Pflegekinder Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ronja

Pflegeeltern werden?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was muß ich tun, um ein Pflegekind aufnehmen zu können?
Die Beweggründe, warum man sich dazu entschließt ein Kind in der Familie aufnehmen zu wollen sind wohl sehr vielfältig.
Auf keinen Fall sollte es aus finanziellen Interessen geschehen!
Viele Pflegekinder fallen dadurch vom Regen in die Traufe.
Überlegt man sich, was ein Kind braucht, sollte das den Grund einer Aufnahme sein:
a) Viel Liebe abgeben zu können, nur so bekommt man auch etwas zurück (erwarten sie nicht zu viel)
b) viel Geduld einbringen zu können, denn viele dieser Kinder haben schon große Defizite!
c) den Rückhalt in der eigenen Familie haben, auch Omas und Opas, Tanten und Onkel, Freunde und Bekannte sollten das Kind voll akzeptieren.

Reden sie vorher mit ihren Leuten über dieses Thema. Am Anfang ist man voller Euphorie, die aber ganz schnell ins negative geraten kann...

d) sich bei dem Jugendamt beraten lassen!
e) wenn möglich, sich bei Pflegefamilien informieren

Nachdem ein Gespräch im Jugendamt stattgefunden hat, kommen viele Fragen auf einen zu. Nicht nur das sie befragt werden, wie sie das Kind erziehen wollen, sondern auch, was von diesem Kind erwartet wird.(Was kann man denn von einem Kind erwarten? Meine Antwort war: Die Fähigkeit, ein Kind zu sein)
Auch eigene Kinder werden gefragt, ob sie denn dazu bereit sind, ein neues Familienmitglied zu bekommen: denn sie müssen teilen können und andere Menschen so akzeptieren wie sie sind.

Sollten sie sich trotz aller Abwägungen entschieden haben, ein Pflegekind aufzunehmen, wird unterschieden:
1.Tagespflegekind (nur Tagsüber bei ihnen)
2.Vollzeitpflegekind (lebt Tag und Nacht bei ihnen)
3.Kinder in Not (sind so lange bei ihnen, bis sich entweder eine geeignete Familie gefunden hat, oder z.B. die Rehabilitation der Eltern -Alkoholentzug-Drogenentzug-Verkehrsunfall usw. abgeschlossen ist und das Kind in \"seine\" Familie zurück kann.

Bevor es dazu kommen kann, ein Kind zu bekommen, muß man folgende Punkte erfüllen:

Es wird geprüft, wie sie die Fragebögen ausgefüllt haben

Sie müssen bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt einen
Belastungstest machen,(sind sie gesundheitlich so fit, den Ansprüchen eines Kindes gewachsen zu sein?)

Sie müssen ein Führungszeugnis beantragen.

Sie müssen ein Lebenslauf in Geschichtlicher Form schreiben.

Sie sollen aufschreiben, was für sie Bewegende Situationen erlebt haben und wie sie empfunden haben.

Nachdem all diese Punkte erarbeitet wurden, wägt das Jugendamt ab, ob sie für eine Pflegefamilie in Betracht gezogen werden oder nicht.
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Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und ganz viel Spaß an der \"Arbeit\" mit Kindern!!!
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Als Anmerkung möchte ich sagen: Es gibt viel zu wenig Pflegefamilien!
Hat nicht jedes Kind ein Recht auf eine Familie?
Man sollte sich darüber viel mehr gedanken machen...
(Kinder die einmal in einem Heim untergebracht werden, sind nur sehr schwer von dort in eine Familie einzubringen. Der Gesetzgeber macht dies leider nicht einfach!)
An alle die Kinder haben möchten, aber keine eigenen Bekommen können: Es ist leichter ein Pflegekind zu bekommen, als ein Kind Adoptieren zu dürfen. Dafür sollte man aber in der Lage sein, mit den leiblichen Eltern dieser Kinder zusammenarbeiten zu können!
Ich hoffe, daß mein Beitrag viele Menschen dazu anregt,über dieses Thema nachzudenken, der Kinder wegen...

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