Tropico (PC Strategiespiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von Blubber666
Ich bin stolz auf Sie, El Prrresidente!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hola!
Heute widme ich meinen Bericht den Möchte-gern-Diktatoren und Sandkastenrebellen unter Euch (ich zähle mich dazu!). Wie ich das meine? Nun, seit ein paar Monaten gibt es ein Computerspiel, eine Wirtschaftssimulation, herausgebracht von Top Pop Software, das den kleinen Fidel Castro in jedem (naja, mir zumindest) weckt. Interessiert? Dann lest mal weiter...
Das Spiel:
Tropico ist, wie schon erwähnt, eine allumfassende Wirtschaftssimulation. Das Geschehen spielt sich auf einer (anfangs) verträumten karibischen Insel mit Kuba-Flair ab, auf der der Spieler als "El Presidente" die Regierungsgeschäfte übernimmt. Dabei kann man wählen, ob man durch einen Militärputsch, demokratische Wahlen o.ä. an die Macht kommt.
Eine so ausführliche und geniale Simulation, die einem ein breites Grinsen aufs Gesicht jagt, habe ich bisher noch nicht gesehen.
Das Spiel kommt in einem ähnlichen Gewand daher wie z.B. Age Of Empires, die Völker und andere. Doch trotz der ähnlichen Machart weiß Tropico darüber hinaus noch mit sehr vielen Extra-Reizen zu begeistern!
Wenn man "El Presidente" wird, hat man noch einen relativ schweren Stand. Infrastruktur ist sogut wie garnicht vorhanden. Außer ein paar Hütten, Palmen und wunderschönen Stränden findet man nur ein paar lockere Einwohner, Cuba-like in z.T. weiße Leinenanzüge verpackt. Die Aufgabe nun ist klar, bzw. man kann sich aussuchen, wie man sein Land regiert. Vom kommunistisch sozialistischen totalitären Staat bis hin zum kapitalistischen Steuerparadies hat man die Qual der Wahl! Dabei werden auch außenpolitische Aspekte mit einbezogen, z.B. kann man Kontakte zu Rußland und den USA aufbauen, Entwicklungshilfe bei den selbigen beantragen, ja sogar Tropico als militärischen Stützpunkt anbieten. So richtet sich z.B. die Höhe der Entwicklungshilfe nach dem Verhältnis zu den Supermächten, genauso wie die Anzahl der angelockten Touristen (gesetzt der Fall man möchte das). Ja, genau, man kann Tropico auch zu einer 2. Dominikanischen Republik machen und das Hauptaugenmerk auf den Turismus legen. Oder man macht aus Tropico den Agrarexportschlager, indem man zur Bananenrepublik avanciert oder zum Zigarreneldorado. Es liggt in irrer Hand, El Prresidende!
Doch mal ganz von vorne: nachdem man das Spiel gestartet hat, kommt man ins Hauptmenü. Hier befindet man sich im Büro von "El Presidente". man sitzt am Schreibtisch, auf dem ein Ascher mit einer zünftigen, qualmenden Zigarre steht. Geradeaus blickt man aus dem Fenster auf einen traumhaften Karibikstrand, zur linken hängt ein Wandteppich mit der Karte Tropicos, zur rechten ein Regal. Hier kann man nun seine Einstellungen treffen.
Beim Erststart empfiehlt es sich, das Tutorial durchzuspielen, bei dem einem vom Ratgeber, der übrigens auch im Spiel mit lustigem kubanischen/spanischen Akzent Tips gibt, die nötige Übersicht vermittelt wird. "El Prresidente, irr Volk hunggert"! So wird man spielend in die Regierungsgeschäfte eingeführt.
Weiter kann man die Spielart wählen: man kann seine Regierungszeit und -konditionen selbst festsetzen, z.B. Open End spielen, oder 50 Jahre oder, oder...
Um zum Vergleich zu Age Of Empires zurückzukommen, kann man natürlich auch Kampagnen spielen, bei denen man in ein vorgefertigtes Szenario geworfen wird, nach dem Motto: Mach Mal!
Zum Beispiel das Szenario "Die Mutter aller Zigarren":
Rächen Sie sich an Ihrer alten Heimatinsel, indem Die die dortige Zigarrenindustrie zerschlagen. Überschwemmen Sie den Weltmarkt mit tropicanischen Zigarren und erzielen Sie in 50 Jahren mindestens $2 000 000 Profit. Machen Sie "El Tropicano" zur berühmtesten Zigarre der Welt. Beeilen Sie sich, die Zeit drängt!
Anhand allein dieses Beipieles merkt auch der politisch weniger Interessierte schnell, worum es unterschwellig geht. Das ganze ist eine kleine Persiflage auf Kuba und den Wettstreit zwischen Kapitalisten und Kommunisten. Alles, aber auch wirklich alles ist auf Kuba geeicht. Tropico ist auch als kleine (fiktive) Nachbarinsel Kubas beschrieben.
Aber weiter im Text. Hat man sich für eine Spielform entschieden, gehts an die Person selbst. Hier kann man sich einen Presidenten aus einer Gesamtliste auswählen. An erster Stelle steht, und wie sollte es anders sein, Che Guevera, sogar Fidel himself kann man sich aussuchen. Dabei hat jede Perönlichkeit so seine Stärken und Schwächen. So freut sich bei Guevera das Kommunistische Lager sehr, die USA sieht das gar nicht gerne, die Freiheitswerte steigen aber. Man kann auch die Charakterwerte manuell anpassen (Frauenheld, schmierig, verlogen, feige, Spieler....). So kann ein President, der als Arbeiter geputscht hat, keine Universität bauen, dafür ist die Produktivität der Farmen und Industrien womöglich viel höher, was den Intellektuellen aber nicht gefällt...
Hat man nun alle Einstellungen getätigt, gehts auch schon volle Pulle los! Wohnraum schaffen, für Ernährung sorgen (Mais-, Ananas-, Papaya-, Bananen-, Rinder- und Ziegenfarmen bauen), Exportgüter anbauen (Tabak, Obst, Kaffee), Infrastruktur schaffen (Kliniken, Speditionen, Baufirmen, Kirchen, Häfen, Flughafen...), Verhältnisse zu den Supermächten ausbauen (je besser, desto mehr Entwicklungshilfe und Stützen fließen in Ihr Land) und Tropico touristisch erschließen (Hotels, Attraktionen) bringen einen am Anfang echt ins Schwitzen. Jedem bleibt es selbst überlassen, wie er sein Land führt. Man kann auch Touristen Schwarzgeldkonten anbieten (natürlich verdient El Presidente kräftig mit und hat ein Nummernkonto in der Schweiz*gg*) und aus Tropico DAS mittelamerikanische Steuerparadies schlechthin machen!
Natürlich muß man sehr genau auf die Wünsche der Bevölkerung eingehen und danach handeln, denn wenn die Zufriedenheit Ihrer Person gegenüber zu sehr sinkt, besteht die Gefahr eines Putsches oder vorgezogenen Wahlen. Deshalb bleibt es nicht aus, daß man Löhne bedarfsmäßig erhöht oder senkt und Beschäftigte einstellt oder entläßt.
Sehr positiv ist, daß es für alles Statistiken gibt. Wenn man z.B. eine Ananasfarm bauen möchte, wird einem farblich angezeigt (nicht wie bei A.O.Empires), wo man die besten Erträge bekommt. (funktioniert mit allem so: Kraftwerke, Farmen, Fischgründe, Mineralvorkommen...).
Kurzum: wenn man will, hat man überall seine Finger drin. Wenn nicht, versucht die Bevölkerung, Probleme auf eigenem Wege zu lösen (wenns nicht klappt, sinkt die Zufriedenheit).
Grafik und Steuerung:
Tropico ist eine graphische Meisterleistung! Beim Spielen kommt wirklich Urlaubsfeeling (an 6killer: ich hoffe Du verzeihst mir das Wort) auf! Türkisblaues Wasser mit weißen, palmengesäumten Sandstränden ergeben ein so entspanntes Bild, daß man am liebsten ein Ticket buchen würde. Graphisch wurde nicht gegeizt, Tropico besitzt soviele verspielte Details, daß ich sie garnicht alle aufführen kann (man sieht sogar die Topfpflanzen in den Wohngebäuden). Und das ganze Szenario wird von einer lockeren, typisch cubanischen Musik (Calypso) umspielt, die das Feeling noch verstärkt und sogar nach tagelangem(!!!) Spielen immer noch nicht nervt.
Die Steuerung erfolgt bestens über eine (Wheel-)Maus, mit der man anklicken kann (auch einzelne Bürger, um rauszufinden wo der Schuh drückt), hin- und wegzoomen kann. Aber grade beim Zoom stellt sich heraus, daß man schon einen schnelleren Rechner braucht, um Tropico voll zu genießen.
Die Graphik läßt sich gut der Grafikkarte anpassen und ist selbst in höherer Auflösung im 32- Bit-Modus verfügbar (dafür sollte es dann aber mindestens eine Geforce-Karte sein!).
Weiterhin kann man jederzeit abspeichern. Falls der Rechner (aus Windoofgründen) abstürzt oder man das Speichern vergessen hat, wird eine Autospeicherung vollzogen, also null problemo!
Systemvoraussetzungen (Minimum):
- Computer mit mehr als 300Mhz Taktfrequenz
- mind. 32MB RAM
- 820MB Festplattenspeicher
Das Spiel kostet (je nach Geschäft) neu zwischen 70-90DM.
Kleines Manko: Läuft womöglich bei Version 1.00 mit manchen Graphikkarten nicht flüssig (Geforce zumindest). Das Problem wurde mit dem Patch auf Version 1.02 behoben!
Fazit:
Wer immer schon mal Hobbydiktator sein wollten, jetzt habt Ihr die Möglichkeit, Euch "totzuregeln"! Leider konnte ich nur einen kleinen Aspekt des Spieles vermittelt, alles weitere würde den Rahmen sprengen. Am Besten mal ausprobieren. Dieses Spiel wird nicht so schnell langweilig, im Gegenteil, der Suchtfaktor wächst und wächst! Das Spiel toleriert ALLE Führungsstile und setzt sie um. Also vom grünen Naturschutzgebiet bis zur industriellen Hölle hat man freien Handlungsspielraum!
Für mich ist es die beste (und lustigste) Wirtschaftssimulation ever! Wenn ich Tropico spiele, kriege ich das Grinsen (wahrscheinlich vor Machtgeilheit*gg*) nicht mehr runter. Also das Spiel kriegt von mir alle Fünfe! Check it out! (freue mich auf Eure Kommentare!)
Vielen Dank fürs lesen
Euer Lemmy
c´2001 by Blubber666/Lemmy
Heute widme ich meinen Bericht den Möchte-gern-Diktatoren und Sandkastenrebellen unter Euch (ich zähle mich dazu!). Wie ich das meine? Nun, seit ein paar Monaten gibt es ein Computerspiel, eine Wirtschaftssimulation, herausgebracht von Top Pop Software, das den kleinen Fidel Castro in jedem (naja, mir zumindest) weckt. Interessiert? Dann lest mal weiter...
Das Spiel:
Tropico ist, wie schon erwähnt, eine allumfassende Wirtschaftssimulation. Das Geschehen spielt sich auf einer (anfangs) verträumten karibischen Insel mit Kuba-Flair ab, auf der der Spieler als "El Presidente" die Regierungsgeschäfte übernimmt. Dabei kann man wählen, ob man durch einen Militärputsch, demokratische Wahlen o.ä. an die Macht kommt.
Eine so ausführliche und geniale Simulation, die einem ein breites Grinsen aufs Gesicht jagt, habe ich bisher noch nicht gesehen.
Das Spiel kommt in einem ähnlichen Gewand daher wie z.B. Age Of Empires, die Völker und andere. Doch trotz der ähnlichen Machart weiß Tropico darüber hinaus noch mit sehr vielen Extra-Reizen zu begeistern!
Wenn man "El Presidente" wird, hat man noch einen relativ schweren Stand. Infrastruktur ist sogut wie garnicht vorhanden. Außer ein paar Hütten, Palmen und wunderschönen Stränden findet man nur ein paar lockere Einwohner, Cuba-like in z.T. weiße Leinenanzüge verpackt. Die Aufgabe nun ist klar, bzw. man kann sich aussuchen, wie man sein Land regiert. Vom kommunistisch sozialistischen totalitären Staat bis hin zum kapitalistischen Steuerparadies hat man die Qual der Wahl! Dabei werden auch außenpolitische Aspekte mit einbezogen, z.B. kann man Kontakte zu Rußland und den USA aufbauen, Entwicklungshilfe bei den selbigen beantragen, ja sogar Tropico als militärischen Stützpunkt anbieten. So richtet sich z.B. die Höhe der Entwicklungshilfe nach dem Verhältnis zu den Supermächten, genauso wie die Anzahl der angelockten Touristen (gesetzt der Fall man möchte das). Ja, genau, man kann Tropico auch zu einer 2. Dominikanischen Republik machen und das Hauptaugenmerk auf den Turismus legen. Oder man macht aus Tropico den Agrarexportschlager, indem man zur Bananenrepublik avanciert oder zum Zigarreneldorado. Es liggt in irrer Hand, El Prresidende!
Doch mal ganz von vorne: nachdem man das Spiel gestartet hat, kommt man ins Hauptmenü. Hier befindet man sich im Büro von "El Presidente". man sitzt am Schreibtisch, auf dem ein Ascher mit einer zünftigen, qualmenden Zigarre steht. Geradeaus blickt man aus dem Fenster auf einen traumhaften Karibikstrand, zur linken hängt ein Wandteppich mit der Karte Tropicos, zur rechten ein Regal. Hier kann man nun seine Einstellungen treffen.
Beim Erststart empfiehlt es sich, das Tutorial durchzuspielen, bei dem einem vom Ratgeber, der übrigens auch im Spiel mit lustigem kubanischen/spanischen Akzent Tips gibt, die nötige Übersicht vermittelt wird. "El Prresidente, irr Volk hunggert"! So wird man spielend in die Regierungsgeschäfte eingeführt.
Weiter kann man die Spielart wählen: man kann seine Regierungszeit und -konditionen selbst festsetzen, z.B. Open End spielen, oder 50 Jahre oder, oder...
Um zum Vergleich zu Age Of Empires zurückzukommen, kann man natürlich auch Kampagnen spielen, bei denen man in ein vorgefertigtes Szenario geworfen wird, nach dem Motto: Mach Mal!
Zum Beispiel das Szenario "Die Mutter aller Zigarren":
Rächen Sie sich an Ihrer alten Heimatinsel, indem Die die dortige Zigarrenindustrie zerschlagen. Überschwemmen Sie den Weltmarkt mit tropicanischen Zigarren und erzielen Sie in 50 Jahren mindestens $2 000 000 Profit. Machen Sie "El Tropicano" zur berühmtesten Zigarre der Welt. Beeilen Sie sich, die Zeit drängt!
Anhand allein dieses Beipieles merkt auch der politisch weniger Interessierte schnell, worum es unterschwellig geht. Das ganze ist eine kleine Persiflage auf Kuba und den Wettstreit zwischen Kapitalisten und Kommunisten. Alles, aber auch wirklich alles ist auf Kuba geeicht. Tropico ist auch als kleine (fiktive) Nachbarinsel Kubas beschrieben.
Aber weiter im Text. Hat man sich für eine Spielform entschieden, gehts an die Person selbst. Hier kann man sich einen Presidenten aus einer Gesamtliste auswählen. An erster Stelle steht, und wie sollte es anders sein, Che Guevera, sogar Fidel himself kann man sich aussuchen. Dabei hat jede Perönlichkeit so seine Stärken und Schwächen. So freut sich bei Guevera das Kommunistische Lager sehr, die USA sieht das gar nicht gerne, die Freiheitswerte steigen aber. Man kann auch die Charakterwerte manuell anpassen (Frauenheld, schmierig, verlogen, feige, Spieler....). So kann ein President, der als Arbeiter geputscht hat, keine Universität bauen, dafür ist die Produktivität der Farmen und Industrien womöglich viel höher, was den Intellektuellen aber nicht gefällt...
Hat man nun alle Einstellungen getätigt, gehts auch schon volle Pulle los! Wohnraum schaffen, für Ernährung sorgen (Mais-, Ananas-, Papaya-, Bananen-, Rinder- und Ziegenfarmen bauen), Exportgüter anbauen (Tabak, Obst, Kaffee), Infrastruktur schaffen (Kliniken, Speditionen, Baufirmen, Kirchen, Häfen, Flughafen...), Verhältnisse zu den Supermächten ausbauen (je besser, desto mehr Entwicklungshilfe und Stützen fließen in Ihr Land) und Tropico touristisch erschließen (Hotels, Attraktionen) bringen einen am Anfang echt ins Schwitzen. Jedem bleibt es selbst überlassen, wie er sein Land führt. Man kann auch Touristen Schwarzgeldkonten anbieten (natürlich verdient El Presidente kräftig mit und hat ein Nummernkonto in der Schweiz*gg*) und aus Tropico DAS mittelamerikanische Steuerparadies schlechthin machen!
Natürlich muß man sehr genau auf die Wünsche der Bevölkerung eingehen und danach handeln, denn wenn die Zufriedenheit Ihrer Person gegenüber zu sehr sinkt, besteht die Gefahr eines Putsches oder vorgezogenen Wahlen. Deshalb bleibt es nicht aus, daß man Löhne bedarfsmäßig erhöht oder senkt und Beschäftigte einstellt oder entläßt.
Sehr positiv ist, daß es für alles Statistiken gibt. Wenn man z.B. eine Ananasfarm bauen möchte, wird einem farblich angezeigt (nicht wie bei A.O.Empires), wo man die besten Erträge bekommt. (funktioniert mit allem so: Kraftwerke, Farmen, Fischgründe, Mineralvorkommen...).
Kurzum: wenn man will, hat man überall seine Finger drin. Wenn nicht, versucht die Bevölkerung, Probleme auf eigenem Wege zu lösen (wenns nicht klappt, sinkt die Zufriedenheit).
Grafik und Steuerung:
Tropico ist eine graphische Meisterleistung! Beim Spielen kommt wirklich Urlaubsfeeling (an 6killer: ich hoffe Du verzeihst mir das Wort) auf! Türkisblaues Wasser mit weißen, palmengesäumten Sandstränden ergeben ein so entspanntes Bild, daß man am liebsten ein Ticket buchen würde. Graphisch wurde nicht gegeizt, Tropico besitzt soviele verspielte Details, daß ich sie garnicht alle aufführen kann (man sieht sogar die Topfpflanzen in den Wohngebäuden). Und das ganze Szenario wird von einer lockeren, typisch cubanischen Musik (Calypso) umspielt, die das Feeling noch verstärkt und sogar nach tagelangem(!!!) Spielen immer noch nicht nervt.
Die Steuerung erfolgt bestens über eine (Wheel-)Maus, mit der man anklicken kann (auch einzelne Bürger, um rauszufinden wo der Schuh drückt), hin- und wegzoomen kann. Aber grade beim Zoom stellt sich heraus, daß man schon einen schnelleren Rechner braucht, um Tropico voll zu genießen.
Die Graphik läßt sich gut der Grafikkarte anpassen und ist selbst in höherer Auflösung im 32- Bit-Modus verfügbar (dafür sollte es dann aber mindestens eine Geforce-Karte sein!).
Weiterhin kann man jederzeit abspeichern. Falls der Rechner (aus Windoofgründen) abstürzt oder man das Speichern vergessen hat, wird eine Autospeicherung vollzogen, also null problemo!
Systemvoraussetzungen (Minimum):
- Computer mit mehr als 300Mhz Taktfrequenz
- mind. 32MB RAM
- 820MB Festplattenspeicher
Das Spiel kostet (je nach Geschäft) neu zwischen 70-90DM.
Kleines Manko: Läuft womöglich bei Version 1.00 mit manchen Graphikkarten nicht flüssig (Geforce zumindest). Das Problem wurde mit dem Patch auf Version 1.02 behoben!
Fazit:
Wer immer schon mal Hobbydiktator sein wollten, jetzt habt Ihr die Möglichkeit, Euch "totzuregeln"! Leider konnte ich nur einen kleinen Aspekt des Spieles vermittelt, alles weitere würde den Rahmen sprengen. Am Besten mal ausprobieren. Dieses Spiel wird nicht so schnell langweilig, im Gegenteil, der Suchtfaktor wächst und wächst! Das Spiel toleriert ALLE Führungsstile und setzt sie um. Also vom grünen Naturschutzgebiet bis zur industriellen Hölle hat man freien Handlungsspielraum!
Für mich ist es die beste (und lustigste) Wirtschaftssimulation ever! Wenn ich Tropico spiele, kriege ich das Grinsen (wahrscheinlich vor Machtgeilheit*gg*) nicht mehr runter. Also das Spiel kriegt von mir alle Fünfe! Check it out! (freue mich auf Eure Kommentare!)
Vielen Dank fürs lesen
Euer Lemmy
c´2001 by Blubber666/Lemmy
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