Erfahrungsbericht von Sven79
Großer Kraft folgt große Verantwortung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Peter Parker ist der typische Streber: Eine Hornbrille, keine Freunde und erst recht keine Freundin. Dafür aber eine ganze Menge Grips. Zu allem Überfluss hat er auch noch seine richtigen Eltern verloren und wächst bei Tante und Onkel auf. Eine genmanipulierte Spinne zeigt aber Mitleid mit ihm und beißt ihn. Und schwups am nächsten Morgen hat Peter enorme Muskeln, braucht keine Brille mehr und kann aus seiner Hand extrem stabile Spinnweben schießen. Was so ein kleiner Biss doch alles bewirken kann. Plötzlich kann er es allen heimzahlen, die ihn gehänselt haben und auch seine Angebetete MJ scheint sich für ihn zu interessieren. Doch nach dem Tod seines geliebten Onkels, an dem er nicht ganz unschuldig ist, bemerkt Peter, dass er seine Kräfte verantwortungsvoller einsetzen muss. Er wird zu Spiderman, dem Rächer der Enterbten. Natürlich lässt auch der obligatorische Bösewicht nicht lange auf sich warten, dass der „Grüne Kobold“ aber ausgerechnet der millionenschwere Vater von Peters bestem Freund ist, macht die Rettung New Yorks nicht unbedingt einfacher.
Für die etwas herkömmliche Story kann Regisseur Sam Raimi sicher nichts, schließlich ist „Spiderman“ eine Comicadaption, aber vielleicht macht er den Fehler, der Story mehr Tiefgang als sie verträgt abgewinnen zu wollen. Sicher ist der Wandel des schüchternen Peter zum heroischen Spiderman mit all seinen Unwägbarkeiten und seelischen Grausamkeiten perfekt inszeniert, die Action Szenen wissen aber überhaupt nicht zu packen, weil sie einfach keine neuen Ideen bieten. Man wartet ständig auf eine Überraschung, die aber einfach nicht kommen will. Wenn’s dann aber auch noch pathetisch wird und Peter endlose Dialoge über die Verantwortung eines Superhelden hält, wünscht man sich die Einfalt einer Comicverfilmung wie „X-Men“ zurück. Auch da wurden Probleme von außergewöhnlichen Menschen angesprochen, allerdings eher versteckt. Wie oft aber in Spiderman der Satz „Große Kraft schafft große Verantwortung fällt\", will ich lieber gar nicht wissen. Weniger wäre da ab und an mehr gewesen.
Über aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass die Schauspieler wirklich hervorragend sind. Ganz vorne natürlich Tobey Maguire als Peter Parker/Spiderman. Perfekt wie er die Verwandlung vom unsicheren Außenseiter, nach dem Spinnenbiss zunächst wütenden und später verantwortungsvollem Superhelden verkörpert. Auch das wirklich gelungene Kostüm steht ihm. Ob sich Maguire aber wirklich für eine 30sekündige Szenen wirklich monatelang im Kraftraum hätte quälen müssen, sei mal dahin gestellt. Der Computer hätte, die sicher auch hingekriegt, denn die Effekte in Spiderman sind wirklich 1A, zwar nicht überraschend, aber im Gegensatz zu „Episode II“ wirken sie nicht wie Fremdkörper.
Aber zurück zu den Schauspielern: Willem Dafoe als Grüner Kobold ist ein absolut ebenbürtiges Gegenüber für Spiderman. Sein Spiel des innerlich zerrissenen Bösewichts wider Willen ist absolut genial. Besonders sein Spiel ohne Maske, weil er da so furchterregend wie nur irgendetwas rüberkommt.
Aber auch die Nebendarsteller wissen zu überzeugen: Kirsten Dunst gibt das hübsche Mädchen von Nebenan überzeugend. Nur kann ich nicht ganz verstehen was Peter von ihr will, scheint sie doch ein kleines Dummchen zu sein, das sich über ihre Freunde definiert und so sogar mit Harry Peters bestem Freund anbandelt, weil der ihr einen gehobenen Lifestyle bieten kann. James Franco als Harry ist übrigens für mich die große Entdeckung des Films. Absolut überzeugend spielt er die Hassliebe zu seinem Vater und auch seine Enttäuschung als MJ dann doch mit Peter anbandelt ist geradezu greifbar.
Ein Sonderlob auch an J.K. Simmons der einen herrliche Auftritt als Zeitungsverleger hat.
Und trotz der guten Darsteller: Mehr Pep hätte Spiderman sicher nicht geschadet. Vor allem die Actionszenen wirken irgendwie zu routiniert und rauschen ohne groß im Gedächtnis haften zu bleiben an einem vorbei. Das könnte man ja noch verschmerzen, wenn die Geschichte mehr hergeben würde... Aber trotzdem freue ich mich auf Teil II, denn Spiderman ist einfach der sympathischste Superheld überhaupt und hat in Tobey Maguire den perfekten Darsteller gefunden.
P.S.: Zu dem absolut unnötigen patriotischen Ende brauch ich ja wohl nichts mehr zu sagen.
Pro: Darsteller, Charakterentwicklung, Der Zeitungsboss
Kontra: teilweise arg pathetisch, Pep fehlt
Für die etwas herkömmliche Story kann Regisseur Sam Raimi sicher nichts, schließlich ist „Spiderman“ eine Comicadaption, aber vielleicht macht er den Fehler, der Story mehr Tiefgang als sie verträgt abgewinnen zu wollen. Sicher ist der Wandel des schüchternen Peter zum heroischen Spiderman mit all seinen Unwägbarkeiten und seelischen Grausamkeiten perfekt inszeniert, die Action Szenen wissen aber überhaupt nicht zu packen, weil sie einfach keine neuen Ideen bieten. Man wartet ständig auf eine Überraschung, die aber einfach nicht kommen will. Wenn’s dann aber auch noch pathetisch wird und Peter endlose Dialoge über die Verantwortung eines Superhelden hält, wünscht man sich die Einfalt einer Comicverfilmung wie „X-Men“ zurück. Auch da wurden Probleme von außergewöhnlichen Menschen angesprochen, allerdings eher versteckt. Wie oft aber in Spiderman der Satz „Große Kraft schafft große Verantwortung fällt\", will ich lieber gar nicht wissen. Weniger wäre da ab und an mehr gewesen.
Über aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass die Schauspieler wirklich hervorragend sind. Ganz vorne natürlich Tobey Maguire als Peter Parker/Spiderman. Perfekt wie er die Verwandlung vom unsicheren Außenseiter, nach dem Spinnenbiss zunächst wütenden und später verantwortungsvollem Superhelden verkörpert. Auch das wirklich gelungene Kostüm steht ihm. Ob sich Maguire aber wirklich für eine 30sekündige Szenen wirklich monatelang im Kraftraum hätte quälen müssen, sei mal dahin gestellt. Der Computer hätte, die sicher auch hingekriegt, denn die Effekte in Spiderman sind wirklich 1A, zwar nicht überraschend, aber im Gegensatz zu „Episode II“ wirken sie nicht wie Fremdkörper.
Aber zurück zu den Schauspielern: Willem Dafoe als Grüner Kobold ist ein absolut ebenbürtiges Gegenüber für Spiderman. Sein Spiel des innerlich zerrissenen Bösewichts wider Willen ist absolut genial. Besonders sein Spiel ohne Maske, weil er da so furchterregend wie nur irgendetwas rüberkommt.
Aber auch die Nebendarsteller wissen zu überzeugen: Kirsten Dunst gibt das hübsche Mädchen von Nebenan überzeugend. Nur kann ich nicht ganz verstehen was Peter von ihr will, scheint sie doch ein kleines Dummchen zu sein, das sich über ihre Freunde definiert und so sogar mit Harry Peters bestem Freund anbandelt, weil der ihr einen gehobenen Lifestyle bieten kann. James Franco als Harry ist übrigens für mich die große Entdeckung des Films. Absolut überzeugend spielt er die Hassliebe zu seinem Vater und auch seine Enttäuschung als MJ dann doch mit Peter anbandelt ist geradezu greifbar.
Ein Sonderlob auch an J.K. Simmons der einen herrliche Auftritt als Zeitungsverleger hat.
Und trotz der guten Darsteller: Mehr Pep hätte Spiderman sicher nicht geschadet. Vor allem die Actionszenen wirken irgendwie zu routiniert und rauschen ohne groß im Gedächtnis haften zu bleiben an einem vorbei. Das könnte man ja noch verschmerzen, wenn die Geschichte mehr hergeben würde... Aber trotzdem freue ich mich auf Teil II, denn Spiderman ist einfach der sympathischste Superheld überhaupt und hat in Tobey Maguire den perfekten Darsteller gefunden.
P.S.: Zu dem absolut unnötigen patriotischen Ende brauch ich ja wohl nichts mehr zu sagen.
Pro: Darsteller, Charakterentwicklung, Der Zeitungsboss
Kontra: teilweise arg pathetisch, Pep fehlt
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