Nahost-Konflikt Testbericht

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Erfahrungsbericht von MrROOR

Freiheit für Palästina

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Palästina war vor der Gründung Israels eine britische Kolonie. 1939 verbündete sich die Türkei mit Nazi-Deutschland, womit die Briten ihren Arabischen Kolonien großzügige Angebote machen mussten, um ihre Unterstützung im Krieg gegen das 3. Reich zu erhalten. Sie versprachen den Palästinensern ihre Freiheit innerhalb von 10 Jahren, sollten sie sich mit ihnen gegen die Türkei/Deutschland verbünden.
1947 zogen die Briten ab, ein Jahr später sprach die UNO den Juden das Staatsgebiet Palästinas zu, fortan wurde es Israel genannt. Palästina war nun ein Autonomiegebiet Israels.
Übrigens: Bereits Jahre zuvor wollten die Briten Palästina zum "Zuhause" der Juden machen, doch als es zu Schwierigkeiten zwischen Juden und Palästinensern kam stoppten sie die Immigration von Juden.

Die Juden vertrieben Millionen von Palästinensern, diese flüchteten hauptsächlich in die Nachbarländer "Israels".
Bis heute wird ihnen das Rückkehrrecht verweigert, die zurückbleibenden Palästinenser waren und sind den Juden rechtlich nicht gleichgestellt! So begann ein jahrzehntelanger, blutiger Konflikt.

1967 kam es zum sogenannten 6-Tage-Krieg, bei dem Israel angrenzende Gebiete benachbarter (islamischer) Staaten einnahm und brutal gegen die dort anwesenden palästinensischen Flüchtlinge vorging.
Hier schlachteten die Israelis auch hunderte unschuldiger Frauen und Kinder in Flüchtlingslagern ab, Ariel Scharon war bei einigen Gemetzeln als Befehlshaber beteiligt!!!

Die Palästinenser haben nur eine Möglichkeit, sich zu wehren; Selbstmordanschläge!
Denn solange Scharon keinen Frieden will, bringen keine Verhandlungen etwas!

Die einzige Mögliche friedliche Lösung ist die Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates.
Arafat sollte der Präsident Palästinas sein. Die Palästinenser zeigen sich ja Kompromissbereit, denn sie geben sich mit einem Teil des Landes für dessen Unabhängigkeit sie gekämpft haben zufrieden!
Die Rückkehr der Vertrieben ist meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit!
Doch die gierigen Israelis bevorzugen das Land dem Frieden.

Zur gegenwärtigen Lage: Arafat sollte sofort aus der Isolation entlassen werden, Israel muss die besetzten Autonomiegebiete sofort verlassen und sich sofort wieder mit Arafat an den Verhandlungstisch setzen.
Großbritannien und/oder Frankreich sollten SOFORT eine Eingreiftruppe entsenden, die die Israelische Armee gewaltsam "des Palästinensergebietes verweist" und Scharon festnimmt, um ihn vor das Kriegsverbrechertribunal zu stellen und wegen diverser Verbrechen gegen Kriegs- und Menschenrechte zu verurteilen. Die USA sollten sich raushalten, da diese zu Israel-freundlich eingestellt sind.

Am Verhandlungstisch sollten sich die Israelis als Großzügig erweisen, denn sie haben "das ganze angefangen" und haben wesentlich schlimmere Verbrechen begangen.
Ausserdem nehmen die Juden bei Forderungen nach Entschädigungen für NS-Verbrechen auch kein Blatt vor den Mund, und Israel wendet genau die gleichen Methoden an wie die Nazis.


ANTWORTEN AUF BEWERTUNGEN/KOMMENTARE
@ legendre
Man kann die METHODEN sehr wohl mit denen der Nazis vergleichen, vom Ausmaß ist hier nicht die Rede! Diesen Konflikt, in dem Israel Flüchtlingslager mit Raketen beschießt (z.B. Heute, 8.4.2002) sehr begrenzt millitärisch zu nennen, das ist eine riesige Unverschämtheit!

@ Schnecke999
Es ist egal, ob das Land irgendwann einmal den Juden gehörte. Bevor sie wiederkehrten gehörte es schon seit Jahrhunderten den Arabern!
Die Europäer können jetzt auch nicht ihre Truppen in Afrika, Amerika, Australien und Asien stationieren, nur weil diese Kontinente bzw. Teile der Kontinente oder Länder früher in unserem Besitz waren! Oder die Indianer können die "Amerikaner" jetzt auch nicht vertreiben bzw. das gesamte Land wieder zurückfordern, weil es vor ewiger Zeit ihnen gehörte! (Obwohl die Indianer wirklich Berechtigung dazu hätten, denn wie die Israelis entrechten die USA die rechtmäßigen Eigentümer des Landes.)

@ greinha
Wollten die Israelis frieden (was mit Landteilung unmittelbar zusammenhängt), würden sie schon lange verhandeln. Die Palästinenser haben keine andere Wahl als Selbstmordanschläge durchzuführen bis sie ihr eigenes Land haben! Sicher ist das Problem vielschichtiger, aber man sollte das ganze mal ganz einfach und logisch betrachten, dann löst sich einiges leichter [z.B.: Palästinenser wollen eigenen Staat, also ist das Grundvoraussetzung für Frieden. (Egal, was Scharon dazu meint!) Oder: Palästinenser wollen Rückkehrrecht für Flüchtlinge, also Grundvoraussetzung...] Die Israelis sollten hauptsächlich nachgeben statt Forderungen zu stellen, da die Palästinenser mehr für das Land getan haben (Krieg für Unabhängigkeit, usw.)
Israel soll froh sein, dass sich die Palästinenser bescheidener Weise mit dem halben Land zufrieden geben würden!

12 Bewertungen, 6 Kommentare

  • mrMagoo

    03.11.2002, 22:10 Uhr von mrMagoo
    Bewertung: sehr hilfreich

    recht hast Du. Man darf die Sache nicht so einseitig sehen

  • walez

    08.05.2002, 18:53 Uhr von walez
    Bewertung: sehr hilfreich

    Du sprichst mir aus der seele

  • Hathor

    01.05.2002, 17:09 Uhr von Hathor
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ob das hilft? In diesem Sinne - Hathor

  • legendre

    08.04.2002, 12:57 Uhr von legendre
    Bewertung: weniger hilfreich

    Der Satz "Israel wendet genau die gleichen Methoden an wie die Nazis" ist eine Unverschämtheit, die sich gewaschen hat. 6 Millionen Juden sind systematisch umgebracht worden. Ein Vergleich mit einem grausamen aber sehr begrenzten militä

  • Schnecke999

    08.04.2002, 11:26 Uhr von Schnecke999
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallochen, der Beitrag ist gut und soweit richtig. Nur der erste Satz: "Palästina war vor der Gründung Israels eine britische Kolonie" stört ein wenig. Israel ist über 4000 Jahre alt, war der erste Staat der sich in den Bergen

  • greinha

    08.04.2002, 10:18 Uhr von greinha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Simmt im Prinzip. Aber in der Vergangenheit begangenes Unrecht kann und darf nicht Unrecht wie diese Selbstmord-Attentate rechtfertigen. Ich glaube, dieses Problem ist vielschichtiger (z.B. Religion) und nicht nur schwarz/weiss.