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Erfahrungsbericht von togri

Chorfahrt!?! Das hat aber nix mit brav sein zu tun ...

Pro:

hinterher kann man die Lieder perfekt, die Chance neue und nette Leute kennen zu lernen,...

Kontra:

die Neben- und Nachwirkungen des Alkohols, Kombination Alkohol und Gras (absolut nicht zu empfehlen!),...

Empfehlung:

Nein

Ich bin zurück von der Chorfahrt und fühl mich einfach nur groggy!!! Aber ich hab euch versprochen, dass ich den Bericht heute vervollständige, also mach ich das jetzt als Erstes, bevor ich mich und die Wäsche wasche und dann den Schlaf nachhole (und meinen Rausch zuende ausschlafe).


~°~°~°~ Inhalt ~°~°~°~

1. Vokal-Praktischer Kurs – Was ist das?
2. Alljährliche Chorfahrt? Wie und warum überhaupt?
3. Unsere Chorfahrt
a) Ziel
b) Teilnehmer
c) Vorbereitung
d) Aufenthalt
e) Die besten Sprüche
4. Fazit

Die Punkte 1 und 2 sind reine Info und könnten wahrscheinlich sogar ein eigener Bericht sein, wenn ich noch etwas dran feilen würde, aber ich habe sie mitreingenommen, weil mich diese Sachen an dieser Stelle interessieren würden! Ihr braucht sie nicht zu lesen, wenn sie euch absolut nicht interessieren!!!


~°~°~°~ 1. Vokal-Praktischer Kurs ~°~°~°~

Diesen Kurs gibt es nur in der 12. Ich weiß nicht, inwiefern er an anderen Schulen angeboten wird, aber bei uns gibt es ihn, obwohl es jedes Jahr erneut auf der Kippe steht, ob er zustande kommt oder nicht (wegen unserer chronischen Lehrermangel).

In 12 und 13 müssen insgesamt 2 Kurse aus dem „literarisch-künstlerischen“ Bereich abgedeckt werden. Das heißt, dass jeder Schüler sich entscheiden muss zwischen Kunst, Musik oder eben dem „Vok“. Dazu wird bei uns auch noch Literatur angeboten.

Vok wird dreistündig unterrichtet (=3 Stunden in der Woche); zwei praktische Stunden und eine theoretische.
In den praktischen Stunden wird gesungen (ich kenne keine Alternative und habe auch noch von keiner gehört, also belehrt mich, wenn ihr andere Erfahrungen gemacht habt!). Bei uns ist das so, dass Vok gleichzeitig Schulchor ist und sich daher auch schon mal Leute finden, die den Kurs entweder nicht gewählt haben oder in einer anderen Stufe sind. Durch die Funktion als Schulchor kommen wir auch nicht um das Schulkonzert herum (dazu mehr bei Punkt 2) und müssen so in den praktischen Stunden die Lieder üben, die wir auf dem Schulkonzert zum besten geben sollen. Über die Lieder entscheidet meistens der Lehrer, aber die Schüler haben auch ein gewisses Mitspracherecht.
In der theoretischen Stunde wird ziemlich viel verschiedenes gemacht. Wir haben dieses Jahr mit der Lehrerin Glück und sind dadurch Drumherum gekommen, nur Musiktheorie zu machen, also zu analysieren, wie das Singen überhaupt funktioniert, etc. So war das nämlich in den letzten Jahren meistens. Wir haben das Thema zwar auch gemacht, aber es wurde in Form von einigen Referaten ziemlich schnell abgehandelt. So haben wir die Ahnung die wir brauchen. Wir haben zusätzlich nämlich noch eine Oper (Carmen) besprochen und ein Musical (Elisabeth). Im Moment schlagen wir uns mit dem Thema Kunstlied herum... Dadurch, dass wir nicht auf dem theoretischen Kram rumhacken, finde ich Vok ziemlich interessant. Wir haben Carmen sogar in Düsseldorf gesehen und wären die Karten für Elisabeth nicht so teuer, dann wären wir da auch reingegangen.

18 Leute haben den Kurs belegt und kriegen eine Note dafür, zwei davon sind sogar männlich. Dafür, dass man mit einem solchen Kurs sein Pflichtprogramm in diesem Bereich abdecken kann, empfehle ich ihn allen, die auch nur ein wenig Spaß am Singen und ein wenig Interesse an einigen Themen der Musik haben.


~°~°~°~ 2. Alljährliche Chorfahrt? Wie und warum überhaupt? ~°~°~°~

Bei uns an der Schule wird Musik ziemlich groß geschrieben und daher gibt es mehrere Gruppen, denen man sich anschließen kann (ausschließlich für Schüler unserer Schule!!!):
· Orchester
· Bläserkreis
· Kinderchor
· Schulchor (in diesem Jahr nur in Form des Vok, ansonsten auch schon mal eigenständig)
Die Gruppen üben alle ein ¾-Jahr lang für das Schulkonzert. Einige Woche vor dem Schulkonzert fahren sie dann auf ein Probenwochende. Teilweise zusammen, teilweise alle einzeln. Kommt halt drauf an, wie groß die Gruppen sind. In diesem Jahr sind nur Bläserkreis und Orchester zusammengefahren, das war Mitte Juni. Am selben Wochenende ist auch der Kinderchor gefahren und dieses Wochenende war es dann auch für uns soweit.

Die Gruppen proben also für das Schulkonzert... Das Konzert findet jedes Jahr Anfang/Mitte Juli statt (in den letzten Schulwochen vor den Sommerferien). Eigentlich immer Dienstags um 19.30. (Da kann man sich jetzt also schon fast das Datum für die nächsten 3 Konzerte ausrechnen :]) Auf dem Schulkonzert spielen die Gruppen das, was sie im letzten Jahr geübt haben. Lehrer, Eltern, Geschwister, etc. füllen die Aula bis aufs äußerste und egal wie schlecht man ist: Alle sind begeistert... Neben Getränken und Süßigkeiten, die man in der Pause kaufen kann, kann man beim Schulkonzert auch unser Jahrbuch kaufen (meist sogar die einzige Gelegenheit dazu).


~°~°~°~ 3. Unsere Chorfahrt ~°~°~°~

~°~ a) Ziel ~°~

Unser diesjähriges Ziel war die Jugendherberge in Lindlar. Ich beschreibe diese jetzt nicht genauer, weil ich dazu noch einen eigenen Bericht schreiben werde.

~°~ b) Teilnehmer ~°~
Ich schreib nur die Anfangsbuchstaben, weil Namen zu nennen könnte verfänglich werden. :)
Männlich: K. und M.
Weiblich: Ich (*smile* Der Esel nennt sich immer zuerst!), Je., N., C., F., An., T., I., Ju., A., Fr., S. und V.
Und natürlich unsere Lehrerin!!!

~°~ c) Vorbereitung ~°~

Hört sich pädagogisch wertvoll an, oder? Aber ab jetzt hat mein Bericht nur noch ganz wenig was mit dem eigentlichen Sinn der Chorfahrt zu tun. :]
Mit Vorbereitung meine ich nämlich das Einkaufen einige Tage vor der Fahrt. Wir haben uns dazu dieses Jahr zu fünft zusammen geschlossen und sind mittwochs nach der Schule losgezogen bzw. losgefahren. Eigentlich wollten wir zum Handelshof, aber man hatte die Karte zu Hause vergessen...Also ab zu Real.
Eine Einkaufsliste hatten wir nicht...Unser Plan hieß: Knabberzeug, Hochprozentiges, was für zwischendurch und was zum Mischen.
Mit diesem Plan im Kopf sind wir dann also mit unserem Einkaufswagen zu den Alkoholregalen losgezogen um überhaupt mal zu gucken, was im Angebot war und wie groß die Auswahl denn wirklich war. Ziemlich schnell war klar, was wir mitnehmen: Wodka, Wodka Lemon, Tequila, Blue Curacao, Ouzo (für unsere Lehrerin :]), Berentzen Rote Grütze und ein Sixpack Smirnoff Ice- Verschnitt. Soviel für 5 Leute und zwei Abende? Ihr wisst nicht, was alles in uns reinpasst. Das haben wir dann bezahlt und sind noch zu LIDL gefahren um den Rest zu kaufen: 2 Tüten Chips, 1 Paket Salzstangen, Kaugummis, Apfelringe, M&M’s, Zitronen, Orangensaft, Cola und eine Palette Red Bull-Verschnitt.
Pro Person haben wir etwa 12 Euro bezahlt. Ich find das eigentlich ok, dafür, dass wir da 2 Abende was von haben werden.

~°~ d) Aufenthalt ~°~

*Freitag:
9.45: Wir treffen uns an der Schule. Mit einem Bus für 20 Personen und einem PKW (weil T. abends aufs Schützenfest will und nicht bei uns bleiben will) sollen wir losfahren. Aber das Gepäck muss untergebracht werden: 16 Reisetaschen bzw. Koffer, ein Ghettoblaster, die Bass-Tuba, das Xylophon, zwei Gitarren und eine Bongo. Es gibt keine Gepäckklappen, also wird es im Gang sehr eng. Aber was erträgt man nicht alles!?! Die Rucksäcke sind voll bis oben hin und müssen auf den Schoß. Das können ja lustige 1 ½ Stunden werden!
10.00: Wir fahren los. Der Busfahrer scheint ja ganz nett zu sein, aber er hört WDR4!!! *hilfe* Endlich sind alle zusammen und die Zimmerverteilung kann geplant werden. Da wir noch nicht wissen, ob wir 3 6er-Zimmer kriegen oder doch 2 8er-Zimmer hängen immer noch einige in der Luft, aber jetzt bin ich beruhigt: Ich brauch nicht mit S. und Fr. auf ein Zimmer. Und Je. ist bei mir! Jetzt kann kommen was will.
11.40: Wir sind da. Gepäck schnappen und rein! NEIN! Die Herbergsmutter meckert rum: Wir putzen noch! Sie sind viel zu früh! *nörgel* Na toll. Die Instrumente dürfen in den Aufenthaltsraum aber unsere Taschen müssen wir in den Keller schleppen. Weiß die eigentlich, wie schwer die Taschen sind? Gut, dass sie’s nicht weiß, sonst könnten wir wohl sofort wieder nach Hause fahren! Der Busfahrer hatte uns ja auch schon gefragt, wie lang wir denn mit dem ganzen Gepäck weg fahren! *grins*
12.00: Alles ist untergebracht. Unsere Lehrerin hat die vortreffliche Idee im Ort was essen zu gehen... Die kennt den Weg runter noch nicht, aber Hunger haben wir alle und M. hat das Salz vergessen, also müssen wir noch zu SPAR. Gut, dass wir vor 2 Jahren schon mal da waren, sonst würden wir uns bestimmt total verlaufen.
12.15: Runter geht’s ja leicht, aber hoch? Naja, noch ist es ja nicht so weit. A. und Je. kennen eine gute Pizzeria also wird die von 17 Leuten gestürmt.
14.00: Nachdem wir ewig aufs Essen gewartet haben können wir noch schnell bei SPAR reinspringen: Salz kaufen!
14.30: Ab nach oben...Keiner hat Lust dazu und auf der halben Strecke fangen die ersten an schlapp zu machen...Aber wat sein muss, muss sein!
15.00: Puh! Alle sind durchgeschwitzt und schnaufen aber wir sind wieder an der Jugendherberge. Mal vorsichtig anfragen, ob die Zimmer mittlerweile sauber sind: NEIN! Da müssen sie sich noch etwas gedulden! *hmpf* Diese kleine Hexe sollen wir noch 2 Tage aushalten? Naja...
15.10: Nachdem wir unsere Stimmen mal wieder mit einigen Zigaretten verbessert haben lassen wir uns breitschlagen schon mal ein Stündchen zu proben.
16.00: Die Zimmer sind fertig! Unfassbar! Alle rasen vollbepackt los. Die 2 8er-Zimmer und das 4er-Zimmer werden inspiziert: Die großen Zimmer im ersten Stock sind ja ok, aber das kleine Zimmer im Keller ist eine Abstellkammer. Gut, dass die Jungs eh zu uns kommen.
16.15: Die Hexe schleicht nicht mehr im Keller herum und so kommen die Jungs hoch. Die Mädels haben schon ausgepackt und fragen sich, was denn Abends als erstes getrunken wird...aber das ergibt sich schon.
Auf meinem Zimmer sind: Je., An., F., C. N. und M.
16.20: Das erste Missgeschick: M. lässt zwei Bierflaschen fallen. Eine ist kaputt und die andere sprudelt lustig vor sich hin! „Oh! Dann muss ich die wohl jetzt schon austrinken!“ *smile* Alles klar, M., mach du mal! M. trinkt sich schon mal warm und die Mädels machen das Bier und die Scherben weg.
16.30: Antreten! Wir wollen weiter proben. Aber erst mal müssen die Berliner verputzt werden, die unsere Lehrerin gekauft hat. „Man soll alle zwei bis drei Stunden was essen!“ Nana, worauf ist das denn jetzt wohl bezogen?!? :)
17.50: Die einen decken die Tische fürs Abendbrot, die anderen stärken noch mal schnell ihre Lungen mit einer Zigarette.
18.00: Abendbrot! Die Hexe schiebt persönlich den Wagen rein! *hui*
18.15: Die Hexe steht schon wieder im Raum! Erzählt uns die Herbergsregeln (no comment) und wünscht uns einen schönen Aufenthalt! Na danke!
18.30: Nach dem die Tische abgeräumt sind wird mal wieder die Lunge gestärkt und wir planen den Verlauf des Abends. Ergebnis: SAUFEN!!! Und wenn’s dunkel ist vielleicht nen Joint rauchen, wenn wir denn dazu noch in der Lage sind.
18.45: Bei so ner Auswahl weiß man nicht womit man anfangen soll. Mein Vorschlag: Was leichtes zum Warmtrinken. Also Wodka- Red Bull! (Ist das was leichtes? Alle sind sich einig: NEIN! Aber egal!) Wir haben noch die Flasche Ouzo für unsere Lehrerin, wann überreichen wir die? Ganz einfach: Wir schreiben jetzt eine Einladung, schieben die unter der Tür durch und dann warten wir bis sie kommt!
20.00: Oh ha! N. lallt, F. schwankt, C. und ich kommen aus dem lachen nicht mehr raus und M. sitzt da und versteht die Welt nicht mehr! An. findet uns zum schießen und Je. beschließt, dass sie mal den Joint dreht, damit wir dann gleich rausgehen. Aber es klopft... Unsere Lehrerin kommt breit grinsend rein und fragt, was es denn für eine Überraschung gebe. Ich überreiche ihr die Flasche und sie freut sich wie ein kleines Kind zu Weihnachten! Flasche auf: „Habt ihr auch ein Schnapsglas?“ Wir haben an alles gedacht! :) Alle müssen mit trinken. Unsere Lehrerin kippt den weg wie nichts, aber hinterher merken wir, dass sie doch ganz schön einen sitzen hat. *lach* Als sie geht ist nur noch ein Schluck in der Flasche. Der überlebt aber auch nicht mehr lange! Jetzt können wir ja dann in unseren Plan fortfahren und je. holt die Papers wieder raus...
20.30: Hmmm! Irgendwie schmeckt das ja doch gut. M.s Meinung findet sich in der Sprüchesammlung.
21.00: Je. und ich sind wohl noch am klarsten. Man sehen die anderen fertig aus. M. tanzt auf der Straße, N. ist ziemlich grün im Gesicht und fragt sich wie lange sie noch gerade stehen kann (Wir haben ihr nicht gesagt, dass sie verdammt schwankt), F. hat gerade ihren ersten Lachanfall überstanden und kriegt jetzt die „Lieb-Hab-Phase“ und C. fängt an über das Leben zu philosophieren. *hilfe* Mit drei Mann packen wir uns M. und tragen und schleifen ihn zur Jugendherberge zurück. „Ich muss mal Pipi!“ Ok N., ich schlepp dich runter! „Rike, ich muss auch mal Pipi!“ Man Je., ich war doch gerade erst unten, aber gut... M. labert wie ein Wasserfall, aber die Qualität von dem was er von sich gibt ist heftig. „Stellt mich bitte unter die kalte Dusche!“ Gute Idee, M. An. erklärt sich bereit ihn bis auf die Boxershorts auszuziehen. „Nee, ganz nackt, sonst wird meine Boxershorts doch nass!“ Ich hol besser K., das wollen wir uns dann doch nicht antun. K. meckert zwar total rum, dass er das jetzt wieder machen muss (er scheint da wohl mit M. schlechte Erfahrungen gemacht zu haben!), aber er kommt mit. M. will aber nicht mehr geduscht werden und jammert jetzt rum wie ein Kleinkind. K. gibt auf und geht wieder rein und wir schleppen M. aufs Zimmer.
21.45: An. hat M. ins Bett verfrachtet und versucht ihm jetzt seinen Schlafanzug anzuziehen. N. liegt im Bett und sieht gar nicht gut aus. Aber wir anderen sind hart im nehmen und saufen weiter!
21.50: M. liegt im Schlafanzug im Bett, seine Maus im Arm. Das sieht aus, als würde er im Sarg liegen, aber gut. N. springt plötzlich auf, reißt die Tür auf und stürzt aufs Klo. (Gut, dass das direkt gegenüber ist!) Ich schnapp mir nen Becher mit Wasser und stürze hinterher.
22.00: Nach dem N. sich jetzt die Seele aus dem Leib gekotzt hat liegt sie im Bett und will mit der Welt nichts mehr zu tun haben. Gut, dass wir so viel Alk haben! :)
22.30: An. kommt raus gestürzt. „Macht die Kippen aus und kommt mit hoch! N. hat mitten ins Zimmer gekotzt!“ Hallo? Was hat die noch alles in sich? Wir rennen also hoch. Da sitzt N. grinsend auf der Bettkante. „Ich hab da in den Weg gekotzt, aber ich hab das schon wieder weg gemacht! Da sieht man nichts mehr!“ Stimmt, nichts zu sehen und nichts zu riechen. Zum Glück! N. legt sich ins Bett und schläft in der selben Sekunde tief und fest. M. hat sich noch keinen Millimeter bewegt, aber er atmet!
0.00: Obwohl wir noch ne ganze Ecke gesoffen haben sind wir wieder ziemlich klar. Je. hat zwei Jungs aus Porz kennengelernt, die uns gleich besuchen wollen. Na da bin ich ja mal gespannt. Aber erst mal eine rauchen!
0.15: Frischfleisch! Man sieht der eine lecker aus! Den würde keiner von uns von der Bettkante stoßen! Der andere ist nicht so toll, aber was ein Dackel nun mal so macht...
0.45: Wir gehen noch eine rauchen (mit den Jungs zusammen) und dann vielleicht doch mal ins Bett!
0.55: Je. und C. bleiben noch was mit den Jungs unten, aber uns wird langsam kalt und das Bett ruft!
0.56: N. sitzt hellwach im Bett und meckert rum: „Wo ist meine Cola?“ Ups, die hat irgendwer ausgetrunken, na ja, Sprite tut’s auch! Wir ziehen uns um und legen uns ins Bett. Mal schaun, wann die anderen kommen!
1.30: C. ist mittlerweile auch da, aber alle schlafen schon!
3.00: J. kommt zurück. Licht an: Schlaft ihr schon? *ruhigbleiben* J. sieht ein, dass das die falsche Frage war, klettert ins Bett und legt sich auch hin. M. hat sich mittlerweile bewegt. Jetzt können wir seinen Arsch bewundern. Na toll!
5.00: *düdellidie* Außer F. hat’s zwar keiner mitgekriegt, aber alle wissen nachher bescheid: N. kriegt nen Anruf von ihrem Freund der endlich zu Hause ist und sich jetzt total besoffen ins Bett gelegt hat. Die müssen sich noch ne Weile gefetzt haben, aber keiner wie worum es ging.

*Samstag:
6.40: Je. und An. brabbeln. Ich fass es nicht! Ein Blick auf die Uhr: „Seid ihr eigentlich bescheuert? Ich will noch 20 Minuten schlafen!“ OK, no comment! *grins* Nach und nach werden alle wach. M. ist nicht da! Naja, der wird wohl duschen sein!
7.00: Wir haben uns dann doch mal aus dem Bett bequemt und werden nach und nach wach. Die einen duschen, die anderen wollen das erst nach dem Frühstück machen.
7.45: Bevor wir gleich freiwillig den Tisch decken rauchen wir erst mal eine.
8.00: Frühstück! Die Brötchen sind angeblich steinhart (ich hatte wohl Glück, denn meins war normal), der Kaffe ist sch***e, der Kakao eklig...Wenn wir mal nicht meckern können. Dafür ist das Müsli super und der Tee schmeckt voll lecker. Wir kriegen den weiteren Verlauf mitgeteilt: 10.30 singen, davor Zeit zum duschen und wach werden. Na, wenn das mal nicht sozial ist!
10.30: Wach ist zwar kaum einer, aber jetzt wird erst mal gesungen.
11.15: Raucherpause! Gut, dass es Menschen gibt, die für so etwas Verständnis haben!
11.50: Die Hexe schiebt den Wagen mit dem Geschirr rein und wir decken die Tische: Vor dem Mittagessen wollen wir aber in jedem Fall noch eine Rauchen, also schnell!
12.00: Mittagessen! Ich fand’s lecker, ein paar andere auch, aber Madame „Ich bin unglücklich, wenn ich nichts zu meckern hab“ fand es eklig... Oh man! Wir sind nicht in einem Fünf-Sterne-Hotel...
13.00: Jetzt singen wir noch ein Stündchen und dann machen wir uns fertig um nach unten zu wandern.
14.30: Antreten! Auch der letzte wurde aus dem Bett geholt und muss mit. Eis essen will zwar kaum einer, aber das ist ja nicht das einzige, was sich im Ort findet. Man teilt sich auf und wir essen im Elan Baguettes für 4 Euro. Also für den Preis hätte da ruhig was mehr Remoulade drauf sein könne, aber man kann ja nicht alles haben.
15.50: Shit! In 10 Minuten müssen wir wieder oben sein! Warum hat den keiner früher auf die Uhr geguckt?
16.00: Verschwitzt und völlig aus der Puste sind wir pünktlich wieder da. Ich glaub so ist noch nie jemand diesen blöden Berg hoch gerannt. Aber trotzdem wird jetzt erst mal eine geraucht!
17.50: Schluss mit Proben! Tisch decken und noch schnell eine Rauchen!
18.00: Abendbrot!
18.15: Es klopft und die Hexe kommt rein. „Schmeckt’s euch?“ Keiner traut sich zu sagen, dass wir eigentlich nix essen wollen, weil wir im Ort ja schon gegessen haben...
18.20: Die Hexe geht wieder. Kaum ist die Türe zu lachen alle, alle wirklich alle schallend. Die hat unsere Lehrerin zugelabert und uns dann noch einen schönen Abend und eine gute Nacht gewünscht. Nett gemeint, aber das ist wohl der einfachste Weg sich lächerlich zu machen!
19.00: Nach ner halben Stunde Ruhe dürfen wir jetzt noch ein Stündchen singen. Naja, was soll’s, saufen wir halt heute was später! :)
20.00: Ab auf’s Zimmer. Je. dreht den Joint und wir überlegen ob wir nicht doch schon mal was trinken sollen. Aber wir wollen nicht, dass es so endet wie gestern, also nein!
20.15: Auf zur Bank am Feld. Es ist noch zu hell um auf der Straße zu bleiben. M. und N. stehen zweifelnd neben uns, aber uns schmeckt’s.
20.45: Rückweg! Außer nem Lachanfall haben wir keine Nebenwirkungen. Das ist doch beruhigend!
21.00: Jetzt fangen wir aber an zu saufen. N. und An. haben sich abgeseilt, aber das macht ja nix! M. will unbedingt Mäxchen spielen...mit Berentzen Rote Grütze. Heißa!
21.45: N. spielt jetzt auch mit. Wir sind schon gut dabei und die Flasche ist leer. Also Tequila. *brr* Nie wieder Billig-Tequila (und ich sach noch, kauft nicht den billigen, sondern den echten)! Dann nehmen wir halt Smirnoff!
22.15: Es klopft und herein treten die Grazien von gestern. „Wir haben gehört ihr spielt Mäxchen!“ Na gut, dann spielen wir halt weiter.
23.00: Wir haben’s aufgegeben. Es hat zwar keiner den kritischen Punkt erreicht, aber es macht einfach keinen Spaß mehr. M. schläft mittlerweile mal wieder tief und fest (natürlich mit seiner Maus im Arm!). Der Schöne sitzt bei C. und sie massieren sich...*grml* Wir gehen erst mal eine rauchen. Das kann man sich doch nicht mit ansehen!
23.15: Wir sind wieder oben und jetzt gehen die beiden Jungs mit Je. und C. eine rauchen. Viel Spaß!
0.00: Die sind immer noch nicht zurück! Sollen wir uns Sorgen machen? NEIN! Licht aus und schlafen, das klingt viel sinnvoller!
0.30: Alle, die da sind, schlafen schon.
3.45: *polter* Licht geht an. Je. und C. sind zurück. Blick auf die Uhr: Die sind doch bescheuert! Aber ich dreh mich um und schlaf weiter. So lang die um 7.00 fit sind.

*Sonntag:
7.00: Mein Wecker klingelt aber ich bin schon seit 3 Minuten wach und packe. Die anderen gucken böse, weil das Ding laut ist, sehen aber ein, dass sie auch packen sollte.
7.30: Alles ist gepackt, nach dem Frühstück müssen wir nur noch mal kehren. Die leeren Flaschen nehmen wir jetzt mit runter. Bis zum Frühstück rauchen wir uns noch eine, oder zwei, oder drei, ...
8.00: Wir haben mal wieder die Zeit aus den Augen verloren. Eigentlich wollten wir ja den Tisch decken, aber egal. Es gibt keine Brötchen und ich bin irgendwie die einzige, die deshalb rummeckert!
8.30: Jetzt haben wir eine halbe Stunde Zeit um zu packen. Haha, wir sind schon fertig und gekehrt ist ganz schnell, also ist noch genug Zeit um draußen bei ner Zigarette wach zu werden.
8.50: Der Bus ist da! So schnell hat wohl noch niemand sein Gepäck zum Bus gebracht.
8.55: Wir können schon losfahren! Wieder WDR4, aber irgendwie sind alle so müde, dass das keinen interessiert!
10.00: Pinkelpause! Sind die bekloppt? Die 30 km bis nach Hause hätten die ja wohl auch noch durchgehalten!
10.20: Wir sind zurück! Die Eltern trudeln zwar erst nach und nach ein, weil wir ja was früher sind als geplant, aber das nimmt jeder in Kauf, so lang man ganz schnell in sein eigenes Bett kann und später unter einer ordentlichen Dusche duschen!


~°~ e) Die besten Sprüche ~°~

* „Wo soll ich nicht hingucken?“ (An. weist darauf hin, dass M. doch jetzt mal bitte weggucken soll, weil sie sich umziehen möchte. Weiter brauch ich wohl nichts zu sagen!)

*„Ich will nicht noch mal husten!“ (M. Freitags, als wir draußen einen geraucht hatten. Er war Donnerstags bei der Musterung gewesen und hatte da husten müssen, oder so, wir sind da auch nicht so ganz schlau draus geworden.)

* „Das riecht noch nicht nach Chemie, das ist noch reine Natur!“ (M. zum Geschmack vom Gras)

* „Solange M. noch singt, ist er noch nicht besoffen!“ (urteilte unsere Lehrerin, als M. schon im Bett lag, aber lauthals Summer of 69 mitgröhlte)

* „Ey, geht doch mal weg! Ich muss Summer of 69 singen!“ (Das braucht wohl keine Erklärung!)

* „M. geht nicht mit mir ins Bett. Nur mit seiner Maus. Und ich bin nicht seine Maus!“ (An. hatte M. irgendwie in seinen Schlafanzug verfrachtet und zugedeckt. Als sie fragte, ob er noch etwas braucht oder ob sie neben ihm sitzen bleiben soll, falls er kotzt, meinte er nur, dass sie gehen soll, weil er nur mit seiner Maus ins Bett geht. Er hatte eine Wärmflasche in Form der Maus aus der Sendung mit der Maus mit, mit der er kuschelte. An. war daraufhin beleidigt und entsetzt gleichzeitig.)

* „Mach nicht so’n wuff wuff!“ (N. lag total breit im Bett und An. hatte Sorge, dass sie kotzt, also hat sie einen großen Müllbeutel geholt, den sie neben N. gestellt hat, damit sie da rein kotzt, falls sie nicht mehr auf Toilette kommt. Beim „aufschlagen“ (das was man macht, bevor man den Müllbeutel in den Eimer tut, halt) hat sie N. wohl zu viel Krach gemacht!)

* „Stehen sieben Leute im Wald, lachen vier!“ (Ein Insider den man eigentlich nicht erklären kann. Nehmt ihn einfach so hin!)

* „Ich will Radio hören!“ (Die vom Nachbarzimmer hatten den Ghettoblaster und wir wollten den zurück haben. Mir fiel die vorletzte Chorfahrt ein, auf der ich verzweifelt versucht hab, morgens um kurz vor sieben Empfang mit dem Ding zu kriegen. Alle fanden, dass das ein sehr gutes Argument war, um den Ghettoblaster zurück zu kriegen.)

* „Sonst erfahrt ihr noch meine Taktik! Ach nee, ich hab ja gar keine Taktik!“ (M. beim Meiern bzw. Mäxchen spielen. Wir wollten wissen, warum er dauernd so ein Glück hat und hohe Zahlen würfelt.)

* „Da stehen Blumen!“ (Fr.’s Erklärung beim TABU spielen für einen Irrgarten.)

* „Ich mach gleich wuff wuff mit dir!“ (N. zu mir, als ich sie mit irgendwas mal wieder aufgeregt oder geärgert hab.)

* „Ich mach gleich Jingle Bells mit dir!“ (N. zu mir auf der Rückfahrt. Jingle Bells war eines der einzigen Lieder, die ich mit meiner Stimme noch singen konnte.)


~°~°~°~ 4. Fazit ~°~°~°~
HEFTIG! Eine Chorfahrt soll ja dazu verhelfen, dass man die Lieder durchs viele Proben perfekt kann. Ok, das können wir jetzt auch, aber die „Nebenwirkungen“ sind nicht ohne, zumindest für die Leute in unserem Alter! Und trotzdem empfehle ich das weiter, auch wenn man vielleicht nicht gerade kiffen und saufen verbinden sollte, aber das bleibt ja jedem selber überlassen! Wir werden das beim nächsten Mal nicht mehr verbinden, aber nächstes Jahr sind wir wieder dabei, auch wenn wir dann eigentlich schon nicht mehr auf der Schule sind, weil wir unser Abi dann schon in der Tasche haben (hoffe ich zumindest!)!

(RE) o6.o7.2oo3

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