsicher, Überteuert, schlecht! Das ist zwar etwas übertrieben, stimmt aber oft ein bisschen. Auf jeden Fall hat sich mit WinXP Home die Habsucht von Bill Gates nur bestätigt, da man nun das Produkt nach der Installation innerhalb von 30 Tagen Freischalten muss, so dass man eine Version nur auf einem Rechner benutzen kann. Aber wer will schon 109 Euro (der Preis für die OEM-Version) für jeden seiner PCs bezahlen?
Dafür stürzt das ganze jetzt nicht mehr so schnell ab. Wenn ein Programm abschmiert, kann man oft einfach noch zur Windows-Oberfläche zurückkehren, ohne den ganzen PC neu zu booten. Allerdings gilt das für die meisten Spiele nicht.


Fazit:
Vom Design und den neuen Funktionen her auf jeden Fall zu empfehlen, aber nur für Anfänger. Wer viel am PC arbeitet sollte sich die etwa 100 Euro teurere Pro Edition holen, die nicht so abgespeckt ist, hätte ich nochmal die Wahl, würde ich?s machen. Wer als Privatabnehmer sich also einen neuen PC kauft, sollte zu WinXP greifen. Linux und andere Unix-Systeme sind halt nur für Firmen-Netzwerke etc. geeignet und MacOs sollten auch nur Grafiker o.ä. benutzen.


© by Hirni 2003

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Annabell234

    18.04.2006, 22:16 Uhr von Annabell234
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut! Weiter so LG und man liest sich