Raubkopien Testbericht

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Erfahrungsbericht von forgi

Raubkopien, ein weiteres schwierieges Thema…

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Zuerst einmal etwas “geschichtliches”…

Raubkopien, sprich unlizenzierte Kopien, von Musik, Software und Texten gibt es schon so lange wie es die entsprechenden Medien gibt. So wurden schon immer von bekannten Bands z.B. Live-Mitschnitte von Konzerten angefertigt und nachher als MC’s, LP’s oder CD’s vervielfältigt und verkauft. Ich möchte hier schwerpunktmässig auf Software eingehen.

Weiter ging es mit Software, insbesonderen Spielen, für die weit verbreiteten Commodore Homecomputer C64 und Amiga per Diskette. Auf dem PC oder Mac wurden zu dieser Zeit eher noch legal geschäftlich genutzte Programme illegal für den privaten gebrauch kopiert.

Schon lange vor der Existenz des WorldWideWeb wurden sogenannte “Mailboxen” von privaten auf ihren PC’s laufen gelassen, auf die sich andere per Modem direkt einwählen konnten. Mit heutzutage erbärmlich anmutender Geschwindigkeit wurden so in Nächtelangen, sehr teueren, Downloadsessions die neusten Spiele und Programme getauscht.


Wie sieht es heute aus….

Die Verbreitung von Raubkopien erfolgt, entgegen der landläufigen Meinung, nicht in erster Linie übers Internet, sondern über von Kollegen gebrannte CD’s, die auf dem Schulhof oder im Büro getauscht werden.

Die immer bessere Versorgung mit Breitbandanschlüssen wie ADSL und Cable verbunden mit den dazugehörigen Flatrates (surfen zu monatlichen Fixkosten) werden bald dazu führen, dass die P2P-Clients wie Morpheus, LimeWire und ähnliche höhere “Schäden” für die Softwareindustrie verursachen als gebrannte CD’s.


Argumente der Softwareindustrie gegen Raubkopien….

Das illegale kopieren, installieren und benutzen von Software wird von der Softwareindustrie völlig korrekt als “Diebstahl geistigen Eigentums” bezeichnet. Die Industrie geht von riesigen finanziellen verlusten aus. Die jeweils angegebenen Horrorzahlen setzen voraus, dass jeder der eine Raubkopie benutzt dieses Programm sonst gekauft hätte, was absolut nicht stimmt…welcher Schüler könnte schon mehr als 1000 Euro für das Programm “Photoshop” ausgeben? Und schon wirds Zeit für die


Argumente der Raubkopierer gegen die Softwareindustrie…

Viel zu teuer seien die Programme und Spiele, ist die weit verbreitete Meinung. Jeder habe das Recht auf persönliche Weiterbildung, die nur durch entsprechende Programme gewährleistet sein könne. 50 Euro für ein Game seien einfach untragbar.
Teilweise kann ich diesen Argumenten NOCH zustimmen, zum grossen Teil, insbesondere bei den Spielen die nichts anderes als Luxusartikel sind nicht. Die Lizenzen einiger Hersteller (Adobe mit unter anderem Photoshop zum Beispiel) erlauben mittlerweile schon, dass jemand seine geschäftlich installierte Version auch zu Hause nutzen darf. Ein guter Ansatz.


Fazit
Raubkopien wird es immer geben. Grundsätzlich bin ich absolut nicht einig mit den Jägern und Sammlern, die von jedem Programm die neuste Version auf der Platte haben müssen um dadurch ihr Ego aufzubauen “Ey isch hab schon foddoschobb neun ey!”. Noch schlimmer sind kommerzielle raubkopien benutzer, das sollte hart bestraft werden. Ob allerdings ein Riesendrama darum gemacht werden soll, dass ein Student der sich ein Programm nicht leisten kann dieses kopiert, benutzen lernt und wenn er sich mal selbständig macht kauft und einsetzt sei dahingestellt (so hat übrigens die weite Verbreitung und der Erfolg von Microsofts Windows und Office funktioniert…)

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