Sodbrennen Testbericht

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Erfahrungsbericht von susperia

Schmerzen, was nun? Allgemeine und Ernährungs Tips für ein besseres Leben!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Kennt ihr das auch? Schmerzen in der Magen-Gegend oder ständiges Sodbrennen. Die Ärzte können nicht viel machen oder verordnen einem nur Ruhe. So ist das mit dem Reizmagen. Heute möchte ich darüber schreiben, weil ich seit meinem Abi ( also Juni 2002) stark darunter leide. Ich hatte schon öfters eine Magenschleimhautentzündung, aber diese hier dauert jetzt schon über 5 Monate und zieht weitere Folgen mit sich. Nun erst mal eine kleine Beschreibung:

Was ist ein Reizmagen?

Also, ganz klar gesagt ist der Reizmagen eine Magenschleimhautentzündung. Die Ursachen sind meistens Stress, falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Übergewicht oder andere Krankheiten wie z.B. die Refluxkrankheit. ( Das heißt der Magenpförtner schließt nicht richtig und die Säure geht immer auf und ab, also Sodbrennen, was nicht nur eine Magenentzündung hervorrufen kann, sondern auch eine Speißeröhrenentzündung)
Bei manchen Menschen ist der Magen sehr reizbar. Meist ist das schon in der Kindheit aufgefallen, entweder durch häufige Schmerzen oder sogar Krankenhausaufenthalte.
Aber eher selten kommt es dann auch zu Magengeschwüre, und wenn, gibt es einige neue Medikamente auf dem Markt.

Was kann ich tun, damit es mir besser geht?

Bevor wir zu den Ernährungstips kommen, noch mal andere Hilfen.
Medikamente wie Nexium oder Talcid helfen erst mal das schlimmste zu bestehen. Sie neutralisieren die Magensäure und schwächen damit die Entzündung und die Schmerzen. Doch ohne eine Ernährungsumstellung bringen auch sie nichts, denn wenn ich wieder mit den Medikamenten aufgehört habe, fingen die Schmerzen wieder an.
Dann sollte man möglichst Stress vermeiden, bzw. wenn es nicht zu vermeiden ist, sich zu Hause ein Erholungs- und Entspannungsprogramm ausdenken. Besonders Menschen mit Schwachen Nerven brauchen das. Es entsteht sonst ein ständiger Kreislauf. Bei mir z.b. hat sich durch die vielen Schmerzen und Übelkeitsattacken eine Phobie entwickelt. Ich hatte Angst unter Leuten zu gehen, weil ich durch die Schmerzen dachte, mich gleich übergeben zu müssen. Durch die Angst wurde mir dann noch schlechter und umgekehrt. Ein Teufelskreislauf entsteht und daher muss Körper UND die Seele behandelt werden.
Neben diesen Aspekten ist die Bewegung noch ganz wichtig. Man kann Frust abbauen, und Sport lässt natürlich auch Glückshormone bilden, die für den Körper gut sind. Am besten man sollte Schwimmen, laufen, Walken, Aerobic oder Gymnastik machen. Das kann jeder, ist nicht so anstrengend und benötigt auch nicht viel Zeit.

Aber nun kommen wir zum Wichtigsten, die Ernährung.
Wie ich schon gesagt habe, bringt es nichts bei einer extrem chronischen Magenschleimhaut- und Speießröhrenentzündung, die ich habe, nur Medikamente und so zu nehmen. Man muss schon die Ernährung umstellen, damit der Magen weniger gereizt und erst mal wieder die Schleimhaut aufgebaut wird.

Was auf jeden Fall gemieden werden soll:
-Am schlimmsten sind Alkohol und Zigarettenkonsum. Okay, Alkohol konnte ich schon lange nicht mehr trinken. Aber bei Zigaretten war das schon ganz anders. Ich habe es nicht geschafft ganz aufzuhören. Aber ich habe es stark dezimiert. Trotzdem wäre es für meinen Magen wirklich besser ganz aufzuhören
-Dann Kaffee und schwarzer Tee, beides greift den Magen an, weil die Stoffe zu viel Magensäure produzieren
-Fettige Speißen und Süßigkeiten, tja, kein Fast Food mehr und auch nichts Süßes. Das war für mich sehr hart, besonders die Süßigkeiten. Doch wenn man nach dem Verzehr eh Schmerzen bekommt, lässt man es von allein

Was soll ich dann Essen?

Tja, das beste zur Regeneration von Magen und auch Darm ist eine gesunde vielseitiger Ernährung. Ganz oben steht auf dem Ernährungsplan Obst und Gemüse.
Ich empfehle pro Tag mindestens 2 Äpfel, 2 Birnen und vielleicht dann noch Bananen zu Essen. Man kann das Obst gut zwischen den Mahlzeiten essen. Gemüse ist natürlich auch sehr wichtig, am besten eigenen sich Gurken, Mohrrüben, Rotkohl u.s.w.. Aber generell darf man alle Gemüse und Obstsorten essen, die nicht sauer oder blähend sind. Warum? Naja, Obst und Gemüse sind meistens Basisch, das heißt sie wirken basisch auf die Magensäure, währenddessen Fleisch, Eier, Backwaren wie Brot, Gebäck, Süßigkeiten etc. Säureüberschüssig sind. Um sie zu verdauen, wird zu viel Säure produziert.
Es heißt man sollte 80 % basische Lebensmittel und 20 % Säureüberschüssige Lebensmittel konsumieren. Aber ich habe selber gemerkt das, das fast unmöglich ist.
Abends mache ich mir meisten einen richtigen Obstsalat, rasple Mohrrüben klein, schneide dazu eingelegte Birnen ( aber nicht in Zuckerwasser sondern Süßstoff), Äpfel und ein Stück Banane. Ich finde, dass Obst und besonders die süßen Birnen die Süßigkeiten wunderbar ersetzen.
Das Wichtigste ist aber noch neben den Ernährungszutaten, nicht nur drei Hauptmahlzeiten zu haben, sondern 5-6 und daher die Portionen kleiner halten. Dadurch kann der Magen schneller und besser die kleineren aber zahlreichen Portionen verarbeiten und es kommt zu weniger Schmerzen.
Dann sollte man auf jeden Fall richtig kauen und sich sehr, sehr lange Zeit lassen beim Essen. Jeden Bissen lange kauen und genießen. Denn ich habe gelesen, dass der Magen 20 Minuten braucht, bis er dem Gehirn mitteilt das er gesättigt ist. Schlingt man also, isst man zu viel.
Anstatt abends oder zwischendurch auf Süßigkeiten zuzugreifen, sollte man sich lieber ein Käsebrot oder einen Obstsalat machen. Doch wenn man es verträgt kann man sich ab und zu schon mal was süßes gönnen. Vielleicht ein Honigbrot, ein Obstkuchenstück oder einen Diät Keks. Zu den Diät Produkten. Wenn ihr schon nicht auf Süßigkeiten verzichten wollt, dann kauft Euch Diät Produkte, die anstatt Zucker, was anderes beinhalten. Ich habe mir z.B. immer die Diät Leibniz Butterkekse gekauft. Man schmeckt kaum einen Unterschied, aber schont seinen Magen wenigstens, als wenn man das süße Kram kaufen würde.
Tja, und beim Mittag oder Abendbrot sollte wirklich darauf geachtet werden, dass übermäßige fettige Sachen nicht gegessen werden. Was Fleisch anbetrifft, sollte man Schwein meiden, es ist mit Abstand das schwerbekömmlichste Fleisch. Dann lieber Geflügel Fleisch.
Natürlich ist auch die Art des Kochens wichtig. Fettig Gebraten oder Gegrillt/Frittiert lassen die Speisen sehr schwer im Magen liegen. Da wird mir auch übel von. Am besten sind gedünstete oder erhitzte Speisen. Achja, dann esse ich pro Tag mindesten 30 Körner Kümmel. Das ist gut für Magen und besonders für den Darm. Man darf natürlich nicht vergessen, dass der Darm von den ständigen Entzündungen oder Medikamenten auch angegriffen wird. Das könnte Verstopfungen, Durchfall, Blähungen und Bauchscherzen zur Folge haben. Deshalb sollte man bei der Ernährung auch immer auf den Darm achten.

Nun zu den Getränken: Wie vorhin schon gesagt sollte man Schwarzen Tee oder Kaffe meiden. Mir sind am besten Kräuter Tees oder verdünnte Fruchtsäfte bekommen. Aber absolut zu empfehlen ist reines Trinkwasser oder Wasser mit absolut geringem Kohlensäure Wert. Als Tee würde ich empfehlen:
Fenchel
Kamille
Mischung aus Anis, Fenchel und Kümmel

Hier mal ein Beispiel eines Tagesplan, den ich manchmal verfolge:

10 Uhr: Frühstück: Ein paar Stücke Äpfel, 2 Vollkornbrote mit Schmelzkäse oder Schinken/Hühnerbrust/Truthahnscheiben
Zwischendurch viel trinken
12 Uhr:
Entweder Heiße Tasse ( Hühnersuppe und Tomatensuppe) dazu ein Brot
oder warme Mahlzeit Nudel mit Tomatensoße oder einfach nur mit Schinkenstückchen und Schaiblettenkäse überbacken
oder Hawaiitoast mit Ananas, Birnen oder Pfirsich. So verbindet man die Mahlzeit noch mit Obst
14 Uhr: Einen Apfel oder Birne
16 Uhr: Ein belegtes Brot oder Zwieback ( am besten Vollkorn Zwieback)
18 -20 Uhr
Abendbrot: Entweder kalt mit 2 Broten und Obst oder rohe Gurke und Salat
oder eine warme Mahlzeit mit Kartoffeln mit Schinken und Käse überbacken, dazu gedünstete Möhren.
Möglichst nach 20 Uhr nichts mehr essen. Aber ich schaffe das auch nicht immer. Meisten esse ich dann noch ein trockenes Brot oder einen Apfel. Auf jeden Fall ist da besser als zu Süßigkeiten zu greifen

Wichtig ist bei dem Mittag und Abendbrot daran zu denken, dass die Portionen wirklich klein sind. z.B. beim Abendbrot 2 geschnittene Möhren und nur 2 kleine Kartoffeln und eine Schinkenscheibe in Stücken geschnitten. Das sättigt, verursacht kaum Schmerzen.

****Fazit****

Hat man nur manchmal gelegentliche Magenschmerzen muss man nur in der Zeit auf seine Ernährung und so aufpassen. Aber Menschen mit chronischen Leiden, sollten ihre Ernährung auf Dauer umstellen und nur ab und zu sündigen indem sie ganz selten mal Süßes oder Fettiges essen. Aber man kann nicht einfach nur gesund leben, wenn man was hat und danach wieder in seine alten Rollen verfallen. So kommen die Schmerzen und die Übelkeit ständig wieder.

Bewertung der Magen- Darm Beschwerden : 6
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