Erfahrungsbericht von jinix
One Night Stand und mehr?
Pro:
Juheissasa, Gedanken einer Frau beim sexuellen Exkurs.
Kontra:
Voyurismus+Exhibitionsimus+Nymphatisches Treiben = Kopie von Houllebecq
Empfehlung:
Nein
Laut dem neuen Schocker "Das sexuelle Leben der Catherine M." (Originaltitel: "La vie sexuelle de Catherine M.") sollen die Franzosen und Franzosinen wohl wesentlich aufgeschlossener sein als unsereins.
Während der Otto-Normaldeutsche (laut Bild am Sonntag) kein Sex ohne Liebe will, treibt's der/die Franzose(in) was das Zeug hält, ohne auf letzteres überhaupt zu achten. Könnte man meinen.
Ob's nun an der Übersetzung liegt oder nicht Zitate, wie diese: "Zu den größten Orgien, an denen ich teilgenommen habe, kamen an die 150 Menschen. Von einem Viertel oder Fünftel nahm ich das Geschlechtsteil je nachdem in die Hand, in den Mund, in die Möse, in den Hintern." sprechen für sich. Die Kunstkritikerin Catherine Millet läßt kein Detail aus um dem hiesigen Leser in der (Eigen)Art eines Michelle Houllebecq alle Details ihres lustvollen Treibens zu erläutern.
Meinung zum feminin-exhibitionistischen Sexualismus?
Kulturkritiker stehen nun relativ gespalten vor dem Thema. Voyurismus? Mangel an Einbildungskraft? Langeweile? Verschrobene Nymphe? Die Meinungen sind so zahlreich, wie Millet's kleine Exkurse ins Sexualleben.
Doch die Verkaufszahlen sprechen für sich: Zu Anfang gingen 5000 Stück täglich über die Ladentheke. Ihr Mann konnte nur eines dazusagen: "Was sie geschrieben hat, hat nie zuvor jemand geschrieben. Es gibt nichts Vergleichbares. Es gibt eine Tradition pornografischer Literatur, aber ein so exaktes Dokument über das Sexualleben einer Frau hat es nie gegeben. Das hat die Leser natürlich interessiert." Ich denke, dem kann man sich, ebenso wie der Freude über eine derat wunderbar erregende neue Einkommensquelle seitens Millets, nur anschließen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, liebe nun voyuristische Liebende und Liebenden.
Weiterführende Infos:
"Das sexuelle Leben der Catherine M." ist im Goldmann Verlag München erschienen und kostet 21 Euro. Die ISBN lautet:3-442-30964-6
22 Bewertungen, 5 Kommentare
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06.05.2002, 12:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichNa ja, der "größte Literaturkritiker aller Zeiten" M. R. R. soll das Buch ja sensationell gefunden haben. Nach einem etwas längerem Auszug zweifle ich allerdings daran, denn sprachlich gibt es absolut nichts weltbewegendes an Mill
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06.05.2002, 00:06 Uhr von SusanneRehbein
Bewertung: weniger hilfreichIrgendwie ist das weder eine Buchbeschreibung, noch eine Meinung.
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24.04.2002, 01:28 Uhr von ArthurDent
Bewertung: sehr hilfreichwo ist hier die eigene Meinung?
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24.04.2002, 01:09 Uhr von Ingwer
Bewertung: sehr hilfreichHm- naja, amüsant isses bestimmt
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24.04.2002, 01:06 Uhr von Peacemaker4all
Bewertung: sehr hilfreichBitte schau doch auch mal bei mir rein!
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