Erfahrungsbericht von holsi
eines der besten Medien für Musik
Pro:
sehr klein und robust
Kontra:
wird sie sich durchsetzen?
Empfehlung:
Nein
Einleitung
Vor einigen Jahre fuhr ich einmal einen Sportwagen der recht hart gefedert war. Durch die harte Federung war es mir unmöglich, CDs im Auto zu hören, da sie immer gesprungen sind. Ich habe mehrere unterschiedliche Player und Wechsler getestet, aber das springen blieb. Die einzigste Lösung wäre ein sündhaft teuerer Wechsler gewesen, den ich aber mir nun doch nicht leisten wollte.
Bei einem Spezielanbieter für Autoradios hat man mir dann einen anderen Vorschlag gemacht, wenn ein CD-Player immer springt, sollte ich doch mal einen MiniDisc-Player testen. Damals, es war so im Jahre 1995, war das alles noch recht neu und kaum bekannt. Jedenfalls testet ich damals den Player und bin bis heute bei diesem Medium geblieben.
Das sollte nur als kleine Einleitung dienen, um euch ein Medium für Aufnahmen vorzustellen.
Geschichte und Technik
Die Vorstellung und Markteinführung der MiniDisc in Europa war schon etwas kurios. Erstmals kamen 1992 die ersten Minidisc-Geräte in Deutschland und Europa auf den Markt, offiziell vorgestellt wurde diese Technik aber erst im Sommer 1993 auf der IFA (Internationalen Funkausstellung in Berlin). Erfundne und Entwickelt wurde das ganze von der Firma Sony.
Eigentlich ist eine MiniDisc nichts anderes als eine CD, nur eben viel kleiner. Um die Silberscheibe besser zu schützen, wurde einfach noch ein Plastikgehäuse drum herum gebaut. So kann eine MiniDisc schon einiges an Umwelteinflüssen wegstecken, was eine CD zerstören würde.
Und genau wie bei einer CD wird auch von einer MiniDisc gelesen. Ein Laserstrahl tastet Höhen und Tiefen auf der Oberfläche ab, die so genannten Pits und erstellt daraus die Musik.
Aber der Schreibvorgang ist etwas anders. Bei einer CD werden die Pits direkt in die Oberfläche eingebrannt, bei einer MiniDisk besteht die Oberfläche aus magneto-optischem Material. Der Pits wird bei der Minidisk also nicht direkt eingebrannt, sondern die Pits entstehen durch magnetische Ausrichtung der Oberfläche.
Widerbeschreibbarkeit
Im Gegensatz zu einer normalen CD-R, die nur einmal beschreibbar ist oder einer CD-RW, die maximal nach Herstellerangaben 1.000 Widerbeschreibbar ist, soll eine MiniDisc bis zu einer Millionen man beschrieben werden können. Das resultiert eben daraus, dass die Oberfläche nicht mechanisch verändert wird, eben durch das Einbrennen, sondern nur das Magnetfeld umgepolt wird. Aber auch das Magnetfeld wird wohl irgend wann einmal seinen Geist aufgeben.
Kapazität
MiniDisc gibt es in verschiedenen Kapazitätsgrößen, 60, 74 und 80 Minuten. Jetzt werden einige sagen, dass sind ja die selben Kapazitäten wie bei einer CD-R, obwohl die MiniDisc mit ihren 6,4 cm doch viel kleiner ist. Wieso kann ich die nicht in meinem computer benutzen, anstatt den großen CD-Rohlingen. Tja, diese Datenkapazitäten kommen nur für Musik in Frage, da Sony mit der MiniDisc gleichzeitig ein Datenreduktionsverfahren, dass so genannte ATRAC. Anders als bei MP3 werden dabei die Daten nicht komprimiert, sondern die Töne, die das menschliche Ohr sowieso nicht wahrnehmen kann, werden einfach gelöscht. Somit wird ein Musikstück auf etwa 25 % der ursprünglichen Größe verkleinert. Natürlich war dieses Verfahren am Anfang nicht besonders, aber seit ATRAC-Version 4.5 kann selbst ein Experte mit einem geschulten Ohr keinen Unterschied zwischen CD und MiniDisc mehr wahrnehmen.
Aber dieses ATRAC-Verfahren kann eben nur bei Musik angewandt werden, eben nicht bei Daten. Daher hat sich die MiniDisc nie am Computer durchsetzen können. Aber Hollywood hat dieses Medium gerne in seinen Filmen als Speichermedium fiktiv eingesetzt, weil es eben cool ausgesehen hat.
Vorteile der MiniDisc
Einer der Hauptvorteile ist wohl die Unempfindlichkeit dieses Medium, dadurch, dass es durch seine Plastikhülle sehr gut gegen Hitze, Staub und Spritzwasser geschützt ist. Daneben ist es wohl auch eines der kleinsten Medien zum aufnehmen von Musik.
Ein weiterer Vorteil ist die super Editierfunktion, den man kann auf jeder MiniDisc auch noch Name des Stücks und Sänger mit angeben. Eine MiniDisc kann noch 170.000 Zeichen zusätzlich zur Musik speichern und diese den einzelnen Titeln zuordnen.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, unbegrenzt aufzunehmen, ok eine Millionen mal ist für mich eigentlich unbegrenzt.
Nachteile der MiniDisc
Es gibt aber auch Nachteile einer MiniDisc, die ich hier nicht verschweigen möchte. Zum einen ist sie nicht für den Computer geeignet und zum anderen wird die Musik beschnitten.
Weiter gibt es eigentlich kaum, jedenfalls in Europa, fertig bespielte MiniDisc. Das sieht in Japan und den USA schon anders aus.
Ein Nachteil könnte sein, dass sich irgend wann das Magnetfeld auflöst. Ich habe jetzt MiniDisc die 1995 beschrieben wurden und bis heute sind die alle in Ordnung.
Tipps und Tricks
Wer sich diesem Medium öffnen sollte, muss darauf achten, dass sein Recorder wenigstens die ATRAC-Version 4.5 unterstützt. Darunter würde ich mir keinen Recorder kaufen.
Weiter kann man mit MiniDisc seine Musiksammlung sehr schön ordnen, den es gibt die MiniDisc in den unterschiedlichsten Farben. Wer also bestimmten Musikrichtungen Farben zuordnen will, ist mit MiniDisc sehr gut bedient.
Weiter gibt es wohl kaum ein Medium, welches so leicht zu handhaben ist wie die MiniDisc. Von der Aufnahme ist es eigentlich genau so wie bei einer herkömmlichen Kassette. Die Eingabe der Titel kann man dann einfach nachträglich übernehmen. Hat man aber einen moderneren CD-Player, der CD-Text unterstützt, sollte man unbedingt beide miteinander per optischem Kabel verbinden, den dadurch wird der CD-Text direkt an den Recorder übertragen und man spart sich das Editieren.
Fazit
Da die tragbaren MiniDisc-Player kaum größer als die Disc selbst sind, ist die MiniDisc das ideale Medium für unterwegs. Aber nicht nur durch seine Größe, auch durch die Robustheit.
Ich kann jedem nur dieses Medium für seine Musiksammlung empfehlen. Ich bin damals eher durch Zufall daran gekommen, habe es aber nie bereut.
Daher die volle Wertung für die MiniDisc.
Vor einigen Jahre fuhr ich einmal einen Sportwagen der recht hart gefedert war. Durch die harte Federung war es mir unmöglich, CDs im Auto zu hören, da sie immer gesprungen sind. Ich habe mehrere unterschiedliche Player und Wechsler getestet, aber das springen blieb. Die einzigste Lösung wäre ein sündhaft teuerer Wechsler gewesen, den ich aber mir nun doch nicht leisten wollte.
Bei einem Spezielanbieter für Autoradios hat man mir dann einen anderen Vorschlag gemacht, wenn ein CD-Player immer springt, sollte ich doch mal einen MiniDisc-Player testen. Damals, es war so im Jahre 1995, war das alles noch recht neu und kaum bekannt. Jedenfalls testet ich damals den Player und bin bis heute bei diesem Medium geblieben.
Das sollte nur als kleine Einleitung dienen, um euch ein Medium für Aufnahmen vorzustellen.
Geschichte und Technik
Die Vorstellung und Markteinführung der MiniDisc in Europa war schon etwas kurios. Erstmals kamen 1992 die ersten Minidisc-Geräte in Deutschland und Europa auf den Markt, offiziell vorgestellt wurde diese Technik aber erst im Sommer 1993 auf der IFA (Internationalen Funkausstellung in Berlin). Erfundne und Entwickelt wurde das ganze von der Firma Sony.
Eigentlich ist eine MiniDisc nichts anderes als eine CD, nur eben viel kleiner. Um die Silberscheibe besser zu schützen, wurde einfach noch ein Plastikgehäuse drum herum gebaut. So kann eine MiniDisc schon einiges an Umwelteinflüssen wegstecken, was eine CD zerstören würde.
Und genau wie bei einer CD wird auch von einer MiniDisc gelesen. Ein Laserstrahl tastet Höhen und Tiefen auf der Oberfläche ab, die so genannten Pits und erstellt daraus die Musik.
Aber der Schreibvorgang ist etwas anders. Bei einer CD werden die Pits direkt in die Oberfläche eingebrannt, bei einer MiniDisk besteht die Oberfläche aus magneto-optischem Material. Der Pits wird bei der Minidisk also nicht direkt eingebrannt, sondern die Pits entstehen durch magnetische Ausrichtung der Oberfläche.
Widerbeschreibbarkeit
Im Gegensatz zu einer normalen CD-R, die nur einmal beschreibbar ist oder einer CD-RW, die maximal nach Herstellerangaben 1.000 Widerbeschreibbar ist, soll eine MiniDisc bis zu einer Millionen man beschrieben werden können. Das resultiert eben daraus, dass die Oberfläche nicht mechanisch verändert wird, eben durch das Einbrennen, sondern nur das Magnetfeld umgepolt wird. Aber auch das Magnetfeld wird wohl irgend wann einmal seinen Geist aufgeben.
Kapazität
MiniDisc gibt es in verschiedenen Kapazitätsgrößen, 60, 74 und 80 Minuten. Jetzt werden einige sagen, dass sind ja die selben Kapazitäten wie bei einer CD-R, obwohl die MiniDisc mit ihren 6,4 cm doch viel kleiner ist. Wieso kann ich die nicht in meinem computer benutzen, anstatt den großen CD-Rohlingen. Tja, diese Datenkapazitäten kommen nur für Musik in Frage, da Sony mit der MiniDisc gleichzeitig ein Datenreduktionsverfahren, dass so genannte ATRAC. Anders als bei MP3 werden dabei die Daten nicht komprimiert, sondern die Töne, die das menschliche Ohr sowieso nicht wahrnehmen kann, werden einfach gelöscht. Somit wird ein Musikstück auf etwa 25 % der ursprünglichen Größe verkleinert. Natürlich war dieses Verfahren am Anfang nicht besonders, aber seit ATRAC-Version 4.5 kann selbst ein Experte mit einem geschulten Ohr keinen Unterschied zwischen CD und MiniDisc mehr wahrnehmen.
Aber dieses ATRAC-Verfahren kann eben nur bei Musik angewandt werden, eben nicht bei Daten. Daher hat sich die MiniDisc nie am Computer durchsetzen können. Aber Hollywood hat dieses Medium gerne in seinen Filmen als Speichermedium fiktiv eingesetzt, weil es eben cool ausgesehen hat.
Vorteile der MiniDisc
Einer der Hauptvorteile ist wohl die Unempfindlichkeit dieses Medium, dadurch, dass es durch seine Plastikhülle sehr gut gegen Hitze, Staub und Spritzwasser geschützt ist. Daneben ist es wohl auch eines der kleinsten Medien zum aufnehmen von Musik.
Ein weiterer Vorteil ist die super Editierfunktion, den man kann auf jeder MiniDisc auch noch Name des Stücks und Sänger mit angeben. Eine MiniDisc kann noch 170.000 Zeichen zusätzlich zur Musik speichern und diese den einzelnen Titeln zuordnen.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, unbegrenzt aufzunehmen, ok eine Millionen mal ist für mich eigentlich unbegrenzt.
Nachteile der MiniDisc
Es gibt aber auch Nachteile einer MiniDisc, die ich hier nicht verschweigen möchte. Zum einen ist sie nicht für den Computer geeignet und zum anderen wird die Musik beschnitten.
Weiter gibt es eigentlich kaum, jedenfalls in Europa, fertig bespielte MiniDisc. Das sieht in Japan und den USA schon anders aus.
Ein Nachteil könnte sein, dass sich irgend wann das Magnetfeld auflöst. Ich habe jetzt MiniDisc die 1995 beschrieben wurden und bis heute sind die alle in Ordnung.
Tipps und Tricks
Wer sich diesem Medium öffnen sollte, muss darauf achten, dass sein Recorder wenigstens die ATRAC-Version 4.5 unterstützt. Darunter würde ich mir keinen Recorder kaufen.
Weiter kann man mit MiniDisc seine Musiksammlung sehr schön ordnen, den es gibt die MiniDisc in den unterschiedlichsten Farben. Wer also bestimmten Musikrichtungen Farben zuordnen will, ist mit MiniDisc sehr gut bedient.
Weiter gibt es wohl kaum ein Medium, welches so leicht zu handhaben ist wie die MiniDisc. Von der Aufnahme ist es eigentlich genau so wie bei einer herkömmlichen Kassette. Die Eingabe der Titel kann man dann einfach nachträglich übernehmen. Hat man aber einen moderneren CD-Player, der CD-Text unterstützt, sollte man unbedingt beide miteinander per optischem Kabel verbinden, den dadurch wird der CD-Text direkt an den Recorder übertragen und man spart sich das Editieren.
Fazit
Da die tragbaren MiniDisc-Player kaum größer als die Disc selbst sind, ist die MiniDisc das ideale Medium für unterwegs. Aber nicht nur durch seine Größe, auch durch die Robustheit.
Ich kann jedem nur dieses Medium für seine Musiksammlung empfehlen. Ich bin damals eher durch Zufall daran gekommen, habe es aber nie bereut.
Daher die volle Wertung für die MiniDisc.



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