Erfahrungsbericht von DA_BOMB
Mein Praktikum an der Grundschule
Pro:
Gute Erfahrung für spätere Jobwahl
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
PRAKTIKUM
Inhaltverzeichnis
Persönliche Eignung und Neigung
Erfahrungen bei der Suche nach Arbeitstellen
Ablauf des Praktikums:
- 1. Praktikumstag
- 2. Praktikumstag
- 3. Praktikumstag
- 4. Praktikumstag
- 5. Praktikumstag
Meine Erkundungsstelle:
- Allgemeine Informationen zur Gutenberg Schule
- Schuldruck
- Photos: großer Druckraum, Schüler bei der Arbeit
- Schulgarten
- Photos: Schulgartenüberblick
- Photos: große Wiese mit Obstbäumen, Gartenhäuschen
Zielberuf und Berufsfeld
Persönliche Schlussfolgerung
******************************************************
Persönliche Eignung und Neigung
Ich habe mich für ein Praktikum an der Schule entschieden, da ich mich schon seit langer Zeit für den Beruf des Lehrers interessiere.
Der erste Grund dafür, dass ich mich für diesen Beruf angefangen habe zu interessieren waren sicherlich Vorteile, wie z.B. die große Anzahl an Ferientagen oder der Kontakt zu anderen Menschen. Ich habe auch entdeckt, dass es mir Spaß macht vor der Klasse zustehen und ihnen über Dinge zu erzählen, besser bescheid weis als sie und ihnen somit was beibringen kann, so wie ich es schon in zahlreichen Referaten gemacht habe.
Erfahrungen bei der Suche nach Arbeitstellen
Bei der Suche nach Praktikumstellen hatte ich keine Probleme. Ich hatte schon von vornherein eine ganz bestimmte Schule in Sicht, und zwar die Gutenbergschule Bochigen. die ich auch besucht habe. Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich, vom Schuldirektor, Herr Ellinger nach wenigen Tagen eine positive Bestätigung.
Ablauf der Erkundung
1. Praktikumstag
Mein erster Tag als Lehrerpraktikant, begann nicht, wie es üblich wäre, im Klassenzimmer sondern auf dem Bildungsplantag in Rottweil, einer Fortbildung für Grund und Hauptschullehrer.
Herr Ellinger und ich fuhren um ca. 8.00 Uhr von der Gutenbergschule, wo man noch Materialien für den nachmittäglichen Workshop, auf den ich später noch genauer zu sprechen komme, ins Auto lud, in seinem Auto nach Rottweil.
Der Bildungsplantag wurde, im Festsaal der Gymnasien (Albertus-Magnus-Gymnasium), durch ein Grußwort des Rottweiler Schulamtsleiters eröffnet, um 9.00 Uhr stand dann ein Vortrag von Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer auf dem Plan.
Dieser knapp dreistündige (inkl. Pause) Vortrag handelte von gehirn-freundlichem Lernen, wobei er über die neusten Erkenntnisse der Hirn- und Lernforschung berichtete.
Zu meiner Überraschung hat sich dieses Thema, meiner Meinung nach, schon nach kurzer Zeit als sehr interessant herausgestellt. In der ersten Hälfte des Vortages wurden allgemeine Informationen über die Arbeitsweise des Gehirns dargestellt. Die zentrale Aussage von Herr Spitzer lautete: „Ein Gehirn lernt ständig und automatisch.“
So stellt das Gehirn automatisch grammatikalische Regeln auf. z.B. Man sagt „ich bin gelaufen“ aber nicht „ich bin gespaziert“. Vergangenheitsformen von Verben mit der Endung -ieren werden anders gebildet.
In der zweiten Hälfe dieses Vortrags wurden diese Erkenntnisse über das Gehirn auf Schüler übertragen und gezeigt wie man dieses Wissen kreativ in der Schule umsetzen kann
(s. Zeitungsartikel). Nach einer Mittagspause begann die Vorbereitung für den Workshop, unter dem Titel: „Schuldrucken - Eine kurze Einführung in Theorie und Praxis des Text- und Bilddrucks“. Wir hatten Trockenregale, Druckfarben, diverse Setzkästen, eine große Presse und noch viele andere Druckutensilien zum Aufstellen. Hinzu kamen noch viele Arbeite von Grund- und Hauptschülern, die wir zur Präsentation ausstellten.
Um 16.00 Uhr begann dann der eigentliche Workshop. Herr Ellinger begann denn Workshop mit Erläuterungen über die Einsatzmöglichkeiten einer Schuldruckerei im allgemeinem und was für Vor bzw. Nachteile dadurch entstehen. (siehe auch: Kapitel Schuldruck).
Nach einer kurzen Einführung, wurden alle wichtigen Utensilien vorgestellt und erklärt wie sie verwendet werden. Darauf folgte eine Vorstellung der verschieden Schrift und Bild Drucktechniken, mit Beispielen. Nach dieser Präsentation konnte noch Fragen gestellt werden oder der Einzelne konnte auch selbst tätig werden und alles ausprobieren, da die Zeit mit 1¼ Stunden recht knapp bemessen war kam letzteres etwas zu knapp.
Um 17.30 Uhr endete mein erster Arbeitstag, dann mit dem Ende des Workshops.
2. Praktikumstag
Heute begann mein Arbeitstag erst um 9.15 Uhr. Herr Ellinger war zuvor noch bei einem Kindergartenbesuch, bei dem er die zukünftigen Erstklassler kennenlernte. In einer
kurzen Besprechung im Lehrerzimmer, wo ich dann einen Teil des Kollegiums kennenlernte.
Bei dieser kurzen Besprechung mit Herr Ellinger erläuterte er mir wie der
Unterrichtsplan für heute aussah. Neu für mich war, dass der 45-Min-Takt der Schulstunden, wegen des Klassenlehrersystems ohne weiteres aufgehoben werden konnte. Die Pausenglocke war stets ausgeschaltet. Dasselbe gilt auch für die Kombination der Fächer; z.B. wie folgt Deutsch und Heimat und Sachunterricht. So konnte eine Unterrichtseinheit ohne weiteres den halben Vormittag umfassen.
Der Unterricht war in zwei Teile gegliedert, der erste Teil bestand aus einer
Fächerkooperation zwischen Deutsch und HuS und der andere aus Mathematik.
Im ersten Teil wurde ein Pflanzentagebuch fortgeführt. Dabei handelt es sich um ein Protokoll über das Wachstum und diverse
Veränderungen an einer Pflanze. Jeweils zwei Schüler hatten sich schon vor Tagen
eine Pflanze aus dem Schulgarten ausgesucht und damit begonnen über sie ein Tagebuch zu verfassen. So begann die Schulstunde mit einem Gang in den Schulgarten, wo in Gruppenarbeit,
beobachtet, gemessen und letztendlich protokolliert wurde. Im Klassenzimmer wurde von den im Garten gemachten Notizen eine Reinschrift angefertigt und in einem Heft für dieses Tagebuch aufgeschrieben. Nachdem alle Schüler fertig waren, konnten sie schon mit den Hausaufgaben anfangen, bei dieser handelte es sich um ein Deutsch Arbeitsblatt, mit einer Übung zur Groß/Kleinschreibung.
Nach einer Spielpause begann dann der Mathematikunterricht. Es wurde ein neues Thema begonnen: Spiegelbilder.Nach einer kurzen Wiederholung des Stoffes vom Vorjahr wurde ein Arbeitsblatt ausgeteilt, das die Schiller eigenständig bearbeiten sollten. Nachdem die Hausaufgaben vergeben waren war der Unterricht um 12.10 Uhr beendet.
Anschließend besprach ich noch den Unterricht mit Herr Ellinger bis 13.00 Uhr.
3. Praktikumstag
Am Mittwoch stand das Deutsch Thema „Kinderrechte“
auf dem Unterrichtsplan. Die Schüler sollten aber alleine aufs Thema kommen, so mussten sie zusammengesetzte Substantive finden die das Wort Kind(er) beinhalten. Am Ende waren nur 2 Kinder auf das Wort Kinderrechte gekommen. So konnte das Thema mit der ganzen Klasse besprochen werden. Erst wurde geklärt was ein Recht ist. Dabei ist mir ist aufgefallen, dass Schüler lieber Beispiele beitragen als das Wort zu erklären, so wurde also dieser Tafelaufschrieb als Zusammenfassung von Herr Ellinger verfasst:
„Ein Recht ist eine Sache, auf die ich Anspruch habe, die mir niemand wegnehmen kann und niemand verbieten darf.“
Anschließend sollte jedes Kind Rechte aufschreieben, die Kindern haben sollten. Diese Rechte wurden auf grüne, Blattförmige Blätter geschrieben. Herr Ellinger bereitete inzwischen ein Plakat vor auf dem ein kahler Baum aufgezeichnet war. So füllte sich der Baum langsam und war letztendlich voller Blätter mit Kinderrechten.
Nach einer Pause bildeten die Schüler einen Stuhlkreis um den „Kinderrechte-Baum“ und besprachen unklare Formulierungen.
Die Schüler bekamen ein kleines rotes Büchlein, „Die Rechte der Kinder“. Und fingen an die Einleitung zu lesen. Nach der großen Spielpause, wurden 2 Folgen der Fernsehserie „Die Rechte der Kinder“ angesehen. Nach den Folgen fassten einzelne Schüler den Filmverlauf noch einmal zusammen. Anschließend fing der Mathematik Unterricht an.
Da bis zu Schulschluss nur noch eine ½ Stunde übrig blieb, konnten die Schüler das Übungsblatt mit den Spiegelbildern fertig machen.
Am Nachmittag, war zwar offiziell keine Mittagsschule, dennoch versammelte sich die Klasse im Dorf um sich für die bald bevorstehende Fahrradprüfung vorzubereiten. Es wurde eine festgelegte Strecke im Dorf abgefahren. An den gefährlichen Stellen standen Lehrer, Polizisten und Eltern, die sich freiwillig gemeldet hatten, um aufzupassen damit kein Unfall passieren kann.
Und so endete der 3. Praktikumstag als Lehrer
4. Praktikumstag
Am Donnerstag begann der Schultag mit Sportunterricht. Die Stunde begann mit einem Fangspiel, um anschließend, aufgewärmt einen Mattenlauf durchzuführen. Nach dem Mattenlauf wurde die Flugrolle eingeübt, wobei man sofort gemerkt hat, wer im Turnverein ist und wer nicht. Zum Schluss wurde noch ein Ballspiel gespielt.
Nach einer kurzen Pause begann der Unterricht bei Herr Ellinger. An diesem Tag mussten sich die Schüler um den Schulgarten kümmern. Es fielen Aufgaben an wie, z.B. einen neuen Kompost Haufen anlegen, Beete gießen, Walderdbeeren anpflanzen und Unkraut jäten. Die Kinder teilten sich in Gruppen auf und begannen mit der Arbeit. die Kinder waren mit Spaß bei der Sache und konzentrieren sich auf die Arbeit. Während die Schüler im Garten arbeiteten zeigte mir Herr Ellinger den Garten und erklärte mir wie er organisiert ist (siehe: Kapitel Schulgarten). Anschließend wurden im Kompost noch sehr viele Engerlinge (Maikäferlarven) gefunden, so wurden diese auch noch kurze Besprochen und unter die Lupe genommen. Nachdem die Gartenarbeit beendet war, wurde das Thema Kinderrechte weitergeführt. Es wurde kurz alles vom Vortag wiederholt, um dann mit einem Lernzirkel fortzufahren. Die Kinder hatten 8 Stationen zur Auswahl, die sie, entweder in Partnerarbeit oder allein, bearbeiten konnten. Die Schüler konnten sich ihren Arbeitsplatz frei aussuchen, so waren ein paar im Schulgarten, im grünen Klassenzimmer, im Klassenzimmer oder auf dem Flur. Die Schüler mussten nicht alle Aufgaben lösen, so wurde in der letzten Stunde noch Rechnen wiederholt. Zu Beginn der Mathestunde wurde das 10er Einmaleins wiederholt (z.B. 7*12 oder 6*32) anschließend noch eine etwas komplexere Aufgabe, die jeder Schüler allein lösen musste.
Und so endete der 4. Praktikumstag.
5. Praktikumstag
Mein Tag begann nicht wie üblich in der Schule sondern im Kindergarten. Herr Ellinger nahm mich dieses Mal mit, um die zukünftigen Erstklässler kennenzulernen. Diesmal zeigte Herr Ellinger, den Kindern verschiedene geometrisch Körper (Bauklötzchen), die sie dann beschreiben sollten. Auf diese Art wollte her Ellinger herausfinden wie sich die Kleinen artikulieren können danach konnten sie mit den Klötzchen spielen. So konnte man gleich sehen wer kreativ ist und wer viel Fantasie hat. Anschließend bekamen sie ein Blatt zum ausmalen. So endete dann der Kindergartenaufenthalt und wir fuhren zurück in die Schule. Nach einer kurzen Pause begann der Unterricht mit der Fortsetzung des Pflanzentagebuchs. Nach der Spielpause wurde dann wieder das Thema „Kinderrechte“ fortgesetzt. Am Vortag wurde, von drei Gruppen, ein Rollenspiel im Rahmen des Lernzirkels, eingeprobt. Diese Rollenspiele sollten heute vorgeführt werden und ich sollte die Diskussion anschließend leiten. Da die Schüler sich noch einmal vorbereiten wollten, konnten in der Zwischenzeit die anderen ihre Zirkelaufgaben weiterführen. Nach ca. 10 Minuten waren alle drei bereit. So führten sie ihre eingeübten Stücke vor, wobei ich die anderen nach jedem Stück frage wie es ihnen gefallen hat. Leider entstand keine wirkliche Diskusion, da den Schüler die Stücke jeweils gefallen haben und sie es ähnlich gemacht hätten. Nachdem alle Gruppen fertig waren und ich einpaar Kommentare von anderen erfragt hatte, schaute sich die Klasse eine weitere Folge der Serie „Die Rechte der Kinder“ an. Nachdem Film entstand dann doch noch ein reges Gespräch über das Recht, dass Kinder Anspruch auf Briefgeheimnis und Privatsphäre hat. Kurz vor Schulschluss gingen alle noch mal in den Garten um ein Abschiedsphoto zu machen. Als alle Kinder schon das Schulhaus verlassen hatten, zeigte mir Herr Ellinger das Schulhaus, den Garten und den Barfusspfad. Er stand mir Rede & Antwort auf meine Fragen bezüglich des Lehrerberufes und der Aufgaben als Schulleiter. So endete dann auch schon die erste Praktikumwoche.
Meine Erkundungsstelle
Allgemeine Informationen zur Gutenberg Schule
Die Gutenberg-Schule ist eine Stadtteilgrundschule von Oberndorf a. N.. Rund 120 Kinder aus den Ortsteilen Bochingen und Boll verteilen sich zur Zeit auf sechs Klassen. Die Klassen 2 und 4 werden als Parallelklassen geführt.
An der Schule unterrichten fünf Klassenlehrer/innen, zwei abgeordnete Lehrkräfte aus Nachbarschulen sowie zwei Religionslehrer.
Die Schule liegt im Grünen. Sie hat sieben Klassenräume, die alle u.a. über eine Klassenbücherei, eine Druckereiecke sowie ein oder zwei Computer verfügen; einen Werkraum, der auch als Küche genutzt werden kann; zwei Druckereiräume, von denen der größere zusätzlich mit fünf Computern (z.T. mit Internetanschluss) ausgestattet ist; breite Flure, die als zusätzliche Lernräume genutzt werden; eine Pausenhalle, die das Schulgebäude mit der Turnhalle des TV Bochingen verbindet; ein großes Pausengelände mit Schulhof, Spielplatz, Hartplatz, Beachvolleyball-Feld und Fußballfeld; einen Verkehrsübungsplatz; ein großes Schulgartengelände; ein Tümpelgelände, 800 m vom Schulhaus entfernt.
Im Rahmen der \"Verlässlichen Grundschule\" gibt es für die Kinder in der Zeit von 7.30 Uhr bis 13 Uhr ein Betreuungsangebot des Schulträgers.
Die Viertklässler fahren drei bis fünf Tage ins Schullandheim – entweder in Naturfreundehäuser im Landkreis oder ins Landesschulzentrum für Umwelterziehung in Adelsheim.
Schuldruck
Der Schuldruck wird an der Gutenbergschule schon seit vielen Jahren betrieben, da er vor allem unter eine pädagogischen Aspekt sehr wertvoll ist, so funktioniert das Drucken nur in Teamarbeit, es erfordert das Arbeiten von Kopf und Hand, verlangt sauberes und gewissenhaftes Arbeiten und fördert sowohl bei der Textgestaltung genauso wie die Kreativität beim Bilddruck. Der Arbeitsprozess ist gleichermaßen wichtig wie das Ergebnis. Da beim Setzen mit den beweglichen Lettern der Aufbau von Wörtern geübt wird, wird so auch die Rechschreibung geübt.
Druckpressen, Schriften und Trockenregale sind auf beiden Stockwerken auf den Fluren beziehungsweise in allen Klassenzimmern zugänglich. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Druckereiräume. In dem größeren stehen zusätzlich fünf Computer.
Nach dem baden-württembergischen Bildungsplan ist Schuldrucken in Grundschulen erwünscht.
Der Schulgarten
Der gesamte Grünbereich der Gutenbergschule wird als Schulgarten angesehen. Die Arbeit im Garten ist klassen- und fächerübergreifend angelegt. Die Schüler sollen im Garten die Möglichkeit bekommen, mit allen Sinnen zu lernen. Jede Klasse betreut ein Beet, einen Obstbaum (Apfel, Birne, Zwetschge, Mirabelle oder Kirsche) und eine Beerensorte (Erd-, Heidel-, Brom-, Him-, Johannis- oder Stachelbeeren).
Es wurde auch ein spezieller Plan für alle Klassen angefertigt:
Klasse 1: Blumenzwiebeln vergraben im Herbst, Unterschiede kennen lernen zwischen Gewächshaus- und Freilandanbau.
Klasse 2: Dreifelderwirtschaft (Getreide-Hackfrüchte-Gründüngung)
Klasse 3: Einfache Formen der Mischkultur
Klasse 4: Betreuung der Kompostanlage und der Blumenbeete
Im Deutschunterricht verfassen die Kinder Texte über die Gartenaktivitäten, die zum Teil in der Schülerzeitung veröffentlicht werden. Zählen, Ausrechnen, Messen und Wiegen , Vergleiche anstellen sind mathematische Elemente der Schulgartenarbeit. Im Deutsch- und Kunstunterricht kommt natürlich unsere Schuldruckerei zum Einsatz. Das Drucken mit Naturmaterialien (Blätter, Gräser) ist sehr beliebt.
Zielberuf und Berufsfeld
Der Zielberuf meines Praktikums war der Beruf des Grundschullehrers. Um in diesem Beruf tätig zuwerden muss man ein Studium an einer Pädagogischen Hochschule absolvieren. In diesem Studium muss man, einen seinen Schwerpunkt auf ein Grund- oder Hauptschulamt setzen, da man automatisch eine Ausbildung zum Grund- und Hauptschullehrer macht.
Als Lehrer nimmt man eine große Verantwortung auf sich da man junge Menschen erzieht und unterrichtet und damit ihr auch ihr zukünftiges Leben prägt. Als Lehrer ist man zwar an einen Bildungsplan gebunden, doch gestaltet jeder Lehrer den Unterricht nach seinen eigenen Vorstellungen.
Dem Lehrer werden immer wieder neue Möglichkeiten geboten sich fortzubilden. Es werden im Laufe des Schuljahres immer wieder Fortbildungen organisiert die Lehrer besuchen können/z.T. müssen. So ein Fortbildungstag sieht dann so aus wie, z.B. der Bildungsplantag an dem ich an meinem ersten Praktikumstag teilgenommen habe. Für „normale“ Lehrer gibt es dann auch noch die Möglichkeit sich zu einem Schulpädagogen oder in einzelnen Fällen auch zu einem Schuldirektor weiterbilden zulassen.
Im Lehramt wird zwischen Grund-, Haupt-, Sonder-, Real- und Gymnasiallehrer unterschieden. Diese Ämter unterscheiden sich in Gehalt, der Altersgruppe der zu unterrichtenden, und ihrem Lehrvermögen.
Persönliche Schlussfolgerung
Im Großen und Ganzen war ich von meinem Praktikum sehr positiv überrascht. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen an einer Grundschule als Lehrer tätig zu sein, da die Kinder einfach noc zu klein wären und ich nicht wüsste wie ich mit ihnen umgehen soll. Nach dieser Woche kann ich aber getrost sagen, dass es doch Spaß macht mit jungen und wissbegierigen Schülern zu arbeiten. Ich habe auch großen Gefallen an der Umwelterziehung gefunden, wobei ich, auf die Zukunft hinblickend, annehmen muss, dass sich nicht alle Schulen engagieren den Schülern die Umwelt so nach zu bringen wie die Gutenbergschule. Außerdem halte ich das Klassenlehrersystem für sehr sinnvoll. Da die jungen Schüler nicht jede Stunde einen Lehrerwechsel haben und auch nicht von Klassenzimmer zu Klassenzimmer hetzen müssen. Die Klasse ist also die meiste Zeit mit dem Klassenlehrer zusammen, nur bei Fachfächern wie z.B. Religion oder Sport wird die Klasse von entsprechenden Fachlehrern unterrichtet. Auf diese Weiße kann man sich, wie beim Thema Kinderrechte, auch längere Zeit mit einem Thema am Stück beschäftigen ohne durch einen 45-Min-Takt gestört zu werden. Alles in einem, bin ich froh diese Schule als Praktikumsplatz ausgewählt zuhaben, da die Atmosphäre gut war, die Schüler und Lehrer sehr nett und mir ein komplett neuer Eindruck von Grundschulen gegeben wurde.
Dies war mein ( noch nicht ganz überarbeiteter) originaler Parktikumsbericht, falls jemand interesse an eventl. Anhang hat kann er mich ruhig kontaktieren.
(c) DA_BOMB
Inhaltverzeichnis
Persönliche Eignung und Neigung
Erfahrungen bei der Suche nach Arbeitstellen
Ablauf des Praktikums:
- 1. Praktikumstag
- 2. Praktikumstag
- 3. Praktikumstag
- 4. Praktikumstag
- 5. Praktikumstag
Meine Erkundungsstelle:
- Allgemeine Informationen zur Gutenberg Schule
- Schuldruck
- Photos: großer Druckraum, Schüler bei der Arbeit
- Schulgarten
- Photos: Schulgartenüberblick
- Photos: große Wiese mit Obstbäumen, Gartenhäuschen
Zielberuf und Berufsfeld
Persönliche Schlussfolgerung
******************************************************
Persönliche Eignung und Neigung
Ich habe mich für ein Praktikum an der Schule entschieden, da ich mich schon seit langer Zeit für den Beruf des Lehrers interessiere.
Der erste Grund dafür, dass ich mich für diesen Beruf angefangen habe zu interessieren waren sicherlich Vorteile, wie z.B. die große Anzahl an Ferientagen oder der Kontakt zu anderen Menschen. Ich habe auch entdeckt, dass es mir Spaß macht vor der Klasse zustehen und ihnen über Dinge zu erzählen, besser bescheid weis als sie und ihnen somit was beibringen kann, so wie ich es schon in zahlreichen Referaten gemacht habe.
Erfahrungen bei der Suche nach Arbeitstellen
Bei der Suche nach Praktikumstellen hatte ich keine Probleme. Ich hatte schon von vornherein eine ganz bestimmte Schule in Sicht, und zwar die Gutenbergschule Bochigen. die ich auch besucht habe. Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich, vom Schuldirektor, Herr Ellinger nach wenigen Tagen eine positive Bestätigung.
Ablauf der Erkundung
1. Praktikumstag
Mein erster Tag als Lehrerpraktikant, begann nicht, wie es üblich wäre, im Klassenzimmer sondern auf dem Bildungsplantag in Rottweil, einer Fortbildung für Grund und Hauptschullehrer.
Herr Ellinger und ich fuhren um ca. 8.00 Uhr von der Gutenbergschule, wo man noch Materialien für den nachmittäglichen Workshop, auf den ich später noch genauer zu sprechen komme, ins Auto lud, in seinem Auto nach Rottweil.
Der Bildungsplantag wurde, im Festsaal der Gymnasien (Albertus-Magnus-Gymnasium), durch ein Grußwort des Rottweiler Schulamtsleiters eröffnet, um 9.00 Uhr stand dann ein Vortrag von Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer auf dem Plan.
Dieser knapp dreistündige (inkl. Pause) Vortrag handelte von gehirn-freundlichem Lernen, wobei er über die neusten Erkenntnisse der Hirn- und Lernforschung berichtete.
Zu meiner Überraschung hat sich dieses Thema, meiner Meinung nach, schon nach kurzer Zeit als sehr interessant herausgestellt. In der ersten Hälfte des Vortages wurden allgemeine Informationen über die Arbeitsweise des Gehirns dargestellt. Die zentrale Aussage von Herr Spitzer lautete: „Ein Gehirn lernt ständig und automatisch.“
So stellt das Gehirn automatisch grammatikalische Regeln auf. z.B. Man sagt „ich bin gelaufen“ aber nicht „ich bin gespaziert“. Vergangenheitsformen von Verben mit der Endung -ieren werden anders gebildet.
In der zweiten Hälfe dieses Vortrags wurden diese Erkenntnisse über das Gehirn auf Schüler übertragen und gezeigt wie man dieses Wissen kreativ in der Schule umsetzen kann
(s. Zeitungsartikel). Nach einer Mittagspause begann die Vorbereitung für den Workshop, unter dem Titel: „Schuldrucken - Eine kurze Einführung in Theorie und Praxis des Text- und Bilddrucks“. Wir hatten Trockenregale, Druckfarben, diverse Setzkästen, eine große Presse und noch viele andere Druckutensilien zum Aufstellen. Hinzu kamen noch viele Arbeite von Grund- und Hauptschülern, die wir zur Präsentation ausstellten.
Um 16.00 Uhr begann dann der eigentliche Workshop. Herr Ellinger begann denn Workshop mit Erläuterungen über die Einsatzmöglichkeiten einer Schuldruckerei im allgemeinem und was für Vor bzw. Nachteile dadurch entstehen. (siehe auch: Kapitel Schuldruck).
Nach einer kurzen Einführung, wurden alle wichtigen Utensilien vorgestellt und erklärt wie sie verwendet werden. Darauf folgte eine Vorstellung der verschieden Schrift und Bild Drucktechniken, mit Beispielen. Nach dieser Präsentation konnte noch Fragen gestellt werden oder der Einzelne konnte auch selbst tätig werden und alles ausprobieren, da die Zeit mit 1¼ Stunden recht knapp bemessen war kam letzteres etwas zu knapp.
Um 17.30 Uhr endete mein erster Arbeitstag, dann mit dem Ende des Workshops.
2. Praktikumstag
Heute begann mein Arbeitstag erst um 9.15 Uhr. Herr Ellinger war zuvor noch bei einem Kindergartenbesuch, bei dem er die zukünftigen Erstklassler kennenlernte. In einer
kurzen Besprechung im Lehrerzimmer, wo ich dann einen Teil des Kollegiums kennenlernte.
Bei dieser kurzen Besprechung mit Herr Ellinger erläuterte er mir wie der
Unterrichtsplan für heute aussah. Neu für mich war, dass der 45-Min-Takt der Schulstunden, wegen des Klassenlehrersystems ohne weiteres aufgehoben werden konnte. Die Pausenglocke war stets ausgeschaltet. Dasselbe gilt auch für die Kombination der Fächer; z.B. wie folgt Deutsch und Heimat und Sachunterricht. So konnte eine Unterrichtseinheit ohne weiteres den halben Vormittag umfassen.
Der Unterricht war in zwei Teile gegliedert, der erste Teil bestand aus einer
Fächerkooperation zwischen Deutsch und HuS und der andere aus Mathematik.
Im ersten Teil wurde ein Pflanzentagebuch fortgeführt. Dabei handelt es sich um ein Protokoll über das Wachstum und diverse
Veränderungen an einer Pflanze. Jeweils zwei Schüler hatten sich schon vor Tagen
eine Pflanze aus dem Schulgarten ausgesucht und damit begonnen über sie ein Tagebuch zu verfassen. So begann die Schulstunde mit einem Gang in den Schulgarten, wo in Gruppenarbeit,
beobachtet, gemessen und letztendlich protokolliert wurde. Im Klassenzimmer wurde von den im Garten gemachten Notizen eine Reinschrift angefertigt und in einem Heft für dieses Tagebuch aufgeschrieben. Nachdem alle Schüler fertig waren, konnten sie schon mit den Hausaufgaben anfangen, bei dieser handelte es sich um ein Deutsch Arbeitsblatt, mit einer Übung zur Groß/Kleinschreibung.
Nach einer Spielpause begann dann der Mathematikunterricht. Es wurde ein neues Thema begonnen: Spiegelbilder.Nach einer kurzen Wiederholung des Stoffes vom Vorjahr wurde ein Arbeitsblatt ausgeteilt, das die Schiller eigenständig bearbeiten sollten. Nachdem die Hausaufgaben vergeben waren war der Unterricht um 12.10 Uhr beendet.
Anschließend besprach ich noch den Unterricht mit Herr Ellinger bis 13.00 Uhr.
3. Praktikumstag
Am Mittwoch stand das Deutsch Thema „Kinderrechte“
auf dem Unterrichtsplan. Die Schüler sollten aber alleine aufs Thema kommen, so mussten sie zusammengesetzte Substantive finden die das Wort Kind(er) beinhalten. Am Ende waren nur 2 Kinder auf das Wort Kinderrechte gekommen. So konnte das Thema mit der ganzen Klasse besprochen werden. Erst wurde geklärt was ein Recht ist. Dabei ist mir ist aufgefallen, dass Schüler lieber Beispiele beitragen als das Wort zu erklären, so wurde also dieser Tafelaufschrieb als Zusammenfassung von Herr Ellinger verfasst:
„Ein Recht ist eine Sache, auf die ich Anspruch habe, die mir niemand wegnehmen kann und niemand verbieten darf.“
Anschließend sollte jedes Kind Rechte aufschreieben, die Kindern haben sollten. Diese Rechte wurden auf grüne, Blattförmige Blätter geschrieben. Herr Ellinger bereitete inzwischen ein Plakat vor auf dem ein kahler Baum aufgezeichnet war. So füllte sich der Baum langsam und war letztendlich voller Blätter mit Kinderrechten.
Nach einer Pause bildeten die Schüler einen Stuhlkreis um den „Kinderrechte-Baum“ und besprachen unklare Formulierungen.
Die Schüler bekamen ein kleines rotes Büchlein, „Die Rechte der Kinder“. Und fingen an die Einleitung zu lesen. Nach der großen Spielpause, wurden 2 Folgen der Fernsehserie „Die Rechte der Kinder“ angesehen. Nach den Folgen fassten einzelne Schüler den Filmverlauf noch einmal zusammen. Anschließend fing der Mathematik Unterricht an.
Da bis zu Schulschluss nur noch eine ½ Stunde übrig blieb, konnten die Schüler das Übungsblatt mit den Spiegelbildern fertig machen.
Am Nachmittag, war zwar offiziell keine Mittagsschule, dennoch versammelte sich die Klasse im Dorf um sich für die bald bevorstehende Fahrradprüfung vorzubereiten. Es wurde eine festgelegte Strecke im Dorf abgefahren. An den gefährlichen Stellen standen Lehrer, Polizisten und Eltern, die sich freiwillig gemeldet hatten, um aufzupassen damit kein Unfall passieren kann.
Und so endete der 3. Praktikumstag als Lehrer
4. Praktikumstag
Am Donnerstag begann der Schultag mit Sportunterricht. Die Stunde begann mit einem Fangspiel, um anschließend, aufgewärmt einen Mattenlauf durchzuführen. Nach dem Mattenlauf wurde die Flugrolle eingeübt, wobei man sofort gemerkt hat, wer im Turnverein ist und wer nicht. Zum Schluss wurde noch ein Ballspiel gespielt.
Nach einer kurzen Pause begann der Unterricht bei Herr Ellinger. An diesem Tag mussten sich die Schüler um den Schulgarten kümmern. Es fielen Aufgaben an wie, z.B. einen neuen Kompost Haufen anlegen, Beete gießen, Walderdbeeren anpflanzen und Unkraut jäten. Die Kinder teilten sich in Gruppen auf und begannen mit der Arbeit. die Kinder waren mit Spaß bei der Sache und konzentrieren sich auf die Arbeit. Während die Schüler im Garten arbeiteten zeigte mir Herr Ellinger den Garten und erklärte mir wie er organisiert ist (siehe: Kapitel Schulgarten). Anschließend wurden im Kompost noch sehr viele Engerlinge (Maikäferlarven) gefunden, so wurden diese auch noch kurze Besprochen und unter die Lupe genommen. Nachdem die Gartenarbeit beendet war, wurde das Thema Kinderrechte weitergeführt. Es wurde kurz alles vom Vortag wiederholt, um dann mit einem Lernzirkel fortzufahren. Die Kinder hatten 8 Stationen zur Auswahl, die sie, entweder in Partnerarbeit oder allein, bearbeiten konnten. Die Schüler konnten sich ihren Arbeitsplatz frei aussuchen, so waren ein paar im Schulgarten, im grünen Klassenzimmer, im Klassenzimmer oder auf dem Flur. Die Schüler mussten nicht alle Aufgaben lösen, so wurde in der letzten Stunde noch Rechnen wiederholt. Zu Beginn der Mathestunde wurde das 10er Einmaleins wiederholt (z.B. 7*12 oder 6*32) anschließend noch eine etwas komplexere Aufgabe, die jeder Schüler allein lösen musste.
Und so endete der 4. Praktikumstag.
5. Praktikumstag
Mein Tag begann nicht wie üblich in der Schule sondern im Kindergarten. Herr Ellinger nahm mich dieses Mal mit, um die zukünftigen Erstklässler kennenzulernen. Diesmal zeigte Herr Ellinger, den Kindern verschiedene geometrisch Körper (Bauklötzchen), die sie dann beschreiben sollten. Auf diese Art wollte her Ellinger herausfinden wie sich die Kleinen artikulieren können danach konnten sie mit den Klötzchen spielen. So konnte man gleich sehen wer kreativ ist und wer viel Fantasie hat. Anschließend bekamen sie ein Blatt zum ausmalen. So endete dann der Kindergartenaufenthalt und wir fuhren zurück in die Schule. Nach einer kurzen Pause begann der Unterricht mit der Fortsetzung des Pflanzentagebuchs. Nach der Spielpause wurde dann wieder das Thema „Kinderrechte“ fortgesetzt. Am Vortag wurde, von drei Gruppen, ein Rollenspiel im Rahmen des Lernzirkels, eingeprobt. Diese Rollenspiele sollten heute vorgeführt werden und ich sollte die Diskussion anschließend leiten. Da die Schüler sich noch einmal vorbereiten wollten, konnten in der Zwischenzeit die anderen ihre Zirkelaufgaben weiterführen. Nach ca. 10 Minuten waren alle drei bereit. So führten sie ihre eingeübten Stücke vor, wobei ich die anderen nach jedem Stück frage wie es ihnen gefallen hat. Leider entstand keine wirkliche Diskusion, da den Schüler die Stücke jeweils gefallen haben und sie es ähnlich gemacht hätten. Nachdem alle Gruppen fertig waren und ich einpaar Kommentare von anderen erfragt hatte, schaute sich die Klasse eine weitere Folge der Serie „Die Rechte der Kinder“ an. Nachdem Film entstand dann doch noch ein reges Gespräch über das Recht, dass Kinder Anspruch auf Briefgeheimnis und Privatsphäre hat. Kurz vor Schulschluss gingen alle noch mal in den Garten um ein Abschiedsphoto zu machen. Als alle Kinder schon das Schulhaus verlassen hatten, zeigte mir Herr Ellinger das Schulhaus, den Garten und den Barfusspfad. Er stand mir Rede & Antwort auf meine Fragen bezüglich des Lehrerberufes und der Aufgaben als Schulleiter. So endete dann auch schon die erste Praktikumwoche.
Meine Erkundungsstelle
Allgemeine Informationen zur Gutenberg Schule
Die Gutenberg-Schule ist eine Stadtteilgrundschule von Oberndorf a. N.. Rund 120 Kinder aus den Ortsteilen Bochingen und Boll verteilen sich zur Zeit auf sechs Klassen. Die Klassen 2 und 4 werden als Parallelklassen geführt.
An der Schule unterrichten fünf Klassenlehrer/innen, zwei abgeordnete Lehrkräfte aus Nachbarschulen sowie zwei Religionslehrer.
Die Schule liegt im Grünen. Sie hat sieben Klassenräume, die alle u.a. über eine Klassenbücherei, eine Druckereiecke sowie ein oder zwei Computer verfügen; einen Werkraum, der auch als Küche genutzt werden kann; zwei Druckereiräume, von denen der größere zusätzlich mit fünf Computern (z.T. mit Internetanschluss) ausgestattet ist; breite Flure, die als zusätzliche Lernräume genutzt werden; eine Pausenhalle, die das Schulgebäude mit der Turnhalle des TV Bochingen verbindet; ein großes Pausengelände mit Schulhof, Spielplatz, Hartplatz, Beachvolleyball-Feld und Fußballfeld; einen Verkehrsübungsplatz; ein großes Schulgartengelände; ein Tümpelgelände, 800 m vom Schulhaus entfernt.
Im Rahmen der \"Verlässlichen Grundschule\" gibt es für die Kinder in der Zeit von 7.30 Uhr bis 13 Uhr ein Betreuungsangebot des Schulträgers.
Die Viertklässler fahren drei bis fünf Tage ins Schullandheim – entweder in Naturfreundehäuser im Landkreis oder ins Landesschulzentrum für Umwelterziehung in Adelsheim.
Schuldruck
Der Schuldruck wird an der Gutenbergschule schon seit vielen Jahren betrieben, da er vor allem unter eine pädagogischen Aspekt sehr wertvoll ist, so funktioniert das Drucken nur in Teamarbeit, es erfordert das Arbeiten von Kopf und Hand, verlangt sauberes und gewissenhaftes Arbeiten und fördert sowohl bei der Textgestaltung genauso wie die Kreativität beim Bilddruck. Der Arbeitsprozess ist gleichermaßen wichtig wie das Ergebnis. Da beim Setzen mit den beweglichen Lettern der Aufbau von Wörtern geübt wird, wird so auch die Rechschreibung geübt.
Druckpressen, Schriften und Trockenregale sind auf beiden Stockwerken auf den Fluren beziehungsweise in allen Klassenzimmern zugänglich. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Druckereiräume. In dem größeren stehen zusätzlich fünf Computer.
Nach dem baden-württembergischen Bildungsplan ist Schuldrucken in Grundschulen erwünscht.
Der Schulgarten
Der gesamte Grünbereich der Gutenbergschule wird als Schulgarten angesehen. Die Arbeit im Garten ist klassen- und fächerübergreifend angelegt. Die Schüler sollen im Garten die Möglichkeit bekommen, mit allen Sinnen zu lernen. Jede Klasse betreut ein Beet, einen Obstbaum (Apfel, Birne, Zwetschge, Mirabelle oder Kirsche) und eine Beerensorte (Erd-, Heidel-, Brom-, Him-, Johannis- oder Stachelbeeren).
Es wurde auch ein spezieller Plan für alle Klassen angefertigt:
Klasse 1: Blumenzwiebeln vergraben im Herbst, Unterschiede kennen lernen zwischen Gewächshaus- und Freilandanbau.
Klasse 2: Dreifelderwirtschaft (Getreide-Hackfrüchte-Gründüngung)
Klasse 3: Einfache Formen der Mischkultur
Klasse 4: Betreuung der Kompostanlage und der Blumenbeete
Im Deutschunterricht verfassen die Kinder Texte über die Gartenaktivitäten, die zum Teil in der Schülerzeitung veröffentlicht werden. Zählen, Ausrechnen, Messen und Wiegen , Vergleiche anstellen sind mathematische Elemente der Schulgartenarbeit. Im Deutsch- und Kunstunterricht kommt natürlich unsere Schuldruckerei zum Einsatz. Das Drucken mit Naturmaterialien (Blätter, Gräser) ist sehr beliebt.
Zielberuf und Berufsfeld
Der Zielberuf meines Praktikums war der Beruf des Grundschullehrers. Um in diesem Beruf tätig zuwerden muss man ein Studium an einer Pädagogischen Hochschule absolvieren. In diesem Studium muss man, einen seinen Schwerpunkt auf ein Grund- oder Hauptschulamt setzen, da man automatisch eine Ausbildung zum Grund- und Hauptschullehrer macht.
Als Lehrer nimmt man eine große Verantwortung auf sich da man junge Menschen erzieht und unterrichtet und damit ihr auch ihr zukünftiges Leben prägt. Als Lehrer ist man zwar an einen Bildungsplan gebunden, doch gestaltet jeder Lehrer den Unterricht nach seinen eigenen Vorstellungen.
Dem Lehrer werden immer wieder neue Möglichkeiten geboten sich fortzubilden. Es werden im Laufe des Schuljahres immer wieder Fortbildungen organisiert die Lehrer besuchen können/z.T. müssen. So ein Fortbildungstag sieht dann so aus wie, z.B. der Bildungsplantag an dem ich an meinem ersten Praktikumstag teilgenommen habe. Für „normale“ Lehrer gibt es dann auch noch die Möglichkeit sich zu einem Schulpädagogen oder in einzelnen Fällen auch zu einem Schuldirektor weiterbilden zulassen.
Im Lehramt wird zwischen Grund-, Haupt-, Sonder-, Real- und Gymnasiallehrer unterschieden. Diese Ämter unterscheiden sich in Gehalt, der Altersgruppe der zu unterrichtenden, und ihrem Lehrvermögen.
Persönliche Schlussfolgerung
Im Großen und Ganzen war ich von meinem Praktikum sehr positiv überrascht. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen an einer Grundschule als Lehrer tätig zu sein, da die Kinder einfach noc zu klein wären und ich nicht wüsste wie ich mit ihnen umgehen soll. Nach dieser Woche kann ich aber getrost sagen, dass es doch Spaß macht mit jungen und wissbegierigen Schülern zu arbeiten. Ich habe auch großen Gefallen an der Umwelterziehung gefunden, wobei ich, auf die Zukunft hinblickend, annehmen muss, dass sich nicht alle Schulen engagieren den Schülern die Umwelt so nach zu bringen wie die Gutenbergschule. Außerdem halte ich das Klassenlehrersystem für sehr sinnvoll. Da die jungen Schüler nicht jede Stunde einen Lehrerwechsel haben und auch nicht von Klassenzimmer zu Klassenzimmer hetzen müssen. Die Klasse ist also die meiste Zeit mit dem Klassenlehrer zusammen, nur bei Fachfächern wie z.B. Religion oder Sport wird die Klasse von entsprechenden Fachlehrern unterrichtet. Auf diese Weiße kann man sich, wie beim Thema Kinderrechte, auch längere Zeit mit einem Thema am Stück beschäftigen ohne durch einen 45-Min-Takt gestört zu werden. Alles in einem, bin ich froh diese Schule als Praktikumsplatz ausgewählt zuhaben, da die Atmosphäre gut war, die Schüler und Lehrer sehr nett und mir ein komplett neuer Eindruck von Grundschulen gegeben wurde.
Dies war mein ( noch nicht ganz überarbeiteter) originaler Parktikumsbericht, falls jemand interesse an eventl. Anhang hat kann er mich ruhig kontaktieren.
(c) DA_BOMB




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