Robbie Williams Testbericht

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Erfahrungsbericht von T_Goose

Ein wirklich unvergesslicher Abend

Pro:

grandiose Show, Robbie ist ein perfekter Entertainer

Kontra:

technische Probleme und Verkehrschaos nach dem Konzert

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser. Letzten Freitag, am 11.07.2003 war ich zusammen mit meiner Freundin bei Robbie Williams Konzert auf dem Mannheimer Maimarktgelände. Sie ist ein Riesenfan von Robbie und auch ich finde seine Musik voll in Ordnung. Natürlich komme ich dabei nicht so sehr ins Schwärmen wie mein Schatz ;-) Naja, so stand für uns jedenfalls letztes Jahr als der Vorverkauf begann fest, dass wir unbedingt Karten brauchten. Und wir gehörten zu denen, die 2 Stehplatzkarten für je 48,- € waren für das Openair in Mannheim ergatterten. Wir beiden waren überglücklich darüber und freuten uns schon lange Zeit vorher auf diesen Tag.

Die Anreise :
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Das Maimarktgelände liegt unmittelbar neben der B656 am Ortsrand von Mannheim. Schon im Radio hörten wir, dass es zu Behinderungen kommen würde, aber davon bekamen wir nicht allzu viel mit. Da wir bereits gegen 15 Uhr da waren, und der Verkehr sicherlich erst später mehr wurde, kamen wir recht gut auf den Parkplatz. Lag auch bestimmt daran, dass die Polizei den Verkehr sehr gut regelte.

Der Parkplatz an sich war eine große Wiese hinter der FH Mannheim. Für unseren Parkplatz mussten wir 5,- € bezahlen, was ich an für sich schon recht übertrieben finde. Bei dem hohen Kartenpreis wäre ein kostenloser Parkplatz auch drin gewesen. Aber was tut man nicht alles um Robbie Williams zu sehen ;-) Jedenfalls wiesen uns Ordner nett und zügig unseren Parkplatz zu. Dann machten wir uns zu Fuß auf dem Weg zu Maimarktgelände, was ca. 1,5 km entfernt lag. Es war zwar nicht ausgeschildert, aber wir schlossen uns einfach dem Strom der Menschen an ( damit lagen wir auch vollkommen richtig ).

Das Gelände :
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Nach ca. 20 Minuten waren wir dann auch schon da. Am Eingang gab es eine Kontrolle, durch die es aber schnell und zügig durchging. Es gab hier keine Staus und alles lief absolut reibungslos. Wir durften sogar etwas zu trinken mit auf das Gelände nehmen. Allerdings nur Getränke im Tetrapack und auch nur 1 Liter pro Person. Alles was darüber war, musste abgegeben werden. Da wir davon aber vorher schon im Radio gehört haben, waren wir bestens vorbereitet.

Das Gelände an sich ist wirklich riesig und wir sahen schon von weiten die große Bühne und die 4 Sitzplatztribünen. Irgendwo dazwischen würden wir auch bald stehen. Es gab auch zahlreiche Stände mit Getränken und was zu Futtern, an denen es recht zivile Preise gab. Wasser, im 0.2 Liter Becher gab es ab 1,50 €, Cola und Bier ab 2,- €, Bratwurst für 2,50 € und einen Döner für 3,50 €. Alles in allem ganz vernünftige Preise. Es gab auch mehrere Fanartikelstände, an denen man sich mit T-Shirts, Kappen, Büchern und Postern von Robbie eindecken konnte. Die Preise fand ich aber vollkommen übertrieben, denn ich würde niemals 42,- € für ein T-Shirt ausgeben, auf dem lediglich RW ( für Robbie Williams ) steht. Hier zogen wir vorbei und machten uns auf den Weg zu unserem Platz. Wir konnten uns ganz gut vorkämpfen und standen dann ein paar Meter vor dem Technikturm ziemlich genau in der Mitte der Bühne. Diese war aber allerdings noch gut 20 Meter von uns entfernt.

Unseren Platz hatten wir nun. Jetzt hieß es warten. Da mit den Vorbands um 18 Uhr begonnen werden sollte, hatten wir noch gut 2 Stunden, die wir uns vertreiben mussten. Aber auch das haben wir, genau wie die anderen der 65.000 Besucher, ganz gut rumbekommen.

Die Vorgruppen :
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Als erste Vorgruppe trat Kelly Osbourne, die Tochter von Altrocker Ozzy Osbourne auf. Sie war zwar eine Viertel Stunde zu spät, aber dafür rockte sie gleich richtig los. Ich habe zwar von ihren Liedern bis auf „Papa don’t Preach“ keines gekannt, aber ich fand ihre Musik trotzdem gar nicht so übel. Als Vorgruppe war es jedenfalls vollkommen in Ordnung, da ihre Musik sehr rockig und fetzig ist, und somit den Zuschauern richtig eingeheizt hatte, obwohl das die Sonne vorher auch schon getan hatte ;-) Zu ihrer Show bleibt nicht viel zu sagen. Sie sprang über die Bühne und unterhielt sich mit ihren Bandmitgliedern, mehr gab’s nicht. Gegen 19 Uhr ging sie dann wieder von der Bühne und bekam auch ein wenig Applaus.

Die Bühne wurde ein wenig umgebaut, ein Klavier wurde dazu geschoben, und dann kam gegen 19.45 Uhr die zweite Vorgruppe „The Cardigans“. Da war ich doch ein wenig überrascht, denn die waren vor ein paar Jahren mit „Love me“ in den Charts ganz oben vertreten und jetzt waren sie als Vorgruppe hier. Sie spielten allerdings laute unbekannte, wahrscheinlich neue Lieder aus ihrem Album. Ich habe jedenfalls nichts davon gekannt. Sie spielten auch etwas ruhiger als Kelly zuvor, aber auch ihre Musik war voll und ganz in Ordnung. Sie spielten auch eine gute halbe Stunde und verließen dann gegen 20.20 Uhr die Bühne.

Jetzt wurde wieder alles umgebaut und für den eigentlichen Hauptakt alles vorbereitet. Die Bühne wurde leergeräumt und es standen lediglich noch ein paar Mikros auf der Bühne. Als dann die Lichttechniker über die schmale Strickleiter auf ihren Arbeitsplatz hoch über der Bühne kletterten, war für uns klar, dass es jetzt gleich losgehen würde.

Der Auftritt :
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Pünktlich um 21 Uhr war auf der riesigen Videoleinwand ein Bild von Robbie Williams zu sehen, wo links und recht jeweils das Wort „Love“ und „Hate“ stand. Die Menge und auch wir waren aus dem Häuschen und die Stimmung kochte. Jetzt war es jeden Moment so weit. Dann plötzlich, öffnete sich die Videoleinwand in 6 Teile und Robbie Williams kam kopfüber, mit den Beinen an einem Seil hängend, auf die Bühne geflogen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was da im Publikum los war! Es gab Applaus, Schreie, Robbie-Rufe! Es war einfach phänomenal, was dieser Mann alleine bewirken kann. Selbst ich war von seinem Auftritt begeistert.
RW begrüßte sein Publikum mit den Worten „Let me entertain you“ und einem „Hallo Mannheim. Ich bin ein Rockstar!“ Und damit hatte er auch vollkommen recht. Er legte auch sogleich mit „Let me entertain you“ los und brachte damit die Masse zum Jubeln.

Die Bühne hatte einen Steg, der in das Publikum hinein führte. Auf dieser heilt sich RW die meiste Zeit über auf und heizte somit die Stimmung immer wieder an. Hinten auf der Bühne gab es links und recht jeweils 2 Treppen, die nach einer Art Ausguck auf Schiffen aussah. Diese waren aber eher fürs Robbies Tänzerinnen, die seiner Aussage nach aber alle einen Freund hätten ;-)
Die Videoleinwand, die vorher von im Vordergrund war und somit die Bühne erst verdeckt hatte, war nun im Hintergrund. Sie wurde je nach bedarf komplett zu einer Leinwand zusammengefahren oder auch in sechs Teilen im Hintergrund verteilt. Links und rechts von der Bühne waren noch zwei große Leinwände, auf den Robbie die ganze Zeit über zu sehen war. So hatte also auch diejenigen die ganz hinten standen etwas von der Show und konnten ihr Idol ganz groß sehen.
Die Lautstärke seiner Musik war bombastisch laut, aber es ist doch genau das, was wir alle hören wollten.

RW spielt während seiner Show zahlreiche seiner Hits, wie „Feel“, „Monsoon“, „Handsome Man“, „Me and my Monkey“, „Supreme“, „Millennium“, „Let Love be your Energy“, „Rock DJ“, „Mister Bojangle“, “Strong”, “No Regrets”, “She’s the One”, “One for my Baby” und natürlich zum Abschluss “Angels”.

Robbie schaffte es ganz geschickt, das Publikum immer wieder geschickt in seine Show mit einzubinden. So fragte er bevor er „Strong“ sang, ob wir auf Karaoke stehen würden. Dann übte er mit uns den Refrain und dann ging es los. Auf der Videoleinwand lief der Text mit uns wir sangen alle begeistert mit. Einfach faszinierend, wie das alles arrangiert war.
Auch sprach er öfters mit dem Publikum und verteilte sogar Autogramme. Er beugte sich zu einem jungen Mädel herunter und schrieb ihr „Hey Jenny. Greetings from Robbie. You have nice Tits” auf ihre Eintrittskarte. Dabei sagte er ihr zuerst, dass er insgesamt 65.000 Leute unterhalten müsse und jeder wolle ein Autogramm. Doch dann fragte er uns ganz lieb und der Applaus sprach für sich.
Auch als ein Slip auf die Bühne flog, meinte RW nur, der würde etwas riechen. Aber es wären sehr angenehm ;-) So hatte er die Sympathien immer auf seiner Seite.
Auch ein Pärchen, welches er über die Videoleinwand aufforderte sich zu küssen, gehorchte ihm aus Wort. Es war fast so, als würde jeder alles für Robbie tun.

Er spielte weiter seine Hits und verzauberte uns damit. Ausgelassen sangen wir mit und hatte wirklich einen unvergesslichen Abend. Doch plötzlich kam etwas vollkommen unerwartetes. Robbie sagte, er müsse die Bühne kurz verlassen, weil ein Teil der Bühneneinrichtung einzustützen drohte. Es sei zu gefährlich, aber das Problem würde schnell behoben und dann würde die Party auch gleich weitergehen. Die Bühne wurde geräumt, die Bühneneinrichtung wurde reparieret und nach 5 Minuten war er wieder auf der Bühne. Robbie bewisse sogar Humor, als er mit einem Helm auf die Bühne kam. „Mir könnte etwas auf den Kopf fallen und mich töten. Deswegen mache ich jetzt mit Helm weiter.“ Den Helm schenkte er dann aber einen der Besucher und dankte uns auch noch einmal für unser Verständnis „God bless you all!“.
Dann machte er wieder weiter, als wäre nichts gewesen und auch dem Publikum hat die Pause nicht geschadet. Doch nach drei Liedern war schon fast wieder Schluss. Die „fucking technical Problems“ wie sie Robbie nannte, waren immer noch da. Außerdem musste er wegen der Anwohner um 23 Uhr aufhören und wollte nicht von der Polizei von der Bühne abgeführt werden. Aber er wolle noch ein Lied zum Abschluss spielen, und was würde sich da besser eignen, als „Angels“?!? Das Publikum war außer sich vor Freude und es gingen auch gleich zahlreiche Feuerzeuge an. Dann sangen wir alle gemeinsam, Robbie und das Publikum, diesen unvergesslichen Song. Es war ein atemberaubender Abschluss, an den meine Freundin und ich noch lange denken werden. Als dann auch noch eine riesiges Konfettifeuerwerk über uns nieder ging, war der Abend wirklich perfekt gewesen. Doch jetzt war es leider vorbei und Robbie verschwand ohne eine Zugabe von der Bühne. Auch die Robbie-Sprechchöre halfen nicht mehr. Aber auch wenn es etwas schade ist, dass er keine Zugabe gespielt hat, so war es doch ein unvergesslicher Abend, bei dem uns Robbie fast 2 Stunden lang perfekt unterhalten hat.

Die Abreise :
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Nach dem Ende des Konzertes um 23 Uhr, machten wir uns wieder auf dem Weg nach Hause. Oder vielmehr, wir versuchten es. War es für die Leute auf den Tribünen oder auf den hinteren Stehplätzen sicherlich noch ganz einfach das Gelände zu verlassen, so war es für uns eine einzige Katastrophe. Es waren lediglich 6 Ausgänge geöffnet, wobei jeder vielleicht 2 Meter breit war. Vor diesen Ausgängen waren zahlreiche Getränke- und Souvenirverkäufer, die zusätzlich behinderten. So war viel Geduld angesagt und es dauerte fast eine Stunde, bis wir endlich von dem Gelände herunter waren. Wenn dafür jetzt der Weg zum Parkplatz einigermaßen schnell gehen würde, wäre das ja noch erträglich gewesen. Aber dem war leider gar nicht so. Es waren einfach viel zu viele Menschen, die den gleichen Weg einschlugen. Was zusätzlich für Behinderung sorgte war, dass wir entgegengesetzt zum dem Verkehr vom Parkplatz liefen. So kamen weder die Autos voran und auch wir nicht. Das führte dazu, dass der Verkehr vom Parkplatz herunter vollkommen zum erliegen kam. Da ging wirklich nichts mehr! Das reinste Chaos!!! Als wir dann nach 2 Stunden endlich unser Auto erreicht hatten, waren wir wirklich froh. Da weder ein Auto vor noch zurück fahren konnte, legte wir uns erst einmal für eine halbe Stunde aufs Ohr. Erstens waren wir mittlerweile wirklich total müde und zum anderen würde sich die Lage bis dahin bestimmt verbessert haben. Und so war es dann auch. Als wir gegen 2 Uhr nachts losfuhren, hatte sich alles wieder einigermaßen normalisiert. Es gab zwar noch etwas Stau und selbst auf der Autobahn hatte sich nicht gleich alles aufgelöst, aber nach 1,5 Stunde hatten wir auch die 130 km nach Hause überstanden.

Fazit :
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Das Konzert von Robbie Williams war wirklich der absolute Hammer! Ich war hin und weg und weiß schon jetzt, dass ich mir wieder ein Konzert von ihm ansehen werde. Ich fand es einfach faszinierend, wie er sein Publikum unterhalten hat. Das haben wirklich nicht viele so gut drauf. Seine Musik war phantastisch, da er wirklich alles seine großen Hits spielte. Auch wenn er wegen technischer Probleme abbrechen musste und keine Zugabe geben konnte, was ihm aber offensichtlich selbst Lied tat, war seine Show wirklich unvergesslich und der Preis für die Karten hatte sich für uns mehr als gelohnt.

Dieses Verkehrschaos sorgte für einen etwas bitteren Nachgeschmack nach einem so tollen Abend. Hier hätten die Ordner wirklich einiges anders Regeln müssen. Es wäre wirklich nicht auszudenken gewesen, was passierte wäre, wenn die technischen Probleme auf der Bühne zu einer Massenpanik im Publikum geführt hätten. Zum Glück ist aber alles gut gegangen.

Meine Bewertung für das Robbie Williams Konzert in Mannheim beträgt die Note 1, da was das Konzert angeht, wirklich alles perfekt war. Wenn ihr mal die Möglichkeit haben solltet, ein Konzert von RW zu besuchen, dann kann ich euch das nur empfehlen. Es lohnt sich auf jeden Fall!!!

Ich danke euch allein fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren

Ciao T_Goose

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