Thema Tattoos Allgemein Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Hautverträglichkeit:  sehr gut
  • Aussehen:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von FrauNeedle

Die Kunst der Körperbemalung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Kunst der Körperbemalung ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Seit etwa 5000 Jahren finden Henna-Tattoos Verwendung als Körperschmuck. Von Ägypten gelangte die Henna-Pflanze nach Indien, wo die Bemalung sehr beliebt war. Die Pflanze sowie die Körperbemalung wird als Mehndi bezeichnet. Aufgrund der Beliebtheit und der weiten Verbreitung entstanden viele Motive und eine Menge an Rezepten für die Henna-Paste:

Zuerst einmal die Zubereitung der Henna-Paste:
Der wichtigste Bestandteil ist natürlich das Henna-Pulver. Hierzu lohnt es sich in Spezialitätenläden aus Afrika, Asien oder Indien zu stöbern. Manchmal hat man aber auch Glück in Drogerien oder Apotheken. Gutes Henna erkennt man an seiner hellgrünen Färbung. Je grüner die Färbung, desto kräftiger färbt das Henna die Haut.

Das Pulver so fein wie möglich sieben (etwa wie Mehl), um pflanzliche Überreste herauszufiltern. Nun läßt es sich leicht weiterverarbeiten.

Man nimmt 1 Tasse Wasser, 2 EL schwarzer Tee, 3 TL Henna-Pulver, 1 TL Eukalyptusöl und etwas Zitronensaft.

Das Wasser zum kochen bringen und den Tee dazugeben. Diesen Aufguß möglichst lange ziehen lassen (mindestens 2 Stunden - am besten aber über Nacht). Danach durch ein feines Sieb gießen, sodaß alle Krümel herausgefiltert werden.

Das Henna-Pulver in eine Tasse geben und das Eukalyptusöl darübergießen, ohne die Zutaten miteinander zu vermischen. Ein paar Tropfen Zitronensaft und 3 TL des wieder erhitzten Teeaufgußes zugeben und alles miteinander verrühren.
Die Klümpchen, die dabei entstehen mit dem Löffelrücken gegen die Tassenwand drücken. Nun soviel Teeaufguß dazugeben, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Die Mischung ruhen lassen (am besten wieder über Nacht). Damit die Paste nicht austrocknet in einem luftdichten Behälter geben. Damit die Färbung nicht abschwächt im Kühlschrank ruhen lassen.

Kleiner Tipp:
Ein Löffel Zucker im Tee oder im Zitronensaft verstärkt die Färbung und verlängert die Haltbarkeit der Tattoos.

Kurz vor Gebrauch die Paste noch einmal aufrühren und notfalls mit etwas Teeaufguß verdünnen. Ist sie zu dünn, kann ganz vorsichtig noch etwas Henna-Pulver dazugegeben werden. Wenn die Paste klümpchenfrei ist kann sie in eine kleine Spritztüte gegeben werden.
VORSICHT beim Umfüllen und immer daran denken ES FÄRBT.

Um sich nun ein Tattoo aufzutragen, sollte man einige Vorbereitungen treffen:
Am einfachsten läßt sich ein Tattoo auftragen, indem man sich vorher Schablonen dafür besorgt. Sie sind mit einer selbstklebenden Rückseite versehen, die einfach auf die Haut geklebt werden. Man erhält sie in Naturkosmetik- oder Asialäden.

Man kann aber auch ein Muster von einer Vorlage abpausen. Dazu benötigt man dann Pauspapier, einen Wasserlöslichen Filzstift und einen Deoroller. Das Mehndi-Motiv wird abgepaust, die Haut mit dem Deoroller bestrichen, damit das Muster sich vom Papier löst und auf der Haut landet.

Wie möchte man die Henna-Paste auftragen?
Dazu gibt es drei Möglichkeiten: Zum ersten kann man einen Zahnstocher nehmen, damit erreicht man feinere Linien. Das gleiche gilt für einen feinen Pinsel, dazu muß die Henna-Paste etwas dünner sein. Oder man benutzt ein Spritzflächchen. Dieses erhählt man in einem Bastelgeschäft und wird auch ganz gerne für Seidenmalerei benutzt.

Wattepads und -stäbchen werden auch benötigt.
Die Henna-Paste muß während des Trocknens mit einem in Zitronen-Zucker-Gemisch getränkte Wattepad betupft werden.
Das Wattestäbchen braucht man, falls mal ein Strich daneben geht. Man sollte es so schnell wie möglich wegwischen, um eine Färbung zu verhindern.

Legt Euch ein Papiertaschentuch zurecht, um die benutzten Gegenstände darauf abzulegen, denn sonst wäre der Tisch unschön verfärbt.
Handschuhe wären auch noch geeignet, damit die Hand keine Färbung abbekommt.

Ebenfalls sollte vorher überlegt werden, ob man sich die Stelle, die man bemalen möchte, vorher rasiert. Auf jeden Fall muß die betreffende Hautpartie gründlich gereinigt werden. Dazu betupft man sie mit klärendem Gesichtswasser und danach kräftig rubbeln, damit abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden.
Die Hautpartie nimmt die Henna-Farbe besser auf, wenn man unmittelbar davor etwas Eukalyptusöl aufträgt.

Nun kann das Mehndi-Motiv aufgetragen werden. Aber damit ist es noch nicht getan. Damit das Henna-Tattoo auch wirklich gelingt, muß es noch einwirken. Dabei gibt die Paste die Farbstoffe an die Haut ab und trocknet dabei langsam aus. Je länger die Trockenzeit hinausgezögert wird, umso intensiver wird das Tattoo. Um die Paste feucht zu halten, betupft man es vorsichtig mit dem Zitronen-Zucker-Gemisch (2 Teile Zitronensaft, 1 Teil Zucker).

Die Henna-Paste sollte mindestens 4 Stunden auf der Haut bleiben. Besser wären 8 Stunden. Man kann die Hautpartie auch gut aber Vorsichtig einpacken, sodaß daran nicht gerubbelt oder gekratzt werden kann und über Nacht wirken lassen. Nach der Einwirkzeit wird die getrocknete Paste mit Öl entfernt und das Tattoo ist fertig.

Also ich habe es ausprobiert und bin begeistert. Somit spare ich mir nebenbei das viele Geld für ein echtes Tattoo, und sollte es mir einmal nicht gefallen - macht ja nichts - es verschwindet nach 3 bis 6 Wochen von alleine. Ich kann mir dann immer wieder ein neues Motiv aussuchen, je nachdem, was mir gerade gefällt.

So, das ist alles... und glaubt mir, es klingt vielleicht komplizierter als es ist. Es macht wirklich keine großen Umstände und man kann hinterher sein neues Tattoo stolz herumzeigen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und viele Komplimente:-)

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