Das Parfum (Taschenbuch) / Patrick Süskind Testbericht
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Erfahrungsbericht von Queenia
...kann riechen aber nicht fühlen
Pro:
die Geschichte der Schreibstil
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
+++Inhalt+++
Der kleine Jean-Baptiste Grenoullie wird am stinkigsten Ort in der stinkigsten Stadt der Welt geboren. Nämlich auf dem Fischmarkt in Paris. Seine Mutter wollte das Kind nicht und schmiss ihr Neugeborenes in den Abfall, nachdem sie die Nabelschnur mit einem Messer durchtrennte und sich danach wieder an die Arbeit machte.
Doch Grenouille wollte am leben bleiben und schrie deswegen um Aufmerksamkeit. Dies klappte tatsächlich auch und ein Pater nahm ihn bei sich auf. Doch der Kleine war nicht so wie die anderen Kinder. Es schien als ob er die Menschen „abschnüffeln“ würde und sofort erkannte, ob jemand gut oder böse war und das nur am Geruch. Also wanderte er weiter zu einer Amme, die dies kurze Zeit später auch feststellte und ihn zurück zum Pater brachte. Er wollte das Baby aber auch nicht mehr haben und schickte ihn zur nächsten Amme, eine, die alle Kinder aufnahm, die keiner mehr haben wollte. Dies war wahrscheinlich das Beste was ihm passieren konnte. Denn Grenouille war wirklich anders. Er konnte zwar Gerüche wahrnehmen, die hunderte von Metern entfernt sind, aber Gefühle konnte er nicht entwickeln. Genau wie seine Ziehmutter, die in Kindertagen einen Stock auf die Nase bekommen hat und somit nicht mehr riechen und auch nicht mehr fühlen konnte, ihre Kinder aber mit einer ausgeprägten Gerechtigkeit erzog und niemanden besser behandelte als andere.
Aber seine Geschwister entwickelten Ekel und Angst vor ihm, weswegen ihre Ziehmutter nichts anderes übrig blieb als ihn an einen Gerber zu verkaufen.
Dort arbeitete Grenouille härter als alle anderen und beschwerte sich kein einziges Mal. Deshalb gewährte der Gerber ihm Freigang an Feiertagen, damit er Paris erkunden konnte. Dabei nahm er alle möglichen Gerüche war und auch die der Parfümerie von Guiseppe Baldini.
Dort musste er eine Lederhaut abgeben und wollte mit den vorhandenen Düften unbedingt einen neuen Duft kreieren. Baldini war nach anfänglichen Zweifeln dennoch von seinem Können überzeugt und kaufte ihn vom Gerber frei.
Grenouille lernte bei ihm alles über die Kunst des Destillierens und fertigte für seinen Meister unzählige Parfums an, die er alle in ein Buch notierte.
Doch dann wurde Grenouille sterbenskrank und Baldini gab die Hoffnung schon fast auf, dass er jemals wieder gesund werden könnte. Grenouilles letzter Wunsch war es, zu erfahren, ob es noch andere Verfahren zum Erhalten eines Duftes (wie zum Beispiel die eines Menschen) geben würde, außer die des Destillierens.
Er wurde wieder gesund, nachdem er erfahren hatte, das dies in Grasse möglich war. Er bat Baldini darum ihn gehen zu lassen und ihm einen Brief auszustellen bei dem er in jeder beliebigen Parfümerie angenommen wird.
Mit dem Versprechen nie wieder nach Paris zu kommen, verließ er diese Stadt und macht sich auf den Weg nach Grasse.
Auf dem Weg dorthin lebte er einige Jahre in einem Berg, wo er sich vorstellt, wie er die tollsten Düfte erschafft und diese trinkt. Doch dort wird ihm auch klar, dass er keine Gefühle hat und macht sich wieder auf den Weg.
In Grasse angekommen, findet er schnell eine Parfümerie in der er arbeiten kann. An seinen freien Abenden erkundet er die Stadt um nach schönen Düften Ausschau zu halten.
Dabei trifft er auf den Duft von Laura, der wunderschönen Tochter eines reichen Mannes aus Grasse.
Er beschließt aus ihren Duft ein Parfum zu machen, wofür er jedoch Grundlagen braucht, für die er unzählige Mädchen umbringen muss.
Dies gelingt ihm schnell und er wird nicht erwischt, jedoch macht sich Lauras Vater schon Sorgen um seine Tochter, denn die Opfer scheinen jedes Mal der gleiche Typ zu sein und Laura würde perfekt dazu passen.
Er flieht also mit seiner Tochter, doch Grenouille setzt alles daran um auch ihren Duft zu bekommen ….
+++meine Meinung+++
Wie gesagt, wir haben dieses Buch 3mal im Unterricht behandelt und für mich war es kein einziges Mal langweilig, weil ich dieses Buch immer wieder gerne lese.
Es ist spannend, faszinierend und auch etwas merkwürdig, was aber in keinem Sinne negativ gemeint ist.
Es gibt zwar keinen Helden mit dem man sich identifizieren kann, weil es wohl keine reale Person gibt, die exzellent riechen, dafür aber nichts fühlen kann. Aber das ist auch nicht weiter tragisch, denn die Geschichte, die einen in diesem Buch erzählt wird, brennt sich sozusagen ins Gehirn ein und bleibt dort auch für längere Zeit.
Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich nicht mehr aufhören. Die ersten Seiten lasen sich ganz schnell und auch beim weiteren Lesen kam nie Langeweile auf.
Jedoch zog es sich etwas hin, als Grenouille auf dem Berg war und sich seine Düfte zusammenphantasierte, aber das kam mir irgendwie nur beim ersten Lesen so vor.
Wer nur den Film gesehen hat, sollte sich auf jeden Fall auch noch das Buch durchlesen, da die ganze Person Grenouille im Film ganz anders dargestellt wird. Während dem Grenouille die Gefühle aller Menschen und vor allem auch seine eigenen völlig egal sind, hat der Zuschauer beim Film den Eindruck, dass er sich in das Mirabellenmädchen (sein erstes Opfer) verliebt und sie eigentlich gar nicht töten wollte. Dadurch wird die Illusion von einem gefühllosen Grenouille, wie er im Buch dargestellt wird, völlig zerstört und man ist etwas verwirrt.
Ja, daraus lässt sich ableiten, dass ich das Buch um einiges besser fand als das Buch. Ich war sogar etwas enttäuscht, weil ich schon beim Lesen des Buches gedacht habe, wie toll das wäre, wenn dieses Buch verfilmt werden würde, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie man so etwas schaffen kann, weil man nur Bilder und keine Gerüche oder ausführlichen Beschreibungen zur Verfügung hat.
+++Infos zum Buch+++
Originaltitel: Das Parfum – die Geschichte eines Mörders
Autor: Patrick Süskind
319 Seiten
ca. 10€
ISBN: 3257228007
+++Fazit+++
Ein fantastisches Buch, was man wirklich gelesen haben sollte. Süskind schafft es mit unglaublichen Beschreibungen von Düften und Umgebungen den Leser in seinen Bann zu ziehen. Die Geschichte ist mitreißend und bleibt einem noch lange im Kopf.
5 von 5 Sternen und natürlich auch eine Empfehlung dafür.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten
Queenia
65 Bewertungen, 22 Kommentare
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13.08.2008, 01:41 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße
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20.07.2008, 16:26 Uhr von tipsi3
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von tipsi3
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02.06.2008, 19:57 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße aus Regensburg
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13.05.2008, 20:44 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, lg Sylvia
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08.05.2008, 21:23 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichs.h. liebe grüße felix ;-)
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24.03.2008, 13:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsher gut beschrieben. lg eva
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30.01.2008, 16:31 Uhr von wir_2
Bewertung: sehr hilfreichich liebe das Buch, ich liebe den Film einfach SUPER
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14.01.2008, 21:44 Uhr von MarpeX
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Testbericht, viele Grüße vom Gegenleser MarpeX.
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25.12.2007, 09:14 Uhr von GSiebert
Bewertung: sehr hilfreichschöne Feiertage
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23.12.2007, 01:55 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichPrima Bericht. LG
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13.12.2007, 18:05 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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04.12.2007, 22:02 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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03.12.2007, 21:10 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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03.12.2007, 20:07 Uhr von Markusgeiger86
Bewertung: sehr hilfreichlg, Markus
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03.12.2007, 19:04 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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03.12.2007, 18:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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03.12.2007, 14:58 Uhr von Mareike22
Bewertung: sehr hilfreichVLG Mareike :o)
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03.12.2007, 14:14 Uhr von evafl
Bewertung: sehr hilfreichxxxxx sh! lg Eva xxxxx
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03.12.2007, 10:12 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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03.12.2007, 01:12 Uhr von wolli007
Bewertung: sehr hilfreichlg Wolli
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03.12.2007, 00:57 Uhr von raetschman
Bewertung: sehr hilfreichein großartiges Werk und Du hast es super beschrieben! LG Raetschman
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03.12.2007, 00:52 Uhr von Katzen_Baer
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße!
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