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Erfahrungsbericht von Colonel

Mein 18. Geburtstag

Pro:

Schöne Feier

Kontra:

Ein paar Fehler, schwere Organisation

Empfehlung:

Nein

Mein 18. Geburtstag

Hallo liebe Yopianer !

Eigentlich doch recht verspätet erscheint der Bericht über meinen 18. Geburtstag zu dem ich einiges loswerden will !

-VORBEREITUNG-

Schon Monate bevor der Geburtstag eigentlich ist habe ich angefangen zu planen – wieviel Geld wird wohl für Getränke & Chips draufgehen, wie mach‘ ich die Musik, wo feiere ich... all‘ diese Sachen mussten schliesslich geklärt werden.

GETRÄNKE & CHIPS

Für Getränke & Nahrungsmittel ist im Endeffekt doch irgendwie ZUVIEL Geld draufgegangen, da ich immernoch Reste im Keller stehen habe. Das dürften ca. 200 Euro gewesen sein – ich hätte meine ganzen Kampftrinkerverwandten irgendwie übler eingeschätztz *g*

Naja, und ¼ der Leute die ich eingeladen hatte sind auch nicht gekommen, was ja auch ein bisschen was ausmacht !

MUSIK

Tjoa, das Wichtigste an der ganzen Party *g*. Ich habe mir überlegt das ich meine E-Gitarren-Combo mit 65 Watt (8 Ohm) an den Computer anzuschliessen, da ich auf diesem ja sowieso meine ganzen Alben gesichert habe.

Is‘ ja auch kein Problem – entsprechende Adapter gekauft, 10 Meter Verlängerungskabel und schon sollte das laufen.

Damit man die Musik bequem abrufen kann, habe ich Verknüpfungen und Playlists (für Winamp oder MusicMatch Jukebox) auf dem Desktop erstellt – die Musikprogramme (Winamp, MusicMatch Jukebox) und der CD-Player wurden natürlich auch verlinkt.

Somit war für Musik eigentlich schon gesorgt.

DAS WANN UND WO

Ja, ich habe eigentlich am 10.02. Geburtstag, aber gefeiert haben wir am 07.02. da es sich aus terminlichen Gründen nicht anders arrangieren lies. Angefangen hat die Party offiziell um 18:00, aber da waren gerade mal 6 tapfere Leute (Ich, Demönchen (meine Freundin), Heiko, Stefan, Lea, Natalie <-- har, hab euch alle erwähnt) da.

Das WANN ist damit nun also geklärt. Kommen wir zum WO !

Das war eine harte Nuss – als Idee hatte ich so ein Gebäude in meiner Ortschaft, aber das wird aus was für Gründen auch immer nicht mehr verliehen – meine Schwester hatte das Ding noch ein Jahr zuvor... also, was nehmen wir dann ? Mir kam die Idee das Pfadfinderhüttchen in Steinborn (ein Ort in der Nähe) zu mieten. Die meisten Leute waren damit einverstanden, einige freuten sich sogar, da sie in dem Ort wohnten *g*

Ok, ich rief dann mal in der Verbandsgemeindeverwaltung an – 3 Monate bevor ich feiern wollte, weil ich ja wollte das alles glattgeht.

Ok, Telefon bimmelt – „Guten Tag, Verbandsgemeindeverwaltung“ – „Hallo, ich würde gerne das Pfadfinderhüttchen in Steinborn für meinen Geburtstag mieten“ – „Oh, da bin ich nicht für zuständig, warten sie, ich verbinde sie weiter !“ - *WARTESCHLEIFE* - „Hallo ?“ „Guten Tag, ich würde gerne das Pfadfinderhüttchen in Steinborn mieten – für meinen Geburtstag !“ „Oh, da habe ich für 2003 noch keine Liste gemacht. Wenn sie vielleicht gerade im Januar wieder anrufen könnten ?“ „Ok. Tschüss !“

Gut... ok... also im Januar nochmal probiert :

„Hallo, ich hatte schon einmal angerufen, da ich das Pfadfinderhüttchen für meinen 18. Geburtstag haben wollte ! Könnten sie mich da gerade nochmal weiterverbinden ?“ „Ja, tschüss.“ *WARTESCHLEIFE* - „Guten Tag ?“ „Ja, guten Tag ! Ich würde gerne das Pfadfinderhüttchen in Steinborn mieten !“ „Oh, könnten sie da vielleicht morgen nocheinmal anrufen ?“ „Kein Problem, mache ich !“

Nochmal angerufen...

„Guten Tag, ich würde immernoch gerne das Pfadfinderhüttchen mieten !“ „Oh, da bin ich garnicht mehr zuständig dafür. Ich glaube das macht jetzt der Herr Lawombel (den Namen habe ich aus Datenschutzrechtlichen Gründen verändert).“ „Hmmm, wie kann ich den erreichen ?“ „Ja, der kommt erst heute Abend Zuhause an. Ich gebe ihnen die Nummer – moment... 8754 (auch wieder geändert, Datenschutz, weisschu ?). „Danke, widerhören !“

(ich habe es mir gespart die anderen 7 Anrufe auf der Verwaltung niederzuschreiben)

Aufgelegt. Poff. Okay, dann warten wir mal bis es Abend wird. Dann

-- Telefonhörer grabsch
-- 8754 wähl

Gut, geht ein Kind dran... „Dürfte ich mal den Herrn Lawombel sprechen ?“ „Ohne ein Wort zu sagen, reicht das Kind den Hörer an jemand weiter“ „Hallo Herr Lawombel ! Ich würde gerne das Pfadfinderhüttchen in Steinborn mieten und wurde an sie weiter verwiesen !“ „Öhm ja, nur bin ich nicht Herr Lawombel. Ich kenne ihn zwar, aber damit habe ich rein garnichts am Hut !“ „Oh... dann entschuldige ich die Störung...“ „Wiederhören !“

Was soll der Scheiss jetzt bitte ??? Naja, Telefonbuch rausgekramt und nach Lawombel gesucht. Hmmmm, stehen drei im Telefonbuch. Ok, versuchen wir den obersten.

*RING*
*RING*
„Hallo ?“
„Guten Tag. Bin ich richtig bei Lawombel ?“
„Ja !“
„Gut. Ist der Herr Lawombel zu sprechen ?“
„Der ist momentan nicht da. Der kommt erst morgen abend wieder !“
„Oh... dann versuche ich es mor...“
„Um was geht es denn ?“
„Ich wollte das Pfadfinderhüttchen in Steinborn mieten !“
„Achso. Da kann ich sie auch auf die Liste draufschreiben !“
„Dann tun sie das bitte. Der 7.2 !“
„Ok, wiederhören !“

Dann komme ich am nächsten Tag aus der Schule nach Hause. Meine Mutter erwartet mich um mir zu sagen, das ich ja nicht in dem Hüttchen feiern könne, weil ich nicht in Eisenberg, Kerzenheim oder Steinborn lebe – Frau Lawombel hätte gerade angerufen.

Na toll, ich mich noch einmal an das Telefon gesetzt.

„Lawombel hier !“
„Hallo ! Meine Mutter hat mich darüber informiert, das es einige Probleme damit gibt, das ich das Pfadfinderhüttchen mieten könnte !“
„Ja... sie wohnen ja nicht in Steinborn oder Eisenberg... oder so ?“
„Nein.“
„Dann können wir ihnen das leider nicht zur Verfügung stellen !“
„Und wenn jemand von meinen Freunden der dort lebt unterschreibt ?“
„Das ginge dann.“
„Ok, dann melde ich mich nochmal bei ihnen !“
„Wiederhören !“

Freund angerufen, der sich nur ungern dazu bereiterklären wollte zu unterschreiben, da er ja dann für den Abend bzw. eventuelle Schäden verantwortlich wäre. Ok, sagt dann aber doch zu.

Ich melde mich nochmal bei Lawombels und erkläre ihnen den Sachverhalt. Gut, die sagen mir, das ich dann eine Woche vor der Party mich nochmal melden soll.

In der Zwischenzeit erfahre ich von dem „Freund“ das er wohl an dem Tag auf Klassenfahrt sein wird und seine Unterschrift nicht für etwas gibt, wo er nicht da ist. Toll ! Einen anderen Freund angerufen, der zum Glück sofort zusagt, da er ja auch richtig mitfeiern will.

Das nochmals mit Lawombels geklärt – puh !

Eine Woche bzw. ein paar Tage vor der Party nochmal angerufen – die Schlüsselübergabe muss ja stattfinden. Ich frage ob wir das Dienstags machen könnten, weil ich anders schlecht Zeit habe. Die sagen mir, das ich die Hütte nur für Freitag auf Samstag gemietet habe, also kann ich auch den Schlüssel dann erst haben.

Für was bitte sollte ich dann vorher nochmal anrufen ???

Naja, mehr ging aus diesem Gespräch auch nicht hervor – es hiess Freitags 11:00 Schlüsselübergabe. Na toll, da habe ich ja noch Schule, aber meine Mutter erklärte sich bereit dorthin zu fahren.

Gut, ein paar Tage später noch ein Anruf. Schlüsselübergabe Donnerstag nachmittags. Toll, da kann ich wenigstens mit. Fahren wir also um die Uhrzeit dorthin – ich habe mich schon gefragt wie Herr Lawombel wohl aussehen mag... naja, angekommen niemand da. Dann, mit 30 Minuten Verspätung – erscheint Herr Lawombel, der allerdings nicht so verpeilt aussieht, wie ich mir das vorgestellt habe *fg*

Gut gut gut, also mit ihm gesprochen, er hat mir erklärt welcher Schlüssel wofür ist und das ich kurz nach Betreten die Alarmanlage ausschalten müsse. Kein Problem. Mein Freund hat den Vertrag unterschrieben und ich habe Herr Lawombel die Kaution hinterlegt. Er erklärt uns auch noch das die Polizei, der Schutzdienst (Securityfirma) und er davon unterrichtet sind und die Party jederzeit beenden dürfen.

Ja, danke für diese aufbauenden Worte. Naja, ich hatte den Schlüssel und bin heim. Endlich war das schonmal geregelt !

Somit ist auch das WO geklärt worden – endlich !

Gut, Freitags karren wir gleich nach der Schule die ersten Sachen rüber – mein Vater hat mir natürlich wieder einen riesigen Anschiss verpasst was den Alkohol angeht – jaja, er hat früher natüüüüüüüürlich nie getrunken. Ich kenn‘ ja auch gar keine Geschichten davon. Egal, dann war das Zeug drüben.

-Die Party-

Ich hab dann so ca. um 17:00 da gesessen, kurze Zeit später erschien meine Freundin mit ihren Kumpels. Wir haben natürlich erst mal ein bisschen angefangen zu feiern und die Anlage einigermaßen eingestellt. Dann kamen auch noch zwei-drei Andere – und dann über 1 Stunde niemand mehr, was mich irgendwie doch besorgte.

Naja, dann kamen sie ja doch noch. Die Party fing langsam an zu laufen, zwei Bierkästen waren schnell leer, bevor dann noch Leute kamen, die noch Nachschub brachten – voll verkalkuliert.

Gut, was auf der Party alles abging brauche ich euch wohl nicht (allen) zu erzählen. Es wurde getrunken, gelacht, erzählt, gegessen (ja, wir hatten auch was zu Essen da, z.B. Salat und Brot und Werschdel und so). Ausserdem gab es auch eine Rede von einem meiner Freunde, Pogotanz (lol !) und diverse andere Sachen.

Irgendwann sagte mir dann einer, das die Polizei vor der Tür steht. Ups. Naja, ich gleich mal raus und hallo gesagt. Gefragt ob ich die Musik leiser stellen soll.

Schnauzt mich der eine Polizist an : Halt dein Maul du Wichser und geh wieder rein ! Na toll, das bestätigt alles was ich bisher von der Polizei hielt – xxx xxx xxx !

Naja, ich wieder rein, nach 10 Minuten oder so waren die dann verschwunden und ich bekam erklärt, das die überhaupt nicht wegen der Party hier waren – ich würde sie trotzdem gerne anzeigen, aber die haben sich ja noch nicht einmal vorgestellt. Sie waren gekommen, weil ein Auto das Ähnlichkeit mit dem von einem meiner Freunde hatte an einem Ort gesehen wurde, an dem in der Nacht eine Fensterscheibe eingeworfen wurde.

Zum Glück war er das ja nicht weil er die ganze Zeit auf der Party war. Naja, hauptsache die Grünlinge waren weg.

Dann wurde weiter gefeiert bis so langsam immer mehr Leute gingen – der Rest bestand aus ungefähr 20 Leuten die sich noch unterhielten, tranken und mampften. Gut, irgendwann so gegen 03:00 Uhr wollten wir dann die Party beenden, es waren auch gerade mal noch ca. 10 Leute da. Steht der Securitydienst vor der Tür. Der Mann kommt rein, frägt mich ob alles klar ist worauf ich nickte und er uns noch einen schönen Abend wünschte.

Im Vergleich zu den Polizisten (oh, ich hätte hier fast XXX.... geschrieben) war das ein „Super Service“ und der Typ war auch wirklich nett, ging aber schon bald darauf.

Ok, plötzlich fährt ein Auto vor. Hmm, das Nummernschild kenne ich doch. Das waren doch die zwei Heinis die auf dem Hammerfall-Konzi waren ! Warum kommen die denn um diese Uhrzeit noch vorbei ? Naja egal, nochmal 1 Stunde lang losgepowert, da aber die Meisten hier auf der Party total fertig waren, haben die sich mit zwei Kästen Bier in den Nebenraum setzen, erzählen und trinken dürfen während wir im Nachbarraum z.B. schon ein kleines bisschen aufräumten und einige sich auch kurz mal irgendwo niederliessen und vor sich hindösten.

Naja, so um 04:30 oder so sind dann auch noch einige Leute verschwunden (die ganzen Hammerfallfans waren weg – wuaaääääääh - !). Ok, dann ging es an das große Reinemachen wofür wir stundenlang brauchten, aber da wir die Anlage noch da hatten konnten wir wenigsten Musik hören.

Als wir dann fertig waren erschien irgendwann auch Herr Lawombel, der sich prüfend jede Ecke der Hütte ansah und uns die Kaution zurückgab. Dann konnte ich heim und ausspannen.

-- Meine Gedanken zu der Fete --

Tja, die Organisation bzw. das ganze in die Wege zu leiten war höllisch. Nicht wegen dem Einkaufen oder Kalkulieren, sondern darum ein Häuschen zu mieten. Vielleicht gehe ich da mal wieder hin, aber wenn das dann genauso schlimm wird dann lasse ich es doch lieber bleiben (ha, kriegt ihr kein Geld !!!)

Die Fete an sich lief ja doch recht gut, nur ich hätte gerne durchgemacht – nur mein Körper und der von einigen anderen hat nicht mehr mitgemacht. Ausserdem habe ich ein paar Sachen so verbockt, wie z.B. das Lied zu spielen, das ich extra für diesen Anlass „komponiert“ hatte oder ein paar geile Lieder und Videos laufen zu lassen um die Stimmung zu verbessern.

Ausserdem wollte ich mit ein paar Kumpels ein paar unserer alten Geschichten, Romane oder RPG-Erlebnisse durchgehen und nochmal drüber lachen...

Aber ok, die meisten Leute fanden die Party trotzdem sehr gut gelungen, ausser die, wo um 03:00 noch gekommen sind –ähem-.

Wer noch fragen hat kann sich ja gerne an mich wenden;
Euer gestresster Schreiberling !

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