Erfahrungsbericht von Servus1
Heiraten in Südtirol
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Heiraten mal etwas anders....
Vorwort
Jo – da geht’s um mich und meine Frau. Nachdem Ihr ja wisst das wir gerne nach Südtirol fahren (siehe Berichte...) und wir beide schon mal verheiratet waren, hatte meine Frau gesagt, Sie möchte beim zweiten Mal eine etwas ausgerwöhnliche Hochzeit haben...Aber das „was“ und „wie“ hat sie natürlich mal wieder offen gelassen.
(Das war kurz nach der Geburt unserer ersten Tochter am 28.03.01- geheiratet haben wir im 10./11.08.01 in Meran Südtirol.)
Hmmmmmm !!!!
Ausgewöhnlich ?
Was möchte Sie denn!?!?
Männer haben „öfters“ die Angewohnheit, Frauen nicht oder nicht ganz zu verstehen. Sagt jedenfalls meine Frau immer und ich denke es wird mehrere Leser geben, die diese Aussagen einer weiblichen „Wegbestreiterin“ (nicht negativ gemeint) bestätigen....
Also überlegte ich.
Vorbereitung Phase 1 – Wo heiraten wir???
Die erste Frage stellte sich mir, wo wir den heiraten würden. Standesamtliche Hochzeit ganz normal in einer KFZ-Zulassungsstelle (Stadt Nürnberg) im Anzug zwischen Jogginghosen und „3 Tage Bärten“, zwischen dreckigen und verwanzten Eingängen !?!? Vielleicht noch etwas Geruch von „schwer“-arbeitenen Männer !?!?!
Neeeee dachte ich mir. Wenn ich damit ankomme, würde sie wohl gleich nein sagen.
Das müsste ja dann flachfallen wenn mein zukünftige Frau außergewöhnlich heiraten wollte....
Und kirchlich!?!? Wie schauts damit aus? Ich bin aus der Kirche ausgetreten, wir haben ein „uneheliches Kind“... Unsere Tochte kam an Ihrem Scheidungstermin zur Welt, der Termin musste daraufhin um 4 Wochen verschoben werden. (Der Ex hat geschwitzt wg. der Vaterschaft....)
Als erstes überlegte ich mir ausgewöhnliche Plätze, in deren näheren Umgebung wo man gut heiraten könnte und die meisten Gäste übernachten könnten.
Ich kannte von diversen Geschäftsessen das Schloss Wermberg in der Oberpfalz. Super Essen (Michelin Stern) und ein bombastisches Ambiente. Nicht ganz billig, aber war ja auch ein 5 Sterne Hotel.
Also suchte ich mir die Homepage raus und schaute mir mal das Schloss an. Sehr schön dachte, die Trauung könnte dort stattfinden. In de Burg die Trauung, ja das ist es. Gesagt getan, Standesbeamten angerufen und im den Wunschtermin im August mitgeteilt. Geht klar sagte er.
Supi, läuft wie geschmiert, nun nur noch einen Termin zum Essen auswählen machen. Aber dann kam die Überraschung...
„Sie können bei uns schon heiraten, aber sie bekommen kein Essen!!!“
Heee??? Wie?? Warum?? Waren meine Fragen. Wir haben zwar zwei große Räume, aber wir haben eine Hochzeit, die sich schon vorher angemeldet hat. Politik unserers Hauses sei es, keine zwei Hochzeiten an einem Tag zu haben, da wir nicht möchten, dass sich die Bräute über den weg laufen.
!?!?! Da war ich baff.
Standesbeamten wieder angerufen und abgesagt, da mir das nichts bringt.
Weiter überlegt..... Wir könnten in Meran heiraten!!!! Das ist es!!! Eine andere Möglichkeit schien für mich nicht mehr in Frage zu kommen. Aber das wird schwierig dachte ich mir. Wir haben es Anfang April und Anfang August wollen wir heiraten (Hatte symbolischen Charakter).
Auslandauskunft angerufen und mir die Nummer vom Standesamt geben lassen. Beim Standesamt Meran erhielt ich dann sehr hilfsbereits Auskünfte, wenn auch der Standesbeamte sehr verdattert war. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, das es dem Standesbeamten sichtlich Spass gemacht hat, mir zu helfen. Mal was anderes wird er sich gedacht haben.....
Kirchlich wollte meine Frau auch noch heiraten...
Also vom Standesbeamten die Telefonnummer der evangelischen Kirche zu Meran geben lassen. Da hatten wir übrigens auch Glück, denn es gibt nur 2 ev. Kirchen in Südtirol.
Als ich den Pfarrer anrief und ein sehr dunkle Stimme mich am Telefon begrüßte, schilderte ich ihm mein vorhaben.
„Gut“ – das wäre kein Problem sagte er. Ich bin nur zu ihrem Termin im Urlaub !!
„Schei...“ dachte ich. Aber er fügte hinzu: „Ich besorg Ihnen einen Ersatzpfarrer!“
Puuuh – gerettet, dachte ich mir.
Vorbereitung Phase 2 – Dokumente und Location für die Feier und Unterbringung der Gäste
Ewig viele Dokumente waren von nöten, um diesen Kraftakt zu bewältigen. Dokumente von denen ich im Leben noch nie was gehört habe, wurden von den Italienern zusätzlich zu den deutschen Unterlagen verlangt. Also doppelt und dreifache Gebühren. Aber was macht man nicht alles, wenn man heiratet. Da ich das „Aufgebot“ in Deutschland und Italien bestellen musste. In Italien reichts übrigens, wenn man katholisch ist. Dann braucht man nur kirchlich heiraten.
Als gebürtiger Berliner musste ich aktuelle Geburtsurkunden beantragen. 2 Tage hats gedauert, dann hatte ich diese. Ich war schlechtweg beeindruckt.
Nachdem ich endlich von meiner Frau und mir alle Unterlagen hatte, eröffnete ich ihr, das wir in Südtirol heiraten werden würden. Sie war total aus dem Häuschen und freute sich wie ein Schneekönig.
„Dann können wir ja noch shoppen gehen“ war der zweite Satz meiner Frau, der bei mir einen tiefen Seuftzer und „augennachobendrehen“ verursachte.
„Wo feiern wir“ war der nächste Satz meiner Frau. Auf einem Bauernhof im Kuhlstall war meine Antwort drauf, die einige Fragezeichen bei meiner Frau auslöste. Das sag ich Dir nicht wo wir feiern war meine Antwort, das ist eine Überraschung....
...ich wusste schließlich selber noch nicht, wo wir feiern würden.
Also machte ich erst mal beim Pfarrer und beim Standesbeamten einen Termin aus, da beide auf persönlichen Gesprächen bestanden. Nun hatten wir schon Ende April und ich wurde etwas nervös. Während der ganzen Vorbereitungs- und Beschaffungsphase der Dokumente, mussten die Gäste informiert werden. Tanten meiner Frau und mir aus USA, Meine Schwestern aus England, mein Bruder lebte damals in Afrika und div. Freunde. Also wurden kurzer Hand alle telefonisch informiert und waren hellaufbesgeistert über diese Idee. Vielen sagten „cool, da können wir gleich Urlaub machen“ und für unsere Amis war das mal wieder ein Familientreffen ganz nach ihrem Geschmack.
Jetzt begann aber erst das richtige Problem. Wohin mit den Leuten, wie viele kommen noch mit und wie lange wollen Sie bleiben!?!? Fragen über Fragen. Ich bat alle Gäste innerhalb einer Woche o.g. Punkte abzuarbeiten.
Währenddessen fuhren wir samt Kind und Schwiegerdrachen nach Südtirol, wobei sie meine Schwiegermama als sehr hilfreich erwies, da sie aus Ihrer Jugend sehr viele Leute kannte, die dort wohnten. Alle wurden beauftragt, in Pensionen nachzufragen, ob noch Zimmer frei wären. Der Anspruch lag natürlich auch darin, dass alle Gäste so nah wie möglich zusammen bleiben sollten. Hierbei ging es erst mal um eine Grobanfrage, da wir die Termine der Gäste nch nicht kannten.
Das Gespräch mit dem Pfarrer hat mir eigendlich am Besten gefallen, Älterer Herr, sehr ausdrucksstark, sehr gut im Reden und lies unsere Tochter auf dem Altar wickeln.. Das fand ich toll!!!! Ablauf etc. wurde durchgesprochen, wie die Hochzeit ablaufen wird....Dazu mehr später)
Dann gab ich meiner Frau Geld und unser Kind, mit der Bitte sie möge doch „shoppen“ gehen, wir müssten noch was erledigen. Da lies sie sich nicht zweimal bitten und war schon außer Sichtweite. Ich hatte in Nürnberg mittlerweile eine hervorragenden Platz zum Feiern ausgesucht - Schloss Korb -
Schloss Korb liegt im Südtiroler Burgendreieck, südlich und oberhalb von Bozen.
Liegt etwas 25-30 km von Meran entfernt. Also fuhren wir wieder über Lana Richtung Bozen. Von unten kann man die Burg (Schloss) schon sehen. Majestätisch ragt sie inmitten der Weinberge empor. Schön dachte ich mir, die Strecke ist auch super. Absolut enge Strassen und Kurven, teilweise Schotterwege. Unterhalb des Schlosses geht eine vom Parkplatz führende ultra steile Schlossauffahrt aus Klinkersteinen nach oben.
Hmmm – Für Frauen mit hohen Absätzen nicht gerade das Richtige...Problem wird auf später verschoben, dachte ich mir.
Während wir die Auffahrt hochliefen, kam uns Frau Delago entgegen und begrüßte uns sehr herzlich. Sie führte uns über eine rießige Schlossterasse mit teilweiser Überdachung in einen für Schloss Korb normalen Speisesaal. Kronleuchter, Steinmauerwerk, silberne Kerzenständer auf dem Tisch, schwere Tischdecken, antike Bilder an den Wänden. Alles schaute aber sehr warm und freundlich und hell aus, als schwer und dunkel, wie man es oft von solch antiken (alten) Gebäuden gewohnt ist. Sie führte uns weiter in einen Nebenraum, der unser raum sein sollte.
Genial – Nach allen Seiten offen, U-Form nicht möglich – sonstige Tischanreihungen nicht möglich. Genial dachte ich wieder, da das Problem der Sitzordnung sich so langsam auflöste. Alle Tische waren außen (links und rechts im Raum) an den Fenster zu 4er und max. 6er Tischen angeordnert. Insgesamt war Platz für über 120 Personen vorhanden.
Hmmm, dachte ich, ob der nicht zu groß ist??? Nachdem ich aber die Essenvorschläge serviert bekommen hatte, wollte ich gar nicht mehr weg. Erstrecht nicht als ich den Preis pro Person für das Essen erhielt war ich mehr als nur positiv überrascht.
1. Sektempfang mit kleinen Häppchen, die sich aber während der Feier als „Fressgelage“ entpuppte, da es einfach zu viel des Guten war.
2. kaltes Büffet, teils Südtiroler teils rein italienische Küche (wobei keine Selbstbedienung)
3. Weißweinsuppe oder Schlutzkrapfen (SüdtirolerSpezialität) als zweite Vorspeise. Spätestens hier konnten die meisten nicht mehr
4. Hauptspeise – Sparnferkel mit Gemüse usw.
5. Nachtisch selbstgemachtes Eis auf Früchten
6. zum Abschluß eine 4 stöckige Tiramisu Hochzeitstorte
Als die 74 jährige Besitzerin, Frau Delago fertig war, war ich sprachlos.
Ihr müstet die Bilder sehen, die wir gemacht haben....ooohh!!!
Das hat sich so gut angehört, das ich gleich zugestimmt habe. Übrigens eine weitere Überlegung war die besondere Kinderfreundlichkeit in diesem Schloss. Rießiger Kinderspielplatz mit allem drum und dran auf der Rückseite des Gebäudes. Separate Schlafmöglichkeiten mit Babyfon für die kleinsten Gäste während der Feier rundeten das tolle Angebot ab. Das fand ich genial....
Frau Delago zeigte uns Schloß, Schlossgarten Weinkeller und den Pool – einfach herrlich.
Übernachtet haben wir dann doch nicht dort, weil wir ja Sepp und Andrea vom Viglhof kennen und dort 14 Tage bleiben wollten.
Achja 2 verschiedene Weine haben wir ausprobiert und ausgewählt. Alkoholfreie Getränke gabs sowieso...
Erleichtert fuhren wir zurück zu meiner Frau, mit der wir uns in einem Straßencafe treffen. Sie war mal wieder nicht da. Etwas 10 Minuten später kam sie bepackt bis oben hin mit Einkaufstüten. Der Kinderwagen quillte auch schon über.....
Wieder in Nürnberg angekommen, rief ich alle meine potenziellen Gäste an und fragt ob sie kommen würden, mit wie viel Leuten und wie lange sie bleiben würden. Bis auf ein paar Ausnahmen konnten mir alle die gewünschten Aussagen geben. Also wieder in Meran angerufen und die Zimmer, die mittlerweile die Bekannten ausfindig gemacht hatten, reserviert. Das tolle daran war eigentlich das am 12.08.02 der größte Feiertag in Italien ist und das es keine Zimmer zu dieser Zeit mehr gab. Umso glücklicher war ich, das alle drei reservierten Pensionen in einer Strasse in Meran lagen. Denn ich musste einen Bus organisieren, der die Gäste von der Kirche nach Schloß Korb fährt und abends wieder zurück. Ich wollte keinem Gast zumuten, mit dem Auto zu fahren. In Meran einen Parkplatz zu kriegen ist nicht das leichteste Unterfangen.
Also wars jetzt Zeit, die Einladungskarten zu schreiben und verschicken....
Als ich in Meran war, habe ich mir noch div. Musikbands angehört und Demobänder mitgenommen. Die Auswahl war auch schnell getroffen und die 2-Mann Band bestellt. Bei meienr ersten hochzeit hatte ich zwar eine rießen Band, aber die Musik war einfach genial. Sie konnten alles spielen und das Video, was mir mitgegeben wurde, war toll. Auf diesem Video waren Ausschnitte von Hochzeiten mit der Band und die Stimmung war genial, da ich hoffte die gleiche Stimmung zu bekommen...
Der Termin rückte immer näher...Hochzeitsanzug, Brautkleid (hab ich nicht vorher gesehen) waren gekauft und eine Woche vorher fuhren wir dann runter zu Andrea und Sepp, die uns aufs herzlichste begrüßten. Mein zweiter Junggesellenabend verlief in der dortigen Disco und Kneipe feuchtfröhlich ohne am nächsten Tag einen Kater zu haben.
Transportmittel für meine holde....
Sepp, der ein bekennender Ferrari-Fan ist und dessen Bruder mehrere hat, fragte meine Frau mit welchem Ferrari sie zur Kirche gebracht werden wollte.
Sie sagte mit keinem und mir blieb die Luft weg.
Bevor ich in einen Ferrari zur Kirche gebracht werde, reite ich lieber auf einem Esel. Ich will mich nicht blamieren waren Ihre Worte.
Toll dachte ich, mich fragt mal wieder keiner. Da soll mal einer was vom unterdrückten Geschlecht sagen.... (als emanzipierte Schnepfe wollte ich dann meine zukünftige doch nicht hinstellen.)
Die kirchliche Trauung fand in einem der ältesten Gebäude Merans statt, das sich hinter dem Standesamt befindet. Hier waren wir nur ein paar Leute, da die eigendliche Trauung am nächsten Tag stattfinden sollte.
Am nächsten fuhr ich sehr früh nach Meran zum Frühstücken – vorher holte ich noch den Blumenstrauß und den Autoschmuck ab. Gegen 10.00 Uhr war ich mit meinen Freunden im Cafe Imperal. Dummerweise fuhr ich mit meinem Auto direkt davor, was mich um haaresbreite einen dicken Strafzettel gekostet hätte. Die Politesse sprach mir nur mein Beileid zur Hochzeit aus und verschwand.
Die Kirche liegt direkt in Meran an der Passer und ist im altgotischen Stil gebaut. Alle waren versammelt, nur meine Frau mal wieder nicht...8 Minuten kam Sie zu spät, aber die waren dann i.O. als ich diese wunderschöne Braut vor mir sah...Ein cremweißes seidenes Kleid mit Trägern und einer Schleppe – hat sehr klassisch ausgeschaut. Ich dazu in einem antrahzitfarbenen Anzug und einer grausilbernen Weste..... der Pfarrer macht sein Sache mehr als gut. Der vertretende Pfarrer kam aus dem Allgäu, was ich wirklich lustig fand. Er hat sich viel Mühe gegeben und nicht das ständige blabla sondern auf uns bezogen gesprochen und die Taufe unserer Tochter wird uns wirklich als bleibendes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Meine Schwiegermutter viel positiv aus der Reihe, da sie es wirklich geschafft hat, eine Sopranistin zu organisieren, die das „Ave Maria“ spielt. Ihr habt schon richtig gehört. Ave Maria, ein katholisches Lied wurde in einer evangelischen Kirche gespielt. Und es lief mir eiskalt den Rücken runter so gut war es...
Nachdem die Trauung und die Taufe unserer Tochter vorbei war, begleiteten wir mit dem angagierten Fotographen unsere Gäste zum Bus, wo wir gemeinsam Richtung Sachloss Korb losfuhren. Das Problem an der Sache war, das die Strassen vor Schloss Korb recht eng sind und ein Doppeldeckerbus dort nicht vorbeikommt. Obwohl ich ausdrücklich einen Bus für 40 Personen bestellte hatte, mit dem Hinweis das kein Doppeldecker hochkommt. Nachja, das Laufen hat den Gästen auch nicht geschadet.
Oben angekommen bei 33 Grad und einem kleinen Lüftchen wurden wir hervorragend empfangen. Auf der Schlossterassse standen mehrere Kellner die uns die Häppchen und den Sekt servierten. Ich führte meine Frau in unseren Raum, in dem wir Essen und feiern würden. Sie war absolut begeistert. Auch ich war das, weil ich schon auf vielen Hochzeiten war und noch keine Hochzeit, auch nicht meine erste, die mit soviel Liebe gemacht worden ist. Aus der Butter wurden Figuren geformt, aus Eis wurden auch figuren dargestellt. Die Plätze waren mit viel Geduld und Liebe gedeckt. Solche Tischdekorationen habe ich bisher nirgends gesehen. Der Photograph wollte ursprünglich nur 4 Stunden bleiben, geblieben ist er dann 9 Stunden. Die Negative haben wir auch erhalten, was eigendlich für diese Berufbranche unüblich ist.
Die Band fing gegen 17.00 Uhr das spielen an und ausnahmslos jeder tanzte mit, selbst unsere älteren Gäste, der älteste war 79 tanzte wie eine 20 jähriger.
Gegen 1.00 Uhr fuhren unsere Gäste dann mit dem Bus zurück, während ich die Rechnung beglich....
Fazit:
Durch und durch eine anstrengende Vorbereitung mit vielen Problemen, die sich zum Schluss jedoch aufgelöst haben. Stolz bin ich darauf, das mehr als seit einem Jahr die ehemaligen Gäste sagen. „Wisst Ihr noch? Auf Eurer Hochzeit 2001??? Das schönste ist aber für mich, das ich meine Frau glücklich gemacht habe. Ihre erste Hochzeit verlief nicht so nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. Deshalb hat es mich rießig gefreut, Ihr eine ganz besondere Überraschung machen zu dürfen. Diese Erinnerungen werden wir nicht so schnell vergessen.....
Ich hoffe, euch hat der Bericht gefallen. Sicherlich gibt’s noch viele Kleinigkeit, die eine Hochzeit mit ausmachen, aber ich denke das wüde hier zuviel werden. Für Fragen wegen Kosten oder Übernachtungen oder Band oder was auch immer, ich freu mich über jede Anmerkung, Kritik oder sonstige Kommentare.
Bis bald Euer Alex im Oktober 2002
Vorwort
Jo – da geht’s um mich und meine Frau. Nachdem Ihr ja wisst das wir gerne nach Südtirol fahren (siehe Berichte...) und wir beide schon mal verheiratet waren, hatte meine Frau gesagt, Sie möchte beim zweiten Mal eine etwas ausgerwöhnliche Hochzeit haben...Aber das „was“ und „wie“ hat sie natürlich mal wieder offen gelassen.
(Das war kurz nach der Geburt unserer ersten Tochter am 28.03.01- geheiratet haben wir im 10./11.08.01 in Meran Südtirol.)
Hmmmmmm !!!!
Ausgewöhnlich ?
Was möchte Sie denn!?!?
Männer haben „öfters“ die Angewohnheit, Frauen nicht oder nicht ganz zu verstehen. Sagt jedenfalls meine Frau immer und ich denke es wird mehrere Leser geben, die diese Aussagen einer weiblichen „Wegbestreiterin“ (nicht negativ gemeint) bestätigen....
Also überlegte ich.
Vorbereitung Phase 1 – Wo heiraten wir???
Die erste Frage stellte sich mir, wo wir den heiraten würden. Standesamtliche Hochzeit ganz normal in einer KFZ-Zulassungsstelle (Stadt Nürnberg) im Anzug zwischen Jogginghosen und „3 Tage Bärten“, zwischen dreckigen und verwanzten Eingängen !?!? Vielleicht noch etwas Geruch von „schwer“-arbeitenen Männer !?!?!
Neeeee dachte ich mir. Wenn ich damit ankomme, würde sie wohl gleich nein sagen.
Das müsste ja dann flachfallen wenn mein zukünftige Frau außergewöhnlich heiraten wollte....
Und kirchlich!?!? Wie schauts damit aus? Ich bin aus der Kirche ausgetreten, wir haben ein „uneheliches Kind“... Unsere Tochte kam an Ihrem Scheidungstermin zur Welt, der Termin musste daraufhin um 4 Wochen verschoben werden. (Der Ex hat geschwitzt wg. der Vaterschaft....)
Als erstes überlegte ich mir ausgewöhnliche Plätze, in deren näheren Umgebung wo man gut heiraten könnte und die meisten Gäste übernachten könnten.
Ich kannte von diversen Geschäftsessen das Schloss Wermberg in der Oberpfalz. Super Essen (Michelin Stern) und ein bombastisches Ambiente. Nicht ganz billig, aber war ja auch ein 5 Sterne Hotel.
Also suchte ich mir die Homepage raus und schaute mir mal das Schloss an. Sehr schön dachte, die Trauung könnte dort stattfinden. In de Burg die Trauung, ja das ist es. Gesagt getan, Standesbeamten angerufen und im den Wunschtermin im August mitgeteilt. Geht klar sagte er.
Supi, läuft wie geschmiert, nun nur noch einen Termin zum Essen auswählen machen. Aber dann kam die Überraschung...
„Sie können bei uns schon heiraten, aber sie bekommen kein Essen!!!“
Heee??? Wie?? Warum?? Waren meine Fragen. Wir haben zwar zwei große Räume, aber wir haben eine Hochzeit, die sich schon vorher angemeldet hat. Politik unserers Hauses sei es, keine zwei Hochzeiten an einem Tag zu haben, da wir nicht möchten, dass sich die Bräute über den weg laufen.
!?!?! Da war ich baff.
Standesbeamten wieder angerufen und abgesagt, da mir das nichts bringt.
Weiter überlegt..... Wir könnten in Meran heiraten!!!! Das ist es!!! Eine andere Möglichkeit schien für mich nicht mehr in Frage zu kommen. Aber das wird schwierig dachte ich mir. Wir haben es Anfang April und Anfang August wollen wir heiraten (Hatte symbolischen Charakter).
Auslandauskunft angerufen und mir die Nummer vom Standesamt geben lassen. Beim Standesamt Meran erhielt ich dann sehr hilfsbereits Auskünfte, wenn auch der Standesbeamte sehr verdattert war. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, das es dem Standesbeamten sichtlich Spass gemacht hat, mir zu helfen. Mal was anderes wird er sich gedacht haben.....
Kirchlich wollte meine Frau auch noch heiraten...
Also vom Standesbeamten die Telefonnummer der evangelischen Kirche zu Meran geben lassen. Da hatten wir übrigens auch Glück, denn es gibt nur 2 ev. Kirchen in Südtirol.
Als ich den Pfarrer anrief und ein sehr dunkle Stimme mich am Telefon begrüßte, schilderte ich ihm mein vorhaben.
„Gut“ – das wäre kein Problem sagte er. Ich bin nur zu ihrem Termin im Urlaub !!
„Schei...“ dachte ich. Aber er fügte hinzu: „Ich besorg Ihnen einen Ersatzpfarrer!“
Puuuh – gerettet, dachte ich mir.
Vorbereitung Phase 2 – Dokumente und Location für die Feier und Unterbringung der Gäste
Ewig viele Dokumente waren von nöten, um diesen Kraftakt zu bewältigen. Dokumente von denen ich im Leben noch nie was gehört habe, wurden von den Italienern zusätzlich zu den deutschen Unterlagen verlangt. Also doppelt und dreifache Gebühren. Aber was macht man nicht alles, wenn man heiratet. Da ich das „Aufgebot“ in Deutschland und Italien bestellen musste. In Italien reichts übrigens, wenn man katholisch ist. Dann braucht man nur kirchlich heiraten.
Als gebürtiger Berliner musste ich aktuelle Geburtsurkunden beantragen. 2 Tage hats gedauert, dann hatte ich diese. Ich war schlechtweg beeindruckt.
Nachdem ich endlich von meiner Frau und mir alle Unterlagen hatte, eröffnete ich ihr, das wir in Südtirol heiraten werden würden. Sie war total aus dem Häuschen und freute sich wie ein Schneekönig.
„Dann können wir ja noch shoppen gehen“ war der zweite Satz meiner Frau, der bei mir einen tiefen Seuftzer und „augennachobendrehen“ verursachte.
„Wo feiern wir“ war der nächste Satz meiner Frau. Auf einem Bauernhof im Kuhlstall war meine Antwort drauf, die einige Fragezeichen bei meiner Frau auslöste. Das sag ich Dir nicht wo wir feiern war meine Antwort, das ist eine Überraschung....
...ich wusste schließlich selber noch nicht, wo wir feiern würden.
Also machte ich erst mal beim Pfarrer und beim Standesbeamten einen Termin aus, da beide auf persönlichen Gesprächen bestanden. Nun hatten wir schon Ende April und ich wurde etwas nervös. Während der ganzen Vorbereitungs- und Beschaffungsphase der Dokumente, mussten die Gäste informiert werden. Tanten meiner Frau und mir aus USA, Meine Schwestern aus England, mein Bruder lebte damals in Afrika und div. Freunde. Also wurden kurzer Hand alle telefonisch informiert und waren hellaufbesgeistert über diese Idee. Vielen sagten „cool, da können wir gleich Urlaub machen“ und für unsere Amis war das mal wieder ein Familientreffen ganz nach ihrem Geschmack.
Jetzt begann aber erst das richtige Problem. Wohin mit den Leuten, wie viele kommen noch mit und wie lange wollen Sie bleiben!?!? Fragen über Fragen. Ich bat alle Gäste innerhalb einer Woche o.g. Punkte abzuarbeiten.
Währenddessen fuhren wir samt Kind und Schwiegerdrachen nach Südtirol, wobei sie meine Schwiegermama als sehr hilfreich erwies, da sie aus Ihrer Jugend sehr viele Leute kannte, die dort wohnten. Alle wurden beauftragt, in Pensionen nachzufragen, ob noch Zimmer frei wären. Der Anspruch lag natürlich auch darin, dass alle Gäste so nah wie möglich zusammen bleiben sollten. Hierbei ging es erst mal um eine Grobanfrage, da wir die Termine der Gäste nch nicht kannten.
Das Gespräch mit dem Pfarrer hat mir eigendlich am Besten gefallen, Älterer Herr, sehr ausdrucksstark, sehr gut im Reden und lies unsere Tochter auf dem Altar wickeln.. Das fand ich toll!!!! Ablauf etc. wurde durchgesprochen, wie die Hochzeit ablaufen wird....Dazu mehr später)
Dann gab ich meiner Frau Geld und unser Kind, mit der Bitte sie möge doch „shoppen“ gehen, wir müssten noch was erledigen. Da lies sie sich nicht zweimal bitten und war schon außer Sichtweite. Ich hatte in Nürnberg mittlerweile eine hervorragenden Platz zum Feiern ausgesucht - Schloss Korb -
Schloss Korb liegt im Südtiroler Burgendreieck, südlich und oberhalb von Bozen.
Liegt etwas 25-30 km von Meran entfernt. Also fuhren wir wieder über Lana Richtung Bozen. Von unten kann man die Burg (Schloss) schon sehen. Majestätisch ragt sie inmitten der Weinberge empor. Schön dachte ich mir, die Strecke ist auch super. Absolut enge Strassen und Kurven, teilweise Schotterwege. Unterhalb des Schlosses geht eine vom Parkplatz führende ultra steile Schlossauffahrt aus Klinkersteinen nach oben.
Hmmm – Für Frauen mit hohen Absätzen nicht gerade das Richtige...Problem wird auf später verschoben, dachte ich mir.
Während wir die Auffahrt hochliefen, kam uns Frau Delago entgegen und begrüßte uns sehr herzlich. Sie führte uns über eine rießige Schlossterasse mit teilweiser Überdachung in einen für Schloss Korb normalen Speisesaal. Kronleuchter, Steinmauerwerk, silberne Kerzenständer auf dem Tisch, schwere Tischdecken, antike Bilder an den Wänden. Alles schaute aber sehr warm und freundlich und hell aus, als schwer und dunkel, wie man es oft von solch antiken (alten) Gebäuden gewohnt ist. Sie führte uns weiter in einen Nebenraum, der unser raum sein sollte.
Genial – Nach allen Seiten offen, U-Form nicht möglich – sonstige Tischanreihungen nicht möglich. Genial dachte ich wieder, da das Problem der Sitzordnung sich so langsam auflöste. Alle Tische waren außen (links und rechts im Raum) an den Fenster zu 4er und max. 6er Tischen angeordnert. Insgesamt war Platz für über 120 Personen vorhanden.
Hmmm, dachte ich, ob der nicht zu groß ist??? Nachdem ich aber die Essenvorschläge serviert bekommen hatte, wollte ich gar nicht mehr weg. Erstrecht nicht als ich den Preis pro Person für das Essen erhielt war ich mehr als nur positiv überrascht.
1. Sektempfang mit kleinen Häppchen, die sich aber während der Feier als „Fressgelage“ entpuppte, da es einfach zu viel des Guten war.
2. kaltes Büffet, teils Südtiroler teils rein italienische Küche (wobei keine Selbstbedienung)
3. Weißweinsuppe oder Schlutzkrapfen (SüdtirolerSpezialität) als zweite Vorspeise. Spätestens hier konnten die meisten nicht mehr
4. Hauptspeise – Sparnferkel mit Gemüse usw.
5. Nachtisch selbstgemachtes Eis auf Früchten
6. zum Abschluß eine 4 stöckige Tiramisu Hochzeitstorte
Als die 74 jährige Besitzerin, Frau Delago fertig war, war ich sprachlos.
Ihr müstet die Bilder sehen, die wir gemacht haben....ooohh!!!
Das hat sich so gut angehört, das ich gleich zugestimmt habe. Übrigens eine weitere Überlegung war die besondere Kinderfreundlichkeit in diesem Schloss. Rießiger Kinderspielplatz mit allem drum und dran auf der Rückseite des Gebäudes. Separate Schlafmöglichkeiten mit Babyfon für die kleinsten Gäste während der Feier rundeten das tolle Angebot ab. Das fand ich genial....
Frau Delago zeigte uns Schloß, Schlossgarten Weinkeller und den Pool – einfach herrlich.
Übernachtet haben wir dann doch nicht dort, weil wir ja Sepp und Andrea vom Viglhof kennen und dort 14 Tage bleiben wollten.
Achja 2 verschiedene Weine haben wir ausprobiert und ausgewählt. Alkoholfreie Getränke gabs sowieso...
Erleichtert fuhren wir zurück zu meiner Frau, mit der wir uns in einem Straßencafe treffen. Sie war mal wieder nicht da. Etwas 10 Minuten später kam sie bepackt bis oben hin mit Einkaufstüten. Der Kinderwagen quillte auch schon über.....
Wieder in Nürnberg angekommen, rief ich alle meine potenziellen Gäste an und fragt ob sie kommen würden, mit wie viel Leuten und wie lange sie bleiben würden. Bis auf ein paar Ausnahmen konnten mir alle die gewünschten Aussagen geben. Also wieder in Meran angerufen und die Zimmer, die mittlerweile die Bekannten ausfindig gemacht hatten, reserviert. Das tolle daran war eigentlich das am 12.08.02 der größte Feiertag in Italien ist und das es keine Zimmer zu dieser Zeit mehr gab. Umso glücklicher war ich, das alle drei reservierten Pensionen in einer Strasse in Meran lagen. Denn ich musste einen Bus organisieren, der die Gäste von der Kirche nach Schloß Korb fährt und abends wieder zurück. Ich wollte keinem Gast zumuten, mit dem Auto zu fahren. In Meran einen Parkplatz zu kriegen ist nicht das leichteste Unterfangen.
Also wars jetzt Zeit, die Einladungskarten zu schreiben und verschicken....
Als ich in Meran war, habe ich mir noch div. Musikbands angehört und Demobänder mitgenommen. Die Auswahl war auch schnell getroffen und die 2-Mann Band bestellt. Bei meienr ersten hochzeit hatte ich zwar eine rießen Band, aber die Musik war einfach genial. Sie konnten alles spielen und das Video, was mir mitgegeben wurde, war toll. Auf diesem Video waren Ausschnitte von Hochzeiten mit der Band und die Stimmung war genial, da ich hoffte die gleiche Stimmung zu bekommen...
Der Termin rückte immer näher...Hochzeitsanzug, Brautkleid (hab ich nicht vorher gesehen) waren gekauft und eine Woche vorher fuhren wir dann runter zu Andrea und Sepp, die uns aufs herzlichste begrüßten. Mein zweiter Junggesellenabend verlief in der dortigen Disco und Kneipe feuchtfröhlich ohne am nächsten Tag einen Kater zu haben.
Transportmittel für meine holde....
Sepp, der ein bekennender Ferrari-Fan ist und dessen Bruder mehrere hat, fragte meine Frau mit welchem Ferrari sie zur Kirche gebracht werden wollte.
Sie sagte mit keinem und mir blieb die Luft weg.
Bevor ich in einen Ferrari zur Kirche gebracht werde, reite ich lieber auf einem Esel. Ich will mich nicht blamieren waren Ihre Worte.
Toll dachte ich, mich fragt mal wieder keiner. Da soll mal einer was vom unterdrückten Geschlecht sagen.... (als emanzipierte Schnepfe wollte ich dann meine zukünftige doch nicht hinstellen.)
Die kirchliche Trauung fand in einem der ältesten Gebäude Merans statt, das sich hinter dem Standesamt befindet. Hier waren wir nur ein paar Leute, da die eigendliche Trauung am nächsten Tag stattfinden sollte.
Am nächsten fuhr ich sehr früh nach Meran zum Frühstücken – vorher holte ich noch den Blumenstrauß und den Autoschmuck ab. Gegen 10.00 Uhr war ich mit meinen Freunden im Cafe Imperal. Dummerweise fuhr ich mit meinem Auto direkt davor, was mich um haaresbreite einen dicken Strafzettel gekostet hätte. Die Politesse sprach mir nur mein Beileid zur Hochzeit aus und verschwand.
Die Kirche liegt direkt in Meran an der Passer und ist im altgotischen Stil gebaut. Alle waren versammelt, nur meine Frau mal wieder nicht...8 Minuten kam Sie zu spät, aber die waren dann i.O. als ich diese wunderschöne Braut vor mir sah...Ein cremweißes seidenes Kleid mit Trägern und einer Schleppe – hat sehr klassisch ausgeschaut. Ich dazu in einem antrahzitfarbenen Anzug und einer grausilbernen Weste..... der Pfarrer macht sein Sache mehr als gut. Der vertretende Pfarrer kam aus dem Allgäu, was ich wirklich lustig fand. Er hat sich viel Mühe gegeben und nicht das ständige blabla sondern auf uns bezogen gesprochen und die Taufe unserer Tochter wird uns wirklich als bleibendes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Meine Schwiegermutter viel positiv aus der Reihe, da sie es wirklich geschafft hat, eine Sopranistin zu organisieren, die das „Ave Maria“ spielt. Ihr habt schon richtig gehört. Ave Maria, ein katholisches Lied wurde in einer evangelischen Kirche gespielt. Und es lief mir eiskalt den Rücken runter so gut war es...
Nachdem die Trauung und die Taufe unserer Tochter vorbei war, begleiteten wir mit dem angagierten Fotographen unsere Gäste zum Bus, wo wir gemeinsam Richtung Sachloss Korb losfuhren. Das Problem an der Sache war, das die Strassen vor Schloss Korb recht eng sind und ein Doppeldeckerbus dort nicht vorbeikommt. Obwohl ich ausdrücklich einen Bus für 40 Personen bestellte hatte, mit dem Hinweis das kein Doppeldecker hochkommt. Nachja, das Laufen hat den Gästen auch nicht geschadet.
Oben angekommen bei 33 Grad und einem kleinen Lüftchen wurden wir hervorragend empfangen. Auf der Schlossterassse standen mehrere Kellner die uns die Häppchen und den Sekt servierten. Ich führte meine Frau in unseren Raum, in dem wir Essen und feiern würden. Sie war absolut begeistert. Auch ich war das, weil ich schon auf vielen Hochzeiten war und noch keine Hochzeit, auch nicht meine erste, die mit soviel Liebe gemacht worden ist. Aus der Butter wurden Figuren geformt, aus Eis wurden auch figuren dargestellt. Die Plätze waren mit viel Geduld und Liebe gedeckt. Solche Tischdekorationen habe ich bisher nirgends gesehen. Der Photograph wollte ursprünglich nur 4 Stunden bleiben, geblieben ist er dann 9 Stunden. Die Negative haben wir auch erhalten, was eigendlich für diese Berufbranche unüblich ist.
Die Band fing gegen 17.00 Uhr das spielen an und ausnahmslos jeder tanzte mit, selbst unsere älteren Gäste, der älteste war 79 tanzte wie eine 20 jähriger.
Gegen 1.00 Uhr fuhren unsere Gäste dann mit dem Bus zurück, während ich die Rechnung beglich....
Fazit:
Durch und durch eine anstrengende Vorbereitung mit vielen Problemen, die sich zum Schluss jedoch aufgelöst haben. Stolz bin ich darauf, das mehr als seit einem Jahr die ehemaligen Gäste sagen. „Wisst Ihr noch? Auf Eurer Hochzeit 2001??? Das schönste ist aber für mich, das ich meine Frau glücklich gemacht habe. Ihre erste Hochzeit verlief nicht so nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. Deshalb hat es mich rießig gefreut, Ihr eine ganz besondere Überraschung machen zu dürfen. Diese Erinnerungen werden wir nicht so schnell vergessen.....
Ich hoffe, euch hat der Bericht gefallen. Sicherlich gibt’s noch viele Kleinigkeit, die eine Hochzeit mit ausmachen, aber ich denke das wüde hier zuviel werden. Für Fragen wegen Kosten oder Übernachtungen oder Band oder was auch immer, ich freu mich über jede Anmerkung, Kritik oder sonstige Kommentare.
Bis bald Euer Alex im Oktober 2002

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