Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (VHS) Testbericht

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ab 9,44
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Erfahrungsbericht von DieEine

Was ist nur aus dem Terminator geworden?

Pro:

Action

Kontra:

wenig Geschichte, lieblose Inszenierung, kein würdiger Nachfolger

Empfehlung:

Nein

Obwohl ich eigentlich auf seichte Komödien stehe und mit den letzten großen Action Blockbustern nichts anfangen konnte, mag ich Actionfilme und \"Terminator 2 - Judgement Day\" gehört zu meinen absoluten Lieblingen.
Klar, dass ich mich auf den dritten Teil wie ein Schneekönig gefreut habe (bis ich gehört habe, dass James Cameron nicht Regie führen würde).
Normalerweise wäre ich auch in die Preview gegangen, aber zeitlich kam es erst am Dienstag hin. Da habe ich meine ganze Familie ins Auto gepackt und zum Kinotag geschleppt, um mir das Actionspektakel anzuschauen.

Unsere Plätze waren gut, nur sassen neben uns leider ein paar dumme Kinder, die gegröhlt und gepöbelt und bei jeder Kleinigkeit frenetisch geklatscht haben. Gut, sowas gehört zum Kino vermutlich dazu, aber mich nervt es trotzdem und ich verstehe die Leute, die sich Filme aus dem Internet runterladen. \"Terminator 3 - Rebellion der Maschinen\" sollte man aber auf der großen Leinwand sehen, sonst ärgert man sich, aber nun erstmal zur Story des Films.

Die Story
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Viel gibt die Geschichte nicht her. John Connor (Nick Stahl) ist mittlerweile erwachsen und führt ein Leben im Untergrund. Als Tagelöhner verdient er sich seinen Lebensunterhalt. Eine Wohnung hat er nicht und auch keine Sozialversicherung (aber ein teures Motorrad), deshalb bricht er nach einem Unfall auch in eine Tierklinik ein, um an Medikamente zu kommen.

Zur gleichen Zeit trifft in dieser Klinik die junge Tierärztin Kate Brewster (Claire Danes) wegen einer kranken Katze ein. Sie entdeckt John und sperrt den vermeintlichen Junkie in einen Hundezwinger.
Aus heiterem Himmel fällt ihr plötzlich auf, dass sie John von einer Knutschparty im Teeniealter kennt, doch bevor sich die beiden näher unterhalten können und sie ihn befreien kann, taucht eine sehr attraktive Blondine in der Klinik aus. Diese Dame ist ein in die Vergangenheit gereister Terminator, der bzw. die Terminatrix T-X (Kristanna Loken).
T-X´s Mission ist es John Connor und seine zukünftigen Generäle zu töten. John Connor ist nämlich in der Zukunft der Anführer der menschlichen Widerstandsbewegung, die nach ein paar Jahren Kampf die Macht über die Maschinen zurückgewinnt.
Klar, dass die Maschinen, die durch die Übernahme der Computer und dem Auslösen eines Nuklearkrieges die Weltherrschaft übernommen haben, dies verhindern wollen.

Doch auch die Widerstandsbewegung verfügt über Maschinen und schickt zu John Connors Schutz den veralteten Terminator T-101 in die Vergangenheit. Dieser soll aber nicht in erster Linie Connor schützen, sondern dessen zukünftige Ehefrau und Unterstützerin Kate Brewster.

Ob der \"gute\" Terminator diesmal rechtzeitig kommt und das drohende Unheil verhindern kann, wird an dieser Stelle nicht verraten, sonst nehm ich das Ende ja schon verweg und der ein oder andere möchte sich diesen Film ja sicher noch ansehen, trotz meiner Meinung.

Meine Meinung
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Mit grosser Spannung und auch jeder Menge Vorurteile bin ich ins Kino gegangen, normalerweise mag ich weder Science-Fiction noch Zeitreise-Filme, da die für mich immer eine gewisse Unlogik bergen.
Anders bei Terminator, denn die Geschichte um die Maschine, die in der Zukunft die Herrschaft über die Menschheit übernimmt und die Widerstandsbewegung schon im Vorfeld eliminieren will, faszinierte mich einfach und über die Special-Effects des zweiten Teils gerate ich noch heute ins Schwärmen.

Geschlagene 12 Jahre später, macht Arnold \"Äktschn\" Schwarzenegger alias T800 (oder T101 wie er komischerweise im dritten Teil heißt), sein Versprechen wahr und ist \"back\"!
Schade ist, dass Mr. Schwarzenegger abgesehen von den FX-Spezialisten Stan Winston & Co. der einzige ist, der wirklich zurückgekehrt ist. Linda Hamilton alias Sarah Connor musste den Leukämie-Tod sterben, Edward Furlong, John Connor, hat zuviel Drogen genommen und wurde kurzerhand durch Nick Stahl ersetzt.
Der herbste Verlust ist allerdings Regisseur James Cameron, der nach eigener Aussage keine Lust auf einen dritten Teil hatte, da er seine Geschichte schon in \"Terminator 2 - Judgement Day\" zu Ende erzählt hat. Deswegen übernahm Jonathan Wostow diese Arbeit und hat damit zwar einen kommerziell erfolgreichen, aber leider, trotz oder gerade wegen Action satt, sehr unspektakulären Film geschaffen.

Cameron, der Erschaffer des Terminators, hat wie gesagt seine Geschichte zu Ende erzählt und das ist völlig richtig, was wohl auch die Drehbuchautoren von \"Rebellion der Maschinen\" verstanden haben und deshalb schlicht und einfach einen billigen Abklatsch von \"Judgement Day\" geschaffen haben.
Unzählige Szenen wurden dem Vorgänger entnommen und in Scary Movie Marnier ein wenig albern aufgepeppt.

Teilweise scheint es auch so, als habe Jonathan Wostow bzw. die Autoren John Brancato und Michael Ferris die ersten beide Teile nicht richtig angeschaut, denn der Film birgt auch einige Logikfehler bzw. falsche Weiterführungen der Geschehnisse in den ersten beiden Teilen der Trilogie. Mich hat der Film einfach nur aufgeregt, weil er doch sehr lieblos fortgeführt wird und mehr Wert auf aufregende Action gelegt wurde als auf alles andere. Auch fand ich, dass Arnold Schwarzenegger etwas sehr hölzern und ohne Gefühlsregung, die er im zweiten Teil noch hatte, gespielt hat. Gut und Böse sind in diesem Film nicht ganz klar auszumachen und die Charaktere von John und Kate (und was ist sind das eigentlich für andere Rebellen?) Sind nicht fein genug ausgearbeitet, was einfach nur nervt.

Die 170 Mio. Dollar Produktionskosten gingen ganz für wilde Verfolgungsjagden und Ballerspielchen drauf, für eine angemessene Story, die uns die Geschichte des Rebellenführers John Connor näher bringt, hat es dann wohl nicht mehr gereicht, denn schließlich musste Schwarzenegger für einen besonders spektakulären Stunt selbst in die Tasche greifen.

Geld hat der Mann scheinbar noch und es ist traurig, dass er nichts sinnvolleres damit anzustellen weiß als sein Ego aufzufrischen. Schwarzenegger ist nicht mehr der Jüngste und es ist auch nicht er, der den Film trägt, sondern seine Gegnerin Terminatrix (Kristanna Loken), die in dem Film zwar nicht viel zu sagen, aber wenigstens aufblasbare Brüste hat und ihren Teil zur Emanzipation beiträgt.

Ein paar Worte noch zu den Special-Effects und den Stunts: Action wird bei diesem Film ja großgeschrieben und irgendwo muss ja auch das ganze Geld geblieben sein. In wilden Verfolgungsjagden gingen dutzende Autos- und Bürogebäude kaputt und an der Umsetzung kann man sicher nichts bemängeln. Allerdings sind die Stunts nicht wirklich innovativ, nur gebündelt aufgetreten und lassen einem dadurch den Atem stocken, denn explodierende Häuse und durch die Luft wirbelnde Autos sieht man ja heutzutage schon in jeder Actionkomödie. Hier hätte ich etwas mehr Innovation und Mut erwartet.

Stattdessen setzt man auch bei den Effekten auf Altbewährtes und man fragt sich, warum die Fortsetzung 12 Jahre auf sich warten ließ, denn die Effekte von Stan Winston sind die gleichen wie bei \"Terminator 2\": zerschossene Gesichter, schmelzende Maschinen und Kampfroboter in Rohgestalt.
Auch Terminatrix hat nicht wesentlich mehr Tricks auf Lager als ihr Vorgänger T-1000 im zweiten Teil. Sie verfügt lediglich über einen internen Internetzugang und variable Waffen an der rechten Hand.
Der Showdown des Films, wo Gut und Böse in direktem Zweikampf miteinander sind, fällt etwas unspektakulär aus und wurde im Großteil aus dem ersten Terminator-Teil geklaut. Mehr möchte ich aber auch hier nicht verraten.

Insgesamt konnten mich auh die Spezialeffekte nicht richtig überzeugen. Vor zwölf Jahren, war Terminator 2 der teuerste Film aller Zeiten und führte die Abteilung Spezialeffekte in völlig neue Bahnen. Die Computertricks waren bahnbrechend und in zwölf Jahren hat man sich halt an diese Effekte gewöhnt und sie locken eigentlich keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor.
Die Stunts sind natürlich durch ihre Fülle für den ein oder anderen sehenswert, aber mich hat das eben gerade deswegen nicht vom Stuhl gerissen und die Dame, die im Kino neben mir saß, ist sogar eingeschlafen.

Weniger ist manchmal eben mehr und weniger Actionsequenzen, die sich alle sehr ähnlich sind, und dafür mehr neue Computeranimationen, hätten dem Film sehr gut getan.

Terminator 3 – Rebellion der Maschinen\" ist ein stupides Action-Spektakel, bei dem explodierende Autos und einstürzende Bürogebäude im Vordergrund stehen und die Handlung total verdrängen, was bei diesem Film einfach nicht hätte sein dürfen, denn gerade Filme einer Zukunftsvision brauchen einen lückenlosen Plot.

*Teile dieser Meinung wurden von mir bereits auf hiphop.de und ciao.de veröffentlicht*

PS: Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung über den Film alleine bin, aber es ist MEINE Meinung und zu der stehe ich und bin jederzeit bereit sie zu verteidigen. Hochbezahlte Schauspieler und imense Produktionskosten machen für mich nicht zwangsläufig einen guten Film aus und in meinen Augen ist \"Terminator 3\" eben ein B-, wenn nicht sogar C-Movie.

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