Erfahrungsbericht von Dotab
Geschichten, die das Leben schreibt!
Pro:
Die Geschichten sind wirklich passiert ...
Kontra:
???
Empfehlung:
Nein
Schon immer wollte ich einfach mal ein paar Erlebnisse von mir aufschreiben, gestern habe ich es nun endlich geschafft....
[Urlaub, die 1.]
Ach, endlich Urlaub in der Türkei ... im Prospekt fand ich den Club Green Fulga Beach ( bei Ciao wird er übrigens mit 2 ct. bewertet) richtig grausam, nur bunte Häuser und so ein Zeusch. Der Urlaub war dagegen richtig schön. Allerdings waren wir das Essen nicht gewöhnt, außerdem gab es All Inclusive, man hat also überhaupt nicht mehr auf eine ausgewogene Ernährung geachtet. Dementsprechend hatten wir dann alle mehr oder weniger starken Durchfall.
An einem der ersten Tage nahmen wir an einer kostenlosen Rundfahrt teil, die sich dann als Kaffeefahrt entpuppte (mir wollte ja keiner glauben). Nur für das Mittagessen müssten wir 10 DM bezahlen ( wir haben damals nicht eine türkische Lira benötigt, überall MUSSTEN wir mit DM bezahlen), da ich aber keinen Hunger hatte, wurde für mich auch keine Essen bestellt. Gegessen wurde dann in Großraumzelten direkt neben einen Fluss ( Abwasserkanal traf es wohl eher), als Hauptspeise gab es Fisch ... so , jetzt denken wir mal nach ... klar, am nächsten Morgen lag meine gesamte Familie krank im Bett – nur ich nicht.
Schlimmer wurde es noch einige Tage später: anscheinend ging es dem ganzen Hotel nicht viel besser als uns: das Geschirr sammelte sich so langsam vor den Aufgängen und einmal in der Woche wurden großflächig Insektenmittel versprüht. In Deutschland war in diesen Tagen anscheinend Gurkenzeit ( ..... Bundestag zu, keine Skandale und sonst auch nichts los) ... probt kamen wir auf Seite 1 der Bildzeitung „250 DEUTSCHE URLAUBER VERGIFTET, sie müssen um ihr Überleben bangen“ . Natürlich haben wir auch in der Türkei die Bild gelesen ... zu der Zeit lagen wir bereits wieder am Strand, unsere kleine Magenverstimmung war überstanden ... und dann liest man in der Zeitung sein eigenes Todesurteil ...
Übrigens wurde auch im Fernsehen darüber berichtet, mit einigen Urlaubern wurden Interviews geführt ... und zum Abschluss wurde noch gesagt: „Wenn in den nächsten 12 Stunden nichts Aufregenderes passiert, kommt dieser Bericht in den Abendnachrichten“. Auch in einer MDR- Sendung hat sich eine Zuschauerin lauthals über jenes Hotel beschwert, dabei hatten ihre Probleme gar nichts mit dem Hotel zu tun ... man brauchte einfach nur einen Sündenbock..
Es lebe der Journalismus ... oder ... wenn die jemand sagt, du wirst sterben , muss das nicht unbedingt stimmen ...
[URLAUB 2]
Zum 1. Mal Wanderurlaub in Ellmau/Österreich. Es ist heiß und meine Eltern sind mit mir und meinen kleinen Bruder unterwegs (damals waren wir ca. 11 und 9 Jahre alt). Bei einer Wanderung gab es 3 Wege zur Auswahl: ein einfacher Langer, einen mittelschweren Langen und einen schweren Kurzen. Da man sich ja immer nach dem schwächsten Glied der Gruppe richtet, durfte mein Bruder entscheiden, wo es lang gehen sollte. Er entschied sich für den Mittleren.
Eine Stunde später hingen wir an einer Steilwand ... ohne Netz und Boden, als „Laufweg“ dienten einzelne Eisenstämme ... und unter uns ging es 100 m in die Tiefe. Ungefähr alle 50 Meter traf man auf einen 1 Meter breiten Steinabsatz.
Man muss sich das so vorstellen: 2 unerfahrene Touris mit Sandaletten und 2 kleinen Kindern. Ich persönlich fand das richtig toll. Endlich mal ein Abenteuer ... Problematisch wurde es dann nur wenn uns jemand entgegen kam ... und im Laufe der Zeit entwickelte sich die Strecke zu einer echten Hauptstraße bei dem Ottfried Fischer locker als Durchschnittsbürger durchgekommen wäre ....
[URLAUB 3]
Unser 3 Wanderurlaub, diesmal in Mayrhofen, eigentlich als Wintersportort bekannt, aber man kann dort auch ziemlich gut Wandern. Zu einer Art Schlusswanderung begaben wir uns an einen Drinkwasserstausee, von dort sollte man nach ungefähr 2 Stunden Wanderzeit eine Berghütte erreichen. .. und ich meine jetzt nicht so eine mit 5 Sterne Gasthaus und Eisbechern für die Touris, nein, es war ein beliebter Ausgangspunkt für Profiwanderer (aber wir waren immer noch Touris, wenn auch diesmal mit richtigen Wanderschuhen). Am Anfang folgte ein halbstündiger gerader Weg, immer am Stausee entlang, richtig gemütlich, doch dann ging es Schlag auf Schlag plötzlich nach oben, mit einem halben Meter Höhenunterschied pro zurückgelegtem Meter. Mittlerweile verdunkelte sich der Himmel und es wurde richtig diesig. Eine Stunde später konnte wir die Hütte erkennen – und mittlerweile hatte es angefangen zu nieseln. Als wir leicht durchnässt dort ankamen, saßen dort schon die Profiwanderer auf ihren Startplätzen und zu warten bis der Schauer vorüber ist. Die alle ausgestattet mit 20 Kg schweren Rucksack und Verpflegung für 18 Monate ... und dann kommen wir dort an: 4 Touris in kurzen Hosen und mir nur einem Lederrucksack.
Nach einer Brotpause hatte der Regen nachgelassen und wir wollten uns auf den Rückweg machen. Die Profis schüttelten nur noch den Kopf, denn es sah immer noch nach Regen aus ...
Eine Viertelstunde später begann es wirklich sprichwörtlich zu schütten. Meine Mutter, die sonst immer Regenschirme dabei hatte, hatte diese gerade heute im Kofferraum vergessen... und so watschelten wird dann hintereinander die 1 ½ Stunden Weg zurück.... mittlerweile hatte sich der Bergweg in einen Bach verwandelt, aber selbst das machte uns nichts aus...
Ich hasse Touris ....
[FÜHRERSCHEIN 1]
Da ich jetzt ab und zu mal mit dem Auto meiner Eltern üben, kommen im Moment auch wieder einmal die Führerscheingeschichten meiner Erzeuger hoch.
Meine Mutter führt sehr sicher, ihr Spezialdisziplin ist rückwärst Parken.
Damals bei ihrem Führerschein sah dies jedoch ganz anders aus: Ihre Theorie bestand aus 2 Stunden ohne Prüfung, als praktischen Unterricht hatte sie 5 Fahrstunden, in denen sie gelernt hat, wie man gerade aus fährt ---- Mehr nicht!!! Und nach bestandener(!!! Auch nur gerade aus fahren) Prüfung hatte der Prüfer nur gesagt, dass sie doch niemals alleine Auto fahren soll. Jahre später kam jedoch heraus, dass der Prüfer illegale Führerschein-Geschäfte getätigt hat, und jedem bestehen lassen hat, der ihm (unbeabsichtlicht ) einen kleinen Obolus zukommen lassen hat. Meine Mutter war also auf einen Trickbetrüger hereingefallen, der auch noch von der Staatssicherheit gesucht wurde
Und diese Frau will mir jetzt das Fahren beibringen ...
[FÜHRERSCHEIN 2]
Der Fahrstil meines Vaters? Irgendwie ... naja ... männlich eben( ich bin echt froh, dass ich noch nie mit ihm fahren musste).
Er durfte unter besonderen Umständen seinen Führerschein machen: dieser war gleichzeitig mit einem LKW-Führerschein verbunden, allerdings bestand die Durchfallquote bei 95 % ... aber mein Vater hatte tatsächlich bestanden. Danach folgten 5 Fahrstunden im LKW – und danach war Prüfung. Wenn man es geschafft hatte, 1 Stunde lang den LKW durch die Stadt zu kurven war man in Besitz des Führerschein. So ungefähr muss der Wortlaut geheißen haben:
(nach 1 Minuten Fahrzeit)
- Wo lang jetzt?
- Nach links!
- Sind sie sicher?
- Ja, wieso denn nicht?
- Da ist eine Einbahnstraße wegen einer Baustelle!
- Ey, hör mal zu, ich fahre diese Strecke seit 30 Jahren jeden Tag. Hier war noch nie eine Baustelle !
Aber da war nun doch eine. Wenden oder rückwärst fahren war hier nahezu unmöglich. Also übernahm der Prüfer dieses Manöver, denn ein Schüler hätte das nie im Leben geschafft, nach ungefähr 45 Minuten war der LKW gewendet und es konnte weitergehen. Und gerade als mein Vater aus der Straße herausfuhr war die Zeit um >>> Bestanden ....
[NAGEL]
Vielleicht kennen einige von euch diesen einen leckeren Kuchen aus dem LIDL mit der Zuckerglasur und dem besonderen Hinweis, dass 20 g (oder ähnlich) Butter enthalten sind. Auch wir lieben den Kuchen.
Eines Morgens wollte ich einige Stücken davon mit in die Schule neben. Meine Mutter schneidet also den Kuchen .....und schneidet .. und schneidet, aber es tut sich nicht, denn das Messer kam nicht voran und war stattdessen auf etwas Hartes gestoßen. Dieses Harte entpuppte sich später als 6 cm langer Nagel !!! Ich will mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wen wir die Stücken nicht geteilt hätten...
Wenn ich in den USA leben würde, wäre ich jetzt bestimmt um 100 Millionen Dollar reicher, schließlich stand in der Zutatenliste nicht „Nagel“
[KANUTOUR 1]
Der 1. gemeinsame Urlaub mit meinen besten Freunden: eine 4 tägige Kanutour auf der Mecklenburger-Seenplatte. An dem vorletzten Tag mussten wir bei Regen über einen 5 km langen See, bei Gegenwind wohlgemerkt). Ein Campingplatz stand für unsere geschundenen Nerven in naher Aussicht, allerdings haben wir diesen nie gefunden. 1 km sollte es jedoch eine Schleuse geben, und gleich dahinter noch ein Campingplatz. Der Eingang zu der Schleuse war durch ziemlich viel Schilf verborgen gewesen, nach dem wir noch einmal den halben See hoch und runter gepaddelt waren, fand wir ihn schließlich. Und dann der nächste Schreck: Das Ding ( direkt an einer Mühle gelegen) war abgebrannt und viele Reisegruppen benutzen diesen unfreiwilligen Stop als Pause. Und uns blieb nichts anderes übrig, als unsere Boote die 200 Meter zu tragen. Als hocheben, erst mal ein kleines Stück gerade aus, dann Anlauf nehmen und einen kurzen steilen Berg hoch, dann über eine starkbefahrene Hauptstraße (was die Autofahrer wohl gedacht haben), über einen Parkplatz, dann nur durch einige Schlammpfützen, und dann das Boot wieder einsetzen.... Wenn wir nicht einen Gewichtheber dabei gehabt hätten, hätten wir mit den schweren Booten echte Probleme bekommen ....
[KANUTOUR 2]
Da der letzte Sommer ziemlich verregnet war, waren zu dieser Zeit nicht viele Menschen unterwegs und dementsprechend leer waren auch die Zeltplätze.
Bei unserer Ankunft am letzten haben, kamen wir zeitgleich mit einer Familie an dem Platz an. Ich warf einen prüfenden Blick in ihres Boot und lies dann einen Spruch los, mit dem man mich heute noch aufzieht „Boah ist da viel Wasser drin, viel mehr als bei uns“ ... der Vater kuckte absolut seltsam und wenn blicke töten könnten ...
Als wir unsere Zelte aufgeschlagen haben, machten es sich gerade 2 Herren mittleren Alters neben uns gemütlich. Nachts, als wir schon in unseren Schlafsäcken lagen, konnten wir einige Gespräche von ihnen mit anhören, ob diese nun war sind, weiß ich bis heute nicht:
Es handelte sich um 2 Gymnasiallehrer aus Jena: einer für Sport, der andere für Sozialkunde. Man unterhielt sich nun über die Mädchen der Abiturjahrgänge und welches eines Affäre mit welchem Lehrer hätte ( an meinem Gym ist das jedenfalls nicht normal). So hätte zum Beispiel ein Lehrer mit einer Schülerin auf dem Gang rumgeknutscht, die Schulleitung geht vorbei, sagt aber kein Wort. Und so ginge es schon jahrelang. Mittlerweile sei man bei den eigenen Affären abgekommen, und denen der eigenen Kinder. Hier sei die Rede von Selbstmordversuchen, Sex-Parties und manch anderen Sachen .... Am nächsten Morgen haben wir uns dann mit diesen noch kurz unterhalten, jedoch haben sie sich überhaupt nichts anmerken lassen ( und wir mussten uns in dieser Nacht das lachen dermaßen verkneifen)
Big Brother ist nichts gegen Zeltplätze ...
[KLASSENFAHRT]
Zum Abschluss der 10 Klasse fuhren wir auf eine 3 ½ tägige Klassenfahrt. Da Berlin zu teuer wäre, fuhren wir an den Stadtrand von Potsdam. Zuvor hatten wir ein Prospekt erhalten: neueröffnetes Kongresszentrum, 4 Sterne, Doppelzimmer mit Fernseher etc.
Als wir schließlich dort ankamen konnten wir unseren Augen nicht trauen: Windschiefe Baracken, die jeden Moment zusammen fallen würden. Das konnte doch nur ein Scherz sein: Unsere Lehrer sind erst mal aus dem Reisebus ausgestiegen und haben sich erkundet was denn hier nun los sein. Nach 10 Minuten kamen sie zurück – mit einem absoluten Grinsen im Gesicht. Und unsere Vermutungen hatten sich bestätigt: man hatte unsere Reservierung vergessen und unser Hotel war ausgebucht... toll was. Allerdings hatte man noch 3 Doppelzimmer frei und 6 Mädchen dürften die Nacht hier ALLEINE verbringen ( ich war dabei .....................) der Rest wurde umgesiedelt und durfte in dem 4 Sternehotel eine Nacht verbringen (WOW)... aber wir zurückgebliebenen hatten eindeutig mehr Spaß.
Außerdem gab es mal wieder die leidliche Alkoholfrage („Wehe ich erwische euch mit Alkohol“), allerdings wurden uns für 23 Leute 2 Flachen Sekt zugesprochen, was eigentlich ein echter Witz ist. Und dieser Sekt wurde in einem Kühlschrank in einem unserer Zimmer gekühlt ( und nebenbei war da noch unserer eigener Alkohol drin). Und eine Schülerin sagt dann so: „Frau R.Punkt, wollen sie mal den Sekt sehen????? Kucken sie doch mal genau hin“ Und dann wurde halt noch eine Palette Bier beschlagnahmt
Wie kann man nur so doof sein ....
So , ich könnte noch ein paar andere Geschichten erzählen, aber da sich das hier in die Länge zu ziehen scheint, ist jetzt mal Stop .....
[Urlaub, die 1.]
Ach, endlich Urlaub in der Türkei ... im Prospekt fand ich den Club Green Fulga Beach ( bei Ciao wird er übrigens mit 2 ct. bewertet) richtig grausam, nur bunte Häuser und so ein Zeusch. Der Urlaub war dagegen richtig schön. Allerdings waren wir das Essen nicht gewöhnt, außerdem gab es All Inclusive, man hat also überhaupt nicht mehr auf eine ausgewogene Ernährung geachtet. Dementsprechend hatten wir dann alle mehr oder weniger starken Durchfall.
An einem der ersten Tage nahmen wir an einer kostenlosen Rundfahrt teil, die sich dann als Kaffeefahrt entpuppte (mir wollte ja keiner glauben). Nur für das Mittagessen müssten wir 10 DM bezahlen ( wir haben damals nicht eine türkische Lira benötigt, überall MUSSTEN wir mit DM bezahlen), da ich aber keinen Hunger hatte, wurde für mich auch keine Essen bestellt. Gegessen wurde dann in Großraumzelten direkt neben einen Fluss ( Abwasserkanal traf es wohl eher), als Hauptspeise gab es Fisch ... so , jetzt denken wir mal nach ... klar, am nächsten Morgen lag meine gesamte Familie krank im Bett – nur ich nicht.
Schlimmer wurde es noch einige Tage später: anscheinend ging es dem ganzen Hotel nicht viel besser als uns: das Geschirr sammelte sich so langsam vor den Aufgängen und einmal in der Woche wurden großflächig Insektenmittel versprüht. In Deutschland war in diesen Tagen anscheinend Gurkenzeit ( ..... Bundestag zu, keine Skandale und sonst auch nichts los) ... probt kamen wir auf Seite 1 der Bildzeitung „250 DEUTSCHE URLAUBER VERGIFTET, sie müssen um ihr Überleben bangen“ . Natürlich haben wir auch in der Türkei die Bild gelesen ... zu der Zeit lagen wir bereits wieder am Strand, unsere kleine Magenverstimmung war überstanden ... und dann liest man in der Zeitung sein eigenes Todesurteil ...
Übrigens wurde auch im Fernsehen darüber berichtet, mit einigen Urlaubern wurden Interviews geführt ... und zum Abschluss wurde noch gesagt: „Wenn in den nächsten 12 Stunden nichts Aufregenderes passiert, kommt dieser Bericht in den Abendnachrichten“. Auch in einer MDR- Sendung hat sich eine Zuschauerin lauthals über jenes Hotel beschwert, dabei hatten ihre Probleme gar nichts mit dem Hotel zu tun ... man brauchte einfach nur einen Sündenbock..
Es lebe der Journalismus ... oder ... wenn die jemand sagt, du wirst sterben , muss das nicht unbedingt stimmen ...
[URLAUB 2]
Zum 1. Mal Wanderurlaub in Ellmau/Österreich. Es ist heiß und meine Eltern sind mit mir und meinen kleinen Bruder unterwegs (damals waren wir ca. 11 und 9 Jahre alt). Bei einer Wanderung gab es 3 Wege zur Auswahl: ein einfacher Langer, einen mittelschweren Langen und einen schweren Kurzen. Da man sich ja immer nach dem schwächsten Glied der Gruppe richtet, durfte mein Bruder entscheiden, wo es lang gehen sollte. Er entschied sich für den Mittleren.
Eine Stunde später hingen wir an einer Steilwand ... ohne Netz und Boden, als „Laufweg“ dienten einzelne Eisenstämme ... und unter uns ging es 100 m in die Tiefe. Ungefähr alle 50 Meter traf man auf einen 1 Meter breiten Steinabsatz.
Man muss sich das so vorstellen: 2 unerfahrene Touris mit Sandaletten und 2 kleinen Kindern. Ich persönlich fand das richtig toll. Endlich mal ein Abenteuer ... Problematisch wurde es dann nur wenn uns jemand entgegen kam ... und im Laufe der Zeit entwickelte sich die Strecke zu einer echten Hauptstraße bei dem Ottfried Fischer locker als Durchschnittsbürger durchgekommen wäre ....
[URLAUB 3]
Unser 3 Wanderurlaub, diesmal in Mayrhofen, eigentlich als Wintersportort bekannt, aber man kann dort auch ziemlich gut Wandern. Zu einer Art Schlusswanderung begaben wir uns an einen Drinkwasserstausee, von dort sollte man nach ungefähr 2 Stunden Wanderzeit eine Berghütte erreichen. .. und ich meine jetzt nicht so eine mit 5 Sterne Gasthaus und Eisbechern für die Touris, nein, es war ein beliebter Ausgangspunkt für Profiwanderer (aber wir waren immer noch Touris, wenn auch diesmal mit richtigen Wanderschuhen). Am Anfang folgte ein halbstündiger gerader Weg, immer am Stausee entlang, richtig gemütlich, doch dann ging es Schlag auf Schlag plötzlich nach oben, mit einem halben Meter Höhenunterschied pro zurückgelegtem Meter. Mittlerweile verdunkelte sich der Himmel und es wurde richtig diesig. Eine Stunde später konnte wir die Hütte erkennen – und mittlerweile hatte es angefangen zu nieseln. Als wir leicht durchnässt dort ankamen, saßen dort schon die Profiwanderer auf ihren Startplätzen und zu warten bis der Schauer vorüber ist. Die alle ausgestattet mit 20 Kg schweren Rucksack und Verpflegung für 18 Monate ... und dann kommen wir dort an: 4 Touris in kurzen Hosen und mir nur einem Lederrucksack.
Nach einer Brotpause hatte der Regen nachgelassen und wir wollten uns auf den Rückweg machen. Die Profis schüttelten nur noch den Kopf, denn es sah immer noch nach Regen aus ...
Eine Viertelstunde später begann es wirklich sprichwörtlich zu schütten. Meine Mutter, die sonst immer Regenschirme dabei hatte, hatte diese gerade heute im Kofferraum vergessen... und so watschelten wird dann hintereinander die 1 ½ Stunden Weg zurück.... mittlerweile hatte sich der Bergweg in einen Bach verwandelt, aber selbst das machte uns nichts aus...
Ich hasse Touris ....
[FÜHRERSCHEIN 1]
Da ich jetzt ab und zu mal mit dem Auto meiner Eltern üben, kommen im Moment auch wieder einmal die Führerscheingeschichten meiner Erzeuger hoch.
Meine Mutter führt sehr sicher, ihr Spezialdisziplin ist rückwärst Parken.
Damals bei ihrem Führerschein sah dies jedoch ganz anders aus: Ihre Theorie bestand aus 2 Stunden ohne Prüfung, als praktischen Unterricht hatte sie 5 Fahrstunden, in denen sie gelernt hat, wie man gerade aus fährt ---- Mehr nicht!!! Und nach bestandener(!!! Auch nur gerade aus fahren) Prüfung hatte der Prüfer nur gesagt, dass sie doch niemals alleine Auto fahren soll. Jahre später kam jedoch heraus, dass der Prüfer illegale Führerschein-Geschäfte getätigt hat, und jedem bestehen lassen hat, der ihm (unbeabsichtlicht ) einen kleinen Obolus zukommen lassen hat. Meine Mutter war also auf einen Trickbetrüger hereingefallen, der auch noch von der Staatssicherheit gesucht wurde
Und diese Frau will mir jetzt das Fahren beibringen ...
[FÜHRERSCHEIN 2]
Der Fahrstil meines Vaters? Irgendwie ... naja ... männlich eben( ich bin echt froh, dass ich noch nie mit ihm fahren musste).
Er durfte unter besonderen Umständen seinen Führerschein machen: dieser war gleichzeitig mit einem LKW-Führerschein verbunden, allerdings bestand die Durchfallquote bei 95 % ... aber mein Vater hatte tatsächlich bestanden. Danach folgten 5 Fahrstunden im LKW – und danach war Prüfung. Wenn man es geschafft hatte, 1 Stunde lang den LKW durch die Stadt zu kurven war man in Besitz des Führerschein. So ungefähr muss der Wortlaut geheißen haben:
(nach 1 Minuten Fahrzeit)
- Wo lang jetzt?
- Nach links!
- Sind sie sicher?
- Ja, wieso denn nicht?
- Da ist eine Einbahnstraße wegen einer Baustelle!
- Ey, hör mal zu, ich fahre diese Strecke seit 30 Jahren jeden Tag. Hier war noch nie eine Baustelle !
Aber da war nun doch eine. Wenden oder rückwärst fahren war hier nahezu unmöglich. Also übernahm der Prüfer dieses Manöver, denn ein Schüler hätte das nie im Leben geschafft, nach ungefähr 45 Minuten war der LKW gewendet und es konnte weitergehen. Und gerade als mein Vater aus der Straße herausfuhr war die Zeit um >>> Bestanden ....
[NAGEL]
Vielleicht kennen einige von euch diesen einen leckeren Kuchen aus dem LIDL mit der Zuckerglasur und dem besonderen Hinweis, dass 20 g (oder ähnlich) Butter enthalten sind. Auch wir lieben den Kuchen.
Eines Morgens wollte ich einige Stücken davon mit in die Schule neben. Meine Mutter schneidet also den Kuchen .....und schneidet .. und schneidet, aber es tut sich nicht, denn das Messer kam nicht voran und war stattdessen auf etwas Hartes gestoßen. Dieses Harte entpuppte sich später als 6 cm langer Nagel !!! Ich will mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wen wir die Stücken nicht geteilt hätten...
Wenn ich in den USA leben würde, wäre ich jetzt bestimmt um 100 Millionen Dollar reicher, schließlich stand in der Zutatenliste nicht „Nagel“
[KANUTOUR 1]
Der 1. gemeinsame Urlaub mit meinen besten Freunden: eine 4 tägige Kanutour auf der Mecklenburger-Seenplatte. An dem vorletzten Tag mussten wir bei Regen über einen 5 km langen See, bei Gegenwind wohlgemerkt). Ein Campingplatz stand für unsere geschundenen Nerven in naher Aussicht, allerdings haben wir diesen nie gefunden. 1 km sollte es jedoch eine Schleuse geben, und gleich dahinter noch ein Campingplatz. Der Eingang zu der Schleuse war durch ziemlich viel Schilf verborgen gewesen, nach dem wir noch einmal den halben See hoch und runter gepaddelt waren, fand wir ihn schließlich. Und dann der nächste Schreck: Das Ding ( direkt an einer Mühle gelegen) war abgebrannt und viele Reisegruppen benutzen diesen unfreiwilligen Stop als Pause. Und uns blieb nichts anderes übrig, als unsere Boote die 200 Meter zu tragen. Als hocheben, erst mal ein kleines Stück gerade aus, dann Anlauf nehmen und einen kurzen steilen Berg hoch, dann über eine starkbefahrene Hauptstraße (was die Autofahrer wohl gedacht haben), über einen Parkplatz, dann nur durch einige Schlammpfützen, und dann das Boot wieder einsetzen.... Wenn wir nicht einen Gewichtheber dabei gehabt hätten, hätten wir mit den schweren Booten echte Probleme bekommen ....
[KANUTOUR 2]
Da der letzte Sommer ziemlich verregnet war, waren zu dieser Zeit nicht viele Menschen unterwegs und dementsprechend leer waren auch die Zeltplätze.
Bei unserer Ankunft am letzten haben, kamen wir zeitgleich mit einer Familie an dem Platz an. Ich warf einen prüfenden Blick in ihres Boot und lies dann einen Spruch los, mit dem man mich heute noch aufzieht „Boah ist da viel Wasser drin, viel mehr als bei uns“ ... der Vater kuckte absolut seltsam und wenn blicke töten könnten ...
Als wir unsere Zelte aufgeschlagen haben, machten es sich gerade 2 Herren mittleren Alters neben uns gemütlich. Nachts, als wir schon in unseren Schlafsäcken lagen, konnten wir einige Gespräche von ihnen mit anhören, ob diese nun war sind, weiß ich bis heute nicht:
Es handelte sich um 2 Gymnasiallehrer aus Jena: einer für Sport, der andere für Sozialkunde. Man unterhielt sich nun über die Mädchen der Abiturjahrgänge und welches eines Affäre mit welchem Lehrer hätte ( an meinem Gym ist das jedenfalls nicht normal). So hätte zum Beispiel ein Lehrer mit einer Schülerin auf dem Gang rumgeknutscht, die Schulleitung geht vorbei, sagt aber kein Wort. Und so ginge es schon jahrelang. Mittlerweile sei man bei den eigenen Affären abgekommen, und denen der eigenen Kinder. Hier sei die Rede von Selbstmordversuchen, Sex-Parties und manch anderen Sachen .... Am nächsten Morgen haben wir uns dann mit diesen noch kurz unterhalten, jedoch haben sie sich überhaupt nichts anmerken lassen ( und wir mussten uns in dieser Nacht das lachen dermaßen verkneifen)
Big Brother ist nichts gegen Zeltplätze ...
[KLASSENFAHRT]
Zum Abschluss der 10 Klasse fuhren wir auf eine 3 ½ tägige Klassenfahrt. Da Berlin zu teuer wäre, fuhren wir an den Stadtrand von Potsdam. Zuvor hatten wir ein Prospekt erhalten: neueröffnetes Kongresszentrum, 4 Sterne, Doppelzimmer mit Fernseher etc.
Als wir schließlich dort ankamen konnten wir unseren Augen nicht trauen: Windschiefe Baracken, die jeden Moment zusammen fallen würden. Das konnte doch nur ein Scherz sein: Unsere Lehrer sind erst mal aus dem Reisebus ausgestiegen und haben sich erkundet was denn hier nun los sein. Nach 10 Minuten kamen sie zurück – mit einem absoluten Grinsen im Gesicht. Und unsere Vermutungen hatten sich bestätigt: man hatte unsere Reservierung vergessen und unser Hotel war ausgebucht... toll was. Allerdings hatte man noch 3 Doppelzimmer frei und 6 Mädchen dürften die Nacht hier ALLEINE verbringen ( ich war dabei .....................) der Rest wurde umgesiedelt und durfte in dem 4 Sternehotel eine Nacht verbringen (WOW)... aber wir zurückgebliebenen hatten eindeutig mehr Spaß.
Außerdem gab es mal wieder die leidliche Alkoholfrage („Wehe ich erwische euch mit Alkohol“), allerdings wurden uns für 23 Leute 2 Flachen Sekt zugesprochen, was eigentlich ein echter Witz ist. Und dieser Sekt wurde in einem Kühlschrank in einem unserer Zimmer gekühlt ( und nebenbei war da noch unserer eigener Alkohol drin). Und eine Schülerin sagt dann so: „Frau R.Punkt, wollen sie mal den Sekt sehen????? Kucken sie doch mal genau hin“ Und dann wurde halt noch eine Palette Bier beschlagnahmt
Wie kann man nur so doof sein ....
So , ich könnte noch ein paar andere Geschichten erzählen, aber da sich das hier in die Länge zu ziehen scheint, ist jetzt mal Stop .....

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