RTL Richterin Barbara Salesch Testbericht

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ab 7,12
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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  schlecht
  • Informationsgehalt:  schlecht
  • Präsentation:  schlecht
  • Action:  wenig
  • Spaß:  sehr wenig
  • Spannung:  wenig
  • Romantik:  sehr wenig

Erfahrungsbericht von Esemaugir

Kurzweilige, lehrreiche Unterhaltung am Nachmittag

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mittlerweile gibt es im Fernsehen ständig einen Boom von Sendungen auf allen Kanälen, sobald irgendeine sehr großen Erfolg hat. Eine Vorreiterrolle beim Typ der Gerichtsshows beschritt die Sendung, über die ich mich heute auslassen möchte. Es handelt sich um Richterin Babara Salesch. Viele von euch kenne die Sendung bestimmt, trotzdem stelle ich sie zunächst vor, bevor ich zu meiner Meinung über die Show komme.

Die Sendung:
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Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Sendung, die in einem Gerichtssaal spielt und in der demnach Gerichtsverfahren dargestellt werden. Die Nettosendezeit von einer dreiviertel Stunde steht immer für zwei Hauptverhandlungen bereit. Diese beiden Fälle sind generell gespielt und entsprechen nicht der Realität. Deshalb kann die Zeit wahrscheinlich auch so gut eingeteilt werden. Die Verfahren laufen nämlich nach immer dem gleichen Muster ab (was vor Gericht eigentlich auch logisch ist). Zunächst wird die Verhandlung eröffnet und der Staatsanwalt liest die Anklageschrift vor. Nachdem sich der Angeklagte geäußert hat, was er in der Regel auch tut, sprechen zwei oder drei Zeugen vor. Für mehr oder weniger Zeugen ist die Sendezeit nicht ausgelegt, so dass hier eine starke Monotonie zu erkennen ist. Danach ist die Beweisaufnahme beendet und Staatsanwalt sowie Verteidiger geben ihre Plädoyers ab. Der Angeklagte hat logischerweise das letzte Wort. Jetzt verkündet die Richterin das Urteil bzw. muss sich vor der Urteilsverkündung noch mit den Schöffen zurückziehen. Einzig daraus besteht im Prinzip die ganze Sendung.

Die Richterin ist, wie der Titel der Sendung schon verrät, Babara Salesch. Sie selbst sowie die jeweils anwesenden Staatsanwälte und Verteidiger sind bzw. waren früher tatsächlich im Bereich der Justiz tätig, so dass diese zumindest echt sind. Vermutlich ist das aber nur ein Überbleibsel aus früheren Sendungen. Damals waren die Fälle nämlich noch echt und dann kann man natürlich schlecht Schauspieler als Richter hinsetzen. Leider bekam man damit nur zivilrechtliche Fälle auf den Tisch (wir erinnern uns noch alle an den berühmten Moaschendroahtzaaaun), welche mit der Zeit nicht mehr genügend Einschaltquoten brachten. Da das Strafrecht wesentlich interessanter ist, ging man einfach dazu über nur noch strafrechtliche Fälle zu verhandeln. Diese konnten jedoch nicht echt sein und müssen deshalb gespielt werden. Ein Schauspieler kann theoretisch jeder sein. Manchmal habe ich aber auch schon echte Schauspieler entdeckt, die zumindest in irgendwelchen kleineren Rollen mitgespielt haben.
Babara Salesch ist jeden Werktag von 15 bis 16 Uhr auf Sat1 zu sehen. Die große Frage ist natürlich, ob man sich solch eine Sendung überhaupt antun muss.

Meine Meinung:
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Die Meinungen über Fernsehsendungen gehen immer sehr weit auseinander, weil Geschmäcker eben verschieden sind. Deswegen freue ich nicht jetzt schon auf Kommentare, die gegenteilige Meinungen darstellen.
Zuerst ist natürlich wichtig, welchen nutzen die Macher einer Sendung überhaupt geplant haben. Die Verfahren, die sich an der Realität orientieren, sollen einerseits das Rechtsbewusstsein der Bürger fördern und ihnen das komplizierte Strafrecht näher bringen. Dies lässt sich mit Sicherheit nicht abstreiten, denn gerade Babara Salesch schafft es, das Gesetz möglichst gut nachvollziehbar für den Zuschauer anzuwenden. Einen gewissen Erfolg bescheinigen ihr auch die stets guten Quoten.

Frau Salesch hat eine Art, die Fälle so in die Hand zu nehmen, dass sie amüsant anzusehen, gleichzeitig aber immer noch den nötigen Ernst durchblicken lassen. Strafrechtsfälle sind, wie oben schon kurz angesprochen, ohnehin interessanter als die meisten zivilrechtlichen Verhandlungen. Trotz der Tatsache, dass diese gespielt sind, wirken sie ziemlich echt. Die Richterin sowieso, aber auch die anderen Beteiligten strengen sich unheimlich an, um alles echt aussehen zu lassen. Die Schauspieler, die Angeklagte und Zeugen spielen, bereiten sich lange vor der Sendung auf ihren Auftritt vor, damit sogar die Tränen echt wirken.
Besonders interessant wirken natürlich Überraschungen, von denen es in der Show reichlich gibt. Immer wieder klären sich Fälle erst kurz vor der Urteilsverkündung restlos auf. Manchmal springt jemand von den Zuschauern auf, weil er es nicht mit ansehen kann, wie dort der falsche verurteilt bzw. der richtige nicht verurteilt wird. Diese unerwarteten Wendungen machen die Fälle natürlich noch wesentlich interessanter, obwohl manche Einlagen schon wieder etwas übertrieben wirken.

Das Spektrum der Fälle umfasst alle möglichen strafrechtlichen Belange von einem einfachen Diebstahl über einer Körperverletzung bis hin zu Totschlag. Dadurch lernen im Strafrecht weniger versierte Zuschauer natürlich das Strafrecht genauer kennen. Besonders interessant sind sicher auch die durchaus sehr unterschiedlichen Strafen bei ein und demselben Delikt. Mittels der Urteilsbegründung kann ich als Zuschauer aber sehr gut nachvollziehen, warum jemand eine höhere Strafe bekommt als der andere. Speziell diese kleinen Unterschiede halte ich für besonders wissenswert.

Fazit:
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Ich halte Richterin Babara Salesch durchaus für eine sehr informative und unterhaltsame Gerichtssendung am Nachmittag. Die Sendezeit um 15 Uhr ist genau richtig gewählt. Es werden alle mögliche Fälle behandelt, in denen nie der nötige Ernst außer acht gelassen wird, die aber fast immer äußerst unterhaltsam sind. Deswegen kann ich Euch, lieben Lesern, nur empfehlen Euch die Sendung gelegentlich mal anzuschauen. Wegschalten könnt ihr jederzeit, wenn Euch die Sendung nicht gefällt. Ich denke aber, die Sendung ist so interessant, dass man nicht so schnell wegschaltet, wenn man schon mal dort angekommen ist.

Esemaugir 2002

P.S.: Die Meinung kann auch bei anderen Meinungsplattformen zu finden sein (auf jeden Fall bei Ciao), dann aber nur unter dem Namen „Esemaugir“. Alle anderen Namen sind Faker.

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • awassa

    26.03.2002, 02:14 Uhr von awassa
    Bewertung: sehr hilfreich

    gucke auch liebend gerne diese Sendung und das Jugendgericht auf RTL, dieser Typ der nach Barbara salesch kommt (weiß nciht wie der heißt, Richter ???), den mag ich überhaupt nicht, da dort alles irgendwie künstlich erscheint im Gegen