Tropico (PC Strategiespiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von Merkur16
Werden sie Presidente!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Tropico ist eine typische Wirtschaftssimulation, die auf einer fiktiven karibischen Insel spielt. Auf dieser übernehmen sie die Rolle des Presidente und müssen sich fortan um das Wohl ihrer Bürger kümmern, wenn sie nicht durch einen Putsch aus ihrem Palast geschmissen werden wollen.
Vor dem eigentlichen Spiel dürfen sie ihre Insel nach eigenen Wünschen bauen lassen. Außerdem wählen sie für ihren Charakter verschiedene Eigenschaften, die sich negativ und positiv auswirken. Wählen sie beispielsweise, dass ihr Charakter ein Toupet trägt, dann werden sie international und im eigenen Land weniger geachtet. Dafür bekommen sie aus jährlichen Pay-TV Einnahmen 1000$ auf ihr Staatskonto.
Das Besondere an Tropico ist, dass sie jeden Bürger anklicken können und dieser dann verschiedene Werte zeigt ( Zufriedenheit mit Arbeit, Wohnung, Politik..... ) ähnlich wie bei „Die Sims“. Es ist daher extrem wichtig ihre Arbeiter zufrieden zustellen, indem sie ihnen gut bezahlte Arbeit geben, genug Essen, eine nette Wohnung und auch sonst die Politik machen, die ihre Inselbewohner von ihnen verlangen.
Dabei treten die ersten Schwierigkeiten auf, denn es gibt viele verschiedene politische Richtungen, denen sich ihre Bürger anschließen. Dazu zählen die Kapitalisten, die Militaristen, die Intellektuellen aber auch die Kirche. Es ist natürlich unmöglich alle Menschen zufrieden zustellen, aber sie müssen versuchen einen Mittelweg zu finden. Schließlich finden etwa alle 4 Jahre Wahlen statt, bei denen sie gut abschneiden müssen oder sie wurden abgewählt. Natürlich gibt es noch die Möglichkeit die Wahl gar nicht stattfinden zu lassen oder das Wahlergebnis ein wenig „zu beeinflussen“, aber es wird immer Inselbewohner geben, die davon etwas mitkriegen.
Glücklicherweise gibt es aber noch die Edikte. Dies sind Bestimmungen, die meist eine gewissen Zeitspanne haben. Sie können beispielsweise Alkohol verbieten, wodurch jedoch die Kriminalität steigt. Sie dürfen auch ein Verhütungsverbot erlassen, dann werden viele neue Kinder geboren oder sie veranstalten einen Karneval, um so ihre Bürger kurzfristig glücklich zu machen ( vor allem vor einer Wahl sehr zu empfehlen ). Doch auch die Edikte haben Kosten und sie müssen meist einige Vorraussetzungen erfüllen. Um zum Beispiel ein Verhütungsverbot zu erlassen müssen sie sich schon recht gut mit der kirchlichen Fraktion ihrer Insel verstehen.
Doch woher kommt das ganze Geld? Anfangs werden sie vor allem Farmen bauen, um die Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. Zahlreiche Statistiken geben ihnen Auskunft, wo die Pflanzen am besten wachsen. Überschüssige Nahrungsmittel werden zum Dock getragen und dort verkauft oder sie steigen gleich auf exotische Früchte um, die bessere Preise erzielen, wie zum Beispiel Bananen, Ananas oder Papayas. Wenn sie die Grundversorgung hergestellt haben sollten sie sich eine Industrie suchen, um mehr Geld zu verdienen. Sie können Rum brennen, Zigarren drehen, Bergwerke bauen um Gold, Eisen und Bauxit zu fördern, sie können Bäume fällen und diese weiterverkaufen oder sie wenden sich einem sehr einträglichen Geschäft zu, dem Tourismus.
Eine gute Touristiksparte zu eröffnen ist ebenso schwierig wie einträglich. Hotels, Bungalows und Freizeitattraktionen, wie Strandbäder, Pools, Souvenirshops und Aussichtspunkte sollten sie am sauberen Strand bauen und möglichst weitab von ihren Inselbewohner, da dieser Bereich nicht den geringsten Reiz auf die Touristen ausübt. Sie müssen dafür sorgen das ihr Touristikgelände gut aussieht und nicht verschmutzt ist und sie müssen dafür sorgen, dass die Touristen überhaupt auf ihre Insel kommen. Entweder sie reisen per Schiff an oder über den wesentlich effektiveren Flughafen, der jedoch noch mühselig gebaut werden muss. Haben sie jedoch einen einträglichen Touristiksektor geschaffen können sie sich wieder ihren Inselbewohnern widmen, oder ein wenig Kleingeld auf ihr Schweizer Bankkonto überweisen, um auch im Ruhestand noch gut leben zu können.
Insgesamt hat mir Tropico sehr viel Spaß gemacht. Das Managen der tropischen Insel mit dem Geldverdienen und dem Versuch alle Bürger zufrieden zustellen ist fordernd, aber nie zu schwer. Man hat ja außerdem vielfältige Möglichkeiten auf den Schwierigkeitsgrad Einfluss zu nehmen durch die Charakterentwicklung und das Generieren der Insel. Die Grafik ist sehr schön und kann in 5 Stufen gezoomt werden, um ihren Inselbewohnern beim Arbeiten zu zusehen. Genial ist wirklich der Sound des Spiels, der das karibische Flair besonders gut herüberbringt. Die Steuerung ist ebenfalls recht einfach auch wenn es meiner Meinung nach ein paar Menüs weniger nicht geschadet hätten, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht. Die Langzeitmotivation ist durch über 100 Gebäude und möglichen über 500 Inselbewohnern gesichert, auch die integrierten Szenarios machen viel Spaß. Und wem doch langweilig geworden ist, der kann sich das Addon Paradise Island mit neuen Gebäuden und Szenarios zulegen.
Vor dem eigentlichen Spiel dürfen sie ihre Insel nach eigenen Wünschen bauen lassen. Außerdem wählen sie für ihren Charakter verschiedene Eigenschaften, die sich negativ und positiv auswirken. Wählen sie beispielsweise, dass ihr Charakter ein Toupet trägt, dann werden sie international und im eigenen Land weniger geachtet. Dafür bekommen sie aus jährlichen Pay-TV Einnahmen 1000$ auf ihr Staatskonto.
Das Besondere an Tropico ist, dass sie jeden Bürger anklicken können und dieser dann verschiedene Werte zeigt ( Zufriedenheit mit Arbeit, Wohnung, Politik..... ) ähnlich wie bei „Die Sims“. Es ist daher extrem wichtig ihre Arbeiter zufrieden zustellen, indem sie ihnen gut bezahlte Arbeit geben, genug Essen, eine nette Wohnung und auch sonst die Politik machen, die ihre Inselbewohner von ihnen verlangen.
Dabei treten die ersten Schwierigkeiten auf, denn es gibt viele verschiedene politische Richtungen, denen sich ihre Bürger anschließen. Dazu zählen die Kapitalisten, die Militaristen, die Intellektuellen aber auch die Kirche. Es ist natürlich unmöglich alle Menschen zufrieden zustellen, aber sie müssen versuchen einen Mittelweg zu finden. Schließlich finden etwa alle 4 Jahre Wahlen statt, bei denen sie gut abschneiden müssen oder sie wurden abgewählt. Natürlich gibt es noch die Möglichkeit die Wahl gar nicht stattfinden zu lassen oder das Wahlergebnis ein wenig „zu beeinflussen“, aber es wird immer Inselbewohner geben, die davon etwas mitkriegen.
Glücklicherweise gibt es aber noch die Edikte. Dies sind Bestimmungen, die meist eine gewissen Zeitspanne haben. Sie können beispielsweise Alkohol verbieten, wodurch jedoch die Kriminalität steigt. Sie dürfen auch ein Verhütungsverbot erlassen, dann werden viele neue Kinder geboren oder sie veranstalten einen Karneval, um so ihre Bürger kurzfristig glücklich zu machen ( vor allem vor einer Wahl sehr zu empfehlen ). Doch auch die Edikte haben Kosten und sie müssen meist einige Vorraussetzungen erfüllen. Um zum Beispiel ein Verhütungsverbot zu erlassen müssen sie sich schon recht gut mit der kirchlichen Fraktion ihrer Insel verstehen.
Doch woher kommt das ganze Geld? Anfangs werden sie vor allem Farmen bauen, um die Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. Zahlreiche Statistiken geben ihnen Auskunft, wo die Pflanzen am besten wachsen. Überschüssige Nahrungsmittel werden zum Dock getragen und dort verkauft oder sie steigen gleich auf exotische Früchte um, die bessere Preise erzielen, wie zum Beispiel Bananen, Ananas oder Papayas. Wenn sie die Grundversorgung hergestellt haben sollten sie sich eine Industrie suchen, um mehr Geld zu verdienen. Sie können Rum brennen, Zigarren drehen, Bergwerke bauen um Gold, Eisen und Bauxit zu fördern, sie können Bäume fällen und diese weiterverkaufen oder sie wenden sich einem sehr einträglichen Geschäft zu, dem Tourismus.
Eine gute Touristiksparte zu eröffnen ist ebenso schwierig wie einträglich. Hotels, Bungalows und Freizeitattraktionen, wie Strandbäder, Pools, Souvenirshops und Aussichtspunkte sollten sie am sauberen Strand bauen und möglichst weitab von ihren Inselbewohner, da dieser Bereich nicht den geringsten Reiz auf die Touristen ausübt. Sie müssen dafür sorgen das ihr Touristikgelände gut aussieht und nicht verschmutzt ist und sie müssen dafür sorgen, dass die Touristen überhaupt auf ihre Insel kommen. Entweder sie reisen per Schiff an oder über den wesentlich effektiveren Flughafen, der jedoch noch mühselig gebaut werden muss. Haben sie jedoch einen einträglichen Touristiksektor geschaffen können sie sich wieder ihren Inselbewohnern widmen, oder ein wenig Kleingeld auf ihr Schweizer Bankkonto überweisen, um auch im Ruhestand noch gut leben zu können.
Insgesamt hat mir Tropico sehr viel Spaß gemacht. Das Managen der tropischen Insel mit dem Geldverdienen und dem Versuch alle Bürger zufrieden zustellen ist fordernd, aber nie zu schwer. Man hat ja außerdem vielfältige Möglichkeiten auf den Schwierigkeitsgrad Einfluss zu nehmen durch die Charakterentwicklung und das Generieren der Insel. Die Grafik ist sehr schön und kann in 5 Stufen gezoomt werden, um ihren Inselbewohnern beim Arbeiten zu zusehen. Genial ist wirklich der Sound des Spiels, der das karibische Flair besonders gut herüberbringt. Die Steuerung ist ebenfalls recht einfach auch wenn es meiner Meinung nach ein paar Menüs weniger nicht geschadet hätten, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht. Die Langzeitmotivation ist durch über 100 Gebäude und möglichen über 500 Inselbewohnern gesichert, auch die integrierten Szenarios machen viel Spaß. Und wem doch langweilig geworden ist, der kann sich das Addon Paradise Island mit neuen Gebäuden und Szenarios zulegen.
15 Bewertungen, 1 Kommentar
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24.04.2002, 12:33 Uhr von lilaweisser
Bewertung: sehr hilfreichnicht schlecht
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