Über Themen mit M Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ruhollah

Mülltrennung

Pro:

Gecko, Stabilität, Sicherheit

Kontra:

keine MDI-Fenstertechnik; angenehme Besonderheiten, wie sie Opera besitzt, fehlen

Empfehlung:

Nein

Die Trennung von Müll ist bei uns Mecklenburgern und Vorpommern ein Hobby und vielleicht sogar eine Sucht. Es ist ja kein Wunder, da in der DDR aus Not schon alles gesammelt wurde und vom Staat honoriert wurde. Ich hätte mir gewünscht, wenn man aus dieser Not eine Tugend gemacht hätte. Nach der Wende gab es erst mal gar nichts mehr und dann kam der Grüne Punkt, den ich zwar richtig finde, aber gleichzeitig auch ein wenig schildbürgerlich. Denn Anreize zum Sammeln fehlen gänzlich. In der DDR gab es Geld für jedes Gramm Zeitung, für jeden Flaschenverschluss und für jede Flasche. Aber trotzdem wird gesammelt, was das Zeug hält. Meck-Pomm ist in dieser Beziehung deutscher Meister. Dafür, dass die Anreize fehlen, ist das doch gut.

Bei uns wird alles mögliche in den gelben Sack gesteckt und alle zwei Wochen, werden die gelben Säcke eingesammelt. Bei uns fallen zwei, drei Säcke an. Der Inhalt: viele Milchtüten, Joghurtbecher, einige Dosen, PET-Flaschen und sogar Tüten von Fertigsuppen gehören in diesen tollen Sack. Dazu noch Blechdosen. Auch wenn dies eine gute Sache ist, ist dies nicht die beste Sache. Leider sind PET-Flaschen und Dosen nicht so toll. Getränke sollte man besser in Pfandflaschen (machen wir auch) kaufen. Diese benötigen für die Aufbereitung viel weniger Energie. Pfandflaschen werden nämlich nur ausgewaschen und bekommen ein neues Etikett und einen neuen Verschluss. Dies benötigt logischerweise weniger Energie als die Alternativen Glascontainer, Getränkedosen und PET-Flaschen. Die müssen eingeschmolzen werden und das ist ungünstig. Jeder kann doch nachvollziehen, dass dies wirklich teurer in der Aufbereitung ist. Daher empfehle ich, unser ausgezeichnetes Pfandsystem zu nutzen. Das Dosenpfand zeigt leider in die falsche Richtung. Mit dem Pfand wird vorgegaukelt, als wäre Bier aus der Dose genauso umweltgerecht wie die Pfandflasche. Ist sie aber nicht!

Glascontainer und Papiercontainer werden bei uns natürlich auch genutzt. Zeitungen werden gebündelt und da hinein gesteckt. Die wenigen Nicht-Pfandflaschen und Nicht-PET-Flaschen kommen da hinein. Und daraus wird Papier gemacht, welches ich dann irgendwann in Form von Fotokopier- oder Schreibpapier beim umweltbewussten Büroausstatter Memo (http://www.memo.de) kaufe. Einfach genial! Man kann aber noch mehr herausholen und bei uns ist das auch noch mangelhaft. Ich habe heute mir frische Vollmilch gekauft, in einer PET-Tüte. Mein Vater kauft nur diese olle H-Milch in den Kartons. Der Vorteil der Tüte: Bei gleicher Menge an Milch, benötigt sie weniger Verpackung. Die Rundumfläche ist kleiner und auch nicht so dick. Noch besser als das ist aber die Pfandflasche. Aber leider wird dies kaum angeboten. Soweit ich weiß, gibt es das nur Landliebe, die in der Pfandflasche verkaufen.

Was leider viele falsch machen, ist wie sie die Joghurtbecher und Co. in den Sack geben. Es werden in d. R. die Becher und Milchtüten ausgewaschen, leider! Das sollte man nämlich nicht tun. Der Grüne Punkt wurde schließlich nicht eingeführt, um den Wasserverbrauch zu steigern. Unser deutsches Wasser ist viel zu qualitativ und , um sowas auszuspülen. Joghurtbecher und Milchtüten gehören ungewaschen in den gelben Sack oder in die gelbe Tonne. Möglichen Gestank kann man einschränken, wenn man den Sack immer gut schließt.

Eine letzte Möglichkeit, Müll gut zu entsorgen, ist das Kompostieren. Da ich auf dem Land wohne, habe wir auch einen Komposthaufen. Da kommt alles organische rauf. Die Bakterien (und die Hühner essen auch noch Abfälle) machen den Rest. Nun hat nicht jeder einen Komposthaufen, geschweige denn einen Garten. Und wenn, dann ist der zu klein. Für Stadtbewohner gibt es dafür die Biotonne. Es gibt sogar schon Müllsäcke, die biologisch abbaubar sind (Biostoll). Da kann man z. B. organisches Zeug (Essenreste, Kartoffelschalen etc.) hinein tun und zu einem Bauern oder einem Verwandten mit Kompostiermöglichkeit aufs Land bringen.

Wenn ich mir das alles so mal durch den Kopf gehen lassen, komme ich zu dem Schluss, dass man heute fast ohne Mülltonne auskommen kann. Es gibt Pfandsysteme, in den gelben Sack gehören PET, Milchtüten, Joghurtbecher, Folien, Alupapier, Weißblech uvm., und organisches kann kompostiert werden und Papier und Glas kommen in den Container. Und für die Mülltonne bleibt kaum noch was übrig. Dann fällt nur noch Sondermüll an. Zum Beispiel Kühlschränke und Batterien. Batterien kann man in jedem Supermarkt abgeben. Aber auch das kann man sich einsparen, wenn man Akkumulatoren nutzt.

Wie man sieht, gibt es eine Menge Möglichkeiten, den Müll einzuschränken und vernünftig zu trennen. Das ist gut für die Umwelt.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-03 20:53:15 mit dem Titel Mozilla, der freie Browser

Vor rund zwei Jahren habe ich noch den Netscape benutzt. Zu dieser Zeit kam auch der Netscape 6 heraus; eine große Enttäuschung. Mein Netscape 4.7er spielte auch ständig verrückt, selbst nach einer Komplettinstallation von Windows und Netscape. Dann kam Opera 5 raus und das Kapitel Netscape war Geschichte.

Jeder Rechnerfreak weiß ja, dass Netscape intern Mozilla heißt. Mozilla ist aber auch gleichzeitig ein OpenSource-Projekt, auf welchem u. a. der Netscape 7 basiert. Mozilla habe ich mir vor drei Monaten aus dem Netz geladen, als Zweitbrowser neben meinem Opera. Und ich muss zugeben, der Mozilla gefällt mir immer besser, an manchen Stellen sogar besser als Opera.

Sicherheit wird bei Mozilla groß geschrieben. Man kann alle Einstellungen selbst vornehmen, was Cookies, JavaScript und Java betrifft; ActiveX wird glücklicherweise nicht unterstützt. Außerdem ist die Anzahl der Schlupflöcher sehr gering, da das Programm frei ist und jeder Programmierer auf der Welt die Schlupflöcher ausfinden kann und selbst ausmerzen kann. Dadurch wurde ein hoher Grad an Sicherheit geschaffen. Und bei den Abstürzen ist Mozilla auch nicht schlecht, denn bisher ist er mir nicht einmal abgeschmiert.

Die hohe Schnelligkeit beim Seitenaufbau bemerkt man schnell. Dahinter steckt das Modul Gecko, welches der zukünftige Opera 7 auch verwenden wird. Gut für den Benutzer ist auch die seitliche Leiste („Sidebar“), die Lesezeichen anzeigt, Nachrichten anzeigt und Suchmaschinen anbietet. Aber das bietet der Opera nun schon über ein Jahr lang an. Einziges Manko: Die Menüs sind in englischer Sprache.

In einem Punkt überzeugt mich der Mozilla am meisten: in der XML-Darstellung. Der Mozilla bietet in dem Menüpunkt „Debug“ Möglichkeiten zur Demonstration der Fähigkeiten des Mozillas. Die XML-Darstellung war hervorragend. Im Opera 6 dagegen: naja. Ich dachte, der Opera könnte mit XML umgehen.

Wie zum Netscape gehört zu Mozilla ebenfalls ein E-Mail-Klient und ein HTML-Editor. Der Composer ist für einfache Arbeiteten in HTML brauchbar, aber sonst nicht. Der E-Mail-Klient kann sich sehen lassen. Im Gegensatz zum Netscape Messanger hat er an wichtigen Funktionen hinzugewonnen und er ist schneller geworden. Ich nutze ihn aber nicht, sondern Pegasus Mail.

Kritisch sehe ich, dass Mozilla nicht die MDI-Fenstertechnik (ein Programmfenster, darin eins oder mehrere Unterfenster mit HTML-Dateien) nutzt, die mir beim Opera so gefällt. Das spart Ressourcen und erhält die Übersicht in der Taskleiste. Außerdem kann man dem Mozilla nicht einfach so befehligen, ob er Grafiken laden soll oder nicht. Da muss man sich erst durch das Einstellungsmenü hangeln und dann gilt das für Internetseite. Bei Opera gibt es dafür einen spezielles Symbol, mit dem ruckzuck Grafiken ein- und ausschalten kann. Es fehlt auch die Möglichkeit, einfach so abzustellen, dass HTML-Seiten nicht von selbst neue Fenster öffnen (mittels JavaScript). Bei Opera findet man sowas in den „Schnelleinstellungen“.

Alles in allem kann sich der Mozilla aber doch sehen lassen. Kleine Unzulänglichkeiten werden durch die großen Vorteile (Gecko, Stabilität, Sicherheit) ausgemerzt. Er ist wesentlich besser als der verfluchte Internet Explorer oder besser als sein Bruder Netscape Communicator. Mozilla lässt sich außerdem optisch an seine Gepflogenheiten anpassen, mithilfe von „Themes“. Und Werkzeugleisten kann man jederzeit wegklappen, wenn sie störten. Ich setze den Mozilla als Zweitbrowser unter Windows ein, da der Opera ab und zu herumspinnt. Natürlich kostet der Mozilla nichts und man kann ihn unter http://www.mozilla.org beziehen.