Thema Tattoos Allgemein Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Hautverträglichkeit:  sehr gut
  • Aussehen:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Hoernchen123

Eine Entscheidung fürs Leben

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Schon seit geraumer Zeit hatte ich mir überlegt, mir ein Tattoo stechen zu lassen und während mit 13 so erstmals die Idee aufkam, habe ich sie mit 21 dann endlich realisiert...
Zunächst war da natürlich erstmal die Frage, was für ein Motiv es werden sollte...Eins war klar, es sollte auf keinen Fall der 0815-Delphin, ebenso kein Einheits-Einhorn, kein Teufelchen, kein Herz oder ähnliches werden sollte.Tribals fand ich nett, so schöne schwarze, verschlungene Linien.Nur irgendwie wollte ich etwas, was auch etwas \"darstellt\", nicht nur ein paar Linien, die sich zwar nett miteinander verknoten und verschlingen, aber für meine Begriffe nichts weiter tun als schön aussehen.
Also weiter gesucht und im Laufe der Zeit fand ich heraus, wo Tattoos eigentlich herkommen...aus der Südsee :).Dort heißen sie Tataus und so ziemlich alle hatten Einwohner Ozeaniens sie, bis die christlichen Missionare kamen...
Und je länger ich mir dir Motive anschaute (typisch für die Südsee sind Bodysuits (-> \"Ganzkörpertattoos\"), aber Elemente daraus können als einzelnes Motiv auch sehr schön aussehen), kam ich zu dem Entschluß, dass ein polynesisches Tattoo das richtige für mich sei.Die Motive sind komplett schwarz, manchmal auch dunkelblau, etwas verschlungen und man sieht, was es sein soll.Also genau das, was ich gesucht hatte :).
Die Wahl, was für ein Motiv es ganz genau werden soll, fiel auch nochmal schwer, zwei Jahre vergingen, bis ich wusste, dass es eine Schildkröte und doch kein Gecko werden sollte.
Nun, wohin mit dem Tier...?Diese Entscheidung fiel ausnahmsweise mal schnell, zwischen die Schulterblätter sollte sie, genau mittig, mit dem Kopf in Richtung meines Kopfes, also als ob sie meinem Kopf entgegenschwimmt ;).

Für was für ein Motiv auch immer man sich entscheidet, man sollte immer drauf achten, dass es zumindest Handteller groß ist, alles andere ist schon auf wenige Meter Entfernung nur noch als schwarzer (oder je nachdem, eben bunter) Fleck erkennbar und wenn man ein Motiv mit vielen filigranen Details zu klein machen läßt, kann es sein, dadurch das die Farbe nach dem Tätowieren geringfügig verschwimmen kann, dass das filigrane Muster dann völlig daneben aussieht, da es nicht mehr filigran, sondern verschwommen ist.

Und noch was....Ein Tattoo ist in jedem Fall eine Entscheidung fürs Leben; Dinge wie Bio-/Öko-/Temp-oder Time-Tattoos gibt es nicht und sind einfach nur Betrug!


Im Februar war es dann soweit, ich ging ins Studio meines Vertrauens, wo ich mir auch schon mehrere Piercings habe stechen lassen, und machte mit dem Tätowierer einen Termin aus, dieser Termin war dann im April.


An dem Tag im April stapfte ich zum ausgemachten Zeitpunkt ins Studio und nach einer ganzen Weile Vorbereitungszeit (die mir vermutlich viel länger vorkam als sie wirklich war...) und nachdem ich die Einverständniserklärung unterschrieben hatte, ging es los.Das Motiv, welches ich dem Tätowierer schon beim Termin holen da gelassen hatte, wurde mittels einer Art Folie, auf der meine Schildkröte war, auf meinen Rücken \"gepaust\" und beim zweiten Anlauf wurde das dann auch schön grade.Kurzer Blick in den Spiegel-> sieht gut aus...Noch rasch nen Glas Wasser hin gestellt bekommen und die Hintergrundmusik ausgesucht, und dann ging es endlich richtig los.
Ich war ja sehr gespannt, wie arg es wohl weh tun wird...Viel hatte ich gehört, von \"es ist wie ein leichtes Kratzen\" bis hin zu \" es tut höllisch weh, vor allem da in Wirbelsäulen-Nähe...\"...Hm.Ich muss sagen, ich fand es nicht schlimm, ich empfand es wirklich wie eine Art Kratzen, nur so ganz am Ende, so nach 2 Stunden, dachte ich \"ja, so langsam könnte er dann vielleicht doch mal sagen, dass das ganze fertig ist...\" ;).Kurz darauf war das Werk auch fertig, ein erneuter Blick in den Spiegel verriet: \"Hey, das sieht ja noch besser aus als ich dachte...!\" *freu*.Nachdem auch die letzten Blutströpfen wegwaren, kam noch Bepanthen aufs frische Tattoo, obendrüber Frischhaltefolie, die mit Leukosilk festgeklebt wurde, dann ging es nur noch ans Bezahlen und ich ging mit frischem Tattoo und ner Pflegeanleitung, die ne ganze Din A4 Seite umfasste, aus dem Studio.4 Wochen später sollte ich nochmal wiederkommen, nachschauen lassen, ob nochmal was nachgestochen werden muss (falls während des Heilungsprozesses ein wenig Farbe \"verschwindet\", was bei mir aber, wie sich beim Nachprüfen nach 4 Wochen herausstellte, nicht der Fall war).

Am Abend, so ca. 5 Stunden nach dem Tätowieren machte ich die Folie ab und was sich da erstmal zeigte, sah erstmal echt gruslig aus...Viel Farbe war herausgekommen und eine einzige schwarze Masse war auf meinem Rücken...Schreck lass nach...Naja, Dusche vorsichtig draufgehalten, die überschüssige Farbe verschwand und es war nur noch das Tattoo da, und das war leicht angeschwollen.Das ganze fühlte sich an wie ein Relief.Naja, dann habe ich das Tattoo vorsichtig mit ph-neutraler Seife gewaschen, mit Bepanthen-Lotio eingeschmiert (klebt nicht so arg, wie normales Bepanthen), Frischehalte-Folie drauf und fertig.An dem Abend ging ich erstmal noch auf ne Party, denn dank des Endorphinrausches hatte ich derart gute Laune, dass ich keine Lust hatte, daheim zu hocken.
Am nächsten Morgen nahm ich die Frischhaltefolie ab, wusch das tattoo wieder, cremte es nur noch ein und das war´s.Genauso verfuhr ich auch noch 2 weitere Wochen (2x am Tag mit ph-neutralem Duschbad waschen, Bepanthen drauf) und dann war das Tattoo völlig verheilt.Das Relief verabschiedete sich, indem es als schwarzer Schorf langsam abbröckelte und das Gefühl von Sonnenbrand, dass ich ein paar Tage hatte, verschwand auch.
Seitdem ist die einzige Pflegemassnahme das ständige Eincremen mit Sunblocker, wenn das Tattoo der Sonne ausgesetzt ist.Denn einen Sonnenbrand sollte ein Tattoo nicht bekommen, darunter würde die Farbintesität des Tattoos leiden und es würde verblassen und häßlich aussehen.

Wie gesagt, nachgestochen werden musste mein Tattoo nicht und ich bin von Anfang an vollkommen zufrieden gewesen.Mittlerweile ist es auch beschlossene Sache, dass in absehbarer Zeit auch ein zweites Tattoo hinzukommen wird, nämlich der vorhin bereits erwähnte, Gecko...

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