Sprit sparen Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
Erfahrungsbericht von kengi
Sprit sparen – eine vielschichtige Angelegenheit
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
_______________________________________________
-------------------------------------------------------------------------------------------
► Vorwort
-------------------------------------------------------------------------------------------
Ich habe meinen Bericht in einzelne Kapitel gegliedert, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Die einzelnen Kapitel sollten aber nicht separat betrachtet werden, weil sie häufig zusammen hängen. Wer nicht nur Sprit, sondern auch Geld sparen will, sollte sich gründlich mit diesem Thema auseinander setzen (nicht jeder Spritspar-Tipp schont ihren Geldbeutel – mehr dazu im Bericht). Die beste Kombination ist eine Fahrweise die gleichzeitig Sprit spart, schonend für das Auto ist und andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet. Das sollten sie stets im Hinterkopf behalten, wenn Sie diesen Bericht lesen.
WICHTIG:
Nicht jeder Ratschlag zum Thema Sprit sparen ist für alle Autos angebracht. Für ein Auto mit 200 PS gelten beispielsweise andere Regeln wie für ein Auto mit 60 PS! Ich versuche deshalb Formulierung wie „beim Beschleunigen ¾ Gas geben“ zu vermeiden – das kann man nicht pauschal sagen, weil so eine Angabe Modellabhängig ist.
-----------------------------------------------------------------------------------------------
► weniger Auto fahren
-----------------------------------------------------------------------------------------------
Theoretisch ist dies der nützlichste Tipp, mit dem größten Sparpotenzial. ABER:
Der lobenswerte Vorsatz „ab heute fahre ich weniger Auto“ fällt häufig der Bequemlichkeit zum Opfer, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber immerhin habe ich mir angewöhnt bei Strecken, die ich in 10 Minuten zu Fuß schaffe, das Auto stehen zu lassen. Vielleicht kann ich die „Kurzstrecken-Fahrer“ unter euch ebenfalls dazu motivieren, wenn ich erkläre, was ihr euren armen Auto damit antut ;-)
Kurzstrecken vermeiden
Kurzstrecken sind vor allem deshalb für den Motor schädlich, weil der Motor während den ersten 5 Kilometern (je nach Fahrstil und Jahreszeit kann das mehr oder weniger sein) noch nicht seine optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Kaltes Öl (auch 30° C sind für den Motor kalt!) ist dickflüssiger, die Ölpumpe muss sich mehr „anstrengen“ und der Motor wird nicht optimal geschmiert. Folglich erhöht sich der Verschleiß und auch der Spritverbrauch steigt (das liegt aber nicht nur am dickflüssigeren Öl). Auch der Katalysator mag Kurzstrecken nicht, weil dieser ebenfalls erst ab einer bestimmten Temperatur richtig arbeiten kann. Währen den ersten Kilometern strömen somit vermehrt schädliche Abgase aus dem Auspuff. Und wenn Motor und Katalysator endlich ihre Betriebstemperatur erreicht haben, dann schaltet man den Motor wieder ab - bis zur nächsten Kurzstrecke ...
Im Winter sind Kurzstrecken logischerweise für den Motor am schädlichsten. Aber gerade dann schätzt man sein Auto am meisten! Also muss hier eine neue Denkweise her: Wer im Winter regelmäßig an die frische Luft geht, stärkt sein Immunsystem und beugt somit Erkältungen vor. Na wenn das kein Trost ist .
Wenn sich Kurzstrecken nicht vermeiden lassen, dann kann eine gute Organisation ihrer Zeit hilfreich sein. Lieber einen gut geplanten Großeinkauf, als drei „Mini-Einkäufe“. Sie wollen zum Friseur oder haben sonst einen verschiebbaren Termin? Dann warten Sie erst mal ab und verbinden Sie ihren Haarschnitt mit einem anderen Termin. Usw. ...
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte nicht dass ihr Privatleben unter dem „Spritspar-Wahn“ leidet. Im Gegenteil! Wer seine Termine gut organisiert spart nicht nur unnötige Autofahrten, sondern letztendlich auch Zeit. Und diese gewonnene Zeit kann beispielsweise für das Hobby genutzt werden. So ist es gemeint.
Stichwort Fahrgemeinschaft: Dies ist wohl die geselligste Art, Sprit zu sparen. Und wer noch keinen Partner für die Fahrgemeinschaft hat, kann im Internet einen suchen:
www.Mitfahrzentrale.de
Hier kann man kostenlos Mitglied werden und Inserate eingeben.
Fazit: Weniger Auto fahren ist leichter gesagt als getan. Aber es ist nicht unmöglich! Und mit der richtigen Einstellung kann man sogar noch persönliche Vorteile gewinnen (z.B. spazieren gehen bzw. Fahrrad fahren ist gesund – für mich und für mein liebes Auto :-)
----------------------------------------------------------------------------------------------
► Stadtverkehr
----------------------------------------------------------------------------------------------
Gewöhnlich verbraucht ein Auto in der Stadt am meisten Sprit. Logischerweise kann man somit in der Stadt auch am meisten Sprit sparen.
Vorrausschauend fahren
Ziel der vorrauschauender Fahrweise ist es, möglichst gleichmäßig zu fahren, d.h. vor allem unnötiges Bremsen zu vermeiden. Jedes mal, wenn sie Bremsen wird riesige Menge Energie „vernichtet“. Ja ich weiß – Energie kann nicht vernichtet werden (Energieerhaltungssatz), physikalisch korrekt ist: Bei jedem Bremsvorgang wird Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt und mit der heutigen Technik ist es nicht möglich, diese Wärmeenergie wieder in Bewegungsenergie umzuwandeln (theoretisch ist das aber sehr wohl möglich und ich bin gespannt, was sich die Ingenieure zu diesem Problem einfallen lassen). In der Stadt leistet das Auto Schwerstarbeit. Ständig muss mehr als eine Tonne auf 50 km/h beschleunigt werden, nur um diese ganze Masse an der nächsten Ampel wieder (hoffentlich nicht mit einer Vollbremsung) zum stehen zu bringen.
Die entscheidende Frage ist: Wie vermeide ich unnötiges Bremsen?
a) Mit angepassten Tempo fahren
Manchmal habe ich den Eindruck in der Stadt gilt die Vorschrift „mindestens 50 fahren“. Bei unübersichtlichen Strecken sollte man aber höchstens 40 km/h fahren, auch wenn 50 km/h erlaubt ist. Falls hinter der nächsten Kurve ein unerwartetes Hindernis (oder Zebrastreifen) auftaucht, ist man ansonsten zum starken Bremsen gezwungen. Auch wenn die Strecke übersichtlich ist, dann sollte man in Wohngebieten das Tempolimit von 50 km/h unbedingt einhalten. Erstens muss man mit 60 km/h gewöhnlich öfter bremsen und zweitens sind Kinder dadurch wesentlich mehr gefährdet. Wer denkt, dass es auf 10 km/h nicht ankommt, täuscht sich gewaltig. Stellen Sie sich vor ein Kind rennt plötzlich auf die Straße. Ein Auto das mit 50 km/h gerade noch so anhalten könnte, würde das Kind mit 40 km/h überfahren, wenn in der gleichen Situation die Ausgangsgeschwindigkeit 60 km/h wäre!!! Das hätten sie jetzt nicht gedacht, oder? Und lassen Sie sich nicht vom Hintermann drängen, hier geht es nicht nur um Sprit sparen, sondern vor allem um die Verkehrsicherheit!
Wenn man gerade erst angefahren ist und in 100 m schon die nächste Kreuzung kommt, ist es völlig unsinnig bis auf 50 km/h zu beschleunigen. Auch hier lasse ich mich nicht von Dränglern jagen und rolle gemütlich an die Kreuzung heran, so dass ich kaum bremsen muss.
b) Abstand halten
Halten Sie genügend Abstand zum Vordermann. Dieser kann plötzlich abbiegen oder aus irgendwelchen anderen Gründen sein Tempo verringern. Hier beobachte ich viele unnötige Bremsvorgänge. Wer ausreichend Abstand gehalten hat, muss meistens nur kurz vom Gas runter und kann dann normal weiterfahren.
c) Langsam an Ampeln heranrollen
Wenn ich eine rote Ampel vor mir sehe gehe ich sofort runter vom Gas, reduziere schon vorzeitig das Tempo und rolle langsam an die Ampel heran. Häufig wird es wieder grün, bevor ich anhalten muss. Somit habe ich den Schwung des Autos genutzt. Gleichzeitig sollte man dabei die Schubabschaltung nicht vergessen (siehe Kapitel Schubabschaltung nutzen). Das benötigt schon etwas Übung…
Bei jedem Ampelstopp den Motor abschalten?
In Autozeitschriften oder im Internet liest man immer wieder, dass man möglichst bei jedem Stop den Motor abstellen soll. Ein Motor der nicht läuft verbraucht kein Benzin – klingt logisch. Der ADAC empfiehlt bei Wartezeiten ab 30 Sekunden den Motor abzustellen. Im Internet habe ich gelesen, dass sich sogar schon 10 Sekunden lohnen. Aber ich bin sehr skeptisch bei diesem „Spartipp“.
Begründung:
1. Es rechnet sich kaum. Moderne Motoren verbrauchen im Leerlauf wenig Sprit. Ein 1,9 Liter TDI Motor von VW braucht während 1 Stunde im Leerlauf ca. 1 Liter Diesel. Dann rechnen wir mal: Angenommen der Motor wird 30 Sekunden lang abgeschaltet. Das ergibt eine Ersparnis von 0,0083 Liter. Dann braucht man theoretisch mindestens 120 Ampelstops um 1 Liter zu sparen. In der Praxis fällt die Ersparnis eher geringer aus, da beim Starten etwas mehr Treibstoff eingespritzt wird. Sie wenden jetzt vielleicht ein, dass Ihr Auto sehr alt ist und im Leerlauf deutlich mehr verbraucht – dann sollten Sie umso mehr den nächsten Abschnitt beachten.
2. Man spart Sprit, aber nicht unbedingt Geld. Durch das ständige Starten nach jeder Ampel, wird die Lebensdauer der Batterie verkürzt (besonders bei Kurzstrecken und im Winter) und außerdem ist es fraglich, wie lange der Anlasser dieses Spiel mitmacht. Moderne Anlasser halten schon einiges aus, aber über die Jahre gesehen erhöht sich das Risiko, dass der Anlasser kaputt geht. Ich weiß nicht genau, was ein Anlasser kostet, aber unter 300 € (inklusive Einbau) wird man wohl kaum davonkommen. Und dann wären alle Ersparnisse dahin!
3. Kurz nach dem Start (auch bei warmen Motor) ist der Verschleiß immer etwas erhöht, da das Öl erst an die richtigen Stellen gelangen muss. Das geht bei warmen Motor zwar flott, aber trotzdem ist häufiges Starten keine Wohltat für den Motor.
Fazit: Wenn man Ampel mit langen Rotphasen kennt und bei Bahnübergängen macht es Sinn, den Motor abzustellen. Ansonsten empfehle ich Ihnen sich diesen Stress zu sparen – ich mache doch nicht wegen 10 Sekunden den Motor aus! Was man auf der einen Seite spart, kann man in der Werkstatt (neue Batterie, ...) wieder ausgeben.
Richtig schalten
a) Der 1. Gang sollte nur zum anfahren aus dem Stillstand verwendet werden. Solange das Auto noch rollt, kann man mit dem 2. Gang fahren.
b) Beim Beschleunigen schaltet man frühzeitig in den höheren Gang und bemüht sich zügig auf die gewünschte Geschwindigkeit zu kommen. Langsames Beschleunigen verbraucht mehr Sprit. Aber zu schnelles Beschleunigen bringt auch nichts. Darunter leiden unnötig die Reifen und außerdem steht eine rasante Beschleunigung häufig im Widerspruch zu einer vorausschauender Fahrweise! Ich habe bewusst keine Drehzahlen genannt, bei der man schalten sollte. Dazu sind die Motoren der einzelnen Modelle zu unterschiedlich. Beispiel: Die Bärenstarken TDI-Motoren von VW sind auf niedrige Drehzahlen ausgelegt und können auch aus dem „Drehzahlkeller“ noch gut beschleunigen. BMW-Motoren sind teilweise für höhere Drehzahlen ausgelegt und bleiben trotzdem noch sparsam im Verbrauch. Schauen Sie in der Bedienungsanleitung nach, dort gibt der Hersteller meistens Empfehlungen, bei welcher Drehzahl der Motor optimal läuft. Wenn es eben ist oder leicht bergab geht, kann man aber ohne Bedenken in deutlich niedrigeren Drehzahlen fahren, als der Hersteller empfiehlt. Die Drehzahl ist aber zu niedrig, wenn das Auto nicht mehr ohne zu Ruckeln Gas annimmt.
Automatik-Fahrzeuge
Auch bei Automatik-Fahrzeugen lässt sich das Schaltverhalten positiv beeinflussen. Geben Sie hier wenig Gas, dann schaltet die Automatik früher in hoch und vermeidet somit hohe Drehzahlen. Wenn Sie die gewünschte Geschwindigkeit erreicht haben, sollten sie kurz ganz vom Gas runter gehen. Gewöhnlich schaltet die Automatik dann in den höchst möglichen Gang.
----------------------------------------------------------------------------------------------
► Autobahn
----------------------------------------------------------------------------------------------
Optimal ist eine Geschwindigkeit von ca. 100 km/h, je nach Abstufung des Getriebes. Bei sehr lang übersetzten 5. Gang kann man sicher auch bei höherer Geschwindigkeit noch mit niedriger Drehzahl fahren. Aber man sollte auch an die anderen Verkehrsteilnehmer denken und sich dem Verkehrsfluss anpassen (sonst löst man einen Stau aus, weil alle auf die linke Spur drängen!). 130 km/h ist auch noch ok. Aber Geschwindigkeiten die deutlich darüber liegen sollte man meiden, weil durch den Luftwiderstand der Benzinverbrauch überproportional steigt. (Beispiel: 10% mehr Geschwindigkeit, kann 20% mehr Verbrauch bedeuten – das meine ich mit überproportional. Ein genaues Rechenbeispiel kann ich leider nicht bieten, da bin ich überfragt).
Mit konstanter Geschwindigkeit fahren
Wer eine halbe Stunde 160 km/h fährt und eine halbe Stunde 100 km/h fährt, verbraucht deutlich mehr Sprit, als jemand der konstant 130 km/h fährt. Beide kommen aber zur gleichen Zeit ans Ziel. Woran liegt das? Bei hohen Geschwindigkeiten nimmt der Luftwiderstand drastisch zu! Und wenn ich schon beim Luftwiderstand bin: Auf der Autobahn sollte man nicht mit offenen Fenster fahren. Es bilden sich Wirbel, die den Strömungswiderstand des Autos deutlich erhöhen und den Verbrauch erhöhen. Das gleiche gilt selbstverständlich für Dachaufbauten (Skibox, …). Sobald diese nicht mehr benötigt wird – runter damit! Unterschätzen Sie nicht den Luftwiderstand. Autohersteller geben sich große Mühe um den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten.
Und besonders auf der Autobahn wichtig: Abstand halten!
Wer auf der Autobahn genügend Abstand hält, muss deutlich weniger bremsen und spart somit Sprit. Leider muss man dann in Kauf nehmen, dass sich andere ständig in diese „Lücke“ drängen.
----------------------------------------------------------------------------------------------
► Schubabschaltung nutzen
----------------------------------------------------------------------------------------------
Moderne Motoren verfügen über eine Schubabschaltung. Ab einer gewissen Drehzahl wird die Spritzufuhr unterbrochen, wenn der Fahrer kein Gas gibt – das Auto verbraucht in dieser Zeit kein Benzin. Aber ich wiederhole: das funktioniert erst ab einer bestimmten Drehzahl, beim dem Auto von meinem Vater sind für die Schubabschaltung mindestens 1500 U / min notwendig. Schauen Sie in der Bedienungsanleitung ihres Autos nach, ob dieses eine Schubabschaltung hat und ab wie vielen Umdrehungen pro Minute diese aktiv wird.
Die Schubabschaltung lässt sich sinnvoll nutzen, wenn es deutlich bergab geht
Legen Sie dann den passenden Gang ein, so dass der Drehzahlmesser ungefähr 2000 bis 3000 U / min anzeigt und gehen Sie vollständig vom Gas runter. Damit schlagen sie 2 Fliegen mit einer Klappe: Die Schubabschaltung wird genutzt und gleichzeitig werden die Bremsen geschont (Motorbremse).
Wenn Sie an eine rote Ampel rollen...
... sollten Sie den Gang drin lassen bzw. einen Gang runterschalten (Drehzahl beachten). Auch in diesem Fall wird dann die Schubabschaltung genutzt.
----------------------------------------------------------------------------------------------
► Das Auto regelmäßig warten – Inspektion, Reifendruck, ...
----------------------------------------------------------------------------------------------
Ein gut gepflegtes Auto ist nicht nur langlebiger, sondern verbraucht auch weniger.
Meine Freunde und Bekannte tendieren leider dazu hier an der falschen. Anstatt weniger Auto zu fahren wird lieber eine Inspektion oder an der Pflege des Autos gespart.
Inspektion
Ein Auto mit altem Öl, verschmutzten Luftfilter, erneuerungsbedürftigen Zündkerzen und schlecht eingestellten Motor kann deutlich mehr Sprit fressen und hat einen erhöhten Schadstoffausstoß. Außerdem wird bei einem vernachlässigten Auto die „Lebenserwartung“ verringert und die Wahrscheinlichkeit eine Panne zu haben erhöht. Deshalb sollte eine Inspektion nicht weggelassen werden. Aber bei der Wahl der Werkstatt sollte man sich Zeit lassen – hier kann man enorm sparen. Aber das ist ein Thema für sich, ich werde nicht weiter darauf eingehen.
Reifenluftdruck
Ein zu niedriger Reifenluftdruck erhöht den Rollwiderstand und somit auch den Spritverbrauch. Die Herstellerangaben für den Reifenluftdruck sollte auf keinen Fall unterschritten werden. Im Gegenteil: Ich wurde darauf hingewiesen, dass der Reifenluftdruck in der Bedienungsanleitung auf KOMFORT ausgelegt ist. Sie können also ohne Bedenken um 0,2 Bar erhöhen (Experten raten sogar dazu – aus Sicherheitsgründen). Große Reifen vertragen auch eine Erhöhung der Herstellerangaben um 0,5 Bar und mehr. Fragen Sie aber lieber in der Werkstatt nach, wenn Sie den Reifenluftdruck deutlich erhöhen wollen (siehe Sicherheitshinweis).
Übrigens: Der Reifenluftdruck wird bei kalten Reifen gemessen. (Also nicht nach einer Autobahnfahrt!)
!Sicherheitshinweis!
Ein falscher Reifenluftdruck gefährdet die Fahrsicherheit. Ist er zu niedrig, dann kann der Reifen nicht mehr ausreichend Seitenführung bieten, das Auto fühlt sich in Kurven „schwammig“ an und der Reifen erhitzt sich schneller. Bei überhöhten Reifenluftdruck wölbt sich die Lauffläche leicht nach außen und die Bodenhaftung verringert sich! In beiden Fällen wird außerdem der Reifen ungleichmäßig abgenützt (zu niedrig: Lauffläche ist am Rand stärker abgenützt; zu hoch: Lauffläche ist in der Mitte der Lauffläche abgenützt).
Vergessen Sie nicht den Reifenluftdruck des Reserverads zu kontrollieren!
Links zum Reifenluftdruck
http://www.neues-fahren.de/neues-fahren/fahrtipp_reifendruck.htm
http://www.reifenwissen.de/html/reifen_-_grunddaten_-_luftdruc.html
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Das „richtige“ Auto kaufen
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Für den Kauf eines neuen Autos bzw. Gebrauchtwagen sollte man sich richtig Zeit nehmen, den Autokatalog studieren und dann rechnen. Es gibt mehr als nur den Durchschnittsverbrauch zu beachten: z.B. sind Diesel sparsam, aber teurer in der Anschaffung und im Unterhalt. Wer häufig auf der Autobahn fährt sollte sich erkundigen, wie gut oder schlecht der Luftwiderstand ist (cw-Wert), weil dies gerade auf der Autobahn entscheidend für einen niedrigen Verbrauch ist. Ausführliche Test in Autozeitschriften (z.B. Auto Motor und Sport oder Autozeitung) geben in den technischen Daten den cw-Wert an.
Einschätzung des cw-Wertes:
0,26 – sehr gut
0,30 – akzeptabel
ab 0,32 – zu hoch, schlecht für den Verbrauch
Ein sparsames Auto muss übrigens nicht unsportlich sein. Deshalb rate ich, bevor man ein neues Auto kauft, ein Testjahrbuch einer Autozeitschrift (oder etwas vergleichbares) zu kaufen. Hier kann man sich diesbezüglich einen guten Überblick verschaffen.
----------------------------------------------------------------------------------------------
► Wann man NICHT an Sprit sparen denken soll
----------------------------------------------------------------------------------------------
Auf dem Beschleunigungsstreifen einer Autobahn sollten bitte alle Spritspar-Gedanken vergessen werden. Hier gibt es nur eins: Lücke suchen, Vollgas (hier dürfen Sie alles aus ihrem Auto rausholen) und ab auf die Autobahn. Und warum schleichen viele auf dem Beschleunigungsstreifen? Vermutlich, weil sie befürchten, dass sie keine Lücke finden. Wer aber nicht richtig beschleunigt, der findet die Lücke erst recht nicht. Und was wenn sich wirklich mal keine Lücke findet? Dann empfiehlt der ADAC auf dem Standstreifen weiterzufahren. Das ist allerdings nicht ungefährlich, weil diese Aktion andere Autofahrer erschrecken könnte und diese dann plötzlich stark abbremsen (wer rechnet schon damit, dass jemand auf dem Standstreifen weiterfährt...). Auf jedenfall gilt: Blinken Sie erst, wenn Sie ihre Lücke gefunden haben und demnächst die Spur wechseln. Vorzeitiges Blinken irritiert!
---------------------------------------------------------------
► Fazit
---------------------------------------------------------------
Richtig Sprit sparen ist „harte Arbeit“ weil man hier viele Faktoren beachten muss und gegebenenfalls seinen Fahrstil ändern muss. Aber bei aller Mühe die man sich hier macht, sollte man bedenken, dass „weniger Auto fahren“ die mit Abstand effektivste Methode ist, auch weil hier gleichzeitig das Auto geschont wird. Das ist ebenfalls „harte Arbeit“, weil man hier gegen seine eigene Bequemlichkeit kämpfen muss! Und was ich vor allem deutlich machen wollte: Das Thema „Sprit sparen“ hängt auch eng mit der Verkehrsicherheit und der Schonung des Autos zusammen.
108 Bewertungen, 30 Kommentare
-
14.02.2009, 15:03 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichAllerliebste Grüße von panico:-)
-
03.02.2009, 06:51 Uhr von bambie34
Bewertung: sehr hilfreichNoch einen schönen Dienstag, Gruß Tanja
-
31.01.2009, 18:05 Uhr von sindimindi
Bewertung: besonders wertvollNochmal eine Höchstwertung für einen sehr interssanten Bericht! - bei meinem 4,0 V8 könntest selbst Du nicht sparen - 2 Tonnen und rund 300 PS fordern ihren Tribut...;-) 150 Km/h gehen bei mir mit 3000 Touren...LG, Roland
-
09.01.2009, 14:36 Uhr von hbscgirl
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße
-
09.11.2008, 00:54 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
-
10.10.2008, 00:33 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichganz liebe Grüße Werner
-
12.08.2008, 14:43 Uhr von ingoa09
Bewertung: besonders wertvollMir hat Dein Bericht sehr gut gefallen! Liebe Grüße, Ingo
-
26.06.2008, 14:03 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg............ petra
-
03.05.2008, 16:23 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und liebe Grüße sagt der STRIKER`
-
27.02.2008, 09:52 Uhr von wolli007
Bewertung: sehr hilfreichlg Wolli
-
05.02.2008, 23:18 Uhr von PaterBrown
Bewertung: sehr hilfreich...am Besten spart man im Stadtverkehr Sprit, indem man mit dem Stadtbus fährt... :D Habe mein Auto vor einiger Zeit abgeschafft... und siehe da... ich brauche es tatsächlich NICHT... :D
-
18.08.2007, 21:49 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
-
16.04.2007, 23:41 Uhr von kaengi_the_kangaroo
Bewertung: sehr hilfreichManches ist ok, macht man bzw. ich sowieso schon. Fahrgemeinschaften mach ich mit Freunden, wenn es sich ergibt. Man muß ja nicht mit 4 Autos a 1 Person irgendwohin fahren. Läßt sich aber manchmal auch nicht vermeiden! Allerdings kämen so Dinge wie Mitfahr
-
06.04.2007, 13:17 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Oster-Feiertage! LG Damaris :-)
-
03.04.2007, 18:09 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan ;>))))
-
30.10.2006, 11:16 Uhr von UnserRenatchen
Bewertung: sehr hilfreichein absolut klasse Bericht - die Tipps waren mir zwar nicht neu - fand die technischen Erläuterungen dazu aber sehr hilfreich (besonders die zum Motorabschalten an der Ampel..). Ach, da fällt mir noch ein Satz ein: Wer sein Auto liebt - der schiebt (und sp
-
27.08.2006, 17:51 Uhr von Nane29
Bewertung: sehr hilfreichWow, sehr ausführlich! LG Nadine
-
22.08.2006, 15:15 Uhr von ochsenfrosch43
Bewertung: sehr hilfreich...und nun kommt bald wieder der Winter, wo jeder meint, er müsse sein Auto während dem Scheibenfreikratzen warmlaufenlassen! Dazu hättest Du vielleicht auch was sagen können, denn was hier alljährlich an Sprit rausgeblasen wird, nur weil jeder denkt, so w
-
12.07.2006, 19:19 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichPrima geschrieben, lg Sylvia
-
12.07.2006, 16:48 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
-
12.06.2006, 18:15 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich(•¿•)›…..SH - LG Anja......‹(•¿•)›
-
18.05.2006, 11:12 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichklasse geschrieben --- sh --- :-) ... lg susi ----->----->-----@
-
11.05.2006, 00:52 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich<b> <* SH *> dein Bericht! <br/> :o)) Lieben Gruss, <br/> Manuela</b>
-
24.11.2005, 17:55 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreichDas sind sehr kurze Tips. Ich selbst habe mir angewöhnt, das Auto immer öfter stehen zu lassen und lieber mit dem Fahrrad durch die Gegend zu düsen. Das ist nicht nur billiger, sondern auch noch gesund. Schwach werde ich nur bei diesem eisig kalten Wetter
-
12.08.2005, 13:34 Uhr von surfergir00
Bewertung: sehr hilfreichZu den heutigen Spritpreisen kann ich nur sagen Danke für die Tipps. Schön beschrieben. LG Steffi
-
14.07.2005, 12:41 Uhr von BaBy1987
Bewertung: sehr hilfreichzu den preisen momentan genau richtig!!
-
13.07.2005, 02:18 Uhr von Herrgen18
Bewertung: sehr hilfreichDanke für die guten Tipps, werde sie beherzigen :) GRuß und gutn8 Herrgi
-
02.07.2005, 00:15 Uhr von Overknees
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht! Gleich zwei gute Berichte zum diesem Thema in einer Woche... die Qualität mancher Kategorie bei yopi steigt wirklich :). Aber auch zu Deinem Bericht eine Anmerkung: Die Reifenluftdruckvorgaben der Automobilherstelle
-
01.07.2005, 16:19 Uhr von Traumhaesin
Bewertung: sehr hilfreichda sind Sachen beinhaltet die kannte ich bis jetzt nicht z.b keine Kurzstrecken fahren.. ich dachte grade da würde man Sprit sparen ^^ Man lernt immer mehr dazu. Schöner Bericht!!
-
30.06.2005, 14:25 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichWirklich, du hast dir über jeden Aspekt über jede Idee Gedanken gemacht, hast sie hinterfragt und begründet. Ich glaube, wenn man sich diese Dinge immer wieder aufruft, dann sind sie irgendwann drin - genauso wie das Fahren. Ein echt toller
Bewerten / Kommentar schreiben