Alles Sense! (Taschenbuch) / Terry Pratchett Testbericht


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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Wusel85
Kann denn der Tod in Rente gehen?!
Pro:
ein absolut fesselnder Roman
Kontra:
ich wüsste nicht, was gegen dieses Buch sprechen sollte
Empfehlung:
Ja
Die deutsche Erstauflage ist 1994 im Goldmann-Verlag erschienen. (Kosten: 8,00€ ; ISBN 3-442-41551-9)
Kurze Erläuterung zur Scheibenwelt
Wie der Name schon verrät ist die Scheibenwelt eine scheibenförmige Welt. Sie wird von vier riesigen Elefanten getragen, die auf dem Rücken der Schildkröte Groß-A’Tuin stehen. Diese trägt die Scheibenwelt durchs All.
Neben den Menschen sind auf der Scheibenwelt, einer Welt voller Magie, auch noch andere Wesen zu Hause. Die Hauptstadt der Scheibenwelt ist Ankh-Morpork.
Inhalt
"Tot? Niedergeschlagen? Möchtest du noch einmal von vorn beginnen? Dann besuch den KLUB DES NEUEN ANFANGS [...] JEDE LEICHE WILLKOMMEN"
Gevatter Tod persönlich wird pensioniert und geht fortan tödlich beleidigt seiner eigenen Wege: Als ihm klar wird, dass auch er nun sterben wird, begibt er sich auf die Erde und findet bald einen Job als Aushilfe auf einer Farm. Dort tauscht er seine schwarze Robe gegen Overall und Strohhut und nennt sich fortab Bill Tür.
Den Verstorbenen Bewohnern der Scheibenwelt bleibt unterdessen nichts anderes übrig, als als Untote ihr Dasein fortzusetzen.
So ergeht es auch Windle Poons, einem alten Magier, der nach seinem Ableben ziemlich verwirrt in die Welt der Lebenden zurückkehrt und dort die verrücktesten Dinge erlebt...vor allem da seine Magierkollegen nichts unversucht lassen, um den alten Windle auf mehr oder minder einfühlsame Art und Weise endgültig ins Jenseits zu befördern.
Gleichzeitig erscheinen überall auf der Scheibenwelt seltsame kleine Glaskugeln und als dann noch ganz alltägliche Gegenstände wie Nägel und Schrauben ein Eigenleben entwickeln, ist das Chaos perfekt.
Mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verrate...schließlich sollt ihr selbst nachlesen, wie es mit Windle Poons und dem Tod weitergeht. Nur so viel: Eslohnt sich auf jeden Fall. Eine wirklich sehr humorvolle und überaus spannende Story!
Der Tod
Der Tod wird bei Pratchett seit jeher personifiziert und das auf äußerst liebenswerte und sympatische Art und Weise. So fällt es ihm mitunter recht schwierig, sich in die Welt der Lebenden, bzw. in ihre alltäglichen Erlebnisse einzugliedern. Manche Sachen sind für ihn einfach nur absolut verwirrend. Da wäre z.B. diese Sache mit den Namen (s.o.): Wie soll man denn als Tod auch wissen, wie man zu heißen hat und akzeptiert zu werden?! Nichtsdestotrotz gibt Tod sich alle Mühe, obwohl er durch seine Ahnungslosigkeit oft in recht merkwürdige Situationen gerät (die für den Leser in der Regel recht amüsant sind). Manchmal kann er einem richtig Leid tun.
Besonders witzig sind diese bestimmten Kleinigkeiten, die man vom Tod eigentlich nie erwarten würde. Da wäre z.B. sein edles und stolzes Ross mit dem Namen...ja genau: Binky!! Binky ist tatsächlich ein echtes Pferd. Anfangs hatte der Tod auch Skelettpferde und Flammenrösser - die sich jedoch bald wegen abfallender Knochenteile oder brennender Stallungen als sehr unpraktisch erwiesen.
Kurz um: Tod ist einfach nur sympatisch.
Zur Aufmachung
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Taschenbuchausgabe. Obwohl ich eigentlich ein Fan gebundener Werke bin, so muss ich dennoch feststellen, dass die Titelseite sehr schön aufgemacht ist. Man sieht den Tod,also ein Skelett, in einer blauen Latzhose und mit einem Strohhut auf dem Kopf. Die Sense fehlt natürlich auch nicht. Im Hintergrund befindet sich ein großes Feld und einige andere Charaktere des Buches (sie alle zu nennen würde der Handlung wahrscheinlich zuviel vorwegnehmen). Weiter hinten sieht man unter einem Baum voll mit Stundngläsern den Nachthimmel.
Ich glaube kaum, dass ich das jetzt in seiner ganzen Pracht wieder geben konnte - dazu muss man es wohl selbst sehen. Wie gesagt: Mir gefällt es sehr gut.
Zum Roman an sich
Der Roman zeichnet sich vor allem durch seinen sehr humorvollen Schreibstil aus. So wird beispielsweise der Tod in keinem anderen Werk je eine so tragende und gleichzeitig sympathische Rolle einnehmen. Hinzu kommt außerdem das Schriftbild: Z.B. redet der Tod immer nur in Großbuchstaben.
Faszinierend dabei ist, dass das Buch trotz der vielen witzigen Einlagen keinesfalls lächerlich wirkt.
Pratchett versteht es, seine Leserschaft durch eine ausgewogene Mischung aus Spannung, Spaß und ernsthaften Versinnbildlichungen zu fesseln. Seine Ausarbeitungen sind so präzise, dass man sich beim Lesen nahezu jede Kleinigkeit bildlich vorstellen kann. Er wird nicht umsonst als der Douglas Adams der Fantasy gehandelt.
Weiterhin positiv zu beachten ist, dass man das Buch auch dann ohne Probleme verstehen kann, wenn man die anderen Teile der Scheibenwelt nicht kennt. (obwohl ich die auch empfehlen kann.)
Viel Spaß beim Lesen!
P.S. Wie euch vielleicht aufgefallen ist habe ich diesen Bericht nun ergänzt. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir dabei mit ihren Ratschlägen zur Seite gestanden haben. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen!
Liebe Grüße an all meine treuen Leser, euer Wusel ;-)
14 Bewertungen, 7 Kommentare
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13.08.2006, 14:20 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico :-)
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13.08.2006, 00:16 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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12.08.2006, 23:45 Uhr von HiRD1
Bewertung: sehr hilfreich~~ SH. Gruß, Ralf ~~
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12.08.2006, 23:34 Uhr von sandraberg
Bewertung: sehr hilfreichund sh die dritte - du schreibst ja viel ;-) lg sandra
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12.08.2006, 22:42 Uhr von PierreWM06
Bewertung: sehr hilfreich*sh* und *lg* ;o)
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12.08.2006, 22:41 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreich* Sehr hilfreich - Vic *
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12.08.2006, 22:40 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDu schreibst in einer lebendigen Sprache, über ein eher totgeschwiegenes Thema.
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