Otto Versand Testbericht

Otto-versand
Leider kein Preis
verfügbar
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
Summe aller Bewertungen
  • Warenverfügbarkeit:  fast immer vorrätig
  • Übersichtlichkeit:  gut
  • Kundenfreundlichkeit:  freundlich
  • Auswahl:  groß
  • Fachliche Beratung:  durchschnittlich
  • Umgang mit Reklamationen:  durchschnittlich
  • Warenqualität:  gut
  • Preisniveau:  preiswert

Erfahrungsbericht von suwesmile

Sammelbesteller - oder wie man Kunden loswird

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich bin enttäuscht! Maßlos enttäuscht. Wenn ich mit etwas konfrontiert werde, was ich nicht verstehe und vor allem, worüber ich keine Erklärung erhalte, dann bin ich enttäuscht. Und letztendlich traurig.

Merkwürdige Einleitung für einen Bericht? Ich musste das einfach vorwegschicken. Doch fange ich von vorne an.

Es geht um Otto-Versand. Natürlich tut es das. Schließlich schreibe ich ja unter der entsprechenden Rubrik.

Otto-Versandhaus mit vielen Artikeln aus den Bereichen Mode, Sportartikel, Wohnen, Dekoration und Technik. Man kann alles per Katalog bestellen oder per Internet.

Das Versandhaus hier näher vorzustellen, sehe ich als unnötig an. Mir geht es hier um einen einzigen Punkt und meine Erfahrung damit:


Sammelbesteller

Als ich Anfang des Jahres bei Otto etwas bestellte, las ich, dass man durch Sammelbestellung 5 % Rabatt auf alles erhält. Ich nahm es zur Kenntnis. Kurz darauf saß ich mit einer Freundin zusammen, die auch etwas bestellen wollte. Es waren so einige Artikel. Wir beschlossen, zusammen zu bestellen. Zeitgleich ließ ich mich als Sammelbestellerin eintragen, um den Rabatt in Anspruch zu nehmen.

Ich erhielt die Information, dass ich mich damit verpflichte innerhalb eines Jahres einen Mindestumsatz von 600,- Euro zu erzielen. Erreiche ich das nicht, bin ich nicht mehr Sammelbestellerin, sprich, die 5 % Rabatt stehen mir nicht mehr zu. Allerdings darf ich die bereits erstattete Provision behalten.

Das fand ich okay. Nun lief dieses von mir spontan geschlossenes Nebengeschäft recht gut an. Ohne viel Mühe bekam ich laufend Bestellungen. Ich rief bei Otto an, erfuhr dort direkt, ob die Ware lieferbar ist und wann. Netter Service. Ich war zufrieden. Das erste Zahlungsziel ließ mir eine reichliche Zeitspanne.

Ich bekam das Geld \"meiner Kundinnen\" pünktlich und konnte problemlos die fälligen Rechnungen ohne Verzug begleichen.

Bei der dritten Bestellung hörte ich am Telefon, dass ich schon eine à konto-Zahlung entrichten müsste, sonst könnte man weitere Bestellungen nicht entgegen nehmen, da mein Limit erreicht sei.

Ein Limit? Davon hatte ich bislang nichts gehört. Ich bekam keine Antwort darauf, in welcher Höhe das denn wäre, sondern lediglich die Auskunft, dass der Außendienst dafür zuständig sei. Aber wenn ich lediglich 25.,- Euro überweisen würde, wäre das alles kein Problem. Das tat ich zähneknirschend. Ich rebellierte kurzfristig am Telefon, dass das eigentlich nicht richtig läuft, denn schließlich bin ich vom nächsten Zahlungstermin noch weit entfernt und erwähnte auch, dass es die 5 % Rabatt nicht ausgleichen könnten, dass ich von m e i n e m Geld Beträge vorstrecke, die ich von \"meinen Kunden\" noch gar nicht einfordern kann. Da ich aber weiß, wie das in der Geschäftswelt läuft mit (relativ) neuen Kunden, überwies ich, wie schon gesagt, die 25,- Euro.

Seit gut 5 Monaten bestelle ich also fleißig, bezahle pünktlich und habe den Mindestjahresumsatz in der Zeit schon um 150 % überschritten.

Otto kann sich nicht beklagen, dass durch mich zuwenig Umsatz gemacht wird. So dachte ich.

Doch weit gefehlt. Das muss wohl \"Pilefizz\" sein. Entschuldigt den Ausdruck, aber der tut mir jetzt gut.

Letzte Woche denn, als ich wieder eine Bestellung (im Wert von gut 200,- Euro) loswerden wollte, sagte man mir am Telefon, dass wieder eine à konto-Zahlung fällig sei.

Doch dieses mal dachte ich: NEIN! Ich will wissen, wie hoch mein Limit ist, ich will mit dem entsprechenden Außendienstler reden, ich kann mir nicht nachsagen lassen, dass ich eine Zahlung nicht rechtzeitig überwiesen habe.

Es dauerte geschlagene 10 Minuten, bis mir der freundliche Herr am Telefon (also freundlich war er wirklich!) endlich die Telefonnummer des Außendienstes gab.

Ich rief sofort die Nummer an. Dort wurde mir gesagt, dass der Herr, der mir genannt wurde, gar nicht für mich zuständig ist. Das wäre jemand anders. Aber der sei in Urlaub. Und ich könnte mich ja in einer Woche noch einmal melden.

Da wurde ich echt ärgerlich! Wie, bitte schön, soll ich denn meinen Kunden erzählen, dass ich die Bestellung nicht loswerden kann, wie soll ich erklärten, dass dann, wenn evtl. alles geklärt ist, die Artikel wahrscheinlich vergriffen sind (zum größten Teil Schnäppchenangebote)????? Ich bestand darauf, dass ich sofort jemanden sprechen möchte. Ich möchte ja nur die Situation erklärt bekommen.

Wenigstens erfahren, welches Limit ich da habe, ob man das ändern kann oder ob ich einfach nicht zuviel bestellen darf, da dann der Umsatz von Otto zu hoch sein könnte.

Man versprach, den zuständigen Herrn (die Vertretung dessen, der im Urlaub sei) zu informieren und er würde sich umgehend bei mir melden.

Nach 3 Tagen rief ich noch einmal an. Zwischendurch hatte sich niemand gemeldet.

Nun hatte ich eine freundliche Damen an der Strippe. (wie gesagt, freundlich sind sie wirklich!) Diese hörte sich meinen Unmut an, meinte, dass sie mich voll verstehen könnte, dass sie sofort den Herrn anrufen würde, und sollte dieser nicht sofort bei mir zurück rufen können, dann würde sie sich noch einmal melden.

2 Tage sind ins Land gezogen. Kein Anruf von Otto.

Die Bestellung liegt brach. Ich weiß nicht warum. Ich habe einen Betrag von 60,- Euro inzwischen von mir aus überwiesen, o b w o h l n o c h k e i n e Z a h l u n g f ä l l i g i s t !!! Aber ich wollte kundtun, dass ich keinesfalls zahlungsunwillig bin.

Nur hat das meinen Entschluss nicht beeinflusst.

Ich sehe meine Tätigkeit als Sammelbestellerin für hiermit als beendet an.

Die Kunden habe ich schon vorbereitet, dass es auch andere Versandhäuser gibt oder Läden. Ich werde alle offenen Bestellungen zurück ziehen. Keine weitere Bestellung tätigen, die restlichen Zahlungen natürlich noch ordnungsgemäß –wenn sie fällig sind- erledigen.



Fazit:

Otto hat Kleinkunden, die in 5 Monaten einen Umsatz von 1.400,- Euro bringen, nicht nötig.

Auch Rückrufe oder Erklärungen sind für Otto überflüssig.

Pünktliche Zahlungen sind kein Argument, um weitere Bestellungen loszuwerden.

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