Schwimmen (gebundene Ausgabe) / Martin Krauß Testbericht

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Erfahrungsbericht von Michi23

Man sollte früh damit beginnen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Lange Zeit, um genau zu sein, 12 Jahre war ich im Schwimmverein. Angefangen hatte alles damit, dass meine Mutter mich mit 4 Jahren in den Schwimmverein steckte. Der Verein nannte sich MTV und diese Abkürzung stand für „Mülheimer Sportverein“. So nämlich hieß der Kölner Stadtteil, in dem ich aufgewachsen bin. Das tolle am MTV war aber, dass man nur einen Jahresbetrag zahlen musste, dafür aber auch an allen anderen Sportarten „kostenlos“ teilnehmen konnte, die noch angeboten wurden und das waren reichlich. Beispielsweise Trampolin, Badminton, Breitensport, alle Ballsportarten außer Fußball und und und. Nun gut. Angefangen hatte aber nun mal alles mit dem Schwimmen und weil ich in diesem Gebiet nahezu zu einem kleinen Profi geworden bin, kenne ich mich in Bezug auf diesen Sport sehr gut aus und vielleicht hast Du ja ein bisschen Lust, mir Dein Ohr zu schenken und hörst Dir einfach mal an, was ich dazu zu sagen habe.

Schwimmen tun wir im Sommer fast alle gern. Denken wir doch mal an unseren Jahresurlaub, der wohl bei den meisten unter uns, am Meer verbracht wird. Dort schwimmen wir im Meer oder eben im Poll vom Hotel. Doch schwimmen ist natürlich nicht gleich schwimmen. Einige robben sich nur so vor sich und andere wiederum schwimmen graziös Bahn für Bahn. Kleinkinder tragen Schwimmflügel und ich sehe mir dieses Szenario immer recht gerne an, schließlich hatte ich damals auch so angefangen.

Schwimmen hatten wir auch im Schulunterricht als Fach. Dort lernten in der Tat noch einige richtig Schwimmen. Ich war allen Voraus, was aber nicht unbedingt von Vorteil war, da ich mir teilweise tierisch gelangweilt habe. Dort wurden dann Abzeichen gemacht und zwar fängt man an mit dem Seepferdchen, gefolgt von Bronze, Silber und schließlich Gold. Dann ist erst mal Schluss. Das sind die Grundabzeichen, alles was danach kommt, ist nicht im Pflichtprogramm mit inbegriffen. Viele scheiterten schon beim Silber, da man hier weit tauchen musste.

Was man im einzelnen tun muss, um ein Abzeichen zu erlangen, ist folgendes:
Seepferdchen:
Hier ist es lediglich erforderlich 25 m zu schwimmen und am Ende dann einen Tauchring aus schultertiefem Wasser herauszuholen. Das hört sich natürlich ganz simpel an, doch wenn man vorher noch nicht richtig schwimmen konnte, dann können sogar 25 m wie eine Ewigkeit sein.

Bronze:
Hier ist schon mehr Können gefragt. Man muss vom Beckrand ins Wasser springen und 200 m in höchsten 15 Minuten schwimmen. Dann ist es noch erforderlich 2 m tief zu tauchen und dabei einen Gegenstand vom Boden zu holen. Außerdem wird es erwartet, dass man vom 1 Meter Brett einen Startsprung vollzieht. Was auch noch Pflicht ist, ist, das man von den Baderegeln Kenntnisse erlangt hat.

Silber:
Hier ist dann folgendes Pflicht. Ein Startsprung und mindestens 400 m musst Du binnen 25 Minuten schweimmen. Davon 300 m Bauch und 100 m Rücken. Dann sollst Du noch 2 mal ca. 2 Meter tauchen und wieder einen Gegenstand vom Boden des Beckens heraufholen. Ebenfalls ist es notwendig 10 m weit zu tauchen und einen Sprung vom 3 m Brett zu vollenden. Die Baderegelund und Selbstrettung sind ebenfalls eine Bedingung zum Erlangen des Abzeichens.

Gold:
Kommen wir zum letzen der Grundabzeichen, nämlich dem Gold. Hier kommen wirklich nur noch gute Schwimmer zum Zug, das habe ich selbst gesehen. 600 m muss man hier in höchstens 24 Minuten schwimmen. 50 m Brust in höchstens 70 Sekunden und 25 m Kraulschwimmen sowie 50 m Rückenschwimmen mit Gratschschwung ohne Armtechnik; es kann aber auch 50 m Rückenkraulschwimmen gewählt werden. Hier werden allso alle Schwimmarten unter Beweis gestellt. Danach ist es notwendig 15 m weit zu tauchen, wo die meisten schon gescheitert sind. Tieftauhen und das Herausholen von drei kleinen Tauchringen aus einer Wassertiefe von etwa 2 m innerhalb 3 Minuten mit höchstens 3 Tauchversuchen, ist ebenfalls Voraussetzung. Der Sprung vom 3-Meter-Brett wird ebenfalls noch mal unter Beweis gestellt und 50 m Transportschwimmen ist auch mit von der Partie. Jetzt muss sogar ein Nachweis gestellt werden, dass man die Baderegeln kennt, und Hilfe bei Bade-, Botts-, und Eisunfällen) erlangt hat.

Ich habe selbstverständlich alles Abzeichen mit guten Vorrausetzungen erlangt und bin somit in den Leistungssport eingetreten. Hier ging es dann richtig zu Sache, was ich dann ca. 6 Jahre gemacht habe.

Beim Schwimmen gibt es verschiedene Schwimmtechniken zu denen Brust-, Kraul,- Rücken und Delphinschwimmen zählen. Nicht alles sind gleich einfach für mich zu bewältigen und so kam ich am schnellsten beim Kraulschwimmen voran. Brustschwimmen zählt zu einer Technik, die eigentlich jeder erwachsenen Mensch in seinem bisherigen Leben erlernt haben sollte, da Schwimmen gut für den Körper ist. Am anstrengsten war Delphinschwimmen für mich. Rückenschwimmen fand ich öde.

Schwimmen ist vor allem für Rückenleidende zu empfehlen. Wichtig ist aber auch, dass man sich vor dem Schwimmen gut aufwährmt und anschließend Dehnübungen vollzieht. Niemals aber sollte man es umgekehrt machen. Rückenschwimmen ist die bekannte Schwimmtechnik, die bei Rückenleiden empfohlen wird. Die anderen Schwimmtechniken sollte man hier lieber sein lassen.

Schwimmen machte mir lange Zeit über im Verein Spaß. Heute schwimme ich nur noch in meiner Freizeit. Hierzu fahre ich ins Schwimmbad und schwimme einige Bahnen. Verlernen kann man das Schwimmen eigentlich nicht. Hat man es einmal gelernt, so bleibt diese Erungenschaft das ganze Leben erhalten, so wie es mit dem Lesen und schreiben auch ist. Es ist jedoch wichtig, dass man richtig schwimmt und ich finde es ungemein wichtig, schon Kleinkinder in den Schwimmverein zu stecken. Schwimmen ist eine Sportart, die man eben beherrschen sollte. Man könnte sonst sovieles nicht mitmachen. Tretbootfahren z. B. würde ich niemals tun, könnte ich nicht schwimmen. Die Angst vor dem Wasser nimmt man sich am besten schon im frühen Kindesalter. Ich bewege mich im Wasser wie ein Delphin, hat mein Trainer immer gesagt und er wollte aus mir eine „Michaela Groß“ machen. Tja, leider kamen mit der Zeit andere Hobby dazu und das Schwimmen wurde mit der Zeit nebensächlich für mich.

Ich bin aber keineswegs traurig über diese Zeit, die ich mit schwimmen verbracht habe. Sie hat meinen Körper gestärkt und Muskeln aufgebaut. Durch das Schwimmen nämlich werden alle Muskeln beansprucht und man kann davon ausgehen, dass man einen wirklich muskulösen Körper mit den Jahren erlangt. Gut durchtrainiert und das mit Spaß dabei. Ich bin froh, dass ich so gut schwimmen kann und es macht mir immer noch Spaß.

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