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Erfahrungsbericht von cranny

Eine echt harte Oma!!!

Pro:

sm

Kontra:

sm

Empfehlung:

Nein

Wie kann in deutsche Wohnzimmer zur Weihnachtszeit geguckt werden, wenn man eigentlich vor dem eigenen Fernseher sitzt. Loop hat das Weihnachten 2001 mit dem Werbespot \"Noch ein Lied für die Oma\" geschafft. Überdies ist der Spot auch witzig und ein wenig außergewöhnlich, besitzt einen Moment voller Komik und kann dem Zuschauer durchaus ein Lächeln abgewinnen.

Die Story erzählt von dem Weihnachtsfest irgendwo in Deutschland. Ein Jugendlicher steht mitten im Wohnzimmer vor dem Weihnachtsbaum und trällert recht schräg \"O Du Fröhliche...\", zeigt sich dabei äußerst nervös und ungeduldig. Sofort nach dem Ende seines Auftritts geht er ein paar Schritte auf das Sofa zu, auf dem Oma mit dem Geschenk (natürlich einem neuen Handy mit Loop-PrePaid-Karte) sitzt. Die Großmutter spielt jedoch nicht ganz mit, zieht das Päckchen zurück und weist den Jungen trocken zurück: \"Noch eins!\" - Unser armer kleiner Protagonist tritt seufzend wieder einen Schritt zurück und beginnt auf\'s Neue, diesmal gibt er \"Stille Nacht!..\" zum Besten.

Aus dem Off wieder dann erzählt, dass wohl jeder fast alles für ein Loop-Handy tun würde, fast alles zumindest. Diese Botschaft soll suggerieren, dass es sich bei den Loopangeboten um besondere und günstige Produkte und Dienstleistungen handelt. Weiterhin greift der Spot auch die richtige(n) Zielgruppe(n) auf und beweist in zumindest einem Punkt hohe Glaubwürdigkeit. Der jugendliche Enkelsohn als Konsument und die Oma als \"Sponsor\" für Geschenke für die junge Generation, vielleicht klingt das jetzt nach Klischeesymbolik, doch ohne Zweifel wird es so letzte Weihnachten (und auch nächste Weihnachten) in vielen Familien abgelaufen sein. In diesem Punkt der Darstellerbesetzung ist der Spot somit meiner Meinung nach gelungen. Im Hintergrund sind weiter Bekannte und Familienmitglieder zu erahnen, welche jedoch nicht in Erscheinung treten. Die schauspielerische Leistung der beiden Darsteller gefällt mir auf jeden Fall recht gut.

Schön finde ich an dem Spot, dass er ohne Einleitung beginnt, überdurchschnittlich viel Drive besitzt, sehr kurz ist und die Botschaft der Werbung perfekt zur Story passt. Die Oma, welche den Jungen zurückweist, überrascht mit ihrer Tat die Zuschauer und gibt dem Spot eine amüsante Nuance. Und natürlich wird auch ein Thema angeschnitten, das viele Großeltern und Enkel wahrscheinlich schon erlebt haben. Die Kinder und Jugendlichen wissen \"es gibt was von der Oma\" und die ältere Generation verschenkt Produkte, die sie selbst niemals benutzen könnte (mehr oder weniger), natürlich sucht die Oma dann nach dem besonderen Dank der Kinder, welche sich eben manchmal auch schwer tun diesen der Oma zu zubringen - derartige Erfahrungen konnte ich selbst schon machen und beobachten.

Insgesamt handelt es sich bei diesem Werbespot \"Loop - Noch ein Lied für die Oma\" um eine lustige Ergänzung der Werbeblöcke aus der Weihnachtszeit 2001, der die Marke Loop meiner Meinung nach nur Nutzen und positives Image verschafft hat. Der Spot erschien mir zwar irgendwann nicht mehr interessant zu sein, wurde aber nicht nervig und durch seine Kürze auch nie aufdringlich. Die Situationskomik durch die dominanten Oma veruracht verleiht dem Spot das gewisse Etwas, was vielen Werbungen heute leider noch fehlt. Ich hoffe auf ein erfolgreiches Weihnachtscomeback 2002...

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