Renault Megane Testbericht



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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von perde
Der neue Renault Mégane
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der neue Renault Mégane
Am Hinterteil des neuen Franzosen scheiden sich die Geister. Ab Herbst soll der extravagante Mégane für Wirbel in der Golfklasse sorgen.
Seit der Renault Mégane Mitte der neunziger Jahre den Renault 19 ablöste, hat er sich einen respektablen Platz in den Verkaufsstatistiken gesichert. 2001 wurden in Westeuropa 560.000 Stück verkauft. Damit lag das Kompaktklassefahrzeug auf Rang drei hinter VW Golf und Peugeot 206.
Nun führt Renault die zweite Generation des Mégane ein. Sie basiert auf der neuen gemeinsamen C-Plattform von Renault und Allianzpartner Nissan. Mitte November 2002 kommen die zwei ersten Modellversionen auf den Markt: die fünftürige Limousine und das dreitürige Coupé. Später soll es neben den bekannten Varianten Scénic, Kombi, Stufenheck und Cabrio diesmal auch eine siebensitzige Version geben. Termine für die nächsten Modellvarianten oder Preisvorstellungen existieren derzeit noch nicht.
Neues Markengesicht am Heck
Wohl am auffälligsten ist das Heck des neuen Autos. Die Designer formten es wie beim \"Raum-Coupé\" Avantime und bei der \"Raum-Limousine\" Vel Satis. Das eigenwillige Heck weckt auch Erinnerungen an den legendären Citroën Ami.
In punkto Sicherheit will Renault den Vorgänger, der bei Crashtests nach der europäischen Norm EuroNCAP als sicherstes Fahrzeug seiner Klasse ausgezeichnet wurde, sogar noch übertreffen. Das Modell verfügt über ABS, Bremsassistent und eine automatische Reifendruckkontrolle. Hinzu kommt das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Understeering Control Logic, ein System, das bei starkem Untersteuern regulierend eingreift. Außerdem verfügt der Mégane über einen neuartigen Anti-Submarining-Airbag für die Vordersitze. Zur Erinnerung: Unter Submarining versteht man die Gefahr, bei einem Unfall unter dem Gurt hindurchzugleiten. Insgesamt bieten Limousine und Coupé bis zu acht beziehungsweise zehn Airbags.
Eine neue, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung verbessert die Lenkpräzision. Auch die neue Fahrwerkskonstruktion trägt dazu bei und soll zudem ausgezeichneten Komfort gewährleisten. Der Mégane II hat Scheibenbremsen rundum; vorne sind sie innenbelüftet.
Fünf Motoren bei Marktstart
Das Angebot an Benzinmotoren setzt sich beim Marktstart aus drei Vierventil-Triebwerken zusammen: ein 1,4-Liter-Motor mit 95 PS, ein 1,6-Liter-Modell mit 115 PS und ein Zweiliteraggregat mit 140 PS. Die beiden letzteren sind mit einer verstellbaren Einlassnockenwelle ausgestattet. Alle Motoren entsprechen der Schadstoffnorm Euro 4 und sind daher in Deutschland befristet von der Kfz-Steuer befreit.
Die Dieselpalette setzt sich aus den Motorisierungen 1.5 dCi mit 82 PS und 1.9 dCi mit 120 PS zusammen. Beide sind Direkteinspritzer-Turbodiesel mit Common-Rail-Technik.
Zu diesen fünf bereits von anderen Modellen bekannten Aggregaten sollen sich später vier weitere Motoren gesellen, darunter der 1.5 dCi mit 100 PS und der 1.9 dCi mit 140 PS. Das Fünf- und das Sechsganggetriebe und das Automatikgetriebe wurden neu entwickelt. Sechs Gänge werden die Topmotorisierungen 1.9 dCi und der Zweiliter-Benziner besitzen.
Auto à la carte
Kombinieren kann der Kunde die Motoren mit den bekannten Designlinien Authentique, Expression, Dynamique und Privilège. Zusätzlich kann er sich zwischen drei Ausstattungsniveaus – Grundausstattung, Confort und Luxe – entscheiden.
Der Innenraum wartet optional wie der Avantime mit einem großen Panorama-Dach auf. Außerdem übernimmt der Mégane II Komfort-Features von den großen Brüdern Laguna und Vel Satis. Beispiele sind das weiterentwickelte schlüssellose Zugangs- und Startsystem, der Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer, die Tankklappe mit integriertem Tankdeckel, Licht- und Regensensoren und zwei verschiedene Navigationssysteme, eines davon mit ausklappbarem 16:9-Bildschirm.
Erstmals in einem Serienfahrzeug integriert wird das Bedienkonzept \"Touch Design\", das von der Studie Talisman her bekannt ist. Die Schalter, Hebel und Tasten sollen sich unverwechselbar anfühlen und so ihre Funktion gewissermaßen schon beim Berühren erahnen lassen. Der Fahrerplatz soll an ein modernes Flugzeug-Cockpit erinnern. Die wie ein Schubhebel gestaltete Handbremse trägt dazu bei. In der Einstiegsversion gibt es beim Mégane keine Veloursbezüge mehr, sondern ausschließlich hochwertige Stoffe, so Renault.
Fünf Zentimeter länger
Die Länge des Mégane ist um knapp fünf Zentimeter auf 4,21 Meter gewachsen. Der Kofferraum fasst bei normaler Sitzkonfiguration 330 Liter, das ist etwas weniger als bisher. Nach dem Umlegen der Rückbank wächst das Volumen aber auf 1.190 Liter.
In nur 29 Monaten, so schnell wie bisher kein anderes Renault-Modell, entwickelten die Ingenieure das Auto. Die Bodengruppe soll ab 2004 oder 2005 auch für Nissans Kompaktautos verwendet werden. Nach der gemeinsamen B-Plattform, auf der der neue Nissan Micra basieren wird, ist dies die zweite gemeinsame Bodengruppe. Bis zum Jahr 2010 planen Renault und Nissan insgesamt zehn Plattformen und acht Motorenfamilien.
Insgesamt möchte Renault mit dem neuen Mégane seinen Marktanteil im Kompaktsegment von 11,5 Prozent im Jahr 2001 auf 14 Prozent steigern. Außerdem sollen die Verkaufszahlen der verschiedenen Modellvarianten ausgeglichener sein als bisher.
Am Hinterteil des neuen Franzosen scheiden sich die Geister. Ab Herbst soll der extravagante Mégane für Wirbel in der Golfklasse sorgen.
Seit der Renault Mégane Mitte der neunziger Jahre den Renault 19 ablöste, hat er sich einen respektablen Platz in den Verkaufsstatistiken gesichert. 2001 wurden in Westeuropa 560.000 Stück verkauft. Damit lag das Kompaktklassefahrzeug auf Rang drei hinter VW Golf und Peugeot 206.
Nun führt Renault die zweite Generation des Mégane ein. Sie basiert auf der neuen gemeinsamen C-Plattform von Renault und Allianzpartner Nissan. Mitte November 2002 kommen die zwei ersten Modellversionen auf den Markt: die fünftürige Limousine und das dreitürige Coupé. Später soll es neben den bekannten Varianten Scénic, Kombi, Stufenheck und Cabrio diesmal auch eine siebensitzige Version geben. Termine für die nächsten Modellvarianten oder Preisvorstellungen existieren derzeit noch nicht.
Neues Markengesicht am Heck
Wohl am auffälligsten ist das Heck des neuen Autos. Die Designer formten es wie beim \"Raum-Coupé\" Avantime und bei der \"Raum-Limousine\" Vel Satis. Das eigenwillige Heck weckt auch Erinnerungen an den legendären Citroën Ami.
In punkto Sicherheit will Renault den Vorgänger, der bei Crashtests nach der europäischen Norm EuroNCAP als sicherstes Fahrzeug seiner Klasse ausgezeichnet wurde, sogar noch übertreffen. Das Modell verfügt über ABS, Bremsassistent und eine automatische Reifendruckkontrolle. Hinzu kommt das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Understeering Control Logic, ein System, das bei starkem Untersteuern regulierend eingreift. Außerdem verfügt der Mégane über einen neuartigen Anti-Submarining-Airbag für die Vordersitze. Zur Erinnerung: Unter Submarining versteht man die Gefahr, bei einem Unfall unter dem Gurt hindurchzugleiten. Insgesamt bieten Limousine und Coupé bis zu acht beziehungsweise zehn Airbags.
Eine neue, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung verbessert die Lenkpräzision. Auch die neue Fahrwerkskonstruktion trägt dazu bei und soll zudem ausgezeichneten Komfort gewährleisten. Der Mégane II hat Scheibenbremsen rundum; vorne sind sie innenbelüftet.
Fünf Motoren bei Marktstart
Das Angebot an Benzinmotoren setzt sich beim Marktstart aus drei Vierventil-Triebwerken zusammen: ein 1,4-Liter-Motor mit 95 PS, ein 1,6-Liter-Modell mit 115 PS und ein Zweiliteraggregat mit 140 PS. Die beiden letzteren sind mit einer verstellbaren Einlassnockenwelle ausgestattet. Alle Motoren entsprechen der Schadstoffnorm Euro 4 und sind daher in Deutschland befristet von der Kfz-Steuer befreit.
Die Dieselpalette setzt sich aus den Motorisierungen 1.5 dCi mit 82 PS und 1.9 dCi mit 120 PS zusammen. Beide sind Direkteinspritzer-Turbodiesel mit Common-Rail-Technik.
Zu diesen fünf bereits von anderen Modellen bekannten Aggregaten sollen sich später vier weitere Motoren gesellen, darunter der 1.5 dCi mit 100 PS und der 1.9 dCi mit 140 PS. Das Fünf- und das Sechsganggetriebe und das Automatikgetriebe wurden neu entwickelt. Sechs Gänge werden die Topmotorisierungen 1.9 dCi und der Zweiliter-Benziner besitzen.
Auto à la carte
Kombinieren kann der Kunde die Motoren mit den bekannten Designlinien Authentique, Expression, Dynamique und Privilège. Zusätzlich kann er sich zwischen drei Ausstattungsniveaus – Grundausstattung, Confort und Luxe – entscheiden.
Der Innenraum wartet optional wie der Avantime mit einem großen Panorama-Dach auf. Außerdem übernimmt der Mégane II Komfort-Features von den großen Brüdern Laguna und Vel Satis. Beispiele sind das weiterentwickelte schlüssellose Zugangs- und Startsystem, der Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer, die Tankklappe mit integriertem Tankdeckel, Licht- und Regensensoren und zwei verschiedene Navigationssysteme, eines davon mit ausklappbarem 16:9-Bildschirm.
Erstmals in einem Serienfahrzeug integriert wird das Bedienkonzept \"Touch Design\", das von der Studie Talisman her bekannt ist. Die Schalter, Hebel und Tasten sollen sich unverwechselbar anfühlen und so ihre Funktion gewissermaßen schon beim Berühren erahnen lassen. Der Fahrerplatz soll an ein modernes Flugzeug-Cockpit erinnern. Die wie ein Schubhebel gestaltete Handbremse trägt dazu bei. In der Einstiegsversion gibt es beim Mégane keine Veloursbezüge mehr, sondern ausschließlich hochwertige Stoffe, so Renault.
Fünf Zentimeter länger
Die Länge des Mégane ist um knapp fünf Zentimeter auf 4,21 Meter gewachsen. Der Kofferraum fasst bei normaler Sitzkonfiguration 330 Liter, das ist etwas weniger als bisher. Nach dem Umlegen der Rückbank wächst das Volumen aber auf 1.190 Liter.
In nur 29 Monaten, so schnell wie bisher kein anderes Renault-Modell, entwickelten die Ingenieure das Auto. Die Bodengruppe soll ab 2004 oder 2005 auch für Nissans Kompaktautos verwendet werden. Nach der gemeinsamen B-Plattform, auf der der neue Nissan Micra basieren wird, ist dies die zweite gemeinsame Bodengruppe. Bis zum Jahr 2010 planen Renault und Nissan insgesamt zehn Plattformen und acht Motorenfamilien.
Insgesamt möchte Renault mit dem neuen Mégane seinen Marktanteil im Kompaktsegment von 11,5 Prozent im Jahr 2001 auf 14 Prozent steigern. Außerdem sollen die Verkaufszahlen der verschiedenen Modellvarianten ausgeglichener sein als bisher.
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