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Erfahrungsbericht von SunnySpaceRat

Die Rolle der amerikanischen Eisenbahngesellschaften bei der Erschließung Amerikas

Pro:

Siehe Text

Kontra:

Siehe Text

Empfehlung:

Nein

Im Erdkunde-Leistungskurs der 13. Klasse nehmen wir gerade die USA durch. Trotz stundenlangen Suchens im Internet fand ich keinen Text, der mir bei meiner Hausaufgabe helfen konnte...deshalb musste ich sie leider selbst machen. *grins*
Aber um meinen Mitmenschen zu helfen, stelle ich die Infos nun allen zur freien Verfügung! :-)



Aufgabe:
Erläutere und problematisiere die Rolle der amerikanischen Eisenbahngesellschaften bei der Erschließung des Subkontinentes.



Nachdem Europäer 1774 die nordamerikanische Ostküste besiedelten, drangen die Pioniere weiter westlich vor. Um die Erschließung des Subkontinentes voranzutreiben, wurden zwischen 1862 und 1883 Transkontinentalbahnen gebaut. Diese ermöglichten einen schnellen Güter- sowie Personentransport von der Ostküste bis zur Westküste nach San Francisco.
Die für den Schienenbau, die Errichtung von Bahnhofsanlagen, Reparaturwerkstätten und sonstigen Einrichtungen benötigten Ländereien wurden ihnen von der Regierung geschenkt, dessen wirtschaftspolitische Interessen ganz auf die schnelle Erschließung und Besiedlung der heutigen USA ausgerichtet waren. 1950 handelte es sich dabei um Landschenkungen von insgesamt 53,6 Mill. Ha (38,1 Mill. Ha von der Bundesregierung und 15,5 Mill. Ha von einer Reihe von Einzelstaaten).

In den noch nicht staatlich organisierten westlichen Territorien waren Landschenkungen über den Einzelstaat nicht möglich, so dass es zu einer Sondergesetzgebung kam. Auf der Gesetzesgrundlage des sogenannten „Transcontinental Railroad Act“ basierend bekamen die Eisenbahngesellschaften nun beiderseits der Trasse alternierende sections bis zu einer Tiefe von 20 Meilen (statt der bisherigen 10 Meilen) zugesprochen.
Durch die enorme Förderung entwickelten die Eisenbahngesellschaften eine Monopolstellung im Bereich Transportwesen (zum Vergleich: Für Kanal- und Flussbauten wurden nur 2,8 Mill. ha vergeben), wodurch sie die Preise im Personen- und Gütertransport festlegen konnten.

Um noch mehr Profit zu erwirtschaften, suchten sie Käufer für das von ihnen nicht benötigte Land. Nach einer Besiedlung erfuhren die angrenzenden Ländereien eine Wertsteigerung, so dass sie immer mehr Geld für den Verkauf der ihnen vorher geschenkten Ländereien verlangen konnten. Mit viel Werbung wurden naive Käufer in den „Goldenen Nordwesten“ gelockt, der so „golden“ gar nicht ist. Nach einer langen und kostspieligen Reise fanden sich die Käufer in einem kargen Land wieder, indem die Lebensbedingungen durch das rauhe Klima eher schlecht sind, der Boden nur für eine (Weizen-) Monostruktur geeignet ist und die Grundstückspreise das Doppelte bis Dreifache der Ost- und Mittelstaaten betragen. Doch wer sollte sie auch vorher über die wahren Verhältnisse in Dakota und Umgebung aufklären? Zu dieser Zeit gab es noch keine gute und schnelle Aufklärung per Post und Zeitung wie heute.

Die Ländereien mit großem Rohstoffvorkommen behielten die Eisenbahngesellschaften ein. Durch diese Rohstoffe (Holz, Öl, Gas, Kohle, Soda, Uran u.a.) und durch das erwirtschaftete Kapital aus dem Verkauf der Ländereien konnten sie weiter investieren und in neue Geschäftsfelder einsteigen.

Waren sie zuerst nur Landbesitzer, Immobilienverkäufer und tätig im Transportwesen, so ist die „Pacific Corporation“ nun auch im Bereich Energie und Rohstoffversorgung tätig. Sie versechsfachte in den letzten 10 Jahren ihre Kapitalinvestitionen und setzt sich aus folgenden vier Gesellschaften zusammen:


Union Pacific Railroad Company:
9500 Meilen in 13 Staaten, zuständig für den Transport von Getreide, Kohle, Automobilien und Holz.

Champlin Petroleum Company:
Erforschung, Förderung, Raffinierung und Transport von Öl und Gas in 17 Staaten; betreibt unter anderem Raffinerien in Texas, Oklahoma und Kalifornien.

Rocky Mountain Energy Company:
Förderung von Kohle (1980: 13,2 Mio. t), Soda, Uran usw.

Upland Industries Corporation:
55 Industrieparks, Verwaltung von 1 Mio. Acres Landbesitz, Schürfrechte für 7 Mio. Acres.


Zusammenfassend ist zu sagen, dass durch die Eisenbahngesellschaften zwar das wirtschaftspolitische Interesse der schnellen Besiedlung und Erschließung des Subkontinentes erreicht wurde, dies der Wirtschaftspolitik aber nur kurzfristig zuträglich war. Durch die großen Landschenkungen hat sich ein Monopolist herausgebildet, der durch diese Stellung Preise für Immobilien, Transport, Energie und Rohstoffe ganz bzw. teilweise festlegen konnte/kann, und den einzelnen Bundesstaaten kein Geld bringt. Diese Entwicklung hätte durch Landverpachtungen u.ä. anstatt der Landschenkungen verhindert werden können.



Ich hoffe, irgendwo da draußen gibt es jemanden, dem ich helfen konnte...! :-)

Es grüßt euch
die sonnige Weltraum-Ratte! :-)

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