Thema Reiseapotheke Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Swinja
Das hier ist absolut für den AR***
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
So etwas sollte man in seiner Reise- und Hausapotheke haben. Schließlich kann es einem jeden passieren. Und ärgerlich grade, wenn es einem irgendwo in der mongolischen Wüste passiert...
„Die kannste Dir in den Hintern stecken.“ Sagte mein Hausarzt zu mir.
Die Rede war vom Inhalt einer Tube mit der Aufschrift „mastu“. Verschiedene Belastungen körperlicher und seelischer Art – Streß im Job, Raucherei und Radfahren auf einem Rad mit schmalem harten Sattel – als ob man auf einem Heizkörper reiten würde – hatten zu unangenehmen und vor allem blutenden Begleiterscheinungen geführt – und zwar dort wo man gewöhnlich draufsitzt. Zu Deutsch: Hämorrhoiden.
Das Grundrezept der Salbe ist Bismutgallat, Titandioxid, und Butexamac. Der Hintergrund dieser Substanzen: Haupsächlich das Bismutgallat ist der Wirkstoff, dessen Auswirkung als „zusammenziehend und blutstillend“ beschrieben werden. Außerdem wirkt es entzündungshemmend. Butexamac ist, zumindest in seiner Wirkung, eine Art Kortison-Ersatz, und dient ebenfalls zur Linderung von Hautreizungen und Entzündungen. Titandioxid spielt dagegen eine untergeordnete Rolle, hauptsächlich als Trägersubstanz und Farbstoff.
Und tatsächlich, bei zweimaligem täglichen Gebrauch – oder öfters – spürt man nicht nur die angenehme leichte Kühlwirkung der eigentlich eher unappetitlichen Masse. Nach wenigen Tagen waren die H’s deutlich abgeklungen und die Blutungen verschwunden.
Für ganz hartnäckige Fälle liegt der Packung auch noch ein fingergrößes Plastikteil mit Löchern bei, „Applikator“ genannt. Den kann man sich nun wirklich wohin stecken, um die Salbe auch dorthin einzubringen wo keine Sonne hinscheint. Durch den großen Innenhohlraum diese Plastikpinökels (den man nach Gebrauch tunlichst abwaschen und dabei mit Wasser und Seife nicht sparen sollte) geht allerdings relativ viel der Arznei sinnlos verloren.
Einzig ärgerlich: die Trägersubstanz der Salbe besteht aus einem beigegelben wachsähnlichen Vaselinematerial. Der Beipackzettel rät, daß eventuelle Flecken bei 60° Waschen zu entfernen sind. Er sagt aber nicht, daß dies auch gelingt. Mit dem Ergebnis, daß die Wäsche bald aussieht, als hätte man einige Gläser zu scharfen Senf gegessen und danach einen fahren lassen. Man sollte entweder Pampers mit in die Unterwäsche packen oder die allerälteste anziehen, die eh für die blauen Tüten gedacht war.
Die Packung ist nur in der Apotheke erhältlich zum Preis von ca. 10 €, ist allerdings rezeptfrei. Ein Produkt das wirklich nur für den A**** ist – Gott sei Dank.
„Die kannste Dir in den Hintern stecken.“ Sagte mein Hausarzt zu mir.
Die Rede war vom Inhalt einer Tube mit der Aufschrift „mastu“. Verschiedene Belastungen körperlicher und seelischer Art – Streß im Job, Raucherei und Radfahren auf einem Rad mit schmalem harten Sattel – als ob man auf einem Heizkörper reiten würde – hatten zu unangenehmen und vor allem blutenden Begleiterscheinungen geführt – und zwar dort wo man gewöhnlich draufsitzt. Zu Deutsch: Hämorrhoiden.
Das Grundrezept der Salbe ist Bismutgallat, Titandioxid, und Butexamac. Der Hintergrund dieser Substanzen: Haupsächlich das Bismutgallat ist der Wirkstoff, dessen Auswirkung als „zusammenziehend und blutstillend“ beschrieben werden. Außerdem wirkt es entzündungshemmend. Butexamac ist, zumindest in seiner Wirkung, eine Art Kortison-Ersatz, und dient ebenfalls zur Linderung von Hautreizungen und Entzündungen. Titandioxid spielt dagegen eine untergeordnete Rolle, hauptsächlich als Trägersubstanz und Farbstoff.
Und tatsächlich, bei zweimaligem täglichen Gebrauch – oder öfters – spürt man nicht nur die angenehme leichte Kühlwirkung der eigentlich eher unappetitlichen Masse. Nach wenigen Tagen waren die H’s deutlich abgeklungen und die Blutungen verschwunden.
Für ganz hartnäckige Fälle liegt der Packung auch noch ein fingergrößes Plastikteil mit Löchern bei, „Applikator“ genannt. Den kann man sich nun wirklich wohin stecken, um die Salbe auch dorthin einzubringen wo keine Sonne hinscheint. Durch den großen Innenhohlraum diese Plastikpinökels (den man nach Gebrauch tunlichst abwaschen und dabei mit Wasser und Seife nicht sparen sollte) geht allerdings relativ viel der Arznei sinnlos verloren.
Einzig ärgerlich: die Trägersubstanz der Salbe besteht aus einem beigegelben wachsähnlichen Vaselinematerial. Der Beipackzettel rät, daß eventuelle Flecken bei 60° Waschen zu entfernen sind. Er sagt aber nicht, daß dies auch gelingt. Mit dem Ergebnis, daß die Wäsche bald aussieht, als hätte man einige Gläser zu scharfen Senf gegessen und danach einen fahren lassen. Man sollte entweder Pampers mit in die Unterwäsche packen oder die allerälteste anziehen, die eh für die blauen Tüten gedacht war.
Die Packung ist nur in der Apotheke erhältlich zum Preis von ca. 10 €, ist allerdings rezeptfrei. Ein Produkt das wirklich nur für den A**** ist – Gott sei Dank.
28 Bewertungen, 2 Kommentare
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23.03.2002, 18:27 Uhr von schweitzman
Bewertung: sehr hilfreichscheiss Thema...
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02.03.2002, 21:22 Uhr von DrDuke
Bewertung: sehr hilfreichIch nehm eh keine Reiseapotheken mit. Ausser meine Kopfschmerzmittel bleibt alles zu Hause
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