Renault Twingo Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Fahreigenschaften:
- Fahrkomfort:
- Platzangebot:
- Zuverlässigkeit:
Erfahrungsbericht von gerkzeit
Er bemüht sich um meine Liebe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich noch von meinen Traumwagen, den Renault Safrane berichtet. Ein Traumwagen, ja, aber leider nur wenn er fährt. Irgendwie hatte ich ein unglückliches Händchen und habe ein Exemplar erwischt bei dem die Elektronik spinnt. Jedenfalls kannten die Mechaniker mich schon beim Vornamen und sahen rot wenn ich wieder einmal mit meinen weinroten Luxuswagen auf den Hof vorfuhr. Die gesamte Palette des Renaultangebotes hatte ich als Ersatzwagen schon durchgemacht, bis mir dann schließlich der Kragen platzte und ich mit dem Rechtsanwalt drohte. Schnell nahmen sie ihren französischen Straßenkreuzer zurück und gaben mir einen Twingo als Ersatz. Nein, meine Vorstellung eines Autos erfüllte dieser Winzling nicht, aber was soll es, wenn er denn fährt.
Die äußere Erscheinung
Wie ein kleiner Postflitzer kommt der kleine gelbe Flitzer daher und hatte bei meinen Freunden auch schnell seinen Spitznamen weg. „Zitrone“. Na ja, eine Zitrone im weitesten Sinne war ja wohl eher mein Safrane. Die gelbe Signalfarbe ist bei seinen kleinen Außenmaßen wohl auch eher von Vorteil. Zu leicht könnte man das 3.84 m kurze und 1.59m schmale Renaultnesthäkchen übersehen. Die Motorhaube mit seinen 3 seitlich angebrachten runden Lufteinlässen geht schräg nach oben in eine Einheit mit der Windschutzscheibe über und bildet so eine fast schon klassische strömungsgünstige Keilform. Hinten fällt er steil nach unten ab und man hat den Eindruck als hätte er während der letzten Fahrt ein Stück seines Hecks verloren. Die Achsen mit den kleinen Twingo-rädern sind jeweils am äußersten vorderen und hinteren Ende der kleinen Karosse angebracht so dass es fast keine Überhänge gibt und ein größtmöglicher Fahrkomfort erzielt wird.
Der Komfort
Dieser ist bei dem kleinen erstaunlich. Die elektrischen Fensterheber werden durch kleine Kippschalter nach oben und unten bewegt. Die kleine runde Bedieneinheit vor den Kippschaltern der Fensterheber stehen der elektrischen Bedienung der Außenspiegel zur Verfügung. Die Türen werden durch eine ferngesteuerte Zentralverriegelung entriegelt, die gleichzeitig auch die elektronische Wegfahrsperre aktiviert bzw. deaktiviert. Ein komplett nach hinten zu öffnendes Faltdach ersetzt die Klimaanlage. Seine Effektivität wird sich im Sommer erweisen. Eine Servolenkung gibt es nicht. Der Wagen ist aber trotzdem, nicht zuletzt wegen seines geringen Gewichtes, extrem leicht zu steuern.
Das Platzangebot
Die vorderen Mitfahrer in meinem Kleinen werden nie Grund haben über die Platzverhältnisse zu meckern, so großzügig ist das Angebot an Fußraum für jene Passagiere. Hinten sieht es da schon etwas anders aus. Zumindest dann wenn man vor hat, außer den Insassen auch noch eine bisschen Gepäck mit auf die Reise zu nehmen. Sollte man dieses einigermaßen bequem in den kleinen Kofferraum bringen wollen dann lässt es sich nicht vermeiden die hintere Sitzbank nach vorne zu schieben um so den Kofferraum zu vergrößern. Das geht natürlich auf Kosten der beiden hinteren Passagiere. Braucht man keinen Kofferraum, dann kann man durch die nach hinten geschobene Sitzbank durchaus Limousinen-feeling in dem Kleinen bekommen. Allerdings wegen seiner geringen Breite nur für vier Personen. In jenem Falle sind die Platzverhältnisse enorm. Durch einzeln umklappbare Lehnen und der vollversenkbaren Rückbank kann man auch im Kofferraum ein großes Platzangebot schaffen.
Der Fahrkomfort
Für den Fahrer mögen die sehr eng stehenden Pedale den Fahrkomfort beeinträchtigen. Mir passiert es jedenfalls heute noch, dass ich Kupplung und Bremse gleichzeitig trete. Aber vielleicht ist dieser Twingo auch eher für die schmalen Füße einer Frau gedacht. Die Federung ist weich und durch den weiten Radstand erscheint das Abrollen sehr komfortabel. Er steckt Bodenunebenheiten weg wie ein großer. Der Motor ist bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern leise. Aber dann wird’s kritisch. Ein Stadtfahrzeug eben. Der Ein und Ausstieg der hinteren Passagiere ist durch die lang nach hinten gezogenen Türen problemlos. In engen Parkboxen hab ich sie allerdings schon verflucht.
Die Sicherheit
Auch die ist bei dem Kleinen großgeschrieben. Der Fahrer bzw. Beifahrerairbag gehört genauso selbstverständlich zu den Sicherheitseinrichtungen wie Wegfahrsperre und Gurtstraffer. Das Antiblockiersystem ist serienmäßig und spricht zuverlässig an. Die Lenkung ist leichtgängig (ohne Unterstützung) und direkt.
Der Verbrauch
Und nun kommen wir zum Sahnehäubchen meiner kleinen Zitrone. Der Benzinverbrauch! Nicht nur der Mechaniker sieht mich in letzter Zeit immer seltener, nein, vor allem der Tankwart kennt mich fast nicht mehr. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,5 Litern auf hundert Kilometern komme ich erst nach gut 600 km wieder zu meinem Freund den Tankwart. Auf der Autobahn bei Tempo 100 sind vier Liter Verbrauch nicht unmöglich und erlaubt bei dem 40 Liter Tank fast eine Reichweite von 1000 Kilometern. Diese Tatsache macht natürlich einige andere Unannehmlichkeiten zweimal wieder wett.
Andere Kosten
Die Versicherung ist mit 395 Euro im Jahr recht habbig. Da macht sich die enorme Beliebtheit des Wagens bemerkbar. Jedenfalls steht er auf der Diebesgutliste (trotz Wegfahrsperre) oben an. Gut, dafür kann weder ich noch er etwas, aber so sind eben heute die Tarife geregelt. Die Steuer steht da mit 61 Euro im Jahr schon wesentlich günstiger da.
Fazit
Der kleine Twingo gehört wahrlich nicht zu den Autos von denen ich in meinen glücklichsten Nächten geträumt habe. Nur die blöden Umstände mit meinen Safrane haben mich dazu gezwungen auf diesen Kleinwagen umzusteigen. Eine Zweckverbindung sozusagen. Jedoch muß ich uneingeschränkt zugeben, dass sich mein Twingo, durch Fahrkomfort, Verbrauch, Platzangebot und anderen Schnick-Schnack sehr um meine Liebe bemüht. Als Zwischenlösung hat er sich wirklich redlich verdient.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Der Renault Twingo ist ein typisches Beispiel von Understatement beim Automobilbau. Wer ihn sieht wird hoechstwahrscheinlich erst mal sagen:
\"Ach wie suess, der Kleine!\" Aber setzt euch mal rein und ihr kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Frontsitze sind so bequem und die Frontpartie so geraeumig, haette man mich mit verbundenen Augen reingesetzt, ich haette geglaubt ich saesse in einer Luxuslimosine.
Gute Raumausnutzung
Nun koennte man denken, das es ein leichtes waere die Sitze nach hinten zu verstellen um auf diese Weise vorne, auch in der kleinsten Karre Platz zu schaffen. Aber trotzdem ist es hier anders. Denn auch die Rueckbank kann man nach hinten verstellen und so auch hinten enormen Platz fuer die Beine schaffen. Oft hoert man die Aussage; \"Das Platzangebot ist fuer diese Fahrzeugklasse akzeptabel\". Beim Twingo aber ist das Platzangebot durchaus mit dem eines Ford-Mondeo vergleichbar. Dies gilt aber nur fuer die Passagiere, nicht fuers Gepaeck. Denn hier besteht das grosse Manko. Vier grossgewachsenen Maennern steht ein extrem gutes Platzangebot zur Verfuegung, nicht aber fuer deren Gepaeck. Denn schiebt man die Rueckbank nacht hinten ist das Volumen des Gepaeckraumes gleich null.
Ein Wagen fuer den Sonntagsausflug? Auf jeden Fall! Wie siehts aber fuer die Urlaubsreise aus? Schlecht! sehr schlecht!
Auch koennte ich mir vorstellen, dass die Font-Passagiere im Falle eines Auffahrunfalls, schlechte, bzw. sehr schlechte Karten haben. Nun ja alles kann man nicht haben.
Der Motor zeichnet sich im unteren Drehzahlbereich durch enorme Laufruhe aus, koennte aber in der Durchzugskraft besser sein. Das Design des Amaturenbretts ist gewoehnungsbeduerftig und ich werde nie verstehen was der Tachometer in der Mitte verloren hat. Digitalanzeige ist akzeptabel.
Wer einen praktischen Wagen fuer die taegliche Fahrt zur Arbeit, den Sonntagsausflug oder die Kindergartenfahrt braucht, ist mit dem Twinge mehr als sehr gut bedient. Fuer die Urlaubsfahrt ist er aber weniger geeignet.
Die äußere Erscheinung
Wie ein kleiner Postflitzer kommt der kleine gelbe Flitzer daher und hatte bei meinen Freunden auch schnell seinen Spitznamen weg. „Zitrone“. Na ja, eine Zitrone im weitesten Sinne war ja wohl eher mein Safrane. Die gelbe Signalfarbe ist bei seinen kleinen Außenmaßen wohl auch eher von Vorteil. Zu leicht könnte man das 3.84 m kurze und 1.59m schmale Renaultnesthäkchen übersehen. Die Motorhaube mit seinen 3 seitlich angebrachten runden Lufteinlässen geht schräg nach oben in eine Einheit mit der Windschutzscheibe über und bildet so eine fast schon klassische strömungsgünstige Keilform. Hinten fällt er steil nach unten ab und man hat den Eindruck als hätte er während der letzten Fahrt ein Stück seines Hecks verloren. Die Achsen mit den kleinen Twingo-rädern sind jeweils am äußersten vorderen und hinteren Ende der kleinen Karosse angebracht so dass es fast keine Überhänge gibt und ein größtmöglicher Fahrkomfort erzielt wird.
Der Komfort
Dieser ist bei dem kleinen erstaunlich. Die elektrischen Fensterheber werden durch kleine Kippschalter nach oben und unten bewegt. Die kleine runde Bedieneinheit vor den Kippschaltern der Fensterheber stehen der elektrischen Bedienung der Außenspiegel zur Verfügung. Die Türen werden durch eine ferngesteuerte Zentralverriegelung entriegelt, die gleichzeitig auch die elektronische Wegfahrsperre aktiviert bzw. deaktiviert. Ein komplett nach hinten zu öffnendes Faltdach ersetzt die Klimaanlage. Seine Effektivität wird sich im Sommer erweisen. Eine Servolenkung gibt es nicht. Der Wagen ist aber trotzdem, nicht zuletzt wegen seines geringen Gewichtes, extrem leicht zu steuern.
Das Platzangebot
Die vorderen Mitfahrer in meinem Kleinen werden nie Grund haben über die Platzverhältnisse zu meckern, so großzügig ist das Angebot an Fußraum für jene Passagiere. Hinten sieht es da schon etwas anders aus. Zumindest dann wenn man vor hat, außer den Insassen auch noch eine bisschen Gepäck mit auf die Reise zu nehmen. Sollte man dieses einigermaßen bequem in den kleinen Kofferraum bringen wollen dann lässt es sich nicht vermeiden die hintere Sitzbank nach vorne zu schieben um so den Kofferraum zu vergrößern. Das geht natürlich auf Kosten der beiden hinteren Passagiere. Braucht man keinen Kofferraum, dann kann man durch die nach hinten geschobene Sitzbank durchaus Limousinen-feeling in dem Kleinen bekommen. Allerdings wegen seiner geringen Breite nur für vier Personen. In jenem Falle sind die Platzverhältnisse enorm. Durch einzeln umklappbare Lehnen und der vollversenkbaren Rückbank kann man auch im Kofferraum ein großes Platzangebot schaffen.
Der Fahrkomfort
Für den Fahrer mögen die sehr eng stehenden Pedale den Fahrkomfort beeinträchtigen. Mir passiert es jedenfalls heute noch, dass ich Kupplung und Bremse gleichzeitig trete. Aber vielleicht ist dieser Twingo auch eher für die schmalen Füße einer Frau gedacht. Die Federung ist weich und durch den weiten Radstand erscheint das Abrollen sehr komfortabel. Er steckt Bodenunebenheiten weg wie ein großer. Der Motor ist bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern leise. Aber dann wird’s kritisch. Ein Stadtfahrzeug eben. Der Ein und Ausstieg der hinteren Passagiere ist durch die lang nach hinten gezogenen Türen problemlos. In engen Parkboxen hab ich sie allerdings schon verflucht.
Die Sicherheit
Auch die ist bei dem Kleinen großgeschrieben. Der Fahrer bzw. Beifahrerairbag gehört genauso selbstverständlich zu den Sicherheitseinrichtungen wie Wegfahrsperre und Gurtstraffer. Das Antiblockiersystem ist serienmäßig und spricht zuverlässig an. Die Lenkung ist leichtgängig (ohne Unterstützung) und direkt.
Der Verbrauch
Und nun kommen wir zum Sahnehäubchen meiner kleinen Zitrone. Der Benzinverbrauch! Nicht nur der Mechaniker sieht mich in letzter Zeit immer seltener, nein, vor allem der Tankwart kennt mich fast nicht mehr. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,5 Litern auf hundert Kilometern komme ich erst nach gut 600 km wieder zu meinem Freund den Tankwart. Auf der Autobahn bei Tempo 100 sind vier Liter Verbrauch nicht unmöglich und erlaubt bei dem 40 Liter Tank fast eine Reichweite von 1000 Kilometern. Diese Tatsache macht natürlich einige andere Unannehmlichkeiten zweimal wieder wett.
Andere Kosten
Die Versicherung ist mit 395 Euro im Jahr recht habbig. Da macht sich die enorme Beliebtheit des Wagens bemerkbar. Jedenfalls steht er auf der Diebesgutliste (trotz Wegfahrsperre) oben an. Gut, dafür kann weder ich noch er etwas, aber so sind eben heute die Tarife geregelt. Die Steuer steht da mit 61 Euro im Jahr schon wesentlich günstiger da.
Fazit
Der kleine Twingo gehört wahrlich nicht zu den Autos von denen ich in meinen glücklichsten Nächten geträumt habe. Nur die blöden Umstände mit meinen Safrane haben mich dazu gezwungen auf diesen Kleinwagen umzusteigen. Eine Zweckverbindung sozusagen. Jedoch muß ich uneingeschränkt zugeben, dass sich mein Twingo, durch Fahrkomfort, Verbrauch, Platzangebot und anderen Schnick-Schnack sehr um meine Liebe bemüht. Als Zwischenlösung hat er sich wirklich redlich verdient.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Der Renault Twingo ist ein typisches Beispiel von Understatement beim Automobilbau. Wer ihn sieht wird hoechstwahrscheinlich erst mal sagen:
\"Ach wie suess, der Kleine!\" Aber setzt euch mal rein und ihr kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Frontsitze sind so bequem und die Frontpartie so geraeumig, haette man mich mit verbundenen Augen reingesetzt, ich haette geglaubt ich saesse in einer Luxuslimosine.
Gute Raumausnutzung
Nun koennte man denken, das es ein leichtes waere die Sitze nach hinten zu verstellen um auf diese Weise vorne, auch in der kleinsten Karre Platz zu schaffen. Aber trotzdem ist es hier anders. Denn auch die Rueckbank kann man nach hinten verstellen und so auch hinten enormen Platz fuer die Beine schaffen. Oft hoert man die Aussage; \"Das Platzangebot ist fuer diese Fahrzeugklasse akzeptabel\". Beim Twingo aber ist das Platzangebot durchaus mit dem eines Ford-Mondeo vergleichbar. Dies gilt aber nur fuer die Passagiere, nicht fuers Gepaeck. Denn hier besteht das grosse Manko. Vier grossgewachsenen Maennern steht ein extrem gutes Platzangebot zur Verfuegung, nicht aber fuer deren Gepaeck. Denn schiebt man die Rueckbank nacht hinten ist das Volumen des Gepaeckraumes gleich null.
Ein Wagen fuer den Sonntagsausflug? Auf jeden Fall! Wie siehts aber fuer die Urlaubsreise aus? Schlecht! sehr schlecht!
Auch koennte ich mir vorstellen, dass die Font-Passagiere im Falle eines Auffahrunfalls, schlechte, bzw. sehr schlechte Karten haben. Nun ja alles kann man nicht haben.
Der Motor zeichnet sich im unteren Drehzahlbereich durch enorme Laufruhe aus, koennte aber in der Durchzugskraft besser sein. Das Design des Amaturenbretts ist gewoehnungsbeduerftig und ich werde nie verstehen was der Tachometer in der Mitte verloren hat. Digitalanzeige ist akzeptabel.
Wer einen praktischen Wagen fuer die taegliche Fahrt zur Arbeit, den Sonntagsausflug oder die Kindergartenfahrt braucht, ist mit dem Twinge mehr als sehr gut bedient. Fuer die Urlaubsfahrt ist er aber weniger geeignet.
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