Sixt Autovermietung Testbericht

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ab 16,41
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Summe aller Bewertungen
  • Support & Service:  durchschnittlich
  • Kundenfreundlichkeit:  durchschnittlich
  • Anzahl Filialen:  hoch
  • Dauer der Bearbeitung:  schnell
  • Auswahl Wagentypen:  durchschnittlich
  • Zustand der Fahrzeuge:  gut

Erfahrungsbericht von perde

Edle Leihwagen liegen im Trend

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Edle Leihwagen liegen im Trend

Die Luxuslimousine für Zwischendurch




Leihwagen sind für die meisten Autofahrer vor allem dann ein Thema, wenn ein Umzugs-Transporter oder ein Ersatz für den Unfallwagen gebraucht wird. Immer mehr Fahrer gönnen sich aber inzwischen auch einen Mietwagen als «Spaßmobil» für Zwischendurch. Da verschönt etwa das Cabrio im Sommer die Wochenenden; andere erfüllen sich den Traum, einmal Porsche zu fahren. Und mancher gönnt sich auch einen 7er BMW, um die elektronischen Spielereien der Ausstattung zu erleben. Während sich vor einigen Jahren aber nur Spezialvermieter auf diesem Gebiet tummelten, sind mittlerweile auch die Großen dabei.
Die Zahl der Kunden mit «Spaßmobil»-Wünschen nehme seit einigen Jahren zu, sagt Detlev Petsch, Vorstandsmitglied von Sixt in München. Oft handele es sich bei den Mietern um Menschen, die den Wunsch zum Spaß am Auto mit Vernunft verbinden: «Das ist oft eine rationale Entscheidung.» So wurde bei manchem die Kaufentscheidung für ein Sportcoupé oder Cabrio verworfen, weil die Vernunft sagte, der Wagen könnte zu selten genutzt werden. Also wird der Golf gekauft - und der Porsche oder der Mercedes SL für schöne Wochenenden gemietet.

Bei Avis Deutschland in Oberursel (Hessen) sieht man noch weitere Gründe für die Beliebtheit der so genannten Fun- und Luxusfahrzeuge. Demnach gibt es auch Interessenten, die gerne ein neu erschienenes Modell ausprobieren wollen. Andere verwendeten Mietwagen, um die Nobelmobile intensiv testen zu können. Und dann sind da natürlich noch die besonderen Anlässe wie Hochzeiten und Veranstaltungen.

Die Auswahl bei den Vermietern ist groß. So findet sich bei Avis ein Smart Cabrio ebenso im Angebot wie der Audi TT sowie die Porsche Modell Boxster und 911. Bei Europcar in Hamburg hält man unter anderem Mercedes SL, Mercedes CLK oder auch Geländewagen der M-Klasse bereit, und bei Sixt reicht die Palette der Besonderen vom Audi A4 Cabrio bis zum 7er BMW. Mancher Vermieter hat sich gerade mit seinem Hang zum Besonderen erst richtig einen Namen gemacht. So wurde der Autovermieter Turtle Rent in Frankfurt/Main unter anderem damit überregional bekannt, dass seinerzeit schon acht Monate vor der offiziellen Markteinführung der VW New Beetle im Programm war.

«Die Nachfrage nach besonderen Autos hat sich in den vergangenen zwei, drei Jahren verstärkt», sagt Turtle-Rent-Geschäftsführer Wolfgang Höfler. «Es werden daher heute auch Fahrzeugtypen angeboten, die vor ein paar Jahren nicht üblich waren.» Dazu gehören bei Turtle der Porsche 911, der Mini oder auch ein Exot wie der Roadster Lotus Elise. Ständig kommen neue Modelle dazu: Während man noch im Jahr 2001 gerade 35 besondere Fahrzeuge im etwa 600 Automobile umfassenden Fuhrpark hatte, sollen es 2002 laut Höfler schon 40 bis 45 werden.

Ein Spaß für «Junge Wilde» sind die Luxusmobile aber nicht. Jeder Vermieter vergibt seine teuren Stücke nur unter bestimmten Auflagen. So überreicht Avis den Schlüssel eines Audi TT nur, wenn der Kunden mindestens 25 Jahre alt ist und seit mindestens einem Jahr den Führerschein hat. Wer Porsche fahren möchte, muss bei Avis 30 Jahre alt sein und den Führerschein seit mindestens drei Jahren besitzen.

Hinzu kommt die Spezialausstattung der Brieftasche: Denn ohne zwei Kreditkarten geht in Sachen Nobelkarosse kaum etwas. Auf diese Weise wird laut Detlev Petsch unter anderem das Risiko reduziert, dass jemand mit gestohlener Kreditkarte mit dem Wagen auf und davon braust - schließlich ist es schwieriger zwei Karten zu entwenden als eine. Das haben sich jedoch nicht die Vermieter selbst ausgedacht. Höfler zufolge ist dies eine Forderung, die die Versicherungen stellen.

Ohnehin ist der Luxus auf Zeit eine Sache, die mit der Füllung des eigenen Geldbeutels zu tun hat. So gibt es bei Turtle Rent den Mini für ein Wochenende inklusive 1200 Freikilometern für 159 Euro. Der Porsche 911 kostet bei gleichen Rahmenbedingungen 699 Euro, ein neuer Mercedes SL gar 729 Euro. Zudem gilt es, gut auf den Wagen aufzupassen. Denn die Haftung bei einem Unfall lässt sich per Zusatzversicherung zwar mindern, aber nicht ausschleißen: Wer den SL «zerdeppert», ist immer noch mit 3000 Euro Eigenbeteiligung dabei.

Wenn es in Anbetracht solcher Mietkosten doch eher auf einen Autokauf hinaus läuft, können Vermieter womöglich ebenfalls helfen. So hat Turtle Rent 1999 in Kalifornien zwei New Beetle zu Cabriolets umbauen lassen - nun sollen die beiden seinerzeit jeweils 77 000 Mark teuren Exoten im September des laufenden Jahres verkauft werden.

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