Sprit sparen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Andreas68

Praktische Hinweise zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs von Kfz

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise werden in jüngster Zeit wieder verstärkt die Kraftstoffsparempfehlungen, die von Automobilistenverbänden erarbeitet wurden, verbreitet. Dennoch sind diese Möglichkeiten, überwiegend durch verändertes Fahrverhalten erhebliche Kraftstoffmengen einzusparen, recht unbekannt. Deshalb veröffentliche ich diese Auflistung der Möglichkeiten. Ich konnte den Durchschnittsverbrauch meines PKW von 9 l auf ca. 7 l/100 km senken!

1. Reifenluftdruck erhöhen: Mit den Herstellerangaben soll zumeist ein höherer Federungskomfort erzielt werden. Die mögliche Luftdruckbelastung steht als Zahlenangabe in PSI auf der Seitenwand Ihres Reifens. Diese PSI-Zahl entspricht ihrerseits der inneren Skala der normalen Luftdruckgeräte auf den Tankstellen. Ich habe meinen Luftdruck von 2.0/2,1 auf 2,7/2,8 erhöht und hätte ihn zulässigerweise bis 2,9 (ca. 44 PSI) erhöhen können. Die Rollfläche der Reifen wird dadurch schmaler, der Abrollwiderstand geringer. Das Fahrverhalten ändert sich kaum merklich, der PKW erscheint einem nur etwas sportlicher gefedert. Übrigens sollen sogar die Reifen länger halten.

2. Fast schon untertourig fahren! “Getreten werden“ mussten Zweitakter; alle Fachleute gehen heute davon aus, dass ein normaler, moderner Motor heutzutage nicht mehr “verrußt“. Im 1. Gang grundsätzlich nur eine PKW-Länge anfahren, bei 30/40 in den 3., bei 40/50 in den 4. Gang schalten. Bei der normalen Stadtgeschwindigkeit von ca. 57 km/h auf dem Tacho im 5. Gang rollen lassen, bei Tempo 30 mit ca. 37 auf dem Tacho im 4.

3. Vorausschauend fahren! Kein Beschleunigungsrennen von roter Ampel zu roter Ampel durchführen. Wenn erkannt wird, dass angehalten werden muss, den GANG HERAUSNEHMEN und den Wagen ausrollen lassen, der Verbrauch ist im Leerlauf immer geringer als mit Getriebebelastung, angeblich auch bei elektronischer Schubabschaltung, die heutzutage Standard ist. Manchmal kann man sogar das Anhalten verhindern, indem man langsamer wird - die Ampel kann ja wieder auf Rot-Gelb umschalten. Das stehende Auto in Bewegung zu versetzen erfordert die Überwindung der Massenträgheit und kostet viel mehr Energie als das noch rollende zu beschleunigen!

4. Motor aus! Aus- und Einschalten des Motors amortisieren sich laut ADAC nach durchschnittlich 20 Sekunden Leerlaufzeit. Der angeblich hohe Spritverbrauch beim Starten ist eine Mär! Bei manchen Ampeln weiß man aus Erfahrung, dass man lange auf die Grünphase warten muss, also den Motor ausschalten und z.B. bei Rot für die Fußgänger wieder starten. Zum Öffnen und Schließen von Toren, beim Auspacken von Gepäck oder wenn ich mit der Beifahrerin eine rauche oder so, brauche ich keinen Motor, genauso wenig beim Scheibenkratzen. Moderne Autos fährt man langsam warm, das Warmlaufenlassen gilt als schädlich und ist übrigens gem. StVO verboten und bußgeldbewehrt!

5. Fahren Sie einen Lastensegler? Ballast raus! Man geht von der Faustformel 0,5-1 l zusätzlicher Verbrauch bei 100 km Fahrstrecke für 100 kg Gewicht aus. Mal den Kofferraum entmüllen! Brauchen Sie eine Rückbank? Ganz Mutige nehmen den Reservereifen raus und ersetzen ihn durch eine leichte Dose Reifenpilot. Nat. muss ggf. die Windbremse Dachgepäckträger `runter. Doppelt vorhandenes Werkzeug in den Keller räumen. Wer einen Kreuzradmutternschlüssel hat, braucht nicht noch den Radmutternschlüssel, der werkseitig beigefügt wurde u.s.w. Überlegen, was man wirklich unterwegs braucht. Skifahrer können z. B. im Sommer auf Schneeketten verzichten und den gefüllten Reservekanister oder die Getränkeeinkäufe fährt man nicht spazieren.

6. Zündkontakte mal säubern, Oxid entfernen, Öl und Zündkerzen gem. Serviceplan ersetzen o. hochwertige Zündkerzen einbauen (lassen), mal gucken, ob der Luftfilter schon aussieht wie eine Grillkohle. Tipp für Geizige: Man muss ihn längst nicht so oft wechseln, wie im Serviceplan angegeben, sondern kann ihn auch ausklopfen und ausblasen!

7. Wer zu Übertreibungen neigt, füllt Tank und Scheibenwaschbehälter im Stadtverkehr immer nur zu einem Drittel. Das bringt noch mal ungefähr 20kg Gewichtsersparnis und ermöglicht es, Kraftstoffpreisschwankungen im Centbereich auszunutzen.

8. Beim Erkennen der vor einem liegenden Geraden bereits im Kurvenauslauf beschleunigen. Man kennt das von Rennfahrern, die die Fliehkräfte im Kurvenradius für die Beschleunigung ausnutzen.

9. \"Bleibeinfahrten\" mit der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit vermeiden. Bei Höchstdrehzahl steigt auch im 5. Gang der Kraftstoffverbrauch überdurchschnittlich an, während der Zeitgewinn marginal bleibt.

10. Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp: Zügig auf die angestrebte Geschwindigkeit beschleunigen und diese, bzw. die Gaspedalstellung, konstant beibehalten, insbesondere bei Streckenfahrten, z.B. auf der Autobahn. Durch ständiges Langsamerwerden bei leichter Motorbremsung und erneutes Beschleunigen wird wesentlich mehr Kraftstoff verbraucht als bei gleichmäßiger Fahrweise. Auch bei Steigungen und Gefällen grundsätzlich die Gaspedalstellung, ohne Rücksicht auf die Geschwindigkeitsveränderungen, beibehalten.



Ich wünsche Euch beim Fahren erfolgreich Kraftstoff zu sparen! Ihr schont dadurch nicht nur Euren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt!

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