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Erfahrungsbericht von JensDurbahn

Cartoonbeschreibung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Der Cartoon ohne Namen von einem unbekannten Zeichner handelt von den etwas ungewöhnlichen Bewerbungsunterlagen.
Im Vordergrund des Cartoons steht eine Person, die man nicht eindeutig identifizieren kann. Das liegt daran, dass sie mit dem Rücken zum Betrachter steht. Die Person steht mit ihren Bewerbungsunterlagen vor dem Schreibtisch eines gutaussehenden Mannes. Der Bewerber hat unter dem linken Arm ein sehr großes Paket. Auf dem rechten Arm steht eine schön eingepackte Flasche, die an seine Schulter angelehnt ist. Unter diesem Arm sind auch die eigentlichen Bewerbungsunterlagen geklemmt. Ein weiteres, etwas kleineres, eingepacktes Geschenk, hängt über dem rechten Unterarm. Dies könnten zum Beispiel Pralinen oder andere Naschereien sein. Als letztes Geschenk hat er einen Rosenstrauß denn er ganz fest in seiner rechten Hand hält.
Als erstes fragt er: „Wo darf ich die Bewerbungsunterlagen abstellen“? Der gutaussehende Mann scheint diese Frage nicht zum ersten mal zu hören. Er sitzt ganz entspannt in seinem großen Drehstuhl und scheint nicht besonders gesprächig zu sein. Seine Arme liegen gefaltet auf dem Schreibtisch. Die beiden Daumen seiner Hände scheinen sich zu berühren. Er trägt einen modischen Anzug mit Schlips und Kragen. In seinem Gesicht sieht man, dass er nicht besonders interessiert ist. Seine Augen sind mit einer großen schwarzen Sonnenbrille verdeckt. Die wenigen Haare sind nach hinten gekämmt. Auf dem Schreibtisch steht links vom Betrachter ein Telefon. Gleich daneben steht auch eine Schreibtischlampe. Direkt vor dem Mann, liegen einige Zettel auf dem Tisch. Dies könnten andere Bewerbungsunterlagen sein, die er sich gerade angeschaut hat. Vom Betrachter aus rechts steht eine mittelgroße Zimmerpflanze, die das Büro ein wenig verschönern soll.
Der Zeichner möchte mit diesem etwas anderen Cartoon beweisen, dass es schwer ist einen Ausbildungsplatz oder einen Job zu finden. Das man die Person,
die sich bewirbt, nicht erkennt, könnte meiner Meinung nach auch gewollt sein. Weil es nicht nur für Männer schwer ist einen Arbeitsplatz zu finden, sondern
auch für Frauen. Im Cartoon könnten es, wie erwähnt, beide Geschlechter sein. Um den Cartoon für jüngere Schüler verständlicher zu machen, möchte ich als erstes erläutern, warum es so schwer ist, einen Job zu finden.
Die heutigen Betriebe arbeiten meistens schon mit modernen Maschinen, die den Menschen so gut wie überflüssig erscheinen lassen. Da, wo vorher noch zehn oder mehr Menschen gearbeitet haben, ist heute nur noch einer, der die Maschinen wartet und eventuelle Reparaturen durchführt. Dies ist aber nur ein Grund von vielen, der es schwer macht, Arbeit zu bekommen. Ein weiterer ist für mich die Euro-Umstellung. Dadurch sind die Preise der Dienstleistungen und auch die der Lebensmittel gestiegen. Die Menschen bekommen aber weiter ihr DM-Gehalt.
Natürlich können sie sich mit weniger Geld nicht mehr leisten, dies führt grundsätzlich zu Kündigungen in großen Firmen und manchmal sogar zum Konkurs. Die Folgen aus solch einem Konkurs sind eigentlich bekannt.
Um meinen letzten genannten Grund noch deutlicher zu machen, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es mit der Deutschen Mark auch weniger Arbeitslose gab. Erst durch die Umstellung, sind auch sehr viel mehr Menschen
arbeitslos geworden. Dies ist sicherlich kein Zufall.
Um aber zu beweisen, dass man es trotzdem schaffen kann, einen Job zu finden,
möchte ich mal einige Voraussetzungen nennen und begründen. Als erstes ist natürlich der Schulabschluss von großer Bedeutung. Denn ohne einen Abschluss sind die Chancen gleich null. Auch die Noten dieses Haupt - oder Realschulabschlusses müssen einigermaßen gut sein. Als zweites ist die bestandene Ausbildung sehr wichtig, denn wer stellt heute noch einen Ungelernten bei sich ein. Diese beiden Punkte sind Grundvorrausetzung für jeden Job. Wer diese ganz gut bestanden hat, bekommt auf jeden Fall einen passenden Arbeitsplatz. Für die Älteren die keinen Job finden, helfen höchstens Umschulungen. Sie haben als Jugendlicher einen Ausbildungsberuf gewählt, der heute nicht mehr oft gesucht wird. Das ist zum Beispiel beim Landmaschienenschlosser so. Diese Arbeit wurde früher an alten Landmaschinen ausgeübt. Heute sind die Maschinen sehr viel moderner. Das bedeutet, dass die Landmaschinenschlosser von früher sich mit der neuen Technik nicht mehr auskennen. Dies können sie mit einer Umschulung ändern. Diese Schulung wird in der Regel vom Arbeitsamt bezahlt und von speziellen Firmen durchgeführt.
Als letzten Stichpunkt zu dem Cartoon, möchte ich sagen, dass ich es nicht glaube, dass sich Arbeitgeber durch Geschenke und andere Kleinigkeiten bei ihrer Auswahl beeinflussen lassen. Dies könnte aber in einigen Jahren ganz anders sein. Wenn ich der Chef dieser Firma währe, würde ich mich über ein paar Kleinigkeiten sehr freuen. Ich würde aber nie eine Person bevorzugen, die mir ein Geschenk mitgebracht hat. Ich kann ja kein „Dummen“ Bewerber einstellen.
Für mich persönlich, ist dieser Cartoon sehr aussagekräftig. Er zeigt, wie schwer es ist, in der heutigen Zeit eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Nicht nur für Jugendliche in meinem Alter ist es schwer, zu einem Ausbildungsplatz zu kommen. Auch Erwachsene haben dieses Problem. Sie suchen zwar keine Ausbildungsstelle, aber einen richtigen Job. Meistens bleibt diese Suche aber ohne Erfolg. Auch in meinem Bekanntenkreis suchen viele eine Arbeitsstelle. Dies ist aber nicht so einfach, denn auf dem Arbeitsmarkt sieht es zur Zeit nicht besonders gut aus. Auch die Arbeitslosenzahlen, die ständig in die Höhe schießen machen es nicht leichter. Es ist im Cartoon etwas übertrieben dargestellt, aber wenn es mit Deutschland so weiter geht, wird es bald üblich sein, dass man seinen Bewerbungsunterlagen auch mal ein kleines Geschenk beifügt, um eventuell den anderen Bewerbern gegenüber bevorzugt zu werden.