Signs - Zeichen (VHS) Testbericht

Signs-zeichen-vhs-thriller
ab 5,60
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Erfahrungsbericht von Angel05

Skuril und überraschend...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

\"Signs - Zeichen\" war für mich eigentlich schon wegen Mel Gibson Pflichtprogramm. Und nachdem ich die Vorschau bei meinen letzten Kinobesuchen eigentlich ganz gut fand, habe ich mir den Film nun auch angesehen. Ich möchte schonmal vorweg nehmen, das sich bei diesem Streifen vermutlich die Meinungen weit streuen werden, aber bildet sie Euch am besten selbst.

Inhalt
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Mel Gibson spielt den zweifachen Vater und ehemaligen Pfarrer Graham Hess. Er lebt mit seinem Sohn Morgan, seiner Tochter Bo und seinem Bruder Merril etwas abgelegen in einem großen Farmerhaus, umgeben von Maisfeldern, relativ einsam. Vor nicht allzu langer Zeit hat er seine Frau bei einem Autounfall verloren und glaubt seitdem nicht mehr an Gott. Aus diesem Grund hat er auch seine Berufung als Pfarrer niedergelegt. Man merkt relativ schnell, das die Familie - aber vor allem Graham - dieser Schicksalsschlag arg mitgenommen hat.

Gleich zu Beginn des Films wird man mit den Zeichen konfrontiert, um die es im gesamten Verlauf geht. Eines Morgens findet Graham seine Kinder auf dem Maisfeld direkt vor dem Farmerhaus wieder. Die beiden Schäferhunde sind aufgeregt und schlagen an und kurz darauf sieht man auch den Grund: In das Maisfeld sind über Nacht riesige Zeichen durch das umknicken der Maispflanzen gelangt. Graham denkt zuerst an einen Streich von Halbstarken in der Gegend, mit denen er häufiger im Klinch liegt. Schnell stellt sich jedoch heraus, das dies nicht der Fall ist, denn überall auf der Welt tauchen plötzlich diese sogenannten Kornzeichen auf. Außerdem werden kurz darauf überall fliegende Objekte am Himmel gesichtet, immer in der Nähe dieser Zeichen.

Zunächst ignoriert Graham jegliche Informationen aus den Medien, stellt aber schnell fest, das er sich der Situation nicht verschließen kann. Denn sein Haus steht in direkter Nähe eines solchen Kornzeichens. Außerdem mehren sich die Anzeichen dafür, das es sich tatsächlich nicht um eine gut organisierte Täuschung von Menschen handelt, sondern wirklich um Zeichen von Außerirdirschen.

Graham beschließt trotz der Vorzeichen, mit seiner Familie in dem Haus am Feld zu bleiben. Vielleicht ein Fehler, denn es stellt sich heraus, das tatsächlich Raumschiffe mit außerirdischen Wesen auf der Erde gelandet sind - und vor allem, das sie den Menschen feindlich gesinnt sind. Die nächste Nacht im mittlerweile verrammelten Farmerhaus wird für die Familie daher nicht nur zum Albtraum, sondern ein Kampf ums Überleben...

Interpretation
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Der Film hat in seinem gesamten Verlauf immer wieder etwas überraschendes. Vor allem, weil man den Inhalt nach der Vorschau und den ersten Szenen überhaupt nicht erwartet. Die oben beschriebene Story mag sich zwar ein wenig nach Independence Day anhören, ist aber etwas völlig anderes. Zwar wird in Signs mal wieder das Thema aufgegriffen, das feindliche Außerirdische die Menschheit bedrohen und ausrotten wollen, aber es wird hier eher eine Randgeschichte im Weltgeschehen betrachtet - nämlich die von Graham und seiner Familie - als die des Kampfes der gesamten Menschheit und weniger Helden, die dann letztendlich die Erde retten. Und eigentlich sind die Außerirdischen auch nur eine Nebenpart in den Film.

Ein großer anderer Teil beschäftigt sich mit der Person Graham Hess und seinen Ängsten, Leiden, Träumen und Vorstellungen seit dem Tod seiner Frau. Graham befindet sich in einer staren Persönlichkeitskrise, nicht zuletzt verursacht durch seinen verlorengegangenen Glauben an Gott. Im Laufe des Films gibt es mehrere Retrospektiven zurück zu dem Tag des Autounfalls und Todes seiner Frau.

Im Angesicht der drohenden Gefahr jedoch beschäftigt sich Graham intensiv mit seiner Familie und wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob es da nicht doch einen Gott gibt, der auf uns aufpaßt.

Insgesamt kann man den Film damit in zwei Teile aufteilen, die jedoch sehr eng miteinander verbunden sind: Die Invasion der Außerirdischen auf der Erde und Grahams Weg zu sich selbst, dem Kampf gegen seine Zweifel und Verzweiflung.

Beurteilung
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Der Film ist von denselben Produzenten wie \"The sixth sense\" gedreht worden, was ja schon einges an Spannung im Vorfeld verspricht. Diese Erwartungen sind jedoch mehr als übertroffen worden. Es gab Szenen, da ist jeder Kinobesucher zusammengezuckt, weil der Spannungsbogen über diesen Szenen wirklich extrem war. Der Film ist also wirklich nichts für schwache Nerven. Gerade durch die doch teilweise ein wenig langgezogene Handlung wird dieses Spannungsgefühl noch verstärkt.

Die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller ist meines Erachtens ziemlich gut. Sowohl Mel Gibson als auch sein Filmbruder und seine Filmkinder liefern eine sehr ernste und perfekt gespielt Leistung ab.

Insgesamt kann ich trotz längeren Nachdenkens über den Film jedoch nicht sagen, ob er mir gefällt oder nicht. Deswegen auch die Wertung. Einerseits war er von der Grundstory \"Außerirdische bedrohen die Erde\" her recht flach, andererseit aber auch sehr anspruchsvoll durch die Betrachtung der persönlichen Situation von Graham Hess.

Mein Fazit
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\"Signs - Zeichen\" ist durchaus sehenswert. Man darf allerdings keine leichte Samstagabendunterhaltung erwarten, sondern eher einen Film der sowohl sehr skuril als auch überraschend zugleich ist. Bis auf wenige Szenen zum Schmunzeln bringt er einen eher zum Nachdenken.

Am besten Ihr seht ihn Euch selbst an und bildet Euch Euer eigenes Urteil...

Vielen Dank für´s Lesen und Bewerten und bis bald.

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